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Es ist wieder soweit: Der Wahnsinn greift um sich. Heuer heißt es: Franken Helau!

Mein Gott, ist das doof. Aber angeblich tanzt da gleich irgendwann ne Freundin von mir. Bis dahin muss ich wohl den Ton abdrehen.

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Bin immer noch ein wenig verstört. Mein Bruder hatte mich zwar vorgewarnt, dass er eine kleine Rolle in dem Computerspiel „A New Beginning“ spricht, aber man bekommt dann doch irgendwie ’nen gewaltigen Schreck. Besonders, wenn man einen Araber im Burnus sprechen sieht, aber seinen Bruder mit falschem arabischen Akzent sprechen hört.

Als nächstes spricht eine Mutter wohlmöglich den Endgegnerdrachen oder Vadder macht den Kommentator in FIFA12.

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Da sich ohne mein Zutun seit geraumer Zeit ein halbes Dutzend Spielekonsolen in meiner Wohnung befinden und sich zudem ungespielte Spiele stapeln, dachten wir uns hier mal, dass wir uns in die Niederungen des Spieletestens begeben und die Ergebnisse hier zur Verfügung stellen. (Wie es das halbe Internet tut.) Allerdings hatten wir weder viel Zeit noch viel Geduld. Also Trommelwirbel, Meinedamenuntäärn, hier kommt das Liveprotokoll von 15 angespielten Spielen samt fundierter Bewertung. Computerspielen für Aufmerksamkeitsgestörte.

Es geht los mit der Wii und dem Spiel MadWorld. Die Testperson muss zunächst ein Wii-Update fahren. Die Wii schmiert ab, die Testperson ist genervt. Dann geht’s endlich. „Fängt schon mal gut an wenn man mich so anspricht“. Alles schwarz-weiß, nur Blut ist rot. „Vom Look her sehr geil. Da macht es mal nichts aus dass die Wii so ne scheiß Grafik hat.“ Steuerungsanweisungen werden angezeigt. „Als ob ich mir das alles merken kann.“ Die Testperson macht Kettensägenaction. „Höhö, in der Mitte durchgeschnitten.“ Gluckst zufrieden. „Siehst du das? Wat’n Quatsch. Ist das Stumpf.“

Es geht zum nächsten Spiel, wieder auf der Wii: Bikini Zombie Slayers. Die Testperson wagt anhand des Titels schon einmal einen Vergleich zum vorhergehenden Spiel: „Das ist etwas Gehaltvolleres.“ Das Spiel beginnt. [Den gesamten Eintrag lesen…]

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Ach ja, meine Lieblingsfernsehsender bleiben doch die fundamentalchristlichen und New-Age-TV-Stationen. Warum? Wo sonst erlebt man es, dass man nichtsahnend auf K-TV schaltet und dort miterleben darf, wie ein biederes Akkordeon-Orchester inbrünstig die Bohemian Rhapsody von Queen zum besten gibt.

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Im Radio eine Schweigeminute zu übertragen, das halte ich nicht so für ein überzeugendes Sendekonzept.

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Ja, sowas möchte ich lesen, wenn ich morgens die Zeitung aufschlage: Ein TV-Duell der beiden Spitzenkadidaten zur Schleswig-Holstein-Wahl wird beworben mit der Schlagzeile: „Das ‚dicke runde Nichts‘ gegen das ‚Arschloch mit Fliege’“. Da fängt so ein Tag doch gleich ganz anders an.

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Hm. Ich frage mich, ob nicht eine breite Zuschauerschicht nach dem Konsum eines aktuellen Kinofilms der festen Überzeugung ist, dass der GröFaZ nicht 1945 in einem Bunker in Berlin durch seine eigene Hand starb, sondern 1944 durch einen Anschlag in einem Pariser Kino.

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Ich bin heute Abend ab etwa 23 Uhr voraussichtlich auf dem Uni-Radiosender der Universität Bayreuth „Schalltwerk“ zu hören. In der Sendung MAOUIE bin ich als Experte geladen.

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Seit ner halben Stunden singen extatische junge hippe Christen auf dem God Channel monotone Lieder und wiederholen immer wieder die gleiche Zeile für ein paar Minuten. Aber selbst das vertreibt meine Schlaflosigkeit nicht.

