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Habe mal wieder was Schönes geträumt, dass mein Innerstes nicht allzu sehr entblöt und daher mitteilungsggeignet ist. Und auch ein schönes Beispiel dafür, dass man doch ne Menge von dem, was einen über den Tag so beschalllt, mit in den Schlaf mit.

Und zwar ging es im Traum um den Junggesellenabschied in Berlin, wo ich neulich war, bzw. um eine sehr ähnliche Veranstaltung, bei der ich eben NICHT zugegen war. Aber die Jungs wollten mich trotzdem gerne daran teilhaben lassen und riefen mich wiederholt und mit steigendem Alkoholpegel über Skype an.

Der Clou war, dass es für mich einen Ersatzmann gab. Einer von der Truppe, der in Berlin wohnt und nicht nur zu Besuch war, brachte einen Saufkumpel mit. Und dieser Saufkumpel, der hatte lustigerweise eine ungeheure Ähnlichkeit mit Lukas Podolski. Und der zunehmend besoffener werdende Mob machte sich da einen unheimlichen Spaß draus, in den Skypeanrufen so zu tun, als sei das tatsächlich Lukas Podolski. Zu allem Überfluss wurde er konsequent „Freund Poldi“ genannt. Das klang dann so ein bisschen wie „Bruder Ralf“.

Jedenfalls kamen dann ständig Videoanrufe, in denen „Freund Poldi“ irgendwas wichtiges zu sagen hatte. Oder in denen man mir mitteilte, man müsse noch eben warten, bis „Freund Poldi“ aus dem Späti an der Ecke von seinem Vetter ne Pulle schwarzgebrannten Schnaps geholt hat.  Oder in dem man live mitansehen konnte, wie die Truppe aus dem Laser-Game rausflog, weil „Freund Poldi“ anstelle des Lasergewehrs eine Steinschleuder benutzte. Oder wo „Freund Poldi“ als katholischer Pfarrer verkleidet den bereits vor Alkohol besinnungslosen Bräutigam mit der Tochter eines örtlichen saudi-arabischen Fischbudenbesitzers vermählte. Und dergleichen. „Freund Poldi“ war jedenfalls sehr aktiv.

Im Traum war mir es aus irgendeinem Grund vollkommen klar, dass „Freund Poldi“ nicht der echte Lukas Podolski war. Deswegen riss mich das alles nicht so vom Hocker. Ein anderer Kumpel aus Ostfriesland hingegen, der ebenfalls nicht dabei war und mit mir die Videoanrufe verfolgte, der hatte das nicht auf dem Schirm. Zunächst war er begeistert: „Geil, die saufen mit Lukas Podolski.“ Dann überwog das Selbstmitleid: „Die saufen mit Lukas Podolski und ich bin nicht dabei!“ Nach und nach nahm dann aber die Missbilligung des Gesehenen zu: „Der ist doch ein Vorbild für so viele junge Menschen, der sollte doch sowas nicht machen.“

Das letzte, an das ich mich aus diesem Traum erinnere, ist der zutiefst empörte Kumpel, der ob der über Skype mitverfolgten Geschehnisse etwas unternehmen wollte und versuchte, den Bundestrainer anzurufen…

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Ich habe mir gedacht, ich könnte mal wieder einen meiner zahlreichen albernen Träume hier veröffentlichen. Und der von heute Morgen erscheint mir öffentlichkeitstauglich und angemessen blöd.

Also: Ich und eine ehemalige Mitbewohnerin von mir haben im Traum nebeneinander gewohnt, und zwar in Wien. Eines Tages waren wir dann mal zusammen bei Penny einkaufen. So weit, so unspektakulär.

Am folgenden Tag entdeckten wir, dass gegenüber von unseren Wohnungen ein Rewe aufgemacht hatte. Die ehemalige Mitbewohnerin war ganz begeistert und wollte gleich wieder los zum Shoppen. Wir also rüber und einkaufen. Schließlich an der Kasse war da ein Rewe-Mitarbeiter namens Torsten. Der sah uns ganz finster an und sagte: „Jetzt hab ich euch!“

Er erklärte großspurig, dass er uns nun festhalten müsse. Wir hätten gestern bei Penny gestohlen und Rewe und Penny hätten jetzt eine Anti-Diebstahl-Kooperation, deswegen könne er uns jetzt wegen des gestrigen Diebstahls bei Penny zur Rechenschaft ziehen.

