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Man merkt, dass es im Leben nicht mehr voran geht, wenn man beim alljährlichen Kieler Kubb-Cup wieder nur den 4. Platz erringen kann. Wie im vergangenen Jahr. Stagnation auf höchster Ebene.

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My Life By Laway

Using only song titles from ONE ARTIST or BAND, cleverly answer these questions. Pass it on to others and include me. You can’t use the artist / band I used. Try not to repeat a song title. It’s a lot harder than you think! Repost as ‚My Life By: (Artist’s/Band’s Name).

Pick your artist: Laway

Are you a male or a female: Wotan un Salomo

Describe yourself: See-Rebell

How do you feel: Klaar för elke Störm

Describe where you currently live: Ik stah an de Kaje

If you could go anywhere, where would you go: Over de Westersee

Your favorite form of transportation: Seils ut Sülver

Your best friend: Wicht ut Noorden

You and your best friends are: Nett as twee Königskinner

What’s the weather like: De wille Wind

Favorite time of day: Fastelavend is anfangen

If your life was a tv show, what would it be called: Hunnertmaal No Future

What is life to you: Gold, Füür un Isen

Your relationship: Verlor’n

Your fear: Se bruken hum nich mehr

What is the best advice you have to give: Een för all un all för een

Thought for the day: Ik suup di to

How would you like to die: All full

Your soul’s present condition: Dat tweed Gesicht

Your motto: Eala Frya Fresena

(Via Neekropolis)

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Ich habe heute den ganzen Nachmittag mit Herrn Cordes und Herrn Cthulhu Skat gespielt. Das ist ganz furchtbar, denn der Cordes betrügt immer und Cthulhu ist ein ganz schlechter Verlierer.

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Und ich habe gestern so gehofft, dass Oranje die hinterfotzigen Uruguayer so richtig zerstört. In den Erdboden stampft. Aus den Geschichtsbüchern tilgt. Aber nix. Dann müssen das die Spanier am Sonnabend halt besorgen.

Edit: Oder halt jemand anderes.

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Ich habe ein grundsätzliches Problem mit der Gesellschaft: man findet die Cocktails, die ich mische, grundsätzlich zu stark. Man darf eben nie vergessen, dass man in der „Großstadt“ ist. Von Schnaps und Sturmflut haben die hier nur in Legenden gehört.

Meine Mitbewohnerin ist noch nicht wieder zu hause. Unangemessener Weise gefällt mir das gar nicht.

Zudem brach ein Kollege eine gute Stunde vor mir von der kleinen Feier auf, auf der wir waren. Trotzdem lief er mir auf meinem Heimweg über den Weg. Zeitloch, Umweg oder Alkohol müssen da im Spiel gewesen sein. (Oder einfach die Tatsache, dass ich einen Teil meines Heimweges in einem Großraumtaxi zurücklegen durfte.)

Im WG-internen WM-Tippspiel führe ich immer noch. Ich bin im Reigen der Nullnummern der mit den am wenigsten jämmerlichen Ergebnissen.

Auf der Straße unter meinem Schlafzimmerfenster versucht ein Mitbürger mit mangelnden Deutschkenntnissen zu rappen. Dabei entstehen Stilblüten wie: „Ich fick dir in den Krankenhaus.“ Interpretationsspielraum ist gegeben.

Der Taxifahrer eben konnte an meinem Geruch erkennen, was ich gegrillt hatte.

Eine Kommilitonin (furchtbar studentisches Wort) fürchtete, man könne sie und mich für ein Liebespaar halten. Unverschämtheit.

Eine ehemalige mehr als schlanke (= reichlich dürre) Mitstudentin hat nichts dagegen, wenn ich sie „Moppelchen“ nenne.

Und dann war da noch die sehr liebe Hündin (Boxer-Mischling mit ausgeprägtem Kindchenschema), die ich sehr mochte. Und ich dachte, sie mochte mich auch. Aber es war nur das Grillfleisch, das ich in der Jackentasche hatte. Immer das Gleiche: die Frauen wollen nur mein Fleisch.

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Der eine oder andere mag sich entsinnen, dass ich vor geraumer Zeit schon mal von den Hörspielen berichtete, die ich im frühen Kindesalter mit meinem Bruder zusammen aufnahm. Aus datenschutzrechtlichen und Privatssphären-Gründen kann ich euch hier diese im Original nicht zukommen lassen. Allerdings mag ich euch doch eine der denkwürdigsten Szenen aus dieser Das Team genannten Reihe nicht länger vorenthalten- Hiermit präsentiere ich euch „Das Finale der Fußball-WM“ in Textform.

