Termos Taten

Wat mutt, dat mutt - Ein ostfriesischer Chronist der Wirklichkeit

Mittwoch, 1. September 2010, 15:08 Uhr

Ich musste heute daran denken, dass man mal zu mir sagte, ich sei “lustig wie C3PO”. Und was war nicht als Kompliment gemeint.

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Dienstag, 31. August 2010, 13:16 Uhr

Apropos mein Bruder und Kamel und inkognito und so: Mein Bruder hat nun seinen eigenen Wikipedia-Artikel und wurde vom Wikipedia-Adel offenbar anstandslos als relevant eingestuft. Und nicht nur das, er ist nach der Wikipedia nun auch eine “Auricher Persönlichkeit” und neben Leuten wie Ernst Reuter und HP Baxxter ein “Bekannter Schüler” seiner ehemaligen Schule.

Ich halte mich da raus, was das Bearbeiten des Artikels angeht. Aber euch sei das natürlich vergönnt…

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Freitag, 27. August 2010, 12:32 Uhr

Gestern wohnte ich den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg bei. Feine Sache. Bekloppte Story, aber viel Pulverdampf, alberne Witze, Hauerei und allerlei Effekthascherei.

Im Prinzip machen die alles richtig, ohne das Freilichttheater neu erfinden zu müssen.  Jeder freut sich, wenn es knallt und rumst und Menschen brennend durch die Gegend fliegen. Jeder findet berlinernde oder schwäbelnde Möchtegernwestleute lustig. Jeder ist fasziniert, wenn ein Adler kaum einen Meter über einem dahingleitet. Und jeder lacht natürlich darüber, wenn einem Rabauken in einer Hauerei dreimal in die Familienjuwelen getreten wird.

Und vor allem blieb es quasi trocken, während Restdeutschland teilweise unter Starkregen inklusive Katastrophenalarm litt.

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Mittwoch, 25. August 2010, 14:24 Uhr

Soso, Termos Taten, also dieses Weblog, wird heute neun Jahre alt.

Und immer noch das gleiche gute alte rot-grün-blinden-gerechte hässliche Design. Der Thomas Schaaf unter den Word-Press-Themes.

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Freitag, 20. August 2010, 13:49 Uhr

Und zum Einläuten des Wochenendes hier ein Video vom investigativ-journalischem Inkognitoeinsatz meines Bruders auf der Gamescom in Köln.

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Montag, 16. August 2010, 22:24 Uhr

Gestern durfte ich den Fahrer spielen, als eine Freundin von mir ihr neues Haustier bei einer Züchterin abholen durfte. Herzallerliebst.

Fietje

Doch auch die Tochter der Züchterin hatte ihren Unterhaltungswert. Trotz des zarten Alters von 10 Jahren hatte sie bereits exakte Vorstellungen von ihrer Zukunft. Sie wolle eine Katze, einen Hund und ein Pferd, wenn sie erwachsen sei. Und damit sie sich das alles leisten könne, wollen sie einen reichen Mann heiraten. “Reich muss er sein, dass ist wichtig.”

Die einzige Alternative sei ein Landwirt, weil da die Tiere ja alles schon dazu gehören. Doch das hörte die Mutter und meinte: “Die heiratet niemals einen Bauern, die zieht in die Stadt und wird so ne aufgetakelte Tussie. Die geht so gar nicht nach mir…”

Naja, jetzt wollen wir erstmal sehen, wie weit der kleine Hund nach ihr geht. Der ist ja jetzt schon mal in die Stadt gezogen.

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Freitag, 13. August 2010, 14:54 Uhr

Sobald ich jemandem erzähle, dass ich in der WG gerade sturmfrei habe, kommt die Frage: “Und? Hast du das schon ausgenutzt und bist nackt durch die Wohnung gelaufen?”

Dazu brauch ich doch kein sturmfrei.

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Mittwoch, 11. August 2010, 20:39 Uhr

Seitdem Mutter neulich mal eine dicke Lippe hatte, geht auf dem Dorf das Gerücht herum, sie würde sich Botox spritzen lassen.