Wir waren uns natürlich keiner Schuld bewusst, aber der Torsten wollte den Fall nun energisch und unerbittlich auf der Stelle bearbeiten. Ich musste als Geisel da bleiben und die ehemalige Mitbewohnerin wurde nach Hause geschickt, um das „Diebesgut“ zu holen.

Sie kam dann aber auch pflichtschuldig wieder, und zwar mit einem riesigen Beutel voller Kiwis. Das war offenbar das einzige, was wir bei Penny erstanden hatten. Auf jeder einzelnen Kiwi war noch ein Preisaufkleber drauf und der siegessichere Torsten fing nun an, die alle nochmal an seiner Kasse einzuscannen.

Seine Laune wurde jedoch zunehmend schlechter und nach der letzten Kiwi war er dann ganz bedröppelt und musste zugeben, dass wir ja doch alle Kiwis bei Penny bezahlt hätten, wie ihm sein System unmissverständlich mitteilte. Man ließ uns also laufen und als Entschuldigung und Entschädigung bekamen wir beide jeweils eine Soda-Stream-Kartusche geschenkt. Dann klingelte leider der Wecker.

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Mittlerweile habe ich sogar schon Alpträume von den Verben, über die ich meine Abschlussarbeit schreibe. Ich träumte, dass sich die zweite Person Singular über Nacht verändert hat und ich nun die ganze Masterarbeit nochmal umschreiben muss.

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Schon seit geraumer Zeit ist es mir von verschiedenen Kollegen prophezeit worden: Wenn ich nur erst überarbeitet genug sein würde, dann würde ich auch einen Kopierertraum bekommen. Das ist ein Traum, in dem man dringend etwas kopieren muss, das aber aus welchen Gründen auch immer nicht auf die Reihe bekommt. Und ja, vergangene Nacht hatte ich meinen Kopierertraum.

Und zwar musste ich im Traum – wie auch in echt – heute früh vor meinem Seminar noch ganz dringend ein paar Zettel für meine Studenten vervielfältigen. Die Uni sah zwar im Traum ganz anders aus, dennoch ließ sich das alles erst einmal ganz vielversprechend an. Ich wusste wo der Kopierer stand und marschierte frohen Mutes dahin. Der Kopierer, der ein wenig ein Geldautomat aussah, wollte allerdings meine Kopierkarte nicht annehmen. Doch wie das Schicksal es so wollte, kam gerade eine Sekretärin vorbei, die mir eh noch Geld für einen Blumenstrauß abknöpfen wollte. Sie sagte, es gäbe da einen Trick, wenn der Kopierer nicht tut.

Sie zeigte mir, wie man sich am Kopierer vorbeizwängt und so landete ich in einem Raum hinter dem Kopierer. Hier stand ein weiterer Kopierer mitten im Raum, der aber mit Unmengen von Förderbändern verbunden war, die kreuz und quer durch den ganzen Raum führten und die ganze Zeit flitzten irgendwelche Zettel auf diesen Bändern hin und her. Betreut wurde die ganze Anlage von einem phlegmatischen alten graubärtigen Kerl, der einen Blaumann trug und mit einem ölverschmierten Schraubenschlüssel zugange war.

Ich, nun langsam in Zeitnot, packte meine Vorlagen auf den Kopierer, drückte auf den Knopf und ZACK! schossen die Kopien quer durch den Raum und wurden am anderen Ende der Örtlichkeit von ein paar scharfen Messern in je vier lange Streifen geschnitten. Die Fetzen halfen mir natürlich nichts und der Schraubenschlüsselmann sagte griesgrämig, ich müsse natürlich erst alles richtig einstellen. Das wollte dann die Sekretärin für mich übernehmen.

Die nächste Lage Kopien bestand allerdings nur aus der Stark vergrößerten Mitte meiner Vorlagen. Den dritten Versuch startete ich selber, das Ergebnis war aber spiegelverkehrt und damit genauso unbrauchbar. Nun bekam ich Anschiss vom Schraubenschlüsselmann, weil ich alles Papier verbraucht hatte und ich wurde immer hektischer und panischer. Die Sekretärin hatte derweil helfen wollen und mit Isolierband die zerschnittenen Kopien wieder zusammengeklebt, die dadurch allerdings unlesbar waren. In dem Moment klingelte es dann und ich musste ins Seminar.

