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Freitag war ich zum ersten mal seit etwa zehn Jahren wieder mal im Leeraner Heimatmuseum. Das ist zwar eine recht lange Zeit, aber ich hätte gedacht, dass mir zumindest irgendwas vom letzten Mal in Erinnerung geblieben wäre. Aber nix. Mir kam so gar nichts bekannt vor. Nur Carter, die aktuell ihr Freies Soziales Jahr Kultur dort absolviert.

Aber Carter kannte ich ja nicht von vor zehn Jahren aus dem Museum, also galt das nicht. Dachte ich. DocDee klärte mich nämlich gestern auf, dass sie und Carter vor ziemlich genau zehn Jahren mit ihrer Grundschulklasse das Museum besucht hätten. Also hab ich Carter vielleicht doch noch in musealer Erinnerung und zumindest nicht alles von damals vergessen.

Carter begleitete ich später ein wenig auf ihrer epischen Queste nach einem Geburtstagsgeschenk. Dabei war ich außergewöhnlich unhilfreich. Aber ich lernte eine Menge „Frauenläden“ kennen. Und überall in diesen Läden gab es Handtaschen zu kaufen, egal wie das übliche Sortiment aussah. Erstaunlich fand ich das.

Auf dem Rückweg nahm ich aus einem Pizza-Etablissement schließlich noch mein Abendessen mit. Hier gab es zwar keine Handtaschen, aber diese Läden bergen ja immer nette Anekdoten in sich. Heuer kam mir folgendes Gespräch erwähnenswert vor:

A: „Ey, wo ist denn eigentlich Ali?“
B: „Der ist in Hannover.“
A: „Man, der hat ein Leben. Immer unterwegs. Echt jetzt. Mal ist der hier, mal ist der da…“
B: „Ja. Die wollen ihn abschieben.“