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Als eine Strategie, die Motivation der Studierenden langfristig auf einem hohen Niveau zu halten, wird immer wieder eine Gamification des Studiums diskutiert. Das trägt nun erste Früchte, wie ich gestern erleben durfte. Ich hörte einen Studenten über eine VWL-Klausur berichten, die was für Noobs sei. Man brauche keinen Skill und es würden sowieso alle cheaten. Die Makro-Klausur sei dagegen vollkommen IMBA.

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Man merkt, dass es mit großen Schritten aufs jüngste Gericht zugeht, wenn ein sportlicher Wettkampf zwischen den „Wilhelmshavener Buccaneers“ und den „Westersteder Wölfen“ als Ostfriesland-Derby bezeichnet werden muss.

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Die Geschichten aus der Universitätsbibliothek sind immer die besten. Neulich im Foyer umlagerte eine Gruppe junger Frauen einen etwas wunderlich aussehenden Kerl. So vom Typ Künstlerhipster, aber nicht wirklich viel älter als die Damen. Er berichtete, mit einem undefinierbaren Akzent, von all den Dingen, die er in seinem Leben schon gemacht hat. Natürlich Backpacking in aller Welt, freier Straßenkünstler, selbständig war er auch schon mal und sowat alles. Auch als Stripper und Escort-Mann habe er schon gearbeitet. Nicht weil er gemusst hätte, wie er der ihn mit großen Augen anstarrenden Zuhörerschaft versuchert. Nein, weil er gewollt habe. Weil er was neues habe ausprobieren wollen.

Schließlich fragt ihn eine der Frauen: „Was studierst du eigentlich?“ Er antwortet: „Ich studiere nicht.“ Eine der Frauen wird nun etwas skeptisch und fragt stirnrunzelnd, warum er denn dann in der UB rumhänge. Er ist sehr ehrlich und sagt: „Hier lerne ich am einfachsten Frauen kennen.“

Die Skeptische öffnet den Mund, doch bevor sie etwas entgegnen kann, ruft eine der übrigen Frauen begeistert: „Das ist voll klug!“

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Ich bin doch peinlich berührt, dass mein alter Sportverein aus der Heimat auf seiner Internetseite nicht nur die offizielle Vereinshymne präsentiert, sondern auch noch stolz eine „inoffizielle“ Vereinshymne als Dreingabe dazu stellt. Dort heißt es in den ersten Zeilen: „Wir sind die Stikelkamper, ständig im Suff / wir gehen drei mal täglich in den Puff…“ (Quelle: SVS)

Ich bin doch so ein Fremdschämer!

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Termo wartet früh am Sonnabendmorgen neben einem Tennisplatz auf seine Mitfahrgelegenheit. Nebenan ist ein Pärchen schon um diese Zeit am Tennisstunden schieben.

Ballwechsel. Sagt sie: „5:1!“

Sagt er: „Genau wie letzte Nacht! Höhöhö…“

Sagt der Trainer/Schiri: „Das will niemand hören! Punktabzug.“

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Hat son bisschen was von diesem Murmeltierfilm hier. Immer, wenn dieser uralte Kerl im Lesesaal der UB sitzt, klingelt irgendwann unglaublich laut sein Mobiltelefon. Und dann braucht er ein paar Minuten, um zunächst zu bemerken, dass es klingelt und um es schließlich auszubekommen.

Neulich dachte ich erst, das Klingeln gehöre zu dem Hörspiel, dass ich nebenbei hörte. Aber als Justus Jonas im Hörspiel schon abgenommen hatte, klingelte es immer noch weiter. Und nun hat der gute Mann sich me Reihe vor mich gesetzt. Ich glaube, ich organisiere mir irgendwo ne Kuhglocke und erschreck den mal genau so, wie er mich immer schreckt. So als Erziehungsmaßnahme.

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Wenn ich meinen Bruder in Berlin für ein paar Tage besuche, dann lunger ich auch einfach mal ganz gerne in seinem Kiez ein bisschen auf der Straße herum. Und zwar nur, um ein bisschen zu lauschen, was da für ein gequatscht wird. Das ist immer ganz köstlich. Man nennt es auch die F-Hine-Experience. Am besten fand ich bei der letzten Runde die beiden Kerle, die gestikulierend in ein ernsthaftes Gespräch vertieft waren, von dem ich nur aufschnappte: „Glaubst du WIRKLICH, dass man den Begriff ‚bergauf‘ verwenden darf, obwohl es hier gar keine Berge gibt?“

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Nachts in einer zwielichtigen Kneipe in Kiel. An der Theke sitzt ein Handball-Nationalspieler und unterhält sich mit Freunden. Neben ihm steht eine junge Frau, die immer wieder aufgeregt zu ihm rüber schaut. Schließlich sagt sie zu ihrer Freundin: „Wir sind doch auf Instagram befreundet! Warum sagt er denn nicht Hallo?“

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Offenbar sind nicht alle Leute so glücklich mit dem Neubau für die Juristische Fakultät, wie an diesem Plakat an der Baustelle zu lesen ist. Die Stilebene der Wortmeldung lässt eindeutig auf Angehörige der Universität schließen, nur dort drückt man sich so gewählt aus.

