(Untitled)

Wobei das ja eigentlich mal wieder ein Witz des Schicksals ist, dass diese Fortbildung im wahrsten Sinne des Wortes vor meiner Haustr stattfindet. Da sind Leute im Kurs, die kommen aus Oldenburg oder dem allertiefsten Emsland oder sonstwoher, um diesen Kurs zu machen und ich wohne fast im Seminargebude.

Bildlich gesprochen: Das ist so nah bei mir, dass ich – wenn ich mich zweiteilen knnte und es darauf anlegen wrde – mir whrend der Fortbildung selbst beim Scheien zugucken knnte.

(Untitled)

Das nenne ich mal Service: Nachdem ich in den ersten Tagen der Fortbildung immer in der ersten Pause ehm fix nach Hause gegangen bin, um meine Zeitung zu holen, rgerte ich mich gestern und heute, dass die Post zu der Zeit noch nicht da war.

Und dann lief mir eben in der Fortbildungssttte der Postbote ber den Weg. Und nun bringt er mit demnchst meine Rheiderland-Zeitung zur Fortbildung. Netter Mann.

(Untitled)

Der Dozent bei meiner Fortbildung hatte mich nach bereits zweieinhalb Tagen schon durchschaut. Bin ich denn so leicht einschtzbar?

Folgendes war passiert: Wir entwarfen so Grafiken und in der Vorlage stand unter dem ganzen Gedns da „Tpferei Maike Meyer“ oder sowas. Einige bernahmen diesen Namen, andere schrieben stattdessen ihren eigenen Namen, war ja letztendlich auch wurscht. Ich persnlich wollte aber meinen Namen nicht an einer Tpferei stehen sehen und den vorgegebenen Namen fand ich auch affig. Da ich aber gerade an Moritz gedacht hatte, musste ich nicht lange berlegen und setzte den Schriftzug „Tpferei Karl Kanal“ unter mein Werk.

Wenig spter kam der Dozent mit einem Stapel ausgedruckter Grafiken wieder und verteilte diese, soweit er sie zuordnen konnte: „Das ist Ihres, sehr schn. Und hier, ihres is auch sehr gut. Und ‚Karl Kanal‘, das kommt sicher von Ihnen, Herr Bosse…“

(Untitled)

Ich habe heute eine Fortbildung zum „Pixelschubser“ (wie der Uschi-Glas-Liebhaber Harm sagen wrde) begonnen. Meine Mit-Fortzubildenden werden dabei wie ich aufgrund eines Mangels an fester Anstellung von der Agentur fr Arbeit oder einer quivalenten Unterhaltungseinrichtung gesponsort.

Der Dozent bewies dabei einen interessanten, wenn auch vielleicht unabsichtlichen Humor, als er bei der heutigen Einheit „Grundlagen der EDV“ bemerkte: „Computer knnen ja nicht alles. Zum Glck. Sonst wren wir ja alle arbeitslos. Oh, das sind Sie ja sowieso schon…“

(Untitled)

Hilko kam gestern mit zufriedenem Gesichtsausdruck und setzte sich neben Hannes. Er sah ihn an und sagte: „Hannes, du musst heute leiden. Ich hatte Cola, hab gegrillt und war Fuballspielen.“ Hannes erwehrte sich der dann im Laufe des Abends einsetzenden Rlps-Attacken mit einem irgendwie beeindruckendem Furz, der einem die Farbe aus dem Gesicht trieb.

Meine Lieblings-Wortschpfung des Tages kommt allerdings von Groene: Er meinte heute, ein paar „Hass-Triaden“ vernommen zu haben…

(Untitled)

Was kommt dabei raus, wenn man sich eben schnell einen Charakter fr das Superhelden-Online-Computerspiel „City of Heroes“ aus dem rmel schtteln muss? Folgendes:


Herzbube

„Herzbube ist hart aber gerecht, tierlieb aber irgendwie unheimlich. Sein Hut ist aus den Haaren des biblischen Samson geflochten. Herzbube selbst sie schnitt dem alttestamentarischen Kraftprotz whrend einer Zeitreise ab. Herzbubes charakteristisches Monokel ist in Wirklichkeit eine Linse aus einem Raumschiff. Dessen Absturz und die dabei freigesetzte Strahlung machten ihn in seiner Jugend unglaublich stark. Allerdings befindet er sich seitdem in einer Art ewiger Pubertt. Herzbube ist wegen seines Fashion-Senses gefrchtet und beliebt. Auerdem hat er eine Katze namens Schmusi.“

(Untitled)

Delling und Netzer. Bei jedem Fuball-Lnderspiel ist dieses „Kommentatoren-Ehepaar“ der ARD eine Freude oder eine Qual, je nach Verfassung.

