(Untitled)

Es gibt ja so Studien, die besagen, dass ein Wirbelsturm oder Sturmtief oder so grundsätzlich dann mehr Opfer fordert, wenn er von den Meteorologen einen weiblichen Namen erhalten hat. Weil man den Sturm dann wohl nicht so ernst nimmt. Der Durchschnittsbürger vernagelt sein Eigenheim also eher bei einem Sturm namens „Brutus“ als bei gleicher Wetterlage mit der Bezeichnung „Susi“. Ich frage mich allerdings, ob es das richtige Gegenmittel ist, dann auch bei den männlichen Stürmen möglichst harmlos klingende Namen auszuwählen. So wie jetzt gerade. „Heini“ ist echt nix, was mir Angst einjagt.

Und wo wir gerade bei wunderlichen Vornamen sind: Mir sind da wieder mal ein paar Neugeborene untergekommen, deren Eltern das Bedürfnis hatten, ihren Nachwuchs mit einprägsamen Bezeichungen einen Platz in dieser Ruhmeshalle zu sichern. Besonders schön ist Rocky René, aber auch Luk, Saphira Alice, Tyler Jayden, Mella Pheline und Luka Luan fand ich erwähnenswert. Dass bei einem Baby als Vorname Mäuschen angegeben war, ist aber sicher als Witz zu verstehen. Ganz bestimmt war das ein Witz. Sagt mir bitte, dass das ein Witz war!

(Untitled)

Eine gerade in Skandinavien weilende italienische Freundin berichtete mir heute mit einer Mischung aus Entsetzen und Mitleid von dem schwedischen Neugeborenen, der jüngst von seinen Eltern den schönen Namen „Dante Ivan Odysseus“ erhalten hat.

„Der arme Junge“, sagte sie. „Er wird sich dazu gewungen fühlen, ein literarisches Genie, ein Zar oder der größte Held aller Zeiten zu werden.“

Viel mehr beschäftigte sie allerdings noch sein Rufnahme: „Povero bambino. Die Eltern werden bestimmt immer alle drei Namen rufen, aber was passiert in der Schule…?“

(Untitled)

Um ein wenig intellektuellen Abstand zu meiner in Entstehung befindlichen Masterarbeit zu gewinnen, habe ich als Serviceleistung für all die werdenden Eltern unter meinen Lesern die Babygalerie eines zufällig ergoogelten Krankenhauses nach einigen Inspirationen für die Namensgebung des kommenden Erdenbürgers durchsucht. Folgende willkürlich getroffene Auswahl möchte ich hier präsentieren:

Jason Tyler Stephan, Senta-Sophie, Emilia Felice, Ronja Milla, August Clemens, Fynn Colin, Dean Quinn, Jersey, Madita Jolie, Luis Günter, Connor, Knut Hubert, Finjas-Edgar, Sophia-Summer Petra, Pearly Jean, Gustav Arneson, Collin Orlando, Zoey Mia Sofie, Julius Paul, Adrian Hans, Finja Matthea, Ben-Louis, Lani Malia, Letizia Marie, Louis Carl, Lennox, Joel Tayler, Taylor Joel (kein Witz), Artur Albrecht, Lion Conner, Emil Ulrich, Smilla Elly, Jasmin Rosalie, Aleksander Kai, Abigail, Lenny Dean, Julius Willi, Aimée Lee, Joleen Elea, Adele Charlotta, Luciane Vincent, Louis Wilhelm, Eduard Peter, Ida Franziska, Meleen, Elvis, Tamino Wilhelm, Ronya Matilda, Mika Joel, Iven Thore Wilhelm, Luca Ben, Kylie Josephine Gertrud, Jerome Derek, Antonella Maria, Loreley Doris Helga, Thore Cliff, Sharon-Keylee, Brain Anthony, Luca Maxemillian, Lillith, Phoebe Piper, Collin-Elias, Ian-Luca Uwe, Luna Chayenne, Yolande Marei, Raffael Oliver Thomas, Fay-Sophie, Connor Jay, Fabienne Selma, Loreley Alessia und meine persönlichen Favoriten, die Zwillinge Pepe und Bruce.