Institut für Hurensöhne

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Evolution und Auslese und so, das sind ja ganz spannende Dinge. Gerade, wenn man sie live und in Farbe miterleben kann. Heute hab ich zum Beispiel zwei Typen gesehen, die mit ihrenTrinkhörnern Brüderschaft tranken und sich dabei gegenseitig fast die Augen ausgestochen haben.

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Wo ich neulich in der Heimat war, hab ich einen alten Kollegen besucht. Und wie ich so mit ihm und seiner Frau – sie hochschwanger, er hochzufrieden – beim Tee zusammensitze, fällt mein Blick auf ein unscheinbares Büchlein, dass ganz unauffällig neben den beiden auf dem Sofa liegt. Das hässlich eingebundene Machwerk trägt den Titel „Die gute Ehe“, oder genauer: „Die gute Ehe“.

„Daher also weht der Wind“, denke ich mir und lasse es mir nicht nehmen, ein wenig darin herumzublättern, allem inneren intuitiven Widerstreben zum Trotz.

Das Buch ist im Bertelsmannverlag erschienen und stammt grundsätzlich aus dem Jahr 1959. Die mir vorliegende Ausgabe wurde allerdings 1962 gedruckt, und zwar in der 14. Auflage. Muss also gut sein, das Buch. Kann gar nicht anders. Ich habe aber, ehrlich gesagt, trotzdem nicht wirklich Bock,  tiefer in die Materie einzusteigen.. Ein Blick ins Vorwort und das Inhaltsverzeichnis lässt einen echt gruseln und genügt eigentlich schon.

Im ersten Teil dieses beliebten Ratgebers geht es um die Ehe im Allgemeinen. Hier finden wir so wunderbare Kapitelüberschriften wie „Ehe und Alltag“, „Schwierigkeiten und Krisen in der Ehe“, „Der eigene Hausstand“ und dem Abschnitt „Ehe und Beruf“ sind so wunderbare Unterkapitel wie „Die Hausfrau“, „Putzteufel oder Schlampe“, „Die berufstätige Ehefrau“ und „Der lebensuntüchtige Mann“ zugeordnet.

Im zweiten Teil des Buches gehts es dann ganz profan ums Bumsen (hier auch „die geschlechtliche Vereinigung“ genannt). Neben präzisen Beschreibungen der Geschlechtsteile und einer besonderen Berücksichtung der „Brautnacht“ ist auch jedem Monat der unweigerlich folgenden Schwangerschaft ein eigenes Kapitel gewidmet:

Der dritte Teil ist dann aber schließlich besonders spannend. Es beginnt mit einem Kapitel über Gleichberechtigung und endet mit ausführlichen Texten über Scheidung, lässt zwischendurch aber auch das Thema „Elterliche Gewalt“ nicht aus. Alles dabei.

Zum Schluss möchte ich dann aber doch noch mal in den ersten Teil des Machwerks zurückspringen. Ein wenig geschmökert habe ich dann nämlich doch, und zwar im Kapitel „Eheähnliche Verbindungen und Formen der Ehe“. Denn Bezeichnungen wie „Kameradschaftsehe“ oder „Onkel-Ehe“ hatte ich noch nie gehört. Ihr?

„Unter Kameradschaftsehe versteht man auch eine […] Ehe, in der aus freier Übereinkunft, etwa wegen Krankheit […] oder Impotenz […], auf den Geschlechtsverkehr verzichtet wird. Die katholische Kirche kennt die sogenannte Josephs-Ehe, auch Engelsehe oder Keuschheitsehe genannt.“ (S.123)

Oder auch:

„Die Onkel-Ehe hat als besondere Erscheinung der Nachkriegszeit Anlaß zu sehr lebhaften Diskussionen gegeben. Sie bezeichnet das ehelähnliche Verhältnis einer Rente oder Pension beziehenden Witwe mit einem Partner, den sie nicht heiratet, weil sie bei einer Wiederverheiratung ihre Bezüge verlieren würde. Sie lebt mit diesem Partner oft in der gleichen Wohnung. Für die Kinder ist dieser ‚verhinderte‘ Stiefvater der ‚Onkel‘ […]. In weiten Kreisen verurteilt man die Ehe als offensichtliches Konkubinat und verlangt, dass der Staat drakonisch dagegen einschreite. Andere wieder versuchen sie zu entschuldigen und geben dem Staat die Schuld daran, daß solche Onkel-Ehen überhaupt möglich sind. […] Wohl alle Beurteiler aber sehen die Onkel-Ehe als einen unwürdigen Zustand an […].“ (S.123-124)

Man sollte sich die Rechte an der Theater- und Musical-Umsetzung dieses Buchs sichern. Dringend.

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(Im folgenden Beitrag befinden sich Produktplatzierungen, die für das Orakelwerk notwendig sind und leider nicht vergütet werden. Finanziell gesehen kein gutes Omen für das neue Jahr.)

Liebes Orakelpublikum, hier ist es wieder, das allseits beliebte und berüchtigte Termos-Taten-Silvesterorakel!

