Termos Taten

Wat mutt, dat mutt - Ein ostfriesischer Chronist der Wirklichkeit

Donnerstag, 31. Dezember 2009, 22:57 Uhr

Meine langjährigen Leser kennen es bereits, das beliebte Termos-Taten-Neujahrsorakel, das ich als hochgeachtetes Medium gerne meinen Mitmenschen angedeihen lasse. Nachdem ich in den vergangenen Jahren bereits Blei gegossen, Karten gelegt und Bibeln gestochen habe, entschied ich mich in diesem Jahr für ein Orakel mit Runensteinen.

Runen

Dabei habe ich für jedes Opfer drei Runen gezogen (kursiv angegeben) und einen Interpretationsvorschlag für die Bedeutung dieser Runenkombination gemacht. Aber es steht natürlich jedem frei, eine eigene Interpretation anzulegen. Die  Auswahl der gut dreißig beorakelten Blogleser erfolgte nach altbewährten Kriterien, einer Mischung aus Kommentartätigkeitsbelohnung, Tradition, Beziehungen, Vergesslichkeit und reiner Willkür.

Ich hoffe auf viel Spaß mit meinem Runenorakel und wünsche allen Leser ein wunderbares Jahr 2010.

Anja: Thurisaz – Gebo – Manaz (umgedreht)
Anja ist jemandem ein Dorn im Auge, aber durch ihre Partnerschaft findet sie zu einem gesunden Egoismus.

Anna: Thurisaz (umg.) – Teiwaz Nauthiz (umg.)
Anna ist in einer bevorstehenden Auseinandersetzung eher der David als der Goliath. Sie bleibt aber Siegreich in der Schlacht und wendet somit Not und Zwang ab.

Blacky: Fehu (umg.) – Raido (umg.) – Perth
Mangels ausreichendem oder angemessenem Essen  läuft eine Reise für Blacky nicht so ganz nach Plan, bis er das Geheimnis dieser Reise löst. Mahlzeit.

Carter: Hagalaz – Teiwaz (umg.) – Eihwaz
Carter hat Veränderung erfahren und Freiheit gefunden. Dadurch wird ein kraftraubender Kampf überflüssig. Die erlebten Unannehmlichkeiten schulen ihre Fähigkeiten, Niederlagen zu ertragen und sogar gestärkt daraus hervorzugehen.

Docdee: Thurisaz (umg.) – Ehwaz – Uruz (umg.)
Beim Doc beginnt das Jahr mit rasanter Entwicklung. Auch im weiteren Jahr bleibt sie eher in ruheloser Bewegung, so dass sie sich ab und an mal bewusst abbremsen und Augen und Ohren offen halten muss, um das Glück beim Schopfe zu packen.

Floris: Dagaz – Laguz – Teiwaz
In einer heiligen Mission, von den Sternen geleitet, überquert Floris das Meer und schlägt eine siegreiche Schlacht. Wie ein Kreuzritter.

Fritze: Wunjo (umg.) – Ehwaz (umg.) – Algiz
Ist natürlich typisch, dass ausgerechnet beim Fritze so ein Unsinn in den Runen steht. Ich lese in den Steinen: “In einer Prüfung reitet Fritze ein Pferd zu Schanden und geht hinterher mit einem Elch in die Binsen.”

Gerrit: Wunjo – Ehwaz – Kano (umg.)
Gerrit ist hingegen (wie gewohnt)  eine ausgesprochene Frohnatur. Er bleibt in Schwung und Aktion und kann irgendwann im Laufe des Jahres unnötig gewordenen Ballast abwerfen.

Göntje: Hagalaz – Gebo – Ansuz
Die Hagalaz-Rune deute ich hier einmal als winterliche Naturgewalt und beziehe sie auf Göntjes Verbleib im hohen Norden, der ihr das Tor zum  (oho!) Liebesglück öffnen kann. Später im Jahr kann sie – wenn sie nicht auf die falschen Leute hört – ihre Weisheit deutlich erweitern.

Hannes: Sowelu – Berkana (umg.) – Jera
Tja. Die jüngste Selbsterkenntnis führt leider erst einmal zu Stillstand. Die Jera-Rune zeigt allerdings deutlich, dass das nur eine kurze Phase ist und dass das kommende Jahr sogar ein sehr gelungenes Jahr wird. Vielleicht zielt der etwas finstere Beginn auf die ersten paar Tages des Jahres ab, die dem Katzenjammer nach dem Winterurlaub gewidmet sind.

