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Hannes gestand gestern, wie versaut er schon durch die Jahre des P&P sowie MMORPG-Rollenspielens ist: „Jedes Mal wenn der Pastor in der Kirche den Segen spricht, kann ich nicht anders als zu denken: ‚Geil, Attacke +1, Damage +1!'“

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Wir probieren hier gerade bei Uke das neue Dungeons&Dragons aus. Ich bin noch nich ganz überzeugt von dem Sysrem, aber es war doch eine große Freude, als Hannes und ich so langsam das Kampfprinzip verstanden und mit dem letzten Blutstropfen des letzten lebenden Heldes (im allerersten Kampf des allerersten Anfängereinführungsabenteuers) Ukes letzten kleinen Kobold erledigten. Mal sehen, könnte was werden.

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Gestern beehrte uns Groene mit einer fundierten Abhandlung zum Vergleich der unterschiedlichen Zauberspruchbenennungssysteme in den Regelwerken D&D und DSA. Dabei hob er die Einfachheit der Namensgebung bei D&D in Bezug auf die rasche Erkennung der Wirkung und der leichten Auffindbarkeit im Regelbuch am Beispiel des Zaubers „Metall zu Holz verwandeln“.

Originalzitat: „Nicht so wie bei DSA: ‚Humti Bumti – Holz zu Schwumti‘!“

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Es gibt ja so gewisse Ereignisse, die sich zyklisch wiederholen. Beispielsweise die Fußballweltmeisterschaft oder das Wiederkehren des Halleyschen Kometen. Oder eben, dass in unserer Rollenspielrunde die gesamte Gruppe ausgelöscht wird und nur ich entkomme. Aber während damals auf eine epische Schlacht ein taktisch brillantes Rückzugmaneuver meinerseits dafür verantwortlich war, rannten heute meine Kameraden einfach mal geschlossen in einen Lavasee. Naja. Dinge passieren.

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Was kommt dabei raus, wenn man sich eben schnell einen Charakter für das Superhelden-Online-Computerspiel „City of Heroes“ aus dem Ärmel schütteln muss? Folgendes:


Herzbube

„Herzbube ist hart aber gerecht, tierlieb aber irgendwie unheimlich. Sein Hut ist aus den Haaren des biblischen Samson geflochten. Herzbube selbst sie schnitt dem alttestamentarischen Kraftprotz während einer Zeitreise ab. Herzbubes charakteristisches Monokel ist in Wirklichkeit eine Linse aus einem Raumschiff. Dessen Absturz und die dabei freigesetzte Strahlung machten ihn in seiner Jugend unglaublich stark. Allerdings befindet er sich seitdem in einer Art ewiger Pubertät. Herzbube ist wegen seines Fashion-Senses gefürchtet und beliebt. Außerdem hat er eine Katze namens Schmusi.“

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Gestern war irgendwie ein bizarrer und unwirklicher Tag. Das fing damit an, dass Mutter und Vadder um die Mittagszeit mit ein paar Kilo Eis und Erdbeeren bei mir hereinschneiten, weil sie gern auf meiner Terasse Eis essen wollten. Vadder beklagte sich dabei Lautstark darüber, dass mein Bruder bei seinem jüngsten Aufenthalt in der Heimat zwar eine eine kurze Hose mitbrachte, die er angeblich zuvor Vadder entwendet hatte, diese aber unverschämterweise wieder mit nach Berlin zurücknahm.

Dies führte dazu, dass sich Vadder von mir eine Kurze Hose für den Aufenthalt auf meiner Terasse ausleihen musste. Wenn Vadder mal bei mir ist, tut er als erstes immer zwei Dinge: Auf Toilette gehen und sich eine kurze Hose ausleihen.

Mutter brachte mir dagegen neben dem Eis u.a. ein Erfrischungsgetränk aus grünem Tee mit. Wer meine Einstellung zu Tee kennt, kann verstehen, warum ich mich bisher noch nicht so recht getraut habe, das zu probieren. Aber später kredenzte man mir bei Anja ein recht gut schmeckendes Cidre-artiges Getränk, bei dem sich hinterher herausstellte, dass es sich um ein Gär-Getränk auf Basis eines so genannten Tee-Pilzes handelt. Da verliert dann auch „Grüner Tee mit Melone“ irgendwie seinen Schrecken.