Aber ach ach. Ich bin faul. Und mir ist nach Humor. Und garstig bin ich gelegentlich auch. Das kann eine aussätzige Mischung sein. Ich habe natürlich wieder lange darüber meditiert, wie ich heuer für euch die Zukunft voraussage. Wieder klassisch Bleigießen? Traditionell Tarot-Karten legen? Die eine oder andere Rune werfen? Aus meiner unfertigen Doktorarbeit vorlesen?

Ich habe mich am Ende wieder für eine Variante entschieden, in der ich euch nicht die Deutung eines Omens, wie  bei einer Karte oder einem Bleiklumpen, anbiete, sondern für eine der Methoden, in der ich meine Kräfte in eine mystische Quelle leite und dort eine individuelle Textstelle für euch Finde. Und diese Textstelle präsentiere ich euch erst einmal nackt und ihr müsst selber mal schauen, was sie für euch bedeuten könnte. Auf Rückfrage gebe ich da natürlich auch Hilfestellung. Bisschen faul halt.

Der Faulheit nicht genug und diesmal gepaart mit dem Sinn nach Humor und einer gewissen Garstigkeit: Die Entscheidung für den Orakeltext fiel schlicht auf einen Schmöker, in dem ich sowieso gerade herumlese. Und dessen prophetisches Potenzial ich jahrelang vollkommen übersehen habe. Fahrlässig, aber es ist nie zu spät.

Ich entschied mich für ostfriesische Märchen und Erzählungen, in diesem speziellen Fall repräsentiert  durch das Buch „Märchen und Schwänke aus Ostfriesland“ von Jurjen van der Kooi und Theo Schuster (Leer 1993). Gutes Ding.

Der Stoff bringt es allerdings mit sich, dass die thematische Breite des Materials bei aller Variabilität doch etwas eingeschränkt ist. Wundert euch also im Zweifel nicht über gewisse  oberflächliche Ähnlichkeiten in den einzelnen Sprüchen, es geht halt viel um Gott, den Teufel, die See, Alkohol, Westfalen und Leute namens Jan.

Meine Methode ist wie üblich simpel beschrieben, aber schwer durchzuführen. Ich habe mich mit geheimen und unsagbar schwierigen und Disziplin erfordernden okkulten Techniken in Trance versetzt und so durch die mystische Linse in Form des Märchenbuchs die Weisheit der alten Friesen angezapft. Dabei ist für jeden Einzelnen ein maßgefertigter vielschichtiger Orakelspruch dem Buch entsprungen. Niederdeutsche Passagen habe ich, der allgemeinen Verständlichkeit wegen, übersetzt – mal eher wörtlich, mal eher sinngemäß. Und falls jemand das konkrete Textumfeld nachlesen will, habe ich sogar die Seite im Buch jeweils angegeben. Termo ist sehr serviceorientiert.

Also dann. Prost Neujahr euch allen. Viel Spaß beim Lesen und viel Erfolg im neuen Jahr.

[Den gesamten Eintrag lesen…]

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Von drauß vom Weihnachtsmarkt komm ich her
Ich muss euch sagen, da will ich nicht wieder hin.
All überall auf den auf den Tannenspitzen
Hatten die Leute einen sitzen.
Und zuhause war die Raclettepfanne kaputt.
Sicherung raus und so.
Frohe Weihnachten und spute dich schnell.

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Weihnachtszeit ist „Nachts rufen besoffene Bekloppte bekloppte Schimpfwörter in den Kieler Straßen“-Zeit. Aktuelle Perlen: „Schwanzpimmel“, „Schlickficker“ und „Arschgemächt“. („Das heißt Arschgesicht!“ – „Kann man bei dir eh nicht auseinander halten!“)

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Ich war neulich bei einer meiner ehemaligen Mitbewohnerinnen und ihrem Mann zu Besuch. Und da hing dann auch gleich der Haussegen schief. Als wir nämlich von einem kleinen Außeneinsatz in die Wohnung zurückkehrten, begegneten wir im Treppenhaus einem jungen Pärchen. Man grüßte sich freundlich und jeder zog weiter seines Weges. Als jedoch die Haustür hinter uns in Schloss gefallen war, zogen finstere Wolken auf:

„Hast die gesehen? Das ist so’n neu eingezogenes Pärchen. Wenn ich sehe, dass die auf’m Sonntag Sport machen, während wir uns auf dem Weihnachtsmarkt die Hucke vollsaufen, dann kann ich die schon gleich nicht leiden!“

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Im Radio wurde gerade eine Sendung mit folgenden Worten angekündigt: „Gleich nach den Nachrichten geht es um das unglaublich schlechte Image des Teufels.“ Und zum Ende der Teufelssendung bewarb man dann die nachfolgende Gesundheitssendung mit: „Und von der Hölle geht es dann gleich direkt weiter zu den Hämorrhoiden.“

Da weiß ich, dass meine Rundfunkgebühren gut angelegt sind. Nicht für so’n Quatsch wie „Tatort“ oder Fußballweltmeisterschaft.