Haukn: Manaz – Eihwaz – Teiwaz
Für den Hauke ergibt sich ein ungewohnt kriegerisches Szenario, das seinen Ausgang in Haukes eigenem Inneren findet. Er wird zunächst in eine (allerdings erfolgreiche) Defensive gedrängt, meistert den (inneren?) Konflikt im Laufe des Jahres aber erfolgreich.

Helge:  Dagaz – Manaz -  Sowelu
Verdächtig simpel, was ich in den Steinen lese: Helge bringt es für sich und die gesamte Menschheit zu Wohlstand. Hat eventuell was mit Solarenergie zu tun. Mal sehen.

Hilko: Jera Sowelu Wunjo
Hilko startet das Jahr aus einer komfortablen Situation heraus, wie uns Jera zeigt. Von dieser viel versprechenden Basis aus hat er gute Chancen, seine Lage zu perfektionieren. Wunjo deutet zumindest an, dass dies schließlich auch erfolgreich ist oder Hilko zumindest nicht aus seiner Zufriedenheit katapultieren kann.

Jana: Inguz – Manaz – Ansuz
Oha, zweideutig. Wenn wir Jana keine Schwangerschaft im kommenden Jahr andichten wollen, so müssen wir doch zumindest von wohliger Zweisamkeit ausgehen, die sie sehr zufrieden macht. Später sollte sie allerdings die Signale richtig deuten. (Vielleicht doch die Signale der Schwangerschaft?)

Jan G.: Kano – Algiz – Perth (umg.)
Offen, vorbehaltlos und ohne überflüssige Geheimnistuerei kann Jan das Jahr unbesorgt hinter sich bringen, denn diese Offenheit ist der beste Schutzwall gegen eventuelle Missgünstlinge.

Jens: Eihwaz – Gebo – Uruz (umg.)
In seinem Tun ist Jens sehr Treffsicher und kann großzügig zu seinen Untergebenen, Schutzbefohlenen, Geschäftspartnern etc. sein. Dies ist kein sinnloses Opfer, es wird ihm im Laufe des Jahres viel Kraftaufwand ersparen.

Joost: Isa – Sowelu – Wunjo (umg.)
Joost knabbert ein wenig an der Furcht vor Stagnation. Die Lösung ist vielleicht ein ausgedehnter Urlaub in südlichen Gefilden.

Joy: Isa – Dagaz – Perth (umg.)
Hochwürden ist im laufenden Winter eher gedämpft in ihrem Tatendrang. Der Frühling bringt aber Aufschwung und – passend zur Profession – göttliche Erkenntnis.

Kika: Algiz (umg.) – Gebo – Ansuz (umg.)
Die Kika hat früh im Jahr ein wenig mit der (geistigen?) Gesundheit zu kämpfen, die nötige Kraft dazu zieht sie aus ihren Mitmenschen (Mitbewohnern?). Das sie es mit ihren Mitmenschen gut trifft, wird durch die umgekehrte Ansuz-Rune noch einmal unterstrichen.

Lenante: Isa- -Raido – Uruz
Die Lena ist körperlich wie seelisch sehr kälteempfindlich, wie auch  die Isa-Rune weiß. Aber sie muss sich keine Sorgen machen, dass ihr das im kommenden Jahr zum Nachteil gereicht. Raido und Uruz geben Hinweise auf (wie auch immer geartete) Glücksbringer und auch Tiere, die ihr Kraft und Halt geben.

Neele: Nauthiz (umg.) – Manaz – Wunjo
Das scheint recht deutlich: Neele hat weder Not noch große Sorgen, zumindest auf sich selbst bezogen. Zum Ende des Jahres steigt die Frohsinnskurve eventuell sogar noch.

m°: Eihwaz – Kano – Teiwaz
Auch dem Mo scheint ein durchaus auseinandersetzungsreiches Jahr bevorzustehen. Allerdings ist dies eher lästig denn bedrohlich, so dass einem guten Ausgang eigentlich nix im Wege steht. Orientieren sollte sich der Mo dabei an seiner persönlichen Frau Holle.

Plytje: Jera – Raido – Odin
Bei Plytje steht gut was an, kommendes Jahr. Der leere Odin-Runenstein deutet schicksalhafte Wendungen an, bei denen es an ihr selber liegt, ob sie zum Guten oder Schlechten neigen. Jera und Raido lassen aber er kaum Zweifel daran, dass ihr ein gutes und ertragreiches Jahr bevorsteht, auch wenn dazu lange Wege zu gehen sind.