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Dienstag, 10. August 2010, 15:14 Uhr

Mein Bruder wollte neulich eine Sorte Nudeln (oder “Pasta”, wie der hippe Jungmensch heutzutage zu sagen pflegt) nicht essen. Begründung: Ihm gefalle “die Textur” des Nahrungsmittels nicht.

Das erinnert mich schmerzlich an einen alten Kollegen. Der hatte noch kein halbes Jahr studiert und sagte dann schon immer “ergo” statt “also” und begann Sätze immer mit “Gesetzt den Fall” oder “Ich konstatiere”. Das gab immer Haue.

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Samstag, 7. August 2010, 17:58 Uhr

Auf ihrer jüngst absolvierten Reise nach Indien trafen meine Eltern auf einen weisen Mann, der ihr Karma lesen konnte. So konnte er feststellen, wie weit man es schon auf dem Weg des Ausbruchs aus der ewigen Knochenmühle der Reinkarnation gebracht hatte.

Sehr zu Mutters Unwillen stellte der Mann fest, dass gerade Vadder schon viel gutes Karma in seinen vergangenen Leben gesammelt hat und sie nicht so. Vadder selbst ließ diese Orakelei allerdings kalt. Er stellte lediglich fest: “Ich habe kein Karma, ich habe es nur im Nacken.”

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Freitag, 6. August 2010, 23:28 Uhr

Gestern wohnte ich der Geburtstagsfeier einer meiner Mitbewohnerinnen in ihrer nordrhein-vandalischen Heimatbasis bei.  Kaum war ich angekommen, lief mir ihre Mutter über den Weg. Als sie mich sah, rief sie aus: “Oh, da ist er ja. Den wollten wir hier doch nicht mehr haben!”

Ich überlegte, was ich im vergangenen Jahr so Übles getrieben haben konnte, dass mich die Dame Hauses prompt wieder hinauswerfen wollte.

Es stellte sich aber rasch heraus, dass es gar nicht um mich ging, sondern um die Flasche Kruiden (ein feiner ostfriesischer Kräuterschnaps), die ich in der Hand hielt. Ein ähnliches Exemplar soll nämlich unbestätigten Gerüchten zufolge im vergangenen Jahr für den frühzeitigen Totalausfall des Geburtstagskindes gesorgt haben.

Halte ich für Verleumdung.

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Donnerstag, 29. Juli 2010, 11:58 Uhr

Ach ja, meine Lieblingsfernsehsender bleiben doch die fundamentalchristlichen und New-Age-TV-Stationen. Warum? Wo sonst erlebt man es, dass man nichtsahnend auf K-TV schaltet und dort miterleben darf, wie ein biederes Akkordeon-Orchester inbrünstig die Bohemian Rhapsody von Queen zum besten gibt.

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Freitag, 23. Juli 2010, 19:37 Uhr

Meine Mitbewohnerin würzte heute in der Mensa ihre Pommes irrtümlicherweise nicht mit Salz und Pfeffer, sondern mit Zucker und Zimt nach. Interessantes Geschmackserlebnis.

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Mittwoch, 14. Juli 2010, 14:14 Uhr

Uiuiui, wir an der Uni sind noch klüger, als wir glaubten. Denn heute, in der letzten Seminarsitzung des Semesters, haben wir erfahren, dass wir uns nicht einfach nur mit simplen Königsgedichten befassten, sondern intensiv das Feld der (ACHTUNG!) Panegyrischen Kasuallyrik beackert haben.

Panegyrische Kasuallyrik. Wir sind schon tolle Hechte hier an der Uni.

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Montag, 12. Juli 2010, 23:58 Uhr

My Life By Laway

Using only song titles from ONE ARTIST or BAND, cleverly answer these questions. Pass it on to others and include me. You can’t use the artist / band I used. Try not to repeat a song title. It’s a lot harder than you think! Repost as ‘My Life By: (Artist’s/Band’s Name).

