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Logik ist ja nichts Absolutes oder Feststehendes, wie wir ja alle wissen. Das hat unter anderem damit zu tun, dass es ganz viele verschiedene Sorten von Logik gibt, die aber ausnahmslos unwiderlegbar sind. Prominente Beispiele sind Diätlogik („Ein geschnittener Kuchen hat weniger Kalorien als ein ganzer Kuchen“), Studentenlogik („Wenn ich mich einfach nicht beim Dozenten melde, dann ist er Schuld an allem und ich kriege den Schein geschenkt“), Reichsbürgerlogik („Hab ich auf YouTube gesehen, ist also die Wahrheit“), Autofahrerlogik („Hier ist Platz, also darf ich hier parken“), Fahrradfahrerlogik („Wenn es dunkel ist und mein Licht nicht geht, darf ich auf der falschen Straßenseite auf dem Fußweg fahren, sofern ich mindestens 30 km/h drauf habe“), Fußgängerlogik („Wenn ich zu Fuß gehe, haben immer die anderen Schuld“), Nachbarlogik („Da der Typ von unter mir ja nachts eh schläft, hört er die laute Musik dann ja nicht“), Türsteherlogik („Du kommst nicht rein, weil das ist so“), Karnevalslogik („Ich habe eine rote Pappnase im Gesicht, also bin ich lustig“) und so weiter und so fort.

Was wir aber alle kennen, das ist die Alkohollogik. Und da habe ich jüngst wieder etwas Wichtiges gelernt:

A: „Was ist den los? Letztes mal warst du nach zwei Gin Tonic vollkommen betrunken und heute merkt man dir überhaupt nichts an. Wie kommt das denn?“
B: „Heute hatte ich vorher einen Liter Bier als Grundlage.“

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Normalerweise habe ich in dieser Nacht des Jahres längere oder kürzere Unterredungen mit Vorfahren von mir. Heute Nacht fand ich nur ein rosa Haargummi auf meinem Schreibtisch. Eine sonderbare Wendung der Dinge.

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Wie schon im vergangenen Jahr möchte ich hier einmal wieder die Gelegenheit nutzen, um allerlei nicht verwendetes Material in einem Blogbeitrag abzukippen. Die folgenden Gedanken-, Informations- und Zitatfetzen habe ich mir zu verschiedenen Gelegenheit in unterschiedlichem Grade geistiger Klarheit mit dem Hintergedanken notiert, dass man daraus ja bestimmt mal nen schönen Eintrag hier machen könnte. Meistens wusste ich beim Auffinden der Notiz dann nicht mehr so recht, wo das ganze herkam oder was ich mir dabei gedacht hatte. Also hier jetzt einfach mal alles zusammengeschmissen. Wer weiß, wozu es gut ist.

  • „Shaggy, so heißt doch der Hund von Scoobie Doo!“
  • Baby- und Kleintierbedarf
  • „Der Urwolfsburger hat einen sehr langen Oberkörper und sehr kurze Beine.“
  • der Lübecker Kartoffelwinter
  • „War da ein mumifizierter Affe am Eingang?“ – „Meinst du den Kassierer?“
  • eine Mettfahne
  • Rauchen macht keine Gewinner
  • „Der Champagner ist wie ein Satintuch auf der Zunge.“
  • „Der Champagner passt farblich zu unseren Möbeln.“
  • „Der Champagner schmeckt wie Erdbeersekt, wo man keine Erdbeeren mehr reintun muss.“
  • „Der hat auch noch nicht die Wurst vom Teller gerissen.“
  • die Schlachterdynastie
  • „Bald ist dein erstes Weihnachten, dann kriegst du auch einen Adventskalender. Jeden Tag eine Windel.“
  • der Rüffelalmanach
  • „Meine Schwiegermutter erkenne ich daran, dass sie den Hosenlatz offen hat.“
  • „Wie heißt das da unten, wo Prag drin ist?“
  • Star Trek II – Der Zorn des Kalifen“

Der/die Erste, der/die mir ’ne sinnvolle Geschichte schreibt, wo alles drin vorkommt, kriegt ein Bier oder ein stillens Mineralwasser.

 

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Es mag an mir liegen, oder aber an der finsteren Zeit, in der wir leben,  aber dieses Ensemble auf dem Campus der Universität – unweit der Hauptbibliothek – sieht aus wie das Familiengrab einer Mathematiker- oder Informatiker-Dynastie.

 

Informatikerfamiliengrab

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Mit Angst ist das so eine Sache. Vom Bauunternehmer meiner Mutter wissen wir ja schon, dass Angst die Geißel der Menschheit ist. Mit der Angst wird manipuliert, beherrscht und Geld verdient. Die Angst davor, etwas Falsches zu machen, hindert uns daran, das Richtige zu tun. Und wie sagte damals schon der Hase Cäsar? „Keiner sagt mehr, was er denkt, weil er glaubt, dass er wen kränkt.“ Parlamente werden heute mehr durch Angst denn durch gesunden Menschenverstand besetzt und schon Luther soll gesagt haben „Aus einem verzagten Arsch kommt kein fröhlicher Furz.“ Wohin soll das nur führen?

Meine Mitbewohnerin hatte Angst, in einem indischen Restaurant schlecht bedient zu werden, weil sie eine Rindslederhandtasche dabei hatte…

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Manchmal hat man diese Momente, die fast schon die Qualität religiöser Erleuchtung haben. Zum Beispiel, wenn man sich früh morgens, kaum wach und umso mehr schlaftrunken, anzieht und dabei feststellen darf, dass die Socken den Markennamen „Cocain“ tragen.