Sandra: Manaz (umg.) – Fehu – Uruz
Sandra muss ein paar schlechte Gewohnheiten loswerden, dann steht die Erfüllung vieler lang gehegter Wünsche an.  Uruz unterstreicht weiterhin, dass sie kommendes Jahr vor Weiblichkeit strotzt. Ihr kommt sozusagen das Östrogen aus den Ohren heraus.

Simon: Nauthiz – Raido – Dagaz
Härte ist es, die Simon kommendes Jahr stählt. Das ist nicht immer einfach und sorgt nicht selten für schlechte Laune, ist aber ein notwendiges Übel, um im Laufe des Jahres den Durchbruch zum Positiven zu schaffen. Im Zentrum stehen seine kommunikatitiven Fähigkeiten mit und an denen er arbeiten muss, um rasch den Break-even-Point zu erreichen. (mögliche Wechselwirkungen siehe bei Uke).

Steffi: Hagalaz – Wunjo (umg.) – Gebo
Genau wie bei Göntje muss ich bei Steffi die Haggalaz-Rune auf ihren Aufenthalt im rauen Norden beziehen. Danach folgt ein etwas harter Schnitt (ob der zum Norden-Aufenthalt oder zu etwas anderem im Laufe des Jahres gehört, ist schwer zu sagen). Das Schicksal wird Steffi aber schließlich reich entlohnen.

Teelka: Dagaz – Fehu – Jera
Nun, alle drei Runen deuten auf Reichtum, Wohlstand und gute Erträge hin. Das ist ein sehr starkes Zeichen in diese Richtung, lässt allerdings wenig Schlüsse auf die Umstände zu. Sie könnte genauso gut im Lotto gewinnen wie sie eine bahnbrechende wissenschaftliche Theorie aufstellen oder eine Mehrlingsgeburt erleben könnte.

Traubo: Eihwaz – Sewelu – Thurisaz
Ach, das passt alles so gar nicht zusammen. Man könnte herauslesen, dass sie im kommenden Jahr eine Art „grünen Daumen“ hat. Was genau aber die Pflänzlein sind, sie so erfolgreich zu ziehen vermag, das bleibt offen.

Uke: Odin – Nauthiz – Ansuz
Auch hier begegnet uns der schicksalhafte Odinrunenstein, in einer interessanten Kombination mit der auch für Loki stehenden Ansuz-Rune (man denke an „American Gods“). Man möchte Uke für das kommende Jahr die Fähigkeit sowohl zum direkten Umgang mit der Macht als auch zum listenreichen Erreichen seiner Ziele zusprechen. Dass auch die Härte in Ukes Runen vertreten ist, schlägt eine auffällige Verbindung zu Simon und lässt Unangenehmes für diesen erahnen.

Ute: Odin – Eihwaz – Berkana
Auch Utes Orakel wird vom mächtigen Odin eröffnet. In Kombination mit den starken magischen Aspekten von Eihwaz und Berkana lässt uns das im kommenden Jahr hochgeistige Leistungen von ihr erwarten.

Wiebke: Hagalaz – Nauthiz – Raido (umg.)
Einmal mehr wird eine Weissagung von der rauen Hagalaz-Rune eingeläutet, die hier allerdings in engem Zusammenhang mit der nicht minder rauen Nauthiz zu sehen ist. Allerdings ist das nicht anders zu sehen als ein nur etwas steiniger Beginn in einen neuen Lebensabschnitt, denn zumindest vorläufig wird Wiebke ihren Sitz im Leben finden.

Dr. Wotan: Jera – Wunjo (umg.) – Hagalaz
Dass ausgerechnet bei Wotan keine Odinrune zum Vorschein gekommen ist, mag verwundern, wird ihn aber nicht wurmen, denn ihm steht reiche Beute im kommenden Jahr bevor. Aber für Umsonst gibts nix, dafür muss Maloche sein. Hagalaz bezieht sich hier auf der Wotan innewohnenden naturgewaltgleichen Kraft.

Wübbo: Wunjo (umg.) – Kano – Sowelu
Umgekehrte Wunjo ist natürlich erstmal nicht so das Wahre, doch diese angedeutete dünne Streuung von Frohsinn und Zerstreuung wirkt sich umso besser auf Konzentration und Produktivität im kommenden Jahr aus. Kano und Sowelu sind Runen mit stark erleuchtenden Aspekten. Wenn Wübbo keine Glühbirnenfabrik aufmacht, dürfen wir zumindest große Enthüllungen erwarten.

