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So. Die Nachbarn von gegenüber haben sich nun auch endlich dazu entschließen können, ihren Weihnachtsbaum loszuwerden. Nur die fiese Rentierlichterkette, die hängt unten noch vor der Tür.

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Höhepunkt an Heiligabend war, dass diesmal nicht die Kinder für die Senioren ein Krippenspiel aufführten, sondern sie Senioren für die Kinder im 15-Uhr-Gottesdienst.

„Fürchtet Euch nicht, denn ich verkündige Euch große Freude…“
„Was? Wer ist das? Überfall! Wo ist mein Messer…“

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Apropos Schrottwichteln. Ich (ich!) habe dabei ausgerechnet eine als Entspannungs-„Tee“ deklarierte Substanz zugespielt bekommen, die aus irgendwelchen Gewächsen zusammengewürfelt ist, aber kein Gramm Tee enthält. Sowas würde ich nichtmal in Gorleben endlagern lassen, geschweige denn damit meine Blumen düngen. Aber zu Weihnachten wird es verschenkt…

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Habe heute zum ersten mal an diesem wunderlichen Ritual namens Schrottwichteln teilnehmen dürfen. Ich habe den Bogen aber irgendwie noch nicht raus. Wat mach ich denn jetzt mit dem ganzen Zeug?

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So gewisse Rollenklischees halten sich ja hartnäckig. Aber sie bestätigen sich auch sonderbarerweise immer wieder. Zum Beispiel als ich im neuen Jahr meine drei bezaubernden Mitbewohnermädels wieder sah. Unweigerlich kommt dann natürlich irgendwann das Gespräch auf Weihnachtsgeschenke.

Mitbewohnerin 1 konnte dazu berichten, dass sie einen Pfeifkessel zum Wasserkochen bekommen habe. Ganz wat Tolles. Wollte sie schon immer haben. Mitwohnerin 2 konnte das toppen und berichtete glücklich, ihr haben man einen kabellosen Pürierstab verehrt, mit dem sie nun bequem alles pürieren könne. Noch begeisterte war Mitbewohnerin 3: „Ich habe ganz viel Tupperware gekriegt!“ Sie strahlte wie im siebten Himmel.

Dann war die Reihe an Termo. Und was hat der zu Weihnachten bekommen? Einen Lego AT-AT mit Elektromotor.

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Gestern war unsere alljährliche berühmt-berüchtigte Frisistenweihnachtsfeier. Und dann ist was unglaubliches passiert: Die Erstsemester sind um kurz nach zehn gegangen. Einfach so.

Mal sehen, ob die sich noch mal trauen wieder zu kommen.

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Zu Weihnachten schenkte ich meinem Bruder einen Gutschein für ein Speeddating. Heute löst er ihn ein. Aber nicht ohne mich vorher noch anzurufen und mitzuteilen: „Wenn da nur dicke Frauen sind, dann mach ich dich persönlich dafür verantwortlich!“

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Mutter quälte sich heute den ganzen Vormittag mit einer Weihnachtsgans. Die Küche – ein Schlachtfeld. Das Ergebnis war gut, aber für den Aufwand offenbar nicht zufriedenstellend genug. „Das war die erste und letzte Gans, die ich gemacht habe“, verkündete Mutter bedeutungsschwanger. Zu mir und meinem Bruder: „Ihr werdet schon auch noch kochen lernen.“

Mein Bruder darauf: „Wie alt bist du doch gleich? Ja, Mutter, wenn ich 60 bin, dann mach ich auch mal ’ne Gans!“

Vadder, der sich bis hierhin fein rausgehalten hatte, wurde bei dieser Ankündigung angedenk der blutigen Küche auf einmal hellhörig und warf reflexartig ein: „Aber nicht hier!“

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Aus aktuellem Anlass (Heiligabend) hier ein musikalischer Weihnachtsgruß aus Leer (Ostfriesland). Die Interpretation des Werkes übernahm mein Bruder Uke, als Bühne des opulenten Werkes diente mein antiker Sessel und mein Weihnachtsbaum. Möge Euch das Stöck auf besinnliche Weihnachtstage einstimmen.

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Hm… zumindest sowas Ähnliches wie „weiße Weihnacht“. Mit gebrauchtem und schon etwas gubbeligem Schnee von vergangener Woche. Aber hey, in harten Zeiten muss man nehmen was man kriegt, und sei es Schnee von gestern.

Mooi Wiehnacht all mitnanner.

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Das Singen in der Kirche wird einem nicht gerade erleichtert, wenn links von einem die Mutter jede Strophe die Tonhöhe wechselt und rechts der Bruder die ganze Zeit ein und denselben Ton singt. Wenn man sich dann auch noch dazu verleiten lässt, darüber nachzudenken, was man denn da überhaupt singt, dann hat man vollkommen verloren. Ich sag nur: „Jesus, schöne Weihnachtssonne, bestrahle mich mit deiner Gunst, dein Licht sei meine Weihnachtswonne, und lehre mich die Weihnachtskunst, wie ich im Lichte wandeln soll und sei des Weihnachtsglanzes voll…“

Ik wünsk jo all en moi Karstied! Hollt jo munter!

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Das Fest der Liebe. Mutter versuchte, einen bereits mehr als 50 Prozent vergünstigten Weihnachtsbaum noch weiter runter zu handeln.

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Gestern war wieder Frisistenweihnacht. Mangels ausgewiesener Koch- und Backkünste habe ich die Gesellschaft (neben diversen Spirituosen) einmal mehr mit ostfriesischer Teekultur beglückt. Und was vergangenes Jahr noch eher ein Geheimtipp im kleinen Kreis war, steigerte sich dieses Mal zu einem Renner. Ich kam mit dem Teemachen gar nicht mehr nach. Allerdings entfielen nur etwa zwei Drittel der Produktion auf klassischen Ostfriesentee, der Rest wurde zur nordfriesischen Spezialität namens Teepunsch verabeitet. Sozusagen ein panfriesisches Getränk – ostfriesischer Tee mit nordfriesischem Kööm.

Und eben just versammelte sich wieder eine ganze Kompanie blonder Logopädinnen in meiner Küche. Find ich gut.

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Neulich waren wir mit den Friesen hier auf dem hiesigen Weihnachtsmarkt. Und Weihnachtsmarkt, das ist für mich Landei ja nach wie vor noch etwas, das irgendwie gedanklich mit „klein“ und „gemütlich“ in Verbindung steht. Das ist natürlich hier nicht so. Ein Haufen Glühweinbuden, ein wenig Grünzeug drumherum – fertig ist der Weihnachtsmarkt.

Naja, elk sie Möög, ich will das niemandem zerreden. Aber mir ist sehr rasch klar geworden, wie der Alkoholkonsum da angekurbelt wird. Denn als ich nahe der größten Glühweinbude auf meine Kollegen wartete, wurde ich intensiv und ausdauernd mit Wolfgang-Petry-Weihnachtsliedern beschallt. Das hält man nüchtern wahrscheinlich nicht lange aus.

Zudem weckte das bei mir böse Erinnerungen

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Wünsche frohe Weihnachten.

Vor dem Festessen in meiner Wohnung vorhin zerschmiss Mutter einen Teller mit großem Getöse in Tausend Stücke. Dies kommentierte sie mit: „Oh, das war einer von den unzerbrechlichen Tellern.“