(Untitled)

Von drauß vom Weihnachtsmarkt komm ich her
Ich muss euch sagen, da will ich nicht wieder hin.
All überall auf den auf den Tannenspitzen
Hatten die Leute einen sitzen.
Und zuhause war die Raclettepfanne kaputt.
Sicherung raus und so.
Frohe Weihnachten und spute dich schnell.

(Untitled)

Weihnachtszeit ist „Nachts rufen besoffene Bekloppte bekloppte Schimpfwörter in den Kieler Straßen“-Zeit. Aktuelle Perlen: „Schwanzpimmel“, „Schlickficker“ und „Arschgemächt“. („Das heißt Arschgesicht!“ – „Kann man bei dir eh nicht auseinander halten!“)

(Untitled)

Ich war neulich bei einer meiner ehemaligen Mitbewohnerinnen und ihrem Mann zu Besuch. Und da hing dann auch gleich der Haussegen schief. Als wir nämlich von einem kleinen Außeneinsatz in die Wohnung zurückkehrten, begegneten wir im Treppenhaus einem jungen Pärchen. Man grüßte sich freundlich und jeder zog weiter seines Weges. Als jedoch die Haustür hinter uns in Schloss gefallen war, zogen finstere Wolken auf:

„Hast die gesehen? Das ist so’n neu eingezogenes Pärchen. Wenn ich sehe, dass die auf’m Sonntag Sport machen, während wir uns auf dem Weihnachtsmarkt die Hucke vollsaufen, dann kann ich die schon gleich nicht leiden!“

(Untitled)

So. Die Nachbarn von gegenüber haben sich nun auch endlich dazu entschließen können, ihren Weihnachtsbaum loszuwerden. Nur die fiese Rentierlichterkette, die hängt unten noch vor der Tür.

(Untitled)

Höhepunkt an Heiligabend war, dass diesmal nicht die Kinder für die Senioren ein Krippenspiel aufführten, sondern sie Senioren für die Kinder im 15-Uhr-Gottesdienst.

„Fürchtet Euch nicht, denn ich verkündige Euch große Freude…“
„Was? Wer ist das? Überfall! Wo ist mein Messer…“

(Untitled)

Apropos Schrottwichteln. Ich (ich!) habe dabei ausgerechnet eine als Entspannungs-„Tee“ deklarierte Substanz zugespielt bekommen, die aus irgendwelchen Gewächsen zusammengewürfelt ist, aber kein Gramm Tee enthält. Sowas würde ich nichtmal in Gorleben endlagern lassen, geschweige denn damit meine Blumen düngen. Aber zu Weihnachten wird es verschenkt…

(Untitled)

Habe heute zum ersten mal an diesem wunderlichen Ritual namens Schrottwichteln teilnehmen dürfen. Ich habe den Bogen aber irgendwie noch nicht raus. Wat mach ich denn jetzt mit dem ganzen Zeug?

(Untitled)

So gewisse Rollenklischees halten sich ja hartnäckig. Aber sie bestätigen sich auch sonderbarerweise immer wieder. Zum Beispiel als ich im neuen Jahr meine drei bezaubernden Mitbewohnermädels wieder sah. Unweigerlich kommt dann natürlich irgendwann das Gespräch auf Weihnachtsgeschenke.

Mitbewohnerin 1 konnte dazu berichten, dass sie einen Pfeifkessel zum Wasserkochen bekommen habe. Ganz wat Tolles. Wollte sie schon immer haben. Mitwohnerin 2 konnte das toppen und berichtete glücklich, ihr haben man einen kabellosen Pürierstab verehrt, mit dem sie nun bequem alles pürieren könne. Noch begeisterte war Mitbewohnerin 3: „Ich habe ganz viel Tupperware gekriegt!“ Sie strahlte wie im siebten Himmel.

Dann war die Reihe an Termo. Und was hat der zu Weihnachten bekommen? Einen Lego AT-AT mit Elektromotor.

(Untitled)

Gestern war unsere alljährliche berühmt-berüchtigte Frisistenweihnachtsfeier. Und dann ist was unglaubliches passiert: Die Erstsemester sind um kurz nach zehn gegangen. Einfach so.

Mal sehen, ob die sich noch mal trauen wieder zu kommen.

(Untitled)

Zu Weihnachten verschenkte ich einen Gutschein für ein Speeddating. Heute wurde er eingelöst. Aber nicht, ohne dass ich vorher noch einen Anruf und mitgeteilt bekam: „Wenn da nur dicke Frauen sind, dann mach ich dich persönlich dafür verantwortlich!“

(Untitled)

Mutter quälte sich heute den ganzen Vormittag mit einer Weihnachtsgans. Die Küche – ein Schlachtfeld. Das Ergebnis war gut, aber für den Aufwand offenbar nicht zufriedenstellend genug. „Das war die erste und letzte Gans, die ich gemacht habe“, verkündete Mutter bedeutungsschwanger. Zu mir und meinem Bruder: „Ihr werdet schon auch noch kochen lernen.“

Mein Bruder darauf: „Wie alt bist du doch gleich? Ja, Mutter, wenn ich 60 bin, dann mach ich auch mal ’ne Gans!“

Vadder, der sich bis hierhin fein rausgehalten hatte, wurde bei dieser Ankündigung angedenk der blutigen Küche auf einmal hellhörig und warf reflexartig ein: „Aber nicht hier!“

(Untitled)

Aus aktuellem Anlass (Heiligabend) hier ein musikalischer Weihnachtsgruß aus Leer (Ostfriesland). Die Interpretation des Werkes übernahm mein Bruder Uke, als Bühne des opulenten Werkes diente mein antiker Sessel und mein Weihnachtsbaum. Möge Euch das Stöck auf besinnliche Weihnachtstage einstimmen.