Netzer (referiert altklug): „Eine Mannschaft braucht Charakter. Auf eine so schlechte Leistung wie in der ersten Hlfte muss eine Reaktion der Mannschaft erfolgen. Das meine ich mit Charakter.“ (Nachdrcklich mit irrem Blick:) „CHARAKTER!“
Delling (entrstet): „Das brauchen sie MIR doch nicht zu sagen.“

(Untitled)

Des Rtsels Lsung: Uke hat die erstbeste Gelegenheit genutzt, um eine schdliche Datei zu laden. Aber nu luft es wieder.

Mein stndiges pendeln zu Uke, um ihn und den durch ihn beeintrchtigten Computer bei Laune zu halten, erninnert tatschlich (wie der Groene feststellte) ein wenig an „betreutes Wohnen“.

(Untitled)

Uke bat mich darauf hinzuweisen, dass er rational gesehen nichts dafr kann, dass der Computer gestern kaputt gegangen ist. Er sei einfach zum Rechner zurckgekehrt, als ich gegangen war, und da war er kaputt.

Das ist wohl soweit richtig. Aber wenn wir es in der langen Reihe von Rechnern sehen, die Uke mit oder ohne eigenes Zutun zerstrt oder beeintrchtigt hat, dann bekommt das eine neue Dimension.

Etwa mein Rechner damals, der unter Ukes Hnden in Flammen aufging. Oder mein Notebook, dass den Dienst in dem Moment verweigerte, als Uke ankndigte, es abholen zu wollen. Oder das Netzwerk im Hause seiner Freundin, das aus unerklrlichen Grnden versagte, als Uke die Wohnung betrat. Diese Reihe liee sich endlos fortsetzen und legt den Schluss nahe, dass der PC diesmal schlicht und einfach den Freitod whlte, als ihm die Aussicht blhte, mit Uke allein zu sein.

Damit ist die Geschichte leider noch nicht zuende. Denn heute wurde ein neuer PC installiert, der seinen Dienst auch ganz nach Vorschrift versah. Bis Uke mit ihm allein war…

Ich fahr nachher noch mal hin und rede dem guten Stck ein wenig zu, vielleicht tut es dann ja wieder.

(Untitled)

Erwhnte ich brigens die SMS, die mir meine Mutter von ihrer Kreuzfahrt schickte?

„Heute Abend ist Gala-Abend. Dein Vater hat sich von der Seekrankheit erholt. Habe hier meinen Vetter getroffen.“

Ob Vater sich wohl noch einen Smoking besorgt hat? Oder is er doch im Trainingsanzug zum Gala-Abend gegangen… Naja, und Mutter trifft sowieso berall immer jemanden, den sie kennt.

Und Uke ist wieder zuhause und hat prompt mal wieder den Rechner irgendwie zerstrt.

(Untitled)

Heute traf ich beim Einkaufen meinen Pastor. Er schlug mit einem Baguette nach mir, um vor mir einen Platz in der Schlange an der Kasse zu ergattern.

(Untitled)

Ich habe heute brigens Post von der Bank bekommen. Ich zitiere einfach mal aus diesem Schreiben:

In seinem stark beachtetem Buch „What works on Wall Street“ hat O’Shaugnessy nachgewiesen, dass durch pures Value-Investing ber einen Zeitraum von 52 Jahren ein Portfolio von „billigen“ Aktien eine Rendite von 12,5 % p.a. erwirtschaftet und damit sowohl ein Portfolio teurer Aktien als auch den Markt geschlagen htte.

Was wollen die mir Normalsterblichem denn damit sagen? Das einzige, was ich verstehe, ist die kleingedruckte Funote darunter: Eine positive Wertentwicklung in der Vergangenheit ist keine Garantie fr eine zuknftige positive Wertentwicklung.

(Untitled)

Ich war gestern mal wieder bei der so genannten Agentur fr Arbeit und befrchtete wie blich das Schlimmste. Aber stattdessen wurde ich auf allen Fluren von allen mglichen Leuten freundlich gegrt und die Arbeits-Agentin fragte mich sogar, ob sie noch was fr mich tun knne.

Die hecken doch was aus…