(An dieser Stelle war der Kopierertraum vorbei, aber der Traum ging noch weiter. Ich ging also unvorbereitet ins Seminar. Die Studenten da waren aber alle komisch, denn eigentlich wollten die gar nicht das studieren, was ich in dem Seminar angeboten hatte. Sie beknieten mich, ob wir nicht lieber Reiseberichte über die Stadt Rom lesen könnten, denn von ihnen könne ja eh keiner Friesisch. Dann wurden draußen vor dem Fenster auch noch dutzende Heuhaufen von Leuten in Ritterrüstungen in Brand gesetzt und der Rauch wehte zu uns in den Raum, so dass wir nicht weiterarbeiten konnten. Ich rief meinen alten Kollegen Hilko, der sollte da mal Ordnung schaffen. Er – ebenfalls schwer gerüstet – stiefelte auch gleich hilfsbereit los, wurde aber nach wenigen Schritten von einem LARP-Pfeil getroffen. Da drehte er sich zu mir um, zuckte mit den Schultern und sagte: „Da kann ich jetzt auch nichts mehr machen.“)

Ein Kollege meinte, an dem Beklopptheitsgrad eines Kopierertraums könne man ersehen, wie dringend man Urlaub nötig hat. Nun…

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Träumte, ich wohne in der Volkshochschule und ein Feuerwehrmann sitzt in meinem Wohnzimmer und spritzt alles nass.

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Ach, ich rege mich heute schon wieder den ganzen Morgen viel zu viel über sogenannten „Universitären Unsinn“ (im folgenden kurz UU genannt) auf. Vielleicht liegt es daran, dass ich letzte Nacht irgendwas von der Uni geträumt habe. Mir war, als würde man meine Bachelorarbeit nicht annehmen wollen, weil ich sie im Fach Jura und nicht in Friesisch hätte schreiben müssen. Naja, mit dem Bachelorkram muss ich mich ja nicht weiter rumschlagen, das habe ich ja alles hinter mir.

Und ich will meine lieben Leser auch nicht weiter mit meinen jämmerlichen Ärgernissen belämmern. Stattdessen gebe ich an dieser Stelle lediglich zwei kurze Auszüge aus dem „Fach-Guide Deutsch“ (allein schon diese Wortschöpfung) der Uni Kiel, der an Studieninteressierte gerichtet ist.

„Achtung: Nur weil du gern liest und gut in Deutsch bist, ist das Studienfach Deutsch nicht automatisch eine richtige Wahl. […] Das bedeutet oft richtig Arbeit.“

Vollkommen richtig. Ich hätte es – um auch tatsächlichen allen Missverständnissen vorzubeugen – sogar noch drastischer formuliert: „Achtung: Nur weil du sonst nicht weißt, was du nach der Schule machen sollst und schon mal ein Buch gelesen hast, ist das Studienfach Deutsch nicht automatisch die richtige Wahl. Wahrscheinlich sogar die falsche.“

„Das Deutsch-Studium macht dich zu einem Profi im […] Produzieren von Texten in deutscher Sprache.“

Meine Fresse, das ist so etwas von gelogen! Harijassesnee! Die sollen mir nur einen Kurs im Deutschstudium zeigen, in dem den Studenten beigebracht wird, wie sie gute Texte schreiben. Nix. Gar nix. Da ist an der Uni auch niemand qualifiziert für.

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Ich habe letzte Nacht geträumt, dass ich operiert werden musste und hinterher allerlei stählerne Ventile am Oberkörper hatte. Dann musste ich in die Uni. Allerdings war das Seminar ein Reinfall. Der Professor war nämlich beleidigt, weil alle ihre Hausaufgaben nicht gemacht hätten. Denn er hatte aufgegeben, das jeder ein paar „lustige Klebebildchen“ mitbringen sollte. Deswegen saß der Professor nur beleidigt vorne und sagte nichts, ließ aber auch keinen gehen. Zur Auflockerung kam zwischendurch noch mal ne Nonne rein, die ein Waisenkind im Seminar parkte, bis sie für den Jungen einen Platz gefunden hatte. Gerettet habe ich am Ende die Situation, weil ich in meiner Tasche einen Streifen „Oostfreeske-Taal“-Aufkleber fand, die dem Professor zusagten. Dann durften wir gehen.