(Untitled)

Eine treue Leserin machte mich auf die Babygalerie eines mitteldeutschen Krankenhauses aufmerksam. Da möchte ich den anderen treuen Lesern diese Zuckerstücke von nicht vorenthalten (Auswahl nach Gutdünken):

Leon Terence, Ferris Piet, Matti Hubert Josef, Pia Abby, Melvin Cornel, Neo Oliver, Luke, Sander Brooklyn-Darwin, Lennox Lelio, Lukas Finnian, Brian Ian, Finnley Jayden, Neo, Thaison Leon, Valentin-Emilian, Lennox, Ostara Lieselotte Wiebke, Cataleya Emilie, Maya Nikita, die Zwillinge Luca-Pascal und Noah-Joel, Lionel-Perez, Trevis Danilo, Cataleya Laureen, Tyler Joel, Niclas Laurin, Dario Collin, Daymon, Finley Pascal, Lina-Jean, Maily Mathea, Paula Leelou, Sarra Jacqueline, Johneg Pascal, Collin Joel, Cora Lian, Maikel Jason und der unvermeidliche Finn-Luca.

(Untitled)

Apropos Jahreswechsel und Rheiderland-Zeitung: Vielleicht darf ich an dieser Stelle noch aus der Silvester-Jahresrückschau eben jener Zeitung zitieren, und zwar aus dem Artikel über die Geburtenzahlen und Namensgebung des abgelaufenen Jahres:

„Bei den Namen sind die Rheiderländer sehr findig. Es gibt kaum Doppelungen. Auch der Bundestrend mit den Top-Namen Ben, Mia und Emma wird kaum mitgetragen. […] Die häufigsten Rufnamen der Gemeinde Bunde sind Neele und Liam. […] Auch ungewöhnliche Namen zieren die Listen der Rheiderländer Meldeämter. Darunter zum Beispiel die kleine Yuxuan und der kleine Damiän […]; Jordan, Shane, Quentin und Thijmen […] sowie die kleine Favour und der kleine Junes und Dean […].“

(Untitled)

Mal wieder was neues von der Vornamenfront. Es geht nämlich auch gut deutsch, wie mir ein paar schöne Beispiele aus dem Westmünsterländischen zeigen. Ob man seinen Kindern nämlich einen Gefallen tut, in dem man sie krampfhaft in der Oberschicht verorten will (wie bei den Geschwistern „Christine Luise“, „Annemarie Charlotte“, „Julius Johannes“ und „Theresia Katarina“) oder indem einem englische Namen zu doof sind und man sie deshalb einfach eindeutscht („Laines“ und „Maila“), das sei einfach mal dahin gestellt.

(Untitled)

Klischeekonferenz im ärztlichen Wartezimmer.

Rechts von mir eine rundliche Mutter, die ihr quengelndes und nörgelndes Kleinkind nicht gebändigt bekommt. Bis es sich schließlich aufs Maul legt und noch mehr brüllt als vorher. Die Mutter meint dazu nur in vorwurfsvollem Tonfall: „Siehst du? Das hast du davon, dass du nicht auf mich hörst, John-Luca!“

Links von mir eine abgerissene und sehr kränklich wirkende Gestalt, die vor sich hin hustet und röchelt und schließlich zu sich selber sagt: „Man man man, ich glaube, das letzte Bier war nicht gut.“

(Untitled)

Eine meiner zahlreichen Mitbewohnerinnen wei um Meine Vorliebe fr die absurde Namensgebung bei Neugeborenen und hat mir deswegen ein onomastisches Sahnestck aus ihrer Heimat mitgebracht. Nachdem wir bislang vor allem mit allerlei Zoey.Aileens und Finn-Lennoxen herumgeschlagen haben, heute einmal ganz furchtbares Beispiel aus der bildungsbrgerlichen Ecke der frhkindlichen Namensbestrafung. Der arme Junge „Franz Johann Joachim Maria“.

Schlimmer hat es da eigentlich nur noch seinen Bruder „Hermann Josef“ getroffen, der zeitlebens mit spontanen Assoziationen zu Hermann Gring und Joseph Goebbels wird leben mssen.

(Untitled)

Man hofft ja irgendwie immer auf Druckfehler, wenn man in der rtlichen Zeitung die Geburtstanzeigen von Kindern mit Namen wie „Thehann“ und „Danke Celine“ entdeckt.