Pick your artist: Laway

Are you a male or a female: Wotan un Salomo

Describe yourself: See-Rebell

How do you feel: Klaar för elke Störm

Describe where you currently live: Ik stah an de Kaje

If you could go anywhere, where would you go: Over de Westersee

Your favorite form of transportation: Seils ut Sülver

Your best friend: Wicht ut Noorden

You and your best friends are: Nett as twee Königskinner

What’s the weather like: De wille Wind

Favorite time of day: Fastelavend is anfangen

If your life was a tv show, what would it be called: Hunnertmaal No Future

What is life to you: Gold, Füür un Isen

Your relationship: Verlor’n

Your fear: Se bruken hum nich mehr

What is the best advice you have to give: Een för all un all för een

Thought for the day: Ik suup di to

How would you like to die: All full

Your soul’s present condition: Dat tweed Gesicht

Your motto: Eala Frya Fresena

(Via Neekropolis)

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Sonntag, 11. Juli 2010, 23:43 Uhr

Hier, Computerspielkram mit Uke.

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Samstag, 10. Juli 2010, 18:28 Uhr

Ich habe heute den ganzen Nachmittag mit Herrn Cordes und Herrn Cthulhu Skat gespielt. Das ist ganz furchtbar, denn der Cordes betrügt immer und Cthulhu ist ein ganz schlechter Verlierer.

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Donnerstag, 8. Juli 2010, 21:48 Uhr

Also wirklich. Aber der Reihe nach.

Gestern hatten wir Friesen-Stammtisch, gekleidet in gemeinsames Grillen, Trinken und Fußball gucken. War ein sehr netter Abend, ich war ausgesprochen gut gelaunt und es wurde auch etwas später, bevor ich dann schließlich nach Hause lief. Sehr netter Abend.

So, heute dann ich ganz normal halt aufgestanden und so und zur Uni. Und alle möglichen Leute, bevorzugt welche, die gestern Abend nicht dabei waren, sagten mir Dinge wie: “Temmo, dafür dass du gestern so gesoffen hast, sieht du aber gut aus.” Oder: “Von dir habe ich ja Sachen gehört, du sollst ja tierisch betrunken gewesen sein gestern Abend.” Und sowas, die ganze Zeit.

Man ist gut gelaunt, und schon wird überall rumerzählt, ich wäre sturzbesoffen gewesen. Der Hohepunkt kam dann aber zum Ende des Uni-Tages. 18 Uhr, letztes Seminar des Tages bei Frau Schmidt. Die  kam rein, sah mich an und sagte: “Nach dem, was ich von Ihnen gehört habe, hätte ich nicht erwartet, Sie heute im Seminar zu sehen.”

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Mittwoch, 7. Juli 2010, 14:09 Uhr

Und ich habe gestern so gehofft, dass Oranje die hinterfotzigen Uruguayer so richtig zerstört. In den Erdboden stampft. Aus den Geschichtsbüchern tilgt. Aber nix.

Dann müssen das die Spanier am Sonnabend halt besorgen.

Edit: Oder halt jemand anderes.

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Mittwoch, 7. Juli 2010, 14:05 Uhr

Ich bin nun im übrigen stolzer Besitzer des hässlichsten und billigsten Mobiltelefons, das ich auftreiben konnte. Das klaut mir bestimmt niemand, das sieht aus, als wäre es nicht echt. Als würde man mit einem Schwall Wasser oder einem Stromschlag bedacht, wenn man da auf einen Knopf drückt.

Aber das Beste ist: in der offiziellen Produktbeschreibung wird damit geworben, dass man aufgrund des edlen Designs dieses wunderlichen Stücks Technik in den höchsten Kreisen und in der High-Society mit dem Telefon Eindruck schinden kann. Da bin ich ja mal gespannt.

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“Man trinkt Tee, damit man den Lärm der Welt vergisst.”
 T'ien Yi-heng

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