Das Ganze muss im Sommer 1986 entstanden sein, also kurz vor oder nach meiner Einschulung, aber auf jeden Fall nach dem 29. Juni. Es sind eindeutig erkennbare Einflüsse von der realen Fußballweltmeisterschaft des Jahres 19986 in Mexiko und auch von dem Hörspiel „Benjamin Blümchen als Fußballstar“ auszumachen.

Sehr schön ist in diesem Auszug im Übrigen auch zu beobachten, wie mein großer Bruder jede Gelegenheit nutzte, seinen armen kleinen Bruder zu mobben. Dies zeigt sich besonders darin, wie mein Bruder oder von ihm gesprochene Charaktere wiederholt unabgesprochen versuchen, mich bzw. von mir gesprochene Charaktere auszuwechseln oder ins Tor zu stellen oder anderweitig schlecht zu machen. Bösartig! Naja, andererseits stellte er auch seinen vollkommen unterentwickelten Fußballverstand zur Schau, als er mitten im Spiel eine Mannschaftsbesprechung anberaumen wollte. Aber ich will nicht vorgreifen.

Folgende Ausgangssituation: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wurde vergiftet und kann daher kurzfristig nicht im WM-Finale gegen die Superdupermannschaft antreten. Das Team, just versehentlich von der Freiheitsstatue in New York nach Lexiko City katapultiert, wird vom Kommentator Willi Walli / Willi Bossig für den Ersatz gehalten und für das in drei Minuten beginnende Spiel rekrutiert. Da von Tieren und Außerirdischen nix in den Regeln steht, dürfen auch alle mitspielen und und so lässt sich das Team es nicht nehmen, als Mannschaft „DT One“ anzutreten.

[Den gesamten Eintrag lesen…]

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Übers Osterwoche durfte ich meinem Bruder dabei assistieren, seinen Lego-Todesstern aufzubauen. EIn Todesstern aus Lego, wat geileres gibts es glaub ich nicht. Ein Riesengerät. In der normalen Verpackung waren nochmal vier Kartons mit Teilen, jede von der Grlößenordnung einer großen Legoritterburg oder so.

Wir haben das Ding jedenfalls mit eiserner Disziplin entgegen allen Erwartungen noch am Ostermontag fertig gestellt. Wat’n Spaß.

Eigentlich wollte ich aber auf ein interessantes Phänomen hinaus, das uns bei diesem Großprojekt aufgefallen ist. Und zwar die Anpassung der Sprache an die Bedürfnisse innerhalb kürzester Zeit. Mein Bruder meinte zunächst, das wär halt so grobschlächtige Bauarbeitersprache. Ich hingegen würde eher von einer rasch herausgebildeten gruppenspezifischen hochspezialisierten Fachsprache ausgehen (höhö, das klang schön intellektuell).

Grundvoraussetzung war natürlich die über dreißig Jahre umfassende Lego-Erfahrung, die sowohl mein bruder als auch ich mitbrachten. Das Grundvokabular war also vorhanden, jeder von uns wusste was mit Ausrücken wie „Vierer“ oder „flacher Zweier“ gemeint war.

Da aber so ein Todesstern natürlich eine Vielzahl an außergewöhnlichen Bausteinen benötigt, mussten rasch Spezialausdrücke für bestimmte Steine, Farben und Oberflächen her, um nicht jedesmal alles lang und breit erklären zu müssen. Und ich möchte behaupten, dass dieses Fachvokabular schon am Karfreitagabend vollständig herausgebildet war, ohne dass mein Bruder und ich uns gesondert hätten absprechen müssen.

Dass nun mein Bruder als Hauptaufbauer und Hüter der Bauanleitung aus seinem vorhandenen Wortschatz heraus das Fachvokabular prägen musste, gibt dem neuen Fachidiom zwar einen besonderen Stempel, inhaltlich ist es aber vollkommen lattenegal, ob man nun irgendwas aus dem Suaheli, Latein, Studentensprech oder so entlehnt. Oder eben was ganz anderes. Hauptsache wir wussten was gemeint war. Und ich wusste genau, was mein Bruder für einen Baustein suchte, wenn er einen „penisfarbigen gedödelten Zweier“ forderte…

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Fenster offen und Heizung an ist zwar ein ehrenwertes Unterfangen, aber ich glaube nicht, dass deswegen der Frühling tatsächlich eher kommt.