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Muss euch mal wieder mit einem wunderlichen Traum meinerseits beglücken. Dabei erinnere ich mich eigentlich gar nicht mehr so genau, worum es eigentlich ging. Es war ein wunderliches Zusammengewürfel. Interessant war vor allem, dass es ein wildes Crossover meiner verschiedenen Lebenswelten und -abschnitte war. Es kamen sowohl Leute von mir hier aus Kiel wie auch von Zuhause vor, dazu auch noch Kollegen von verschiedenen ehemaligen Arbeitsstellen und meiner münsteraner Zeit.

Letzendlich spielte sich das alles zuhause auf dem Fehn ab, mal drinnen, mal draußen. Auf dem Sportplatz und in der Kirche, die zwar die Kirche auf dem Fehn war, aber nicht so aussah. Die war viel größer, als ich sie in Erinnerung habe. Auf der Straße und sonstwo.

Ein paar Höhepunkte: Da war zum Beispiel mein alter Bürokollege von der IHK, der untypischerweise Fußball gespielt hat. Aber im Anzug, wie ich ihn halt kenne. Dann alter Kumpel aus Münster, der immer Bier brachte aber darauf hinwies, man dürfe das nur aufm Coleurbummel trinken. Außerdem stolperte ich irgendwie noch auf die Hochzeit einer Freundin hier aus Kiel. Ihren Bräutigam konnte ich aber auf den Tod nicht ab, denn das war ein Arsch. Höhepunkt war aber eine Art Polizeieinsatz, bei dem einige Kumpels meinerseits in Fischerhemden die Turnhalle stürmten, um den Mattenwagen zu beschlagnahmen oder sowas. Ganz wirr.

Aber ich brauche mir gar nicht einbilden, dass ich so außergewöhnlich wild träume. Denn meine Mitbewohnerin erzählte heute morgen, sie habe geträumt, ihre Oma wohne mit Britney Spears in einer WG.

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Ich habe geträumt, dass die Bundeswehr mich einzog um mich auf Spezialmissionen zu schicken. Und zwar sollte ich Computerspielmessen unsicher machen.

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Ich habe hier gerade wieder meinen Cholerischen, weil ich niederdeutsche Gesprächsabschriften korrigieren muss, die irgendwelche tauben oder blöden Kollegen in Hamburg woanders angelegt haben. Unfassbar, was da manchmal für ein Quatsch drin steht.

Andererseits kenne ich jetzt die lustige Geschichte von dem Mann, der seiner Frau nachts versehentlich ein blaues Auge schlug. Er hatte nämlich von einem Maulwurf geträumt, der seinen gepflegten Rasen ruinierte und wollte diesen erschlagen. Er erwischte aber nur seine Frau.

Hm. Auf Platt klang die Geschichte witziger.

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Ich bin offenbar nach wie vor für viele Frauen der Mann ihrer Träume. Nachdem ja neulich eine Dame träumte, dass ich sie mit ihrem Kopfkissen erstickte, traten im Traum einer weiteren Frau ganz andere Talente zu Tage. So teilte ich ihr da zunächst auf Grund medialer Kräfte mit, dass sie einen Herzfehler hat und anschließend spielte ich „Pink Panther“ auf dem Cello.

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Meine Mitbewohnerin hat letzte Nacht geträumt, dass ich sie mit einem Kissen erstickt habe. Ich hoffe, sie rächt sich nicht diese Nacht an mir.

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Dieses ganze Gestresse um die Masterbewerbung und die Noten und die nötigen ETCS-Punkte macht einen ganz wahnsinnig. Jetzt träume ich sogar schon von der Uni. Ich habe geträumt, dass ich in einer unangekündigten Altfriesischklausur ne 4 geschrieben habe. Das war aber gar nicht so schlecht, weil alle anderen hatten ne 5.

Aber jetzt kommts: Die Note hat sich dadurch ergeben, dass ich zwei Fehler gemacht habe und diese im Quadrat genommen wurden.

Wie sie bei den anderen die 5 hinbekommen haben, weiß ich allerdings nicht, so mit 2,24 Fehlern oder so. Aber ich sehe noch genau vor mir, wie mir mein Professor das vorrechnet.

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Um jeglichen Zweifel an meiner geistigen Gesundheit auszuräumen, wird es mal wieder Zeit, hier ein paar meiner Träume festzuhalten. Neulich träumte ich, dass meine Mitbewohnerin jetzt in der Firma meines Bruders arbeitet und nun immer im Vorspann der Sendung auftacht. Besser war aber noch vergangene Nacht. Da träumte ich, dass sich Dieter Hallervorden als meine ehemalige Chefin verkleidet und die ganze Firma unsicher macht.