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Mittwoch, 31. Dezember 2008, 20:05 Uhr

Es ist wieder Zeit für das alljährliche Silvesterorakel für treue Leser. Da Bleigießen und Kartenlegen an dieser Stelle bereits zu Ehren gekommen sind, habe ich Zwecks Variation mal in meinem Fundus von Orakeltechniken gekramt. Und dabei bin ich auf eine Orakelvariante gestoßen, die ich in meiner Journalistenausbildung an der Hamburger Akademie für Publizistik und Okkultismus gelernt habe.

Und dort war das hauptsächlich dazu gedacht, einem auf die Sprünge zu helfen, wenn man mal keine Inspiration für ein Reportagethema hat. Dann soll man nämlich das Taschenbuch des öffentlichen Lebens nehmen (den so genannten OECKL), blind eine Seite aufschlagen und dort ebenso blind auf eine Stelle deuten. Dieses Buch enthält alle möglichen Vereine, Verbände, Behörden und Interessensgruppen der Republik. Und mit dieser Methode findet man mit einiger Sicherheit irgendeinen hanebüchenen Verein, über den man dann schreibt. Die Methode nennt sich OECKL-Stechen.

Für unsere Zwecke ist diese Methode sehr geeignet, man muss nur das zu stechende Buch den Gegebenheiten anpassen, da der OECKL uns natürlich als persönliches Orakel fürs kommende Jahr nicht wirklich weiter hilft. Ich habe mir die Suche nach einem Buch mit angemessenem prophetischen Potenzial nicht schwer gemacht und einfach die Bibel genommen. Und zwar in einer “Die gute Nachricht”-Variante. Nicht, weil ich die Übersetzung so geil finde, sondern weil meine Ausgabe optisch ein wenig wat her macht.

Bibel

Ich habe also für euch Bibelstechen gemacht und gebe im folgenden die orakelten Bibelstellen wieder. Im Gegensatz zum Kartenlegen und Bleigießen brauche ich nicht groß heruminterpretieren, um hier was zu Papier bringen zu können, dat wisst Ihr selber eh besser. Nur falls mir spontan was einfällt, kommentiere ich vielleicht ein wenig… Also, auf gehts:

Carter: 2. Könige 24, 8: Zu dieser Zeit wagte sich der König von Ägypten schon nicht mehr aus seinem Land heraus, denn alle Gebiete vom Eufrat bis zur ägyptischen Grenze, die früher zu seinem Machtbereich gehört hatten, waren inzwischen fest in der Hand des Königs von Babylonien.
Hm, da jagt die Carter wohl irgend nem Ägypter irgendwas ab kommendes Jahr.

Chef: 2. Korinther 2, 13: Aber ich war unruhig, weil mein Mitarbeiter Titus nicht eintraf. Darum nahm ich Abschied und reiste nach Mazedonien.
Oha, Chef hat seine Mitarbeiter nicht im Griff.

Dino: 1. Samuel 14, 14: Bei diesem ersten Schlag gegen die Philister hatten Jonatan und sein Waffenträger an die zwanzig Mann auf kleinstem Raum erledigt.
Dino legt sich ja gerne mal mit Nazis an, wahrscheinlich macht er sie wieder fertig im kommenden Jahr.

docdee: Matthäus 13, 33: Oder es ist wie beim Sauerteig:Eine Frau mengt ihn unter einen halben Zentner Mehl und der macht den ganzen Teig sauer.
Tja…

Floris: Klagelieder 1, 19: Ich rief die Liebhaber, die mich einst begehrten, doch sie ließen mich alle im Stich. Meine Priester und die führenden Männer, elend sind sie umgekommen in der Stadt, weil sie nirgends etwas zu essen fanden, um sich am Leben zu erhalten.
Floris wird als Spielführer seiner Fußballmannschaft abgewählt.

Fritze: 4. Moses 22, 28: Da gab der HERR der Eselin die Fähigkeit zu sprechen und sie sagte zu Bileam: “Du hast mich jetzt schon dreimal geschlagen. Was habe ich dir denn getan?”
Da muss ich nix zu sagen, glaube ich…

Gerrit: Sirach 31, 8: Wie glücklich ist jemand, der reich wird, ohne schuldig zu werden, weil er nicht hinter dem Geld her ist!
Sein Job wirft vielleicht doch noch mal was ab.

Hannes: Tobit 6, 17: Aber wenn du mit ihr ins Brautgemach gehst, dann nimm ein Stück von der Fischleber und das Fischherz und lege beides auf die Glut im Räuchergefäß. Wenn der Geruch dem Geist in die Nase steigt, ergreift er die Flucht und kehrt nie mehr zu ihr zurück.
Ich kann es nicht deuten, aber irgendwie passt es zu Hannes.