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Also, es gibt ja so zahlreiche schöne Umschreibungen dafür, die insbesondere Männer benutzen, wenn sie ihr Großes Geschäft erledigen müssen. Klassiker sind das heute nicht mehr politisch korrekte „einen Neger abseilen“, oder „einen Snickers aus dem Rücken drücken“ oder gar „einen Bob in die Bahn werfen“.

Gibts sowas auch fürs Kleine Geschäft? Ich komm drauf, weil eine Freundin in letzter immer betont, wie sehr sie das Pissen genießt, seit sie keine Blasenentzündung mehr hat. Also kann man sowas sagen wie „Ich gehe eben genießen, dass ich keine Blasenentzündung habe“?

(Eine andere Dame sagte immer „Ich gehe eben Hände waschen“. Das finde ich nicht so spektakulär.)

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Uke ist der Meinung, dass seine Mitarbeiter ihn nicht mehr erkennen, wenn er sich frische Unterwäsche anzieht.

Bestimmt irgend so eine Pheromon-Geschichte.

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Erinnert ihr euch noch an den „Böttcher“, den obersten aller Erzbösewichte? Bisher dachte man, er sei nur eine Legende, aber heute hab ich ihn gesehen.

Ich habe ihn gleich erkannt. Er hatte einen alten Anzug an, dazu weiße Turnschuhe, gegelte Haare und einen Rauschebart wie der Weihnachtsmann, dazu ein bitterböses Funkeln in den Augen. Er kam wohl gerade aus einer finsteren Ränkeschmiede, einer verruchten Räuberhöhle, einem düsteren Schlupfwinkel, der getarnt ist als Supermarkt. Ich habe mir schon immer gedacht, dass mit dem Sky-Markt hier an der Ecke was nicht stimmt. Der Laden ist nämlich von innen noch viel kleiner als er von außen aussieht, hat viele verdächtige Türen in dunkle Räume und die Hälfte der Angestellten sieht aus wie ne Straßengang auf Freigang. Der Böttcher hat allerdings einen Fehler gemacht, denn seine Tarnung als normaler Kunde war nicht glaubwürdig. Der wer kauft schon lediglich einen Liter H-Milch und eine Zitrone und sieht dabei so böse aus?

Ich verlor ihn dann aus den Augen, als er in der VHS verschwand. Was der wohl wieder ausheckt…

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Ich habe wohl beim Doktor gerade die teure Lungenfunktionstestanlage kaputt gemacht. Naja, man will ja auch was für seine Versicherungsbeiträge haben, ne.

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Man nötigte mich gestern zu dem Spiel „Stadt-Land-Fluss“ und ich lernte dabei viele neue Dinge. Zum Beispiel hörte ich erstmalig von dem großen mitteleuropäischen Staat „Mailand“, von dem beliebten alkoholischen Getränk „Imkerhonigschnaps“ und dem zukunftsträchtigen Beruf „Ärmelkanalschleusenwärter“. Zudem durfte ich mich in Diskussionen darüber ergehen, ob „Nonne“ und „Wanderer“ Berufe sind, ob ein „Mammut“ ein Tier ist und ob „Jack Sparrow“ unter die Kategorie „V.I.P.“ fällt.

Ich bin sehr gealtert gestern.

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Ich habe es ja bestimmt schon wiederholt erwähnt: Ich bin ein Gewohnheitstier. Ich bewältige die kleinen Hindernisse des Alltags trotz meiner etwas konfusen Natur durch fest antrainierte Verhaltensweisen. Ich komme auch zu Unzeiten aus dem Bett, weil das Weckerklingeln bei mir ein automatisches Aus-dem-Bett-Stürmen hervorruft, bevor ich drüber nachdenken kann, wie mir geschieht. Ich verlege nicht allzu häufig Dinge wie Schlüssel, Portemonnaie, Fernbedienung oder Mobiltelefon, da ich feste Örtlichkeiten habe, an denen ich sie ablege. Und ich komme auch eher selten zu spät zur Uni/Arbeit, da trotz eventuellen geistigen Halbschlafes zu jeder Uhrzeit die notwendigen Abläufe relativ fest in mir eingebrannt sind. Das klingt zwar nach roboterhaftem Verhalten, spart aber Denkenergie, die man besser woanders investieren kann. Etc…

Hat natürlich auch Nachteile, denn gelegentlich muss man ja aus seinen Gewohnheiten ausbrechen. Umso bewundernswerter fand ich es bislang, dass die hiesigen Busfahrer da offenbar gar keine Probleme mit hatten. Seit dem Beginn meines Studiums gab es nämlich bei den Buslinien eine Umleitung, da eine Straße anderhalb Jahre lang aufgerissen war. Von heut auf morgen war es damit dann vorbei. Das war für den Gewohnheitstermo erst einmal schwierig, da er auf einmal eine andere Bushaltestelle zu seiner Stammhaltestelle machen musste. Aber die Busfahrer hatten offenbar gar kein Problem damit. Wo sie anderthalb Jahre lang links abgebogen waren, fuhren sie nun anstandslos wieder geradeaus.

