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War mal wieder Nikoläuse knipsen. Vom Wymeerster Nikolaus habe ich wie im vergangenen Jahr einen Stutenkerl geschenkt bekommen, alle anderen haben mich ignoriert oder mir Bontjes an den Kopf geworfen.

Kann mir im Übrigen jemand sagen, wo die „Swarte Piet – Knecht Ruprecht – Grenze“ verläuft? Hab zum Beispiel in Jemm keinen Piet gesehen.

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Na toll, so wie’s aussieht darf unsereins gleich nach Oldenburg fahren, weil Brüderchen dort festsitzt und man ihn an Heiligabend nicht der Bahnhofsmission überlassen will. Und das bei dem Wetter mit Eisregen und so. Wenn ihr nix mehr von mir hört, wisst ihr ja dann, wobei ich verunglückt bin.

Meine Kusine sagt, ich benehme mich wie 16.
Das hat sie falsch verstanden, ich benehme mich gar nicht.

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Jedes Jahr das gleiche: Die Leute, die am lautstärksten kundtun, dass dieses Jahr nix geschenkt wird, schenken dann am meisten.

Und mein Bruder hockt noch immer irgendwo auf der vereisten Strecke zwischen Hamburg und Ostfriesland. Das kann ja auch noch was werden.

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Fröhliche Weihnachten allerseits.

Nichts gegen Weihnachten grundsätzlich. Nur die Menschen werden um Weihnachten alle noch sonderbarer, als sie es sowieso schon sind. Und das steigert sich bis Silvester meistens noch weiter, häufig bis ins Unerträgliche.

Es ist zur Zeit also gerade Hochsaison für gebrochene Herzen, Unaufrichtigkeit, das Ablassen aufgestauter Aggression, unterdrückte Persönlichkeitsmerkmale und massive Wesensveränderung.

Dazu kommt dann selbstverständlicherweise noch der „übliche“ Weihnachtsstress. Und da bin ich ja dank meines Jobs ein besonders gebranntes Kind. Seit November gurke ich ja durch die Dörfer und klappere Weihnachtsmärkte und Hobby-Basare ab. Und so schön die im Einzelnen auch auch sein mögen: Kennt man einen, kennt man alle. Und wenn ich jetzt einen Weihnachtsbaum bei uns im Wohnzimmer stehen sehe, läuft es mir kalt den Rücken herunter.

Ähnlich muss es einem Bingumer gehen. Da habe ich gestern eine Weihnachtsmannfigur fotografiert, die er sich ans Haus gehängt hatte. Das ganze wirkte ein wenig wie Lynchmord.

Aber vielleicht wird es ja doch ganz nett. Die Verwandschaft ist nämlich heute bei uns zu Gast. Da liegen dann Desaster und Amüsement nah beieinander. Vadders Laune steht demenstprechend wieder auf Sturm. Nur sein Vogel Schröder amüsiert sich offenkundig ganz königlich.

Also, meine Lieben, ich wünsche Euch heute ein gesegnetes Fest. Feiert schön.

Und Euch, die ich nicht mag, wünsche ich das auch. Ich bin nämlich kein Unmensch.

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Das einzige, was mich zur Zeit noch am Leben erhält, sind pathetische Metal-Lieder.

Habe letzte Nacht schon wieder so sonderbar geträumt. Das häuft sich in letzter Zeit. So infernalische Sachen. Ganz sonderbar.

Vielleicht liegt das daran, dass ich heute schon wieder Weihnachtsmärkte Photographieren muss. Das hat auch immer was infernalisches an sich.

Andererseits: Die Höllenfeuer sind wenigstens warm. Nicht so ne Kälte wie da draußen.

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Nach der Nikolaus-Tour am Donnerstag und Freitag stand heute die Weihnachtsmarkt-Tor auf dem Programm. Im Gulag in Sibirien kann es nicht schlimmer gewesen sein, sowohl was die Kälte als auch was den Folter-Faktor angeht. Ich sag nur: Weihnachtslieder von Wolfgang Petry.

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Nikolaus ist zwar erst morgen, aber mein Bedarf an Nikoläusen ist bereits heute gedeckt. Der Grund: Ich durfte heute die berühmte rheiderländer Nikolaus-Tour machen. D.h., dass ich im Auftrage der RZ quer durch die Dörfer gegurkt bin und die dortigen Nikoläuse abphotographieren durfte.

Grundsätzlich ist es ja irgendwie ganz schön, all diese leuchtenden Kinderaugen zu sehen und der Wymeerster Nikolaus hat mir sogar einen Stutenkerl geschenkt, aber bei der Kälte? Und durch jedes Dorf? Und nur ein einziger Stutenkerl, der dabei rumkommt?

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Gestern ’ne schöne kleine Weihnachtsfeier gehabt. War philosophisch fast genauso wertvoll wie eine durchschnittliche Rollenspielsitzung. Quintessenz der weihnachtlichen Gedankenspiele war diesmal, das Blinde ja immer Sonnenbrillen tragen dürfen, was nach Meinung einiger Anwesender die Behinderung ja auf jeden Fall wieder ausgleichen würde.

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Frohe Weihnachten wünsche ich an dieser Stelle mal der Allgemeinheit.

Und schon wieder gefressen. Grünkohl. Himmlisch. Mir ist schon wieder ganz schlecht vor lauter Fresserei. Und wenn ich dann an die Rouladen morgen denke… „Gelage“ wird das Unwort des Jahres, glaube ich…

Ansonsten war Heiligabend bis jetzt sehr schön. Nur das Mutter und Vater ihre Tickets für den Urlaub verlegt haben und die jetzt die ganze Zeit suchen, nervt ein wenig, aber da halte ich mich raus…

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Der Tag gestaltete sich äußerst lustig. Die alljährliche Weihnachtsfeier im Kreise der Onkels und Tanten war geprägt durch das schlechte Singen von Vadder und Bruder, die sich redlich bemühten, sich dabei gegenseitig zu übertrumpfen und dabei vor Lachen wegzuschmeißen. Und gefressen haben wir natürlich auch wie die Blöden. Ein weiteres Gelage…

Abends offenbarte eine von Mutters Kolleginnen ihre Paranoia, indem sie ihre Theorie von den Intrigen darlegte, die Vadders Vogel (!) gegen sie trieb. Sie behauptete, der Vogel würde sich im Beisein von Vadder immer besonders theatralisch aufscheuchen lassen, wenn sie ihm zu nahe kommt. Wenn Vadder nicht dabei ist, soll er nur träge ein paar Schritte Reissaus nehmen…

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Apropos Gelage. Heute schon wieder eines. Und schon wieder überfressen. Diesmal bei der Weihnachtsfeier der Sonntagszeitung. Dabei war ich nur ’ne dreiviertel Stunde da…