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Alle, die das korrekte Vokabular zum Frauenabschleppen noch nicht drauf haben, können in der heutigen Taz noch einen Crashkurs bekommen. Am besten ist diese Stelle:

„Er [der Bumsguru] erklärt, wie man im Handy Telefonnummern verwaltet. Eindeutig verschlagworten: fuck body, future-ex-girlfriend, marriage material, etc. Fickbeziehung, künftige Ex, Material für die Ehe, etc. Er gibt Instruktionen fürs Date. Erst Café, dann Kino, dann Sex. Sex immer erst beim zweiten Treffen. Alles andere ist unprofessionell.“ (Taz vom 1.12.2008, von Bernd Kramer)

Ich werde dann mal alle meine HP10s in meinem Mobiltelefon entsprechend verschlagworten und ein paar Fuck Close’s klar machen… *tilt*

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Bin mal wieder im Fernsehen bei Hallo Niedersachsen bzw. diesem Nachfolgeformat namens Niedersachsen 19.30 zu sehen gewesen. Aber diesmal stand ich weder im Mittelpunkt noch im Halbmittelpunkt, sondern war rein als biertrinkende und dazwischenquatschende Dreingabe dabei, im Rahmen der Berichterstattung über den Plattdeutschstammtisch Leer.

Ach ja, und das Parkverbotsschild in unserer Straße ist wieder weg.

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Nachdem der freitägliche traditionelle Gallimarktsgang in relativ geordneten Bahnen verlaufen ist, war ich gestern auch noch mit meinem Bruder auf dem Markt. Und der hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn er verhauen worden wäre. Denn er hat eigentlich so ziemlich alles und jeden beleidigt, dessen er habhaft werden konnte. Nur Dr. Wotan hat dieses Gebaren gefallen, und der stellte dann auch gleich mal eine Rangfolge her: Ich war die Oberfotze, er die Fotze und mein Bruder die Unterfotze.

Zu guter letzt, als wir fast schon wieder Zuhaus waren, ließ sich mein Bruder auf ein Streitgespräch mit einem alkoholisierten Schausteller ein, der ihn dazu animieren wollte, an seiner Bude Plastikenten zu angeln. „Ich habs nicht so mit Enten“, schien dem Schausteller kein ausreichendes Argument zu sein.

Als wir dann überraschenderweise ohne Schaden wieder in meinen vier Wänden waren, wollte mein Bruder unbedingt noch Oswald Kolle im Fernsehen gucken. Ich konnte ihn aber schließlich mit den Predigten von Joyce Meyer auf Bibel-TV einlullen.

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Sportnachrichten: „Robert Enke bricht sich das Kahnbein.“ Hm. Das klingt irgendwie genauso glaubwürdig wie: „Lukas Podolski zerrt sich die Ballackwade“.

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Ach ja. In der abschließenden Sitzung meiner immer wieder für Erheiterung sorgenden Medienvorlesung sahen wir einen großartigen Film aus den 30ern. Ging um Selbstreferenz und so und wie früh im Tonzeitalter Hollywood sich selbst parodierte und sowat all. Ich hab mich aber vor allem köstlich amüsiert.

Es geht darin zunächst um einen Schauspieler und seinen Produzenten, die in Sorge sind, weil ihnen für ihre „Schnarzan der Eroberer“-Reihe das Publikum wegläuft. Denn die falschen Löwen im Film sind dem Publikum nicht mehr furchterregend genug. Da ergibt es sich, dass ein Baron Münchhausen in die Stadt kommt, dem die furchterregendsten Löwen landauf landab gehören sollen. Um ihn gewogen zu machen und ihm die Löwen abkaufen zu können, wird dann eine große Party veranstaltet, wo die ganzen oberen Zehntausend Hollywoods anwesend sind.

Und auf dieser Party passiert dann allerhand. Schnarzans Konkurrent schleicht sich herein und will die Löwen auch haben. Baron Münchhausen kommt mit einem Gorilla auf die Party. Die drei Stooges lungern da auch herum und schließlich taucht sogar Micky Maus auf der Party auf, woraufhin der Schwarweiß-Film kurzzeitig in eine farbige Zeichentricksequenz wechselt. (Der Krieg zwischen den Schokoladensoldaten und den Lebkuchensoldaten.)

Der Höhepunkt den Films ist aber erreicht, als Stan und Olli auftauchen und Baron Münchhausen zu sprechen wünschen. Er habe ihnen ihre Löwen mit einem Scheck über 50.000 Tiddlywinks (dt. Dattelquattel) abgekauft und dieser Scheck lasse sich nicht einlösen. Wie dem auch sei, nach einem Intermezzo an der Bar mit rohen Eiern sprengen Stan und Olli am Ende die Party, indem sie die Löwen freilassen.

Großes Kino, aber passte leider nicht ganz in meine Klausurvorbereitung. Man wat sall’t.