(Untitled)

Mal wieder einen denkwrdigen Vornamen fr ein Neugeborenes aufgeschnappt: Merlin Bela. Die Brder heien dann spter sicher Gandalf Rod und Miraculix Farin.

(Untitled)

Ich prsentiere heute mal wieder meinen neuen persnlichen Spitzenreiter in Sachen „Eltern strafen ihre Kinder mit dusseligen Vornamen“. Der heutigen Zeitungen entnehme ich: Finn Meverik. Geboren ist er an Halloween, vielleicht hat das damit was zu tun.

(Untitled)

Ich habe mich lange nicht mehr ber furchtbare Namen ausgelassen, mit denen Eltern ihren Neugeborenen gleich eine schwere Hypothek mit auf den Lebensweg geben. Das kommt davon, dass ich lange nicht mehr die Ems-Zeitung in den Fingern hatte. Da sind immer die grten Kracher drin.

Aber heute hatte auch das lokale Blatt einen besonderen Reier zu bieten. Bei einigen mir mittlerweile fast schon verhassten Namen ist es ja kein Wunder, dass mehrere Eltern sich den gleichen Unfug auswhlen. An vorderster Stelle steht bei mir da ja „Luca“, der auch heute natrlich einmal vertreten ist. Aber dann bringen ja manche auch noch so Schoten, wo man sich fragt, wie zwei Elternpaare gleichzeitig den selben dummen Gedanken haben konnten. In dieser Kategorie heute: „Lennox Sky“ und „Til Lennox“. Ein frohen Start ins Leben wnsche ich.

(Untitled)

Heute waren mir zwei Blondinen versprochen, aber es war nur eine da. Daher hab ich noch ein wenig berschssige Energie.

Heute frh beim Arzt sah der Tag noch nicht so gut aus. Im Wartezimmer war eine Mutter mit zwei kleinen Kindern. Die Mutter war mit ihrem stndigen Zurechtweisen der Ltten doppelt so laut und nervig wie ihre beiden Sprsslinge. Dann kam eine Sprechstundenhilfe und wollte einen der kleinen Patienten hereinrufen. Sie sah auf ihren Zettel, zog die Stirn in Falten und brachte schlielich stockend und mit offensichtlichem Zweifel de Namen „Finn-Lukas“ heraus.

Sofort wurde sie von der Mutter angegiftet. „Der heit Finn-Luca! Ohne S!“

Htte sie den Kleinen besser „Susi“ nennen sollen. Da htte ihm in Zukunft sicher die eine oder andere Demtigung dieser Art erspart.

(Untitled)

Montag Morgen, zwei Dutzend auszuwertende Zeitungen auf dem Schreibtisch. Erschreckend, wie abgestumpft man gegen grauselige Meldungen ist (insbesondere, wenn man sie sieben, acht mal lesen muss) und wie sehr man sich darber aufregt, welche fiesen Namen junge Eltern ihren Neugeborenen mit auf den Lebensweg geben.

Ich verzichte hier diesmal auf eine komplette Bestandsaufnahme und nenne nur meine „Favoriten“: Connor (wahrscheinlich ein Einzelkind, denn es kann nur einen geben), Lennard Yannik, Jean-Luca (George Lucas?) und William Quentin. Gerade bei letzterem wird die Tragik besonders deutlich, weil der in der Geburtsanzeige genannte groeBruder „Leif Vincent“ heit.

(Untitled)

Ich stelle hier jetzt einfach mal kommentarlos und ungekrzt die Vornamen von einem ganzen Haufen Neugeborener ein, die ich heute Morgeneiner hiesigen (glcklicherweise nicht-ostfriesischen) Tageszeitung entnommen habe. Mge sich jeder seinen Teil dabei denken.

Kevin
Jeremy
Jaden
Luca
Lukas
Lynn
Jolina
Nina
Noel
Melissa Brigitte
Tristan
Terence-Fynn
Lukas
Vera
Jule-Maria
Helge
Tara
Madlen
Mareike-Maria
Leon
Finn-Luca
Hakan
Kevin
Salia Dina
Selina
Noah-Antonius
Julie Alexis
Madeleine
Liv Pauline
Ziska
Marvin Alexander
Eileen Erika
Alison
Timo
Leonard
Lene
Daniel
Fabian
Tilo