Harald: 1. Mose 41, 13: Und es ist alles genauso eingetroffen, wie er es vorausgesagt hatte: Ich wurde wieder in mein Amt eingesetzt und der andere wurde gehängt.
Oha.

helge: Daniel 7, 8: Während ich die Hörner beobachtete, brach ein weiteres Horn zwischen ihnen hervor. Drei von den vorigen Hörnern wurden seinetwegen ausgerissen. Das Horn hatte Menschenaugen und ein Maul, das großmächtig prahlte.
Helge spielt im kommenden Jahr mal wieder mit Uke und Hauke und mir zweilichtige Harry-Potter-Spiele.

Hilko: Offenbarung 3, 15: Ich kenne euer Tun: Ihr seid weder warm noch kalt. Wenn ihr wenigstens eins von beiden wärt!
Weder Fisch noch Fleisch, weder Sack noch Eisenstange.

Jan G: Johannes 9, 12: “Wo ist er?”, fragten sie ihn. Er antwortete: “Ich weiß es nicht.”
Ich weiß es auch nicht.

joost: 5. Mose 33, 22: Über den Stamm Dan sagte er: “Auch Dan ist wie ein junger Löwe, er springt hervor aus Baschans Wald.”
Joost, junger Löwe? Ich erinnere mich nur an seine fette Katze, die ich für ein Sofakissen hielt.

Kai-Uwe: Baruch 3, 14: Lasst euch also sagen, wo Einsicht, Verstand und Klugheit zu finden sind, dann werdet ihr auch begreifen, was zu einem langen, erfüllten Leben führt und was euch Glück bringt und eure Augen vor Freude leuchten macht.
Hörst du? Einsicht und Verstand, dann wird alles gut…

M°: Richter 15, 8: Er ging auf sie los und schlug sie zusammen. Dann zog er sich in die Felsenhöhle bei Etam zurück.
Ein frohen 1. Mai 2009 wünsche ich.

Neele: Ezechiel 4, 15: Da sagte er zu mir: „Gut, dann kannst du Kuhmist statt Menschenkot nehmen“.
Keine Ahnung was das soll, aber es gefällt mir.

Onno: Jeremia 23, 25: Der HERR sagt: „Ich habe das Gefasel dieser Propheten gehört. ‘Ich hatte einen Traum, ich hatte einen Traum!’, sagen sie und wollen damit das Volk glauben machen, dass sie in meinem Auftrag reden. Aber alles, was sie vorbringen, ist Lug und Trug.“
Nich aufs Gefasel hören, Onno.

Plytje: Lukas 3, 9: Die Axt ist auch schon angelegt, um die Bäume an der Wurzel abzuschlagen. Jeder Baum, der keine guten Früchte bringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.
Plytje macht sie alle lang kommendes Jahr.

Teelka: 2. Samuel 14, 8: „Geh ruhig nach Hause“, antwortete der König. „Ich werde die nötigen Anordnungen treffen.“
Gutes Personal ist schwer zu bekommen.

Traubo: 2. Chronik 2, 14: Habe die Güte, die angekündigte Sendung von Weizen, Gerste, Wein und Öl abzuschicken.
Mahlzeit.

Uke: Apostelgeschichte 19, 32: Unter den dort Zusammengeströmten herrschte die größte Verwirrung. Alle schrien durcheinander und die meisten wussten nicht einmal, worum es ging.
Hat bestimmt was mit Ukes Job zu tun.

Dr. woTan: Nehemia 4, 15: So arbeiteten wir alle vom ersten Morgenrot an, bis die Sterne sichtbar wurden; aber die Hälfte meiner Leute hatte ständig den Speer in der Hand und hielt Wache.
Der alte Gangstarappa Wotan und seine Posse “Die Wixer” werden Stars am Hiphop-Himmel.

Wübbo: Hohelied 7, 9: Auf die Palme will ich steigen, ihre süßen Früchte pflücken, will mich freun an deinen Brüsten, welche reifen Trauben gleichen. Deinen Atem will ich trinken, der wie frische Äpfel duftet.
Schweinkram!

Wie dem auch sei. ich wünsch euch ein frohes Jahr 2009. Munter hollen.

Nachtrag:

Tantchen: Prediger 7, 21: Versuche nicht, alles mitzubekommen, was die Leute reden. Was hast du davon, wenn du hörst, wie deine Untergebenen über dich schimpfen?
Eben, sag ich auch immer.

