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Erfahrungswerte

​In alten Zeiten, wenn ich wachte,
Was war es nur, was ich dann machte,
Um den Schlaf herbei zu locken?
(Bestimmt ging’s nicht mit Haferflocken.)

Das Fernsehen war oft meine Wahl.
Schon damals war das meist fatal.
Und heut seh ich da nur Olymper.
Und das sind alles nur noch Stümper.

Manchmal las ich auch ein Buch.
Doch das Problem bei dem Versuch:
Die Augen blieben dabei offen.
Besser wär’s, ich hätt‘ gesoffen.

(Hab ich manchmal auch getan,
Doch meistens musst ich morgens fah’n.)
Mir half auch nie das Schafe zählen,
Das war, wie mit ’ner Harfe quälen.
(Das kann ich wirklich nicht empfehlen…)

Nur eins kommt mir noch in den Sinn,
das seit der Zeiten Anbeginn
Des Wachens Teufelskreis durchbricht:
Man schreibe einfach ein Gedzzzzzzzzzzzzzz…..

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Ich liege
in der Wiege
und aß
noch Fraß
doch
noch
ach ach
bin ich wach.
Edit 7.28 Uhr: Und nu is Tach.

Hm. Meine Schlaflosdichtereien waren auch schon besser.

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Wolkenfett und Birnenwolle,
Blauer Sinn und schräges Heu,
sturzbesoffen die Frau Holle –
all das ist mir ziemlich neu.

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Käse aus Blankenese

Doppelt Gouda läuft voraus
Auch der Brie ist in the house
Und am Schluss der Polonaise
läuft ganz fesch der Ofenkäse

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Das Brot für die Welt

Ein Graubrot, das schon etwas trocken,
nicht länger wollt im Brotkorb hocken.
D’rum zog es in die weite Welt
und kam auch bald zu sehr viel Geld.

Denn erstmal wurde es Friseur
und später Waffeninspekteur.
Weil „Stulles Salon Unisex“
kam auf den Jugendschutzindex,

ging Stulle schließlich zur UN.
Ohne Aber, ohne wenn
kontrollierte er Sanktionen
und entwaffnete Legionen.

Doch Stulle kam in Hungersnot
Sein täglich Brot braucht auch ein Brot.
War einst sein Willen unzerbrechlich
wurd das Brot dann rasch bestechlich.

Dies sprach sich allzu rasch herum.
Auch Diktatoren sind nicht dumm.
Statt Waffenkäufe zu stornieren
tut man jetzt „die Stulle schmieren“.

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Mal wieder ein Gedicht. Das Werk heißt:

„Polizeibericht“ oder „Der Gurktrödie zweiter Teil“

Der Bus fährt weg
und Erwin denkt
laut: „Wat’n Dreck!“
Und schwer gekränkt

Zieht er ’ne Wumme.
Ein kleiner Kaufmann
ist der Dumme.
Nun kommt’s drauf an:

war’s Gurkenklau
oder Gurkenernte
als mit Radau
sich Erwin entfernte.

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Ein kleines Gedicht:

Erwin, der gemeine Schurke
schleicht geschwind mit einer Gurke
(genannt „Cucumis sativus“)
zum Schwarzfahr’n in den Omnibus.

Doch kommt zu ihm ein Kontrolleur.
„Ey ich hab nischts gemacht, isch schwör“,
drückt Erwin auf die Tränendrüse
doch einkassiert wird das Gemüse.

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Liebes Lieschen Wieselbein.
Kommst Du Nicht Zur Tr Herein?
Bist Du Wohl Zu GRO
Doch Hier Ist Eh Nix Los

Lieber Peter lkenschwanz
Trgst Du Eine Tote Gans
An Des Knigs Tiefes Grab
Schneid’t Man Dir Die Haare Ab.

…das nennt man „Unsinntherapie“. Ist gut gegen Kopfschmerzen.

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Weil ja die Welt bekanntermaßen so furchtbar schlecht und verkommen ist, wird das hier jetzt mal zum „Moral- und Anstandblog“.

Und die Moral von der Geschichte
ist (auch wenn ich sie hier dichte),
dass niemand einen ander’n richte,
sondern lieber drauf verzichte.

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Wen’s wundert,
dass hundert
Mikroben
sich loben,
weil Käse
im Gebläse
die Katze
am Platze
verscheuchte,
der bräuchte
zwei Karten
im Garten
der Freude
– und zwar noch heude.

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Hier mal ein kleiner Auszug aus einem Gespräch, dass ich heut mit Hannes hatte.

Hannes: Ich hörte Stimmen aus mir selbst, genauso wohlig wie zuvor,
nun musste ich hinaus um endlich nachzuschauen in dem Moor,
ob der Chor und das Getöse vl ein Hexenzauber machte
oder ob von Anfang an der Wahnsinn mich um Klarheit brachte.
Also zog ich Stiefel Jacke an,
mein Messer an die Seite dran,
zog den Hut tiefer ins Gesicht,
und rannte hinunter zu meiner Pflicht.