Gestern abend haben wir dann rollengespielt. Ich fühlte mich ob des einsetzenden Rülps-Konzerts sowohl in alte Zeiten als auch ins finsterste Mittelalter versetzt. Trotzdem war das nicht so stimmungsfördernd. Man stelle sich sinngemäß folgende Szenerie vor:

Im Halbdunkel sitzen bei Kerzenschein und unheimlicher Musik der Spielleiter und mehrere Spieler an einem großen Tisch beisammen. Der Spielleiter schildert die Lage der Helden.

Spielleiter: „Nach eurem beschwerlichen Aufstieg durch die enge staubbedeckte Klamm seht ihr kurz vorm Erreichen des Hochplateuas zu eurer rechten die geborstenen Flügeltüren eine großen Tempels, der den Toten einer Schlacht gewidmet ist, die hier vor Jahrhunderten stattgefunden hat. Im Inneren liegen hunderte Gebeinde verstreut. Der Tempel ist offensichtlich entweiht worden.“
Spieler: „Ich opfere dem Gott, ordne die Gebeine und räume den Tempel auf so gut es geht und versuche, das Gotteshaus mit Gebeten wieder zu weihen und seiner Bestimmung zuzuführen. *RÜÜÜÜÜLPS* Boah, da kamen Stückchen mit…“

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Güstern wassen wi weer an’d Rullenspöl. Un elke Saterdag holen wi uns denn vördeem ook en heel Bült Eten. Güstern wassen Hannes un ik daarför unnerwegens. Unner de Tied Hannes bi’d Jihrover Grill sien Böskupp upgaff, bün ik to Rana faahren un hebb daar noch en bietje wat haalt.

As ik denn Hannes weer offhaalen wull, sä he an mi, dat he neet genug Geld daarbi harr. So hebb ik de Rest betaalt, man wi wassen an’d hen un her reken, well van uns Lü uns denn nu to minn Deiten geven harr. Umdat wi dat so gau neet rutkreegen hebben un dat Eten ook neet kold worden sullt, bünd wi eerst weer na Hus faahren.

Man as ik denn daarbi was, dat Eten uttodoon, wurr uns de Uplösen van dit Radsel gewaahr: As ik Hannes de Döner gaff, de ik för hum van Rana mitbrocht harr, keek he mi an as’n Oss un sä: „Ik hebb de Versehn funnen.“

Nu stellde sük rut: Twee Minüten nadeem he mi vertellt harr, wat ik hum van Rana mitbrengen sulld, harr he dat ook weer vergeten un köffte sük noch’n Schnitzel un Pommes bi’d Grill.

Tominnst is he an disse Avend stoppsatt worden.

(Hannes und ich wunderten uns gestern Abend, warum wir zu wenig Geld hatten, nachdem wir getrennt bei Rana und beim Ihnrhover Grill Essen für unsere Kollegen geholt hatten. Des Rätsels Löusng war: Hannes hatte mir seine Bestellung für Rana aufgetragen, sie aber zwei Minuten später wieder vergessen und sich daher selbst auch noch was beim Grill gekauft. Satt ist wenigstens geworden.)

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Mal wieder ein bisschen Rollenspielen. Neue Spielrunde, neues Glück. Hannes wollte am ersten Abend das Spiel leiten und ich sollte ihn abholen. Er stieg mit einem selbstgefälligen Gesichtsausdruck in mein Auto und sagte zufrieden: „So. Nix vergessen.“

Als wir dann anfangen wollten zu spielen, stellte sich heraus, er hatte Schreibzeug, Würfel und das Abenteuer zuhause liegen lassen…

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Gestern mal ausnahmsweise eine kleine Rollenspielrunde mit der anderen, der „Journalisten-Buchhändler-Gruppe“ eingelegt. Eigentlich erwähne ich das nur, weil etwas passiert ist, dass unser Spielleiter Lars nach eigenen Worten „in seiner ganzen 20jährigen Laufbahn als Spieler und Meister“ nicht erlebt hat.

Jedenfalls ist folgendes passiert (das wird wahrscheinlich nur Leuten etwas sagen, die sich mit dem Spiel „Das Schwarze Auge“ ein wenig auskennen): Ich würfelte in einer Probe drei Einser (jeweils auf einem zwanzigseitigen Würfel). Dieser Fall ist im Regelbuch zwar vorgesehen, aber niemand rechnet aufgrund der geringen Wahrscheinlichkeit damit, das sowas überhaupt mal vorkommt.