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Weil mein alter Spießgeselle Hauke ja immer noch eine Radiosendung zum Thema „Träume“ plant, muss ich hier mal wieder ein paar Träume aufschreiben, damit er auch genug Material für den Notfall hat. Zunächst einmal habe ich vergangene Nacht geträumt, dass mein Wecker klingelte und ich ihn ausmachte. Umso überraschter war ich, als er dann tatsächlich klingelte.

Aber eigentlich will ich von einem anderen, ganz großartigen Traum erzählen. Den hatte ich vergangenes Wochenende und war ganz begeistert. So richtig eine Handlung krieg ich nicht mehr zusammen, aber die Situation kann ich aber detailliert schildern. Und zwar habe ich in dem Traum ein großes Freilichttheaterstück inszeniert.

Erst einmal hatte ich eine ganz tolle Bühne, die bei mir zu Hause auf’m Fehn vor der Wieke stand und das Publikum saß auf der Straße oder auf Tribünen, die in den Vorgärten der Nachbarn aufgestellt waren.

Die Bühne war ein ganz tolles mehrstöckiges Konstrukt. Ganz unten war ein Gang, von dem mehrere Türen in Umkleidekabinen abgingen. Das stellte die Katakomben eines großen Stadions dar. Da drüber war ein großzügiger schummriger Gang gebaut, der wie eine Höhle aussah und die Altstadt einer unteridischen Stadt darstellte, mit vielen Fenster, Türen, Durchgängen, Geheimwegen und zwielichtigen Ecken.

Da drüber wiederum war einfach eine große Wiese mit ein paar Bäumen, Felsen und einem Deich nach hinten, hinter dem die See sein sollte, die man natürlich nicht auf eine Bühne holen kann. Auf der Wiese wiederum stand ein großes Holzkonstrukt, was ein bisschen wie ein Belagerungsturm aussah. Da ganz oben drauf wurden dann immer so Soloszenen gespielt, so innere Monologe. Ganz toll.

In dem Stück ging es irgendwie darum, dass verschiedene Leute unterschiedliche verzauberte Goldmünzen fanden oder zugespielt bekamen. Diese bewirkten, dass die Leute zu unterschiedlichen Graden geizig/raffgierig oder großzüging/gönnerhaft wurden. Das war jeweils an die Münzen gekoppelt. Daraus ergaben sich dann verschiedene Verwicklungen und auch die sozialkritische Komponente kam nicht zu kurz.

Das Beste an der Sache war aber, dass das Ganze zwar in einem phantastischen Szenario spielte (Zaubermünzen, unteridische Stadt und so), die Protagonisten aber echte, meist mir bekannte Personen waren. Hier wird es aber kompliziert, denn sie waren im Stück was anderes als im echten Leben. Ich erinnere mich nicht an alles, aber zum Beispiel war mein Nachbar Jan der Platzwart in besagtem Stadion, mein Kumpel Joachim Bäcker in der Stadt und meine Mitbewohnerin Lena so ne Art Bürgermeisterin und Schiedrichterin in den Schlachten oder so.

Nun wird es aber noch besser: Zwar stellten die Personen im Stück etwa Jan, Hilko, Joachim, Lena und so weiter dar, aber sie spielten sich nicht selbst, sondern saßen in der ersten Reihe im Publikum und buhten sich ständig selber aus. Gespielt wurden sie von irgendwelchen Leuten, die ich nicht kannte. Und die waren teilweise brüllend komisch hanebüchen besetzt. Hilko zum Beispiel, der im Stück so eine Art Erzähler war, wurde von einem … wie sagt man heute… von einem Schauspieler mit eindeutig afrikanischen Vorfahren gespielt. Joachim war viel zu alt, Lena wurde einer dicken Blonden gespielt und Jan von einer Kurzhaarigen Frau! Wat’n Spaß.

Einzige Ausnahme bei dem ganzen war mein Vater, der sich offenbar selber spielte. Aber ich bin mir nicht sicher, ob er überhaupt eine Rolle in dem Sinne hatte oder für sowas wie Special Effects zuständig war. Seine Aufgabe war es nämlich offenbar, in den unpassendsten Momenten am Bühnenrand aufzutauchen und Fußbälle in die Szene zu schießen, die von den Schauspielern tunlichst ignoriert werden mussten. Meine Fresse, wat’n Spaß. Wat hab ich gelacht.