Termo: tatsächlich. volksmusik.

Hannes: aber draussen angelangt und unruhig auf der Suche,
war gar nichts zu entdecken, nur das tote Land,
ich kletterte hinauf auf eine Buche
dort sitz´ich nun, schaue und fluche:
„Verdammtes Land, verdammte Stimmen,
ich werd keine Bäume mehr erklimmen.“

Termo: buchen sollst du suchen

Hannes: und essen musst´ den Kuchen

Termo: hunnert

Termo: Ich steh im Wald,
mein Tee ist kalt.
Und muss muss bald
nach Hause
da gibts Brause.
Und wir machen ne Sause.

Hannes: Ich geh in den Keller,
weil da hol ich schneller…
das Wasser gleich dann nach oben,
damit mich die Menschen loben.
Lecker trinken kann man dann auch was
und ich kann mich damit auch machen nass

Termo: Schüttel den Kopf
entkorke den Pfropf
spuck in den Topf
zieh an dem Zopf.

Hannes: Schmerzen im Arsch,
iss einen Barsch,
Schmerzen im Rücken
das kommt vom Bücken.
geh in die Knie,
dann schadet es nie.

Termo: Rutscht aus die Glucke
auf meiner Spucke.
Freut sich die Tucke,
kriegt voll sie die Hucke.

Hannes: sie sitzt nun im Dreck
sieht nicht mehr aus keck.
ich beschmeiss noch adrett
sie auch noch mit Crack

Termo: adrett und crack reimt sich wie gustav auf gasthof

Termo: mach hier kein Heckmeck
und rauch nich das Crack weg.

Hannes: man darf das nicht so eng sehen

Hannes: ich weiss was ich tue
auch wenn ich nur muhe

Termo: Wir sehen es eng
und zieh’n’s in die Läng
denn wir sind genau-
so grün wie das grau

Hannes: sag sowas nich

Termo: Ich bleib in der Spur
bin schnell wie Ben Hur
Ich guck auf die Uhr
und geh gleich in Kur

Hannes: Rausgeflogen wie ne Zecke
und bin schnell wie ne schnecke,
die Zeit immer mehr im Blick
irgendwann machts klick

Termo: Und trinke ein Fassbier
Vergesse den Hass hier
mache ’nen Spass mir
und knüpfe ein Basttier

Hannes: den Hass vergessen
ist unangemessen
erstmal gesunden
dann weiter erkunden

Termo: Ich komme aus Togo
und will nach Bahrein.
Ich tanze gern Pogo
und komm nicht da rein.

Hannes: ich heisse nun Peter
und hab heisse Treter,
ich hieß damals Tarzan
und hatte fast nix an.

Termo: Hundi, gib Pfote,
sonst gibts hier gleich Tote.
Denn wenn du nicht spurst
mach ich aus dir Wurst.

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Meine beiden Spiegesellen sind genauso van d’Padd off wie ich. Die fingen gerade an zu Reimen und es kam dann irgendwie so etwas dabei raus wie „Beim Black Jack rauchen die Frauen das Crack weg“ oder so.

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Mir ist mal wieder danach, ein wenig zu dichten. Allerdings beschränke ich mich heute mal auf einen kleinen Zweizeiler. Inspiriert wurde ich durch den heftigen Wetterumschlag, der heute auf die teilweise unerträglice Hitze der vergangenen Tage folgte.

*räusper*

Es regnet wie aus Kübeln.
Man kann’s ihm nicht verübeln.

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Die Wacht (Schicksal eines Friesen)

Ein Dämon stahl mir meinen Schlaf,
der garstig und verrucht.
„Du, Friese!“ sprach der Höllengraf.
„Heut Nacht bist du verflucht!

Nur selten hab ich Friesenleut‘
in meiner Höll‘ zu Gast.
und bleibt dein‘ Seel‘ verwehrt mir heut,
so stehl ich doch die Rast.“

Der Teufel mir die Nacht vergällt,
ich werde immer müder.
Und wenn ihm das zu gut gefällt,
dann kommt er morgen wieder.

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Eine Natter
springt aufs Gatter.
Sah’s der Vatter,
macht sie platter.
Der Bestatter,
ein aalglatter,
packt die Natter.

Recht hat er.

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Es treibt mich diese eine Frage,
Die ganze Menschheit fragt sich auch.
In dieser unerhrten Lage
fragt man das selbst bei Gnter Jauch.

D’rum ist es wichtig, sie zu klren,
das ist mein eig’ner freier Wille,
um unser Wissen zu vermehren:
Blixen! Wo ist meine Brille?