Jedenfalls gilt eine mit drei Einsern bestandene Probe als hammermäßig obergeil bestandene Probe, bei der das Ergebnis weitaus besser ausfallen sollte, als geplant. Das wäre sehr lustig gewesen, wenn ich das in der Endschlacht bei dem letzten Zauber gegen den Endgegner geschafft hätte und diesen damit in einem effektvollen Feuerball in Flammen hätte aufgehen lassen können (oder sowas).

Allerdings geschah es leider nur bei einer Suchen-Probe, die ich würfelte, um einen Mitstreiter zu finden. Dieser hatte sich vor lauter Angst in den Wald geflüchtet. Was für eine Verschwendung. Drei Einser für einen Schisshasen.

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Joachim und Hilko: Natürlich gewachsener Hass.

Alleine diese drei Begebenheiten heute beim Rollenspielen geben ein beeindruckendes Zeugnis davon ab:

1.
Joachim rülpst aus heiterem Himmel sehr laut und brüllt anschließend Hilko an: „Ha! Und jetzt bist du dran.“ Hilko nimmt es scheinbar gelassen hin, rülpst überraschenderweise aber wenige Minuten später noch lauter und haucht Joachim anschließend mit dem entsprechenden Atem an. Dieser verzieht angeekelt das Gesicht und sagt: „Bah! Hilko! Ich habe dich doch auch nicht angehaucht!“ Hilko: „Das ist DEIN Fehler!“

2.
Joachim stellt fest, er habe heftige Blähungen und lässt anschließend gewaltig einen fahren. Auf die Missbilligung, die er daraufhin von allen Seiten erntet, reagiert er, indem er bei Hilko Unterstützung sucht, der sonst für jede Flatulenz zu haben ist. „Hilko, du verstehst mich doch.“ Doch weit gefehlt. „Nä!“

3.
Joachim: „Ich glaube, ich gehe noch ehm schnell auf den Gallimarkt und hole mir was.“
Hilko: „Ja! Tripper!“

Gewürzt wird diese ewige Auseinandersetzung noch dadruch, dass andere ebenfalls dazu verleitet werden, auch noch in diese Kerbe zu schlagen. Als Joachim sich vorhin äußerst auffällig am Hintern kratzte, konnte sich beispielsweise Birte ein „Na? Ist der Zopf aufgegangen?“ nicht verkneifen.

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War zwar nur etwa anderthalb Stunden beim Rollenspielen dabei, dafür ist heute mal wieder was dabei rumgekommen.

„Hannes, ich glaube, du hast ein Alkoholproblem“, sagte der Groene heut. „Das fiel mir heute Morgen auf, als ich dich mit der leeren Brandweinflasche sah und daran dachte, dass Harm ja keinen Charly trinkt.“

Und Kristian wuchs heute angeblich „ein Ei am Arsch“. Zeigen wollte er es glücklicherweise nicht, aber Hannes bot an, es ihm wegzuoperieren, weil man Kristian (im gewohnt tabulosen Humor) „Arschkrebs“ diagnostizierte.

Aber Kristian lehnte ab. Aus Angst, er müsste Sterben, wenn Hannes was falsch macht. Und wenn wir dann an die Brandweinflasche denken, ist das nicht so unwahrscheinlich.

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Nach seinen teuflichen Weisheiten von gestern war Hilko heute beim Rollenspielen wieder in Hochform. Am lustigsten war allerdings, als er auf einmal mitten im Satz einen Krampf im Oberschenkel bekam. Wir anderen brauchten einen Moment, um zu begreifen, dass sein Schmerzensgeschreih echt war und nicht irgendein Kampfschrei seines Charakters oder so.

Das ging dann eine ganze Weile so. „AUU! AHHH AUA! Ignoriert das einfach. AHHHH! AUUAAA! AU…“

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Gestern mal wieder D&D gespielt. Das war zwar lustig, aber anstrengend. Sehr anstrengend sogar. Vielleicht lag es daran, dass wir ausnahmsweise ein wenig dazu getrunken haben.

Hannes war in „Hochform“, schon bevor er dem Alkohol zugetan war. Er begriff immer kaum etwas von der Geschichte, wenn es gerade aktuell war. Mit stattlichem zeitlichen Abstand kam er dann aber immer doch noch zu der entsprechenden Erkenntnis. Und diese teilte er dem Rest der Gruppe das mit bedeutungsschwangerer Ankündigung und weit gefassten Worten mit.