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Montag, 31. Dezember 2007, 16:48 Uhr

So, es ist mal wieder soweit. Termo bloggt die Zukunft seiner Leser. Der Abwechslung wegen (und weil meine Bleigießpfanne kött ist) lege ich euch in diesem Jahr die Karten. Um auch alle zu schaffen, ziehe ich für jeden nur eine Karte und deute sie für euch. Dann wollen wir mal. Das bringt euch das Jahr:

Carter: Fünf Scheiben
Na das fängt ja gut an. Die Carter wird sich sehr mit einer Entscheidung quälen, aber die Entscheidung wird eine bereinigende Wirkung haben und alles wird gut. Wollen wir hoffen, dass es nicht nur um den Kauf einer Waschmaschine geht.

Chef: Zehn Kelche
Schau an. Chef kann die Dinge vollkommen enspannt auf sich zukommen Lassen. Wie ungerecht. Und Carter muss so ackern.

Chefchen: Vier Stäbe
Wat’n Schweinkram. Venus im Widder. Da soll sie sich mal selber überlegen, was das bedeutet.

Dino: Der Teufel
Das natürlich typisch. Der Pastor kriegt den Teufel, der olle Glückspilz. Klingt vielleicht abwegig, aber das deutet auf ein sehr zufriedenstellendes Jahr 2008 hin. Vielleicht sogar mit Nachwuchs. Da freut sich seine Frau.

DocDee: As der Schwerter
Vertrauen in die eigene geistige Klarheit. Das spielt wohl auf die weise Entscheidung an, nicht nach Lloret de Mar zu fahren.

Floris: Glück
Was soll ich dazu sagen.

Fritze: Acht Stäbe
Da muss ich mich irgendwie verzogen haben. Die Karte steht für “Schnelligkeit”. Wahrscheinlich, weil er mit dem Rauchen aufgehört hat. So schnell kann’s gehen.

Gerrit: Vier Scheiben
Macht. Macht! MACHT! Gerrit wird Kanzler. Oder sowas. AStA-Vorsitzender vielleicht.

Hannes: Prinz der Scheiben
Wat habt ihr alle mit den Scheiben hier? Bei Prinz Hannes musste ich jetzt erstmal tatsächlich nachschlagen, um das zu deuten. Erst dachte ich, dass er beim Schützenfest erfolgreich sein wird. Aber nein: Hannes ist 2008 körperlich und geistig aktiv und hat auch noch Spaß dran.

Harald: Sechs Schwerter
Hm. Harald macht seinen Doktor. Kann man das in seiner Branche? Zumindest irgendsowas ähnliches.

Helge: Drei Scheiben
Joa. Das ist recht Eindeutig. Helge arbeitet viel und gerne im kommenden Jahr. Er gibt alles. Wahrscheinlich baut er sich einen Fokko Bot.

Hilko: Zwei Schwerter
Zwei Schwerter sind zwar Hilkos bevorzugter Kampfstil, aber diese Karte steht eher für den Frieden. Hilko wird ein Friedensstifter.

Jan G.: Sechs Kelche
Das ist eine Karte, wie man sie sich wünscht. Vollkommen unverfänglich, diese Karte. Lässt alle Möglichkeiten offen, aber verspricht dabei ne Menge Spaß. Jan ist ist Genussmensch und sollte auch jede Möglichkeit zum Genuss nutzen, alles andere wäre Verrat am Schicksal.

Joost: Ritter der Kelche
Hm… spirituelle Erhöhung…. geistige Beziehungen… Vielleicht alles zu hoch gegriffen. Vielleicht deuten wir einfach ganz stumpf die Abbildungen auf der Karte: Joost lernt 2008 reiten und fliegt anschließend raus.

Mutter: Der Wagen
*brüll vor lachen* Diese mächtige Trumpfkarte steht eigentlich allgemein für eine positive Erweiterung der Lebensumgebung. Aber vielleicht deutet sie auch nur darauf hin, dass Mutters gespaltenes Verhältnis zu ihrem Auto auch im kommenden Jahr anhält. Da brauch ich ja für Vadder keine eigene Karte zu ziehen…

m°: Acht Scheiben
Oh, na sieh mal einer an. “Still sitzen, nichts tun – der Frühling kommt.”

Neele: Drei Kelche
Teile und kommuniziere. Eine andere Kartendeutung wäre vielleicht auch “Fülle”, aber dann heißt es ja gleich wieder: “Du sagst, ich bin fett?”

Onno: Sechs Stäbe
Große Unternehmungen, die Onno 2008 anpackt, stehen unter guter Erfolgsaussicht. Dann ist es wohl Zeit, nach dem “Land der Häuptlinge” nun endlich “7FS” zu realisieren.