Das ging ein paar Wochen vollkommen problemlos gut. Gestern bekam das bewundernswerte Bild aber einen ersten Sprung. Ein Busfahrer hatte sich schon in der falschen Spur eingeordnet und wurde gerade noch rechtzeitig von einem Fahrgast darauf aufmerksam gemacht, dass die Umleitung doch seit ein paar Monaten nicht mehr gelte. Der Busfahrer schlug sich an den Kopf und korrigierte rechtzeitig.

Heute wurde die Bewunderung allerdings in Scherben gelegt: Der betroffene Busfahrer bog eiskalt links ab und bemerkte erst dann seinen Irrtum. Klug wäre gewesen, stumpf die Umleitung zu fahren und sich souverän bei den Fahrgästen dafür zu entschuldigen. Unklug war jedoch die spontane – aus juvenilem Leichtsinn heraus geborene – Entscheidung, ein waghalsiges Wendemanöver einzuleiten. Dies führte zu einem lauten Knall, einem Stirnrunzeln des Busfahrers und zu der über Funk an wen auch immer durchgegebenen Erkenntnis, er käme nun auf einmal „weder vor noch zurück“. Auch funktionierte nur noch eine Tür (wie das durch eine leichte Kollision rechts vorne passieren kann, sollte mir mal ein Busspezialist erklären).

Das Beste an der Sache war aber, dass für das misslungene Wendemanöver der Einmündungsbereich einer nahegelegenen Straße genutzt werden sollte, die der ausladende Gelenkbus nun komplett blockierte. Das gab ein Hallo… Ich setzte meinen Weg anschließend zu Fuß fort. Besser ist das.

Was lerne ich daraus für meine geliebten Gewohnheiten? Ich muss damit rechnen, dass zu irgendeiner x-bliebigen Zeit irgendeine veraltete und bereits lange abgelegte Gewohnheit bei mir durchbricht und mich in die Scheiße reitet. Zum Beispiel, dass ich mich am Telefon irgendeines zukünftigen Arbeitgebers mit „IHK Emden, was kann ich für Sie tun?“ melde oder beim Tennis „Tor!“ rufe, wenn jemand den Ball ins Netz haut. Ich bin schon ganz gespannt…

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In einem internetbasiertem Sozialnetzwerk veröffentlichte ich jüngst folgende Statusmeldungen:

  • Gestern schrieb ich in Vorfreude auf das abendliche DFB-Pokalspiel in Anlehnung an einen berühmten Fußballschlager „Fußball ist unser Leben ja König Temmo regiert die Welt“.
  • Nach Bremens Triumph tat ich meine Freude mit dem Ausruf „WERDER!“ kund.
  • Heute, nach einem eher unangenehmen Arztbesuch, schrieb ich dann schließlich melodramatisch „Temmo ist wrack“.

Dies veranlasste unsere ehemalige italienische Frisisten-Erasmusstudentin zu folgendem Kommentar: „also gestern littest du unter starkem Großwahnsinn und regierste die Welt (naja…), dann seist du eine kleine Insel (???) gewesen; jetzt ein Wrack … morgen dann hoffentlich wieder Großwahnsinn“

Keine Sorge. Morgen bin ich dann ’ne große Insel.

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Mediterranes Flair in Kiel: tagsüber scheint die Sonne und ein laues salziges Lüftchen weht vom Meer (bzw. vom örtlichen deich- und gezeitenlosen Gewässer) in die Stadt. Und nachts brüllen Italiener auf den Straßen.

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„Hare Hitler“ klingt eh viel besser als als „H*** Hitler“. Und so orange Hare-Krishna-Kutten sind auch nicht weniger kleidsam als braune Hemden. Bei der Haarpracht sind die Nazis und die Krishna-Jungs ja auch nicht so weit auseinander. Da ist die NPD programmatisch sicher näher an der Naturgesetz-Partei (ihr wisst schon, diese Yogi-Flieger) dran als an der DVU. Ich sehe schon, dass gibt bald neue Koalitionen auf höchster politischer Ebene.