Habe mich lange nicht mehr so gut im Theater amüsiert.

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Man ist psychisch schon so unter Druck, dass man schon von seinen Mitbewohnerinnen träumt und Angst vor ihnen hat. Ich träumte jüngst, dass ich ein Buch zur Rezension zugeschickt bekam und feststellen musste, dass eine Mitbewohnerin es geschrieben hat. Aber ich mochte es überhaupt nicht, traute mich aber auch nicht, es zu verreißen.

Heute hab ich erstmal sicher gestellt, dass sie KEIN Buch geschrieben hat. Alles wird gut.

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Ich habe ja schon viele wunderliche Dinge geträumt, aber vergangene Nacht war es dann doch ein wenig beängstigend. Ich habe nämlich diesmal nicht irgendeine wirre Handlung erträumt, sondern schlicht ein Geräusch. Sehr intensiv und nervtötend. Und zwar das schnarrende Geräusch von dem quälend langsamen Neun-Nadel-Drucker, der in den 80er Jahren an unserem alten 128D-Computer hing. Kennt Ihr Küken überhaupt noch Nadeldrucker? Eine der biblischen Plagen!

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Warum auch immer, aber ich habe in den letzten Nächsten wieder mal sehr viel und intensiv geträumt. Einige Perlen meiner Traumfabrik mag ich euch nicht vorenthalten.

Mein Lieblingstraum der letzten Tage, an den ich mich leider nur sehr vage erinnere, handelte von meinem alten Kollegen Joachim. Ich wurde vor Gericht geladen, um ihn zu entlasten. Ich sollte bezeugen, dass er kein Stuttgarter sei. Er wurde nämlich zuvor aufgegriffen, als er „wie ein Stuttgarter“ Auto fuhr. Und Stuttgartern war es in diesem Traum bei Todesstrafe verboten, Auto zu fahren.

Dann auch noch eine schöne Geschichte: Eigentlich keine Handlung, sondern nur eine Art Situationsbeschreibung. Und zwar ging es um eine Art Spiel in einer urigen Kneipe. Auf einer Bühne im Schankraum hingen etwa ein Dutzend großer Saxophone von der Decke, auf die man sich draufsetzen und schaukeln und rumtuten konnte. Irgendwann aber, wenn alle Saxophone besetzt waren, kam aus dem Mundstück des Instruments ein zufälliges alkoholisches Getränk und man musste so lange trinken bis man nicht mehr konnte. Wer am längsten durchhielt, hatte gewonnen.

Der dritte erwähnenswerte Traum gefiel mir gar nicht. Fußball-WM-Endspiel. Deutschland gegen Brasilien. Deutschland bekommt aus fadenscheinigen Gründen drei Tore nicht anerkannt. Einmal zum Beispiel war der Ball im Tor, lag aber in einer Pfütze. Und der Schiri zauberte aus einem Regelbüchlein die Regel hervor, dass Tore nicht zählen, wenn der Ball in einer Pfütze liegt.

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Nicht nur ich träume offenbar zurzeit etwas sonderbar (vergangene Nacht musste ich auf dem Fehn ein FlaK-Geschütz bedienen), sondern auch Vadder. Heute bekam ich mirnixdirnix von ihm zwei Paar quasi neuwertige Schuhe überlassen. Auf die Frage, wie er auf einmal dazu käme, wusste er davon zu berichten, dass er die Schuhe damals zwar gekauft hatte, aber sie im Nachhinein doch nicht mehr so sehr mochte. Und in der vergangenen Nacht träumte er schließlich von den Schuhen und beschloss, diese seelisch Last gleich heute noch loszuwerden. Und nun hab ich neue Schuhe.

Wenn ich ne FlaK besäße, würde ich sie jetzt auch verschenken.

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Ich habe in der letzten Zeit wiederholt sehr sonderbar geträumt. Leider erinnere ich mich meist nur bruchstückhaft. Am wunderlichsten war der Traum von dem im Weltraum fliegenden Einkaufszentrum, dass von Borg und Katzenmenschen angegriffen wurde und die wir später mit Fesselballons vertrieben.

Ich sollte mich mal wieder um einen Platz in der Klapsmühle bemühen.