Plytje: Die Hohepriesterin
Plytje gründet eine Sekte.

Sam: Zwei Scheiben.
Wechsel. Wandel. Wechseljahre? Klimawandel?

Teelka: Der Magier
Irgendwas zwischen “das Licht der eigenen Genialität in die Welt hinaustragen” und “der Wille des Ganzen geschehe”. Dat mag ja wat worden.

Traubo: Der Mond
Der Ruf des Unbekannten. Uiuiui.

Uke: Der Turm
Am Ende werden hier noch mal die Trümpfe ausgepackt. Geistige Erneuerung und Karriere. Und wahrscheinlich ein Büro in einem hohen Turm weit oben. Allerdings muss er sich der Höhe bewusst sein. Und nicht das Telefonaufladekabel unten vergessen.

Dr. woTan: Prinz der Schwerter
Das ist so etwas wie der Hiphoper unter den Hofkarten. Wotan wird GangstaRapper.

Wübbo: Zwei Kelche
Das ist ja wohl ne Hochzeit oder so. Das wird ja was. Voll das anstrengende Jahr.

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Dann schauen wir mal, was davon wird. Frohes Neues, wünsche ich.

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Samstag, 31. Dezember 2005, 19:02 Uhr

Hallo zusammen.
Da ich ja bekanntlicherweise noch zum alten Schlag gehöre, scheue ich keine Kosten und Mühen, um meinen Lesern Bericht zu erstatten. Und sogar schon heute aus dem neuen Jahr berichten kann. Denn ich bin ja auch ein Medium. Also habe ich mir am heutigen Silvesterabend die Arbeit gemacht und für einige Meiner treuesten Leser ein Bleigießen veranstaltet.

Termos Bleigießutensilien
Termos Bleigießutensilien.

Folgendes ist dabei herausgekommen:

Achim: Hier kam eindeutig eine Art Echse im Bleigebilde zu Tage. Damit wird sich Achim auf eine Art symbolischer Häutung im kommenden Jahr einstellen müssen, um für ein wichtiges Vorhaben die nötige Kraft freisetzen zu können. Allerdings deutet diese Echse auch auf einige Neider in seinem Umfeld hin.

Blacky: Blackys Blei zeigte ein Krummschwert. Schwer zu deuten. Denke, er wird einige alte Gewohnheiten über Bord schmeißen müssen. Auch könnte das Ganze auf härteren Wettbewerb im Berufsleben hindeuten.

Bugl: Für Bugl brachte das Bleiorakel eine Blume hervor. Besser gehts fast nicht. Wer eine Blume bekommt, den liebt das Leben.

Chefchen: Chefchen trifft es gut im kommenden Jahr. Ihre Bleifigur war als Hai zu deuten. Das weist auf einen Gönner hin. Weiterhin kann durch das Element “Wasser” des Hais auf eine größere Reise auf dem oder übers Wasser schließen. Alternativ kann es aber auch bedeuten, dass sich Chefchen durch ihr Leben zu bewegen weiß, wie ein Fisch durchs Wasser.

Dino: Ausgerechnet der Pastor Dino bekommt eine heidnische Fabelfigur, einen Zwerg oder Kobold. Aber das verheißt gar nichts Schlechtes. Er kommt zwar erst auf etwas verschlungenen Wegen zum Ziel, aber dafür wirds nicht langweilig.

DocDee: Bei DocDee kamen interessanterweise zwei gleichwertige Figuren heraus. Das eine ist eindeutig ein Schiffsanker, bei anderen musste ich ein bisschen rätseln. Ich kam aber zu dem Schluss, dass es ein Pinguin ist, der rennt. Und das passt auch ganz gut zusammen, denn einerseits deutet das auf die Erfüllung vieler Wünsche im neuen Jahr hin, andererseits gibt es viel zu feiern.

Floris: Tja, der Bücklinger, der Bücklinger, der alte Schwerenöter. Bei ihm kam natürlich eine Knarre heraus. Das heißt, dass er bei Seitensprüngen nicht wirklich in Gefahr läuft, entdeckt zu werden. Aber es bedeutet auch, dass er ein paar Dinge, die er nicht ändern kann, einfach auf sich zukommen lassen soll.

Fritze: Bei Fritze, dem alten Ruhrpottfriesen habe ich lange überlegt, ob das, was ich aus seinem Bleigebilde herausgelesen habe, denn auch stimmt. Aber es war eindeutig: Eine Tasse. Und das heißt nichts anderes als: Finger weg vom Alkohol!