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27. Januar 1080: Die Schlacht bei Flarchheim zwischen den Ritterheeren von König Heinrich IV. und Gegenkönig Rudolf von Rheinfelden endet wegen schlechter Wetterbedingungen ohne eindeutigen Sieger.“

Klingt so ein bisschen wie „Die Kreisligapartie zwischen dem SV Struchtrup II und der Fortuna Kleiklutenmoor musste in der 67. Minute aufgrund des aufkommenden Nebels beim Stande von 1:1 abgebrochen werden.“

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Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Platzanweiser oder was haben se sich bei so einer Nummerung gedacht? (Anklicken zum Vergrößern)

So zählt man in Kiel

Sowas findet man sonst nur in der Uni.

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Ich habe mir in den letzten Wochen immer mal wieder spontan Stichwörter oder Sätze notiert, bei denen ich mir dachte: „Da kannst irgendwann mal was drüber bloggen.“ Allerdings kann ich mit den meisten dieser Versatzstücke jetzt nicht mehr wirklich etwas anfangen oder den Zusammenhang rekonstruieren. Damit die Arbeit nicht ganz umsonst war, werfe ich die Notizen hier einfach mal willkürlich in den Raum. Können da ja so ne Aufgabe wie in der Grundschule draus basteln: Schreibe eine Geschichte, in der alle diese Sachverhalte vorkommen:

  • die Sojaseele
  • „Meine Oma nannte mich immer Muschiblitz“
  • zwanzig Kilo Hack
  • „Wie heißt das, was man hat, wenn man Alkohol getrunken hat?“ – „Promille.“
  • das innere Becken
  • Pfannengemüseorgie
  • Brillenschwestern

Und zu guter Letzt habe ich dann auch noch was gelernt in diesen Tagen, das ich euch nicht vorenthalten mag. In einer sehr warmen Räumlichkeit fing eine junge Frau  auf einmal vor meiner Nase an, sich ein bis zwei Schichten ihres nach dem Zwiebelprinzzip aufgebauten Outfits zu entledigen. Schließlich betrachtete sie kritisch ihr vollkommen durchnässtes T-Shirt, drehte sich dann zu mir und präsentierte mir stolz das Kleidungsstück mit den Worten: „Guck mal, auch Frauen können schwitzen.“

Das merken wir uns mal. Wer weiß, wo es noch für gut is.

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Gestern glaubte ich zunächst, eine neue Redensart gelernt zu haben, wie sie von jungen Leuten benutzt wird. „Etwas von Bullerbü erzählen“, im Sinne von „jemandem was vom Pferd erzählen“, also irgendwelchen Unsinn von sich geben.

Ich musste aber bald feststellen, dass es irgendwie anders gemeint war. Die Aussage des jungen Mannes, dass er nicht mehr wolle, dass ihm „die alten Leute immer einen von Bullerbü erzählen“, war nämlich offensichtlich vollkommen ernst gemeint.

Die Sinnhaftigkeit des Anliegens blieb zunächst nebulös, da der junge Gesell nachdrücklich glaubhaft machte, dass er nichts mehr von schleswig-holsteinischer Geschichte und Bullerbü hören wolle. Immer würden die alten Leute in einem nahen Altersheim darüber reden wollen, also gehe er da nicht mehr vorbei. Er wisse jetzt wahrlich genug über die lokale Historie.

Als ich gerade begann, an der geistigen Gesundheit des Mannes zu zweifeln, stellte sich heraus, dass doch nur eine simple (?) Verwechslung vorlag.

Gemeint war nicht Bullerbü, sondern Haithabu.

(Wer kennt ihn nicht, Astrid Lindgrens Klassiker „Die Kinder von Haithabu“?)

Ich glaubte dann erst einmal doch nur an eine kurzzeitige Verwirrung des jungen Mannes. Als er aber schließlich auch noch Dachlatten mit Fußleisten verwechselte, erkannte ich ein System…

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Es gefällt mir übrigens, dass die automatische Rechtschreibprüfung im Firefox aus „Valentinstag“ gerne „Vasallenstaat“ machen möchte. Von meiner Mitbewohnerin habe ich zum Valentinstag übrigens Käseherzen geschenkt bekommen. Die Frau kennt mich gut.

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Mein Bruder hörte neulich mit, wie ich einer potenziellen Mitfahrerin mein Auto am Telefon als „blau“ beschrieb.

„Wieso blau?“ fragte mein Bruder. „Der Wagen ist doch schwarz.“

Diese blöde Frage könnte zwei Ursachen haben. Zum einen könnte es sein, dass ich meinen Wagen dringend einmal wieder waschen sollte. Für weitaus wahrscheinlicher halte ich allerdings, dass mein Bruder – so wie ich eine Rot-Grün-Sehschwäche habe – eine Blau-Schwarz-Sehschwäche hat.

Ja. Das wird es sein.

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Heute ist Ulrichstag. „Wenn es am Ulrichstag regnet, dann werden die Birnen wurmstichig.“

Was für ein Quatsch.

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Eine Arbeitskollegin ließ gestern Abend im Rahmen einer Diskussion über die öffentlichen Toiletten auf der Kieler Woche folgende Weisheit vom Stapel:

„Wenn in einer Toilette Seife und warmes Wasser ist, dann ist es egal, wie sie ansonsten aussieht.“

Ich glaube, das drucke ich mir großflächig aus und hänge das zuhause an meine Toilettentür.

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Man merkt, dass es im Leben nicht mehr voran geht, wenn man beim alljährlichen Kieler Kubb-Cup wieder nur den 4. Platz erringen kann. Wie im vergangenen Jahr. Stagnation auf höchster Ebene.