Anfangs war das noch irgendwie lustig. Aber irgendwann, besonders als der Abend sich immer weiter hinzog, ging einem das ganz gewaltig auf den Senkel. Ich weiß nicht, wie häufig er, nachdem der Rest der Truppe bereits seit Stunden diese Schlüsselinformation gewonnen hatte, ganz begeistert wor sich hinmurmelte: „Jason Müsli hat Vater Bernadette umbringen lassen. Das ist es also…“

Dann war da noch der Engelberg, der auch endlich mal wieder dabei war. Allerdings war er irgendwie etwas übereifrig. Er unterbrach immer alle und brüllte vor allem die ganze Zeit so. Schlimmer, als Hilko in seinen besten Tagen. Man mochte gar nix mehr sagen. Hätte man aber tun sollen, denn dann wären wir bestimmt ein oder zwei Stunden eher fertig gewesen…

Naja. Ich hoffe ja beim Spielen immer auf interessante „Nebenprodukte“, die sich anschließend hier gut verwursten lassen (Hilko nennt das liebevoll den „Arschfickfaktor“). Da war allerdings leider wieder wenig. Mir fällt spontan nur Kristians denkwürdiger Ausspruch ein: „Heute pfeifen wir alle nach deiner Tanze.“

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Beim Rollenspiel ist es wieder so weit: Der Spielleiter hört nicht das, was tatsächlich gesagt wird, sondern das, was er hören will. Die Krönung: Wir sind nicht harmlos, sondern wir sind Hartwurst.

Gestern war Joachims Einweihungsparty in Bremen. Er lockte damit, das 80 Prozent seiner Gäste „rattenscharfe Weiber“ wären (bedingt durch seinen Studiengang). Nun ja, gerade weil er mit diesem Argument lockte, waren wohl auch so viele Männer da. Da musste man sich seine „rattenscharfen Weiber“ selber mitbringen.

Alls Hannes ankam, ging er erstmal scheißen und machte sich damit auch gleich unbeliebt, insbesondere bei der Dame, die nach ihm das Klo benutzen musste. Durch das erzwungene lange Anhalten der Luft lernte sie allerdings ihre Taucherqualitäten kennen.

Und wieder einmal bestätigte sich meine Theorie, wie man spontan ein halbwegs originelles Mitbringsel organisieren kann. Man gehe in den nächstbesten Laden und kaufe das Hanebüchenste, was einem auf den ersten Blick in den Sinn kommt. In diesem speziellen Fall ging ich in den Bahnhofskiosk und kaufte für Joachim eine „Jüdische Allgemeine“, ein Exemplar der „Neues Deutschland“ und eine Ausgabe des „Landser“.

In Bremen singen die Kinder nicht an Martini für Süßigkeiten, sondern an Nikolaus. Barbarische Sitten.

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Man duskutierte gestern beim Rollenspielen darüber, ob es so genannte „Untote“ (Vampire, Wiederganger, Zombies etc.) tatsächlich gibt. Man kam schließlich zu dem Schluss, dass das ganz auf die angelegten Kriterien ankommt: „Wie ist ein Unoter? Er stinkt und er kann nicht richtig reden. Trifft doch alles auf Frieso zu.“

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Ein gutes Beispiel dafür, wie Rollenspielen die Welt verbessert: Ich traf gestern Lars Klinkenborg, der Spielleiter bei meiner alternativen Redakteus-Rollenspielrunde ist. Er war vom Kollegen Kai-Uwe neulich etwas unvorsteilhaft abgelichtet worden und in der Zetung erschienen.

Unter normalen Umständen hätte Kai-Uwe dafür wohl real auffe Fresse bekommen. In diesem Fall hieß es dann aber nur von Lars: „Ich werde mich als Spielleiter an seiner Spielfigur rächen!“

Besänftigen konnte Lars auch die Tatsache nicht, dass er noch Glück gehabt hatte, weil er eigentlich mit diesem Bild (er hatte da eine Art Duschhaube auf) in Farbe auf Seite 1 erschienen wäre und nur des Krieges wegen schwarz-weiß auf die Seite 3 gerutscht war.

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Und was hat das Rollenspielen diesmal für eine Erkenntnis gebracht? Ausnahmsweise eine rein rollenspieltechnische: Wenn man in einer Schafherde den Halbork im Schafspelz finden will, muss man nur das Schaf finden, dass nicht lesen kann.

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Natürlich hatten wir eben wieder eine Rollenspielsitzung. Die Erkenntnis des Abends kam einmal mehr von Joachim: „Ich glaube, wenn man mit Selma Hayek gebumst hat, dann hat man es als Mann geschafft. Dann kann man sich getrost den Schwanz abreißen.“

Das lasse ich einfach mal kommentarlos so stehen.