Gerrit: Der Gerry, der bekam ein Ei aus Blei. Ein bisschen Schwierig in der Deutung. Normalerweise heißt das “Schwangerschaft”. Aber der Gerrit schwanger? Da müssen wir wohl eine gewagte Neuauslegung angehen. Vielleicht: Du hast keine Stahleier, aber immerhin eins aus Blei? Oder: Achte auf deinen Cholesterinspiegel.

Hannes: Hm. Warum hab ich da überhaupt gegossen? Bei Hannes kam ein Bett raus. Normalerweise heißt das in etwa, dass man es alles etwas ruhiger angehen lassen. Aber bei Hannes kann das nicht sein. Wahrscheinlich ist bei Hannes das Bett gegossen worden, weil Hannes schon wesensgleich mit seinem Bett ist.

Helge: Für den Helge gabs einen Affen. Das heißt, er soll im kommenden Jahr nicht alles so ernst nehmen. Aber er muss sich auch vor Leuten in Acht nehmen, die ihm Honig (oder Bananen) ums Maul schmieren.

Hilko: Oho, bei Hilko gabs den Pflug. Eisenstangen zu Pflugscharen, möchte man da fast sagen. Ein Pflug deutet aber auf ein nahendes Einfahren in den Hafen der Ehe…

Jan E: Dieses Gebilde war nicht ganz eindeutig. Ich habe ne ganze Weile dran herumgedeutet und es schließlich als ein mit einer Hand verwachsenes Szepter identifiziert. Will also heißen: Er hat das Sagen. Bei einem Versöhnungsangebot entscheidet sich, ob er ein kluger Herrscher sein wird oder seine Untertanen unterdrückt.

Jan G-Punkt: Dem Groene blüht ein Blei-Baum. Allerbeste Voraussetzungen für das kommende Jahr. (Wie langweilig.)

Joost: Dem Joost goss ich einen kleinen menschlichen Körper. Soll heißen, dass er mehr auf seinen Körper Acht geben muss. Sonst gießt man ihn noch in Blei.

Kai-Uwe:Tja, beim Hanken hätte ich eigentlich auch gar nicht erst gießen müssen. Ein Geweih. Der Kai-Uwe hatte schon immer irgendwie Hörner. Aber das ist ein gutes Zeichen. Er wird im kommenden Jahr endlich der Platzhirsch sein.

Mawa: Nun ja. Das muss ich wohl oder übel als Ast interpretieren. Da sollte der Mawa besser nicht dran sägen, zumal er selber drauf sitzt.

Mo: Mo. Tja. Das muss wohl ein Fuß oder ein Bein sein, was ich hier fabriziert habe. Das heißt, dass der Mo sich im kommenden Jahr auf den Weg macht und eine große Aufgabe angeht, die seit geraumer Zeit wie ein Damokleschwert über ihm hängt (Damaskus-Schwert, wie Hannes sagen würde.)

Neele: Für Neele habe ich extra die Bleikatze zum Einschmelzen aufbewahrt. Und was kommt raus? Ein Segel. Das heißt, dass Neele auch wenn der Wind mal rauh weht, diesen nach Kräften Nutzen soll.

Onno: Onnonno. Die Glocke, die ich für ihn gegossen habe, heißt nicht, dass er was auf die Glocke bekommt. Eher steht ein kirchliches Ereignes an, wahrscheinlich eine Taufe.

Teelka: Die Teelka ist ja bekanntlich eine ganz Schlimme. Das sagt auch ihr Bleigebilde: Eine Nixe. Das deutet auf eine Gefährliche Liebschaft hin, aber auch auf die Gefahr, plötzlich auf dem Trockenen zu sitzen.

Uke:Ein Amboss. Als ob Uke jemals einen Hammer geschwungen hätte. So oder so sollte er im kommenden Jahr das Eisen (und das Blei) schmieden, so lange es noch heiß ist. Nichts hinauszögern.

Dr. Wotan: Das hätte nicht besser passen können: Ein Pilz. Der besagt, dass die größe Zeit für Wotan gegen Ende des Jahres kommt. Wenn er dann geschäftlich gut investiert, dann kann er richtig absahnen. Bedeutet wahrscheinlich, dass er keine Kosten bei einem neuen Weihnachtsmannostüm scheuen soll. Die Kunden und Kinder werden es ihm danken.

Soviel dazu. In diesem Sinne: Ein schönes neues Jahr wünsche ich meinen Lesern und auch allen anderen.

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“Eine Frau kauft immer irgend etwas.”
 Ovid