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Pünktlich zum diesjährigen Gallimarkt fand ich just ein fünfzehn Jahre altes Schriftstück wieder. Die kleine Glosse mit satirischer Intention, die auf einer Gallimarkt-Themenseite erschien, gehört zu meinen frühesten Zeitungsbeiträgen und war eine meiner ersten eigenständigen Veröffentlichungen in dem Blatt, bei dem ich damals ganz frisch tätig war: [Den gesamten Eintrag lesen…]

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Einer meiner Geheimtipps bei schlechter Laune, ich habs vielleicht schon mal erzählt, sind die Theater- und Opernbesprechnungen im Deutschlandradio. Es gibt nur wenig, was da drüber geht. Aber dazu gehört der Fernsehkommentar beim olympischen Dressurreiten. Ganz toll. Zum Beispiel: „Also wer hier als Richter nicht die Zehn in der Passage gibt, ich glaube, der träumt noch auf dem falschen Planeten, von dem wie es auszuschauen hat. Das ist göttlich, die Zehn ist göttlich und wenn es göttlich ist, gebt die Zehn für diese Passage…“

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Ich habe es ja schon wiederholt erwähnt: Ich halte die Sportkommentatoren im Radio für weitaus unterhaltsamer als die im Fernsehen. Mein Highlight von heute ist bislang: „Da drückt er seinen Gegenspieler einfach weg, wie in der Dorfdisco, wenn man kurz vor Toresschluss noch ein Bier haben möchte.“ Mir gefiel aber auch: „Der Fußballplatz sieht aus wie das Gesicht eines Teenagers: Fleckig und mit zahlreichen Unebenheiten.“

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Laut Schleswig-Holstein-Magazin fördert die Ferring-Stiftung die friesische Sprache und Kultur insbesondere im nordfriesischen Wattenmeer.

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Ich war neulich auf einer Party, da galt als Dresscode ein Mützenzwang. Also trug ich meine gute alte Prinz-Heinrich-Mütze, da hat man ja so selten Gelegenheit zu. Im Laufe der Feierlichkeit kam schließlich ein junger Mann auf mich zu und sagte begeistert: „Ey, du siehst aus wie der Maschinist aus ‚Das Boot‘!“ Die Klassiker sind also noch bekannt.

Mit meiner anschließenden Frage „Hast du Haare in der Nase?“ konnte er dann allerdings nichts mehr anfangen.

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Ich höre den Livekommentar zu Fußballspielen im Radio allein schon deswegen so gerne, weil da immer so schöne blumige Sprachbilder verwendet werden. Zum Beispiel: „Sie haben das Selbstbewusstsein eines schwindsüchtigen Huhns.“

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Wenn ein Film in der Sneakpreview schon mit einer Einblendung wie „Hessischer Rundfunk und Arte in Zusammenarbeit mit dem Medienboard Berlin-Brandenburg“ beginnt, dann will ich eigentlich immer sofort rückwärts wieder aus dem Kinosaal raus gehen.

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Ehemalige Mitbewohnerin sitzt Pizza mampfend vor dem Fernseher und regt sich über Kotzgeräusche auf, die in der Sendung exzessiv breitgetreten werden: „Man! Die sollen aufhören! Manche Leute essen, während sie Topmodel gucken!“

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Hm. Finde nur ich es albern, die Fernsehshow eines amerikanischen Bauchredners auf deutsch zu synchronisieren?

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Großartig. Livereportage aus dem Fußballstadion. Der Reporter fragt einen vor Ort anwesenden Zuschauer nach seiner Meinung.

Reporter: „Der Schweinsteiger bringt ja heute gar nichts. Was hältst du heute vom Schweinsteiger?“
Zuschauer: „Der ist heute ein Totalausfall.“
Reporter: „Was glaubst du, woher kommt das?“
Zuschauer: „Vom Schnackseln!“

Edit: Und dann beschimpft der Kommentator die Fans der verlierenden Mannschaft, die bereits in der 80. Minute das Stadion verlassen, als „treulose Sitzkissenbenutzer“.

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Ich freue mich immer, wenn ich Fußballspiele vom VfL Osnabrück im Radio hören kann. Da spielt nämlich ein Spieler namens Kastrati. Immer wenn der Name fällt, lockert das die Reportage ungemein auf.

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Meine Fresse! Wenn man so ’ner Karnevalssitzung beiwohnt, dann verliert man genau so viele Gehirnzellen wie bei einem Vollrausch nach dem Komasaufen. Nur dass man beim Saufen mehr Spaß hatte.

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Es ist wieder soweit: Der Wahnsinn greift um sich. Heuer heißt es: Franken Helau!

Mein Gott, ist das doof. Aber angeblich tanzt da gleich irgendwann ne Freundin von mir. Bis dahin muss ich wohl den Ton abdrehen.

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Bin immer noch ein wenig verstört. Mein Bruder hatte mich zwar vorgewarnt, dass er eine kleine Rolle in dem Computerspiel „A New Beginning“ spricht, aber man bekommt dann doch irgendwie ’nen gewaltigen Schreck. Besonders, wenn man einen Araber im Burnus sprechen sieht, aber seinen Bruder mit falschem arabischen Akzent sprechen hört.

Als nächstes spricht eine Mutter wohlmöglich den Endgegnerdrachen oder Vadder macht den Kommentator in FIFA12.

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Da sich ohne mein Zutun seit geraumer Zeit ein halbes Dutzend Spielekonsolen in meiner Wohnung befinden und sich zudem ungespielte Spiele stapeln, dachten wir uns hier mal, dass wir uns in die Niederungen des Spieletestens begeben und die Ergebnisse hier zur Verfügung stellen. (Wie es das halbe Internet tut.) Allerdings hatten wir weder viel Zeit noch viel Geduld. Also Trommelwirbel, Meinedamenuntäärn, hier kommt das Liveprotokoll von 15 angespielten Spielen samt fundierter Bewertung. Computerspielen für Aufmerksamkeitsgestörte.

Es geht los mit der Wii und dem Spiel MadWorld. Die Testperson muss zunächst ein Wii-Update fahren. Die Wii schmiert ab, die Testperson ist genervt. Dann geht’s endlich. „Fängt schon mal gut an wenn man mich so anspricht“. Alles schwarz-weiß, nur Blut ist rot. „Vom Look her sehr geil. Da macht es mal nichts aus dass die Wii so ne scheiß Grafik hat.“ Steuerungsanweisungen werden angezeigt. „Als ob ich mir das alles merken kann.“ Die Testperson macht Kettensägenaction. „Höhö, in der Mitte durchgeschnitten.“ Gluckst zufrieden. „Siehst du das? Wat’n Quatsch. Ist das Stumpf.“

Es geht zum nächsten Spiel, wieder auf der Wii: Bikini Zombie Slayers. Die Testperson wagt anhand des Titels schon einmal einen Vergleich zum vorhergehenden Spiel: „Das ist etwas Gehaltvolleres.“ Das Spiel beginnt. [Den gesamten Eintrag lesen…]

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Ach ja, meine Lieblingsfernsehsender bleiben doch die fundamentalchristlichen und New-Age-TV-Stationen. Warum? Wo sonst erlebt man es, dass man nichtsahnend auf K-TV schaltet und dort miterleben darf, wie ein biederes Akkordeon-Orchester inbrünstig die Bohemian Rhapsody von Queen zum besten gibt.