Termos Taten

Wat mutt, dat mutt - Ein ostfriesischer Chronist der Wirklichkeit

Montag, 8. September 2008, 19:08 Uhr

Jungejunge. Wenn man so einige Zeitungskollegen auf den Terminen erlebt, dann muss man glauben, dass deren letztes Stündlein geschlagen hat, so dermaßen hetzen die einen.

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Dienstag, 12. August 2008, 17:53 Uhr

Morgen Nacht geht es los zu meinem diesjährigen Urlaubsersatz, einer kleinen Fahrt nach Kleinbritannien. Das erinnert mich an den “Jahrhundertsommer” vor fünf Jahren, in dem ich mich auch um diese Zeit in Frankreich aufhielt. An einem Tag wäre ich fast verhungert und in irgendeinem Dorf gestrandet, weil ein ominöser katholischer Feiertag war, mit dem kein normaler Mensch rechnen konnte, und ALLES dicht hatte. Inklusive Tankstellen. Naja, den Tag treffen wir diesmal sicher auch noch an.

Aber was ich eigentlich erzählen wollte: als ich in der Redaktion vorhin in das Büro einer Vorgesetzten kam, hörte ich nur: “…und unser Nachbar sammelte das Blut dann immer in einer großen Tonne. Das hat mein Vater dann immer übers Erdbeerbeet gekippt. Die sind dann gewachsen….”

Da bin ich so wieder gegangen.

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Freitag, 8. August 2008, 22:07 Uhr

“Herumirren” ist im Moment eine meiner Hauptbeschäftigungen. Die kleine Tätigkeit, die ich zurzeit ausübe, findet ausnahmsweise mal nicht in einem eher kleinen Betrieb statt, sondern bei einer größeren Hausnummer. Dementsprechend unübersichtlich ist die ganze angelegenheit. Zumindest baulich.

Und wenn ich dann mal wieder im Gebäude herumirre, dann heißt es meistens: “Falsches Treppenhaus”. Ich suche zum Beispiel meine Redaktion und bin mir hundertprozentig sicher, im korrekten Stockwerk zu sein. “Ja stimmt”, sagt man mir, “aber Sie sind durchs falsche Treppenhaus gekommen. Denn hier sind die Büros einer anderen Firma im Weg, da kommen sie nicht durch.” Oder ich will speisen und finde die Kantine nicht. “Oh, da sind Sie ja im ganz falschen Treppenhaus.” Und in eben jenem wäre ich wahrscheinlich elendiglich verhungert.

Naja, aber auch wenn ich draußen im Einsatz bin, irre ich herum. Aber das ist dann nicht meine Schuld. Als ich heute zum Beispiel bei meinem Termin in Husum schließlich entnervt ankam, da bestätigte man mir: “Da können Sie nichts für. Die ganze Stadt besteht nur aus Einbahnstraßen und Sackgassen.”

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Freitag, 14. März 2008, 5:53 Uhr

Wir lernen Fachbegriffe aus dem IHK-Alltag: “Unterrichtung für das Gaststättengewerbe” = Kotelettführerschein 

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Dienstag, 4. September 2007, 12:04 Uhr

Chef musste gestern für seine dreijährige Tochter Kasperltheater spielen. Das war ganz wichtig, denn als die Lütte zuletzt eine solche Vorstellung besuchte, musste sie mit ansehen, wie Kasper und Räuber sich gegenseitig verprügelten. Und seitedem hatte sie eher Respekt vor dem Prügelkasper.

Aber nun scheint alles wieder gerade gerückt. Allerdings vermutet die Kleine nun angeblich, der Kasper wohne in Leer. Hoffentlich hat Vattern nichts über mich erzählt, was mich mit dem Kasper in Verbindung bringen könnte…

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Freitag, 31. August 2007, 12:07 Uhr

Handschriftliche Vermerke sind immer wieder ein Quell der Freude. Ich habe hier einen Zettel vorliegen, der ursprünglich an meinen Chef gehen sollte, daher wurde mit dickem Filzstift darauf notiert:

[Chefs Name] bzw Vertreter

Und was liest man auf den ersten Blick?

[Chefs Name] der Verbrecher

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Donnerstag, 2. August 2007, 17:35 Uhr

Wenn du von einem Fußballtrainer nur eine Handynummer hast, die nicht funktioniert, dann kannst du davon ausgehen: Er wurde rausgeworfen.

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Mittwoch, 25. Juli 2007, 18:37 Uhr

Mein Kollege bat darum, dass ich an dieser Stelle vermelde, dass er beim Abteilungsfrühstück gewaltig zugelangt hat.

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Dienstag, 3. Juli 2007, 14:55 Uhr

Mein Lieblingsblatt, die “Rheiderland-Zeitung” hat sich mal wieder selbst übertroffen. Im Sportteil titelt sie großflächig mit der Überschrift: “Poppen: Das es eng wird, ist klar

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Donnerstag, 14. Juni 2007, 20:11 Uhr

Nach Schweinfurt will ja eigentlich jeder Mal. Weil das so ein Ortsname ist, über den man sich als Kind ganz köstlich amüsiert hat. Aber man findet nie einen Grund, mal nach Schweinfurt zu fahren. Doch ich hab jetzt einen gefunden.

Morgen fahre ich nach Schweinfurt, weil dort am Sonnabend die Deutsche IHK-Meisterschaft im Fußball stattfindet. Ich bin allerdings so etwas wie die Ersatzreserve II, also schicken die vor mir eher Frauen und Kinder in den Krieg* / auf den Platz. Ich hab ganz andere Aufgaben. Ich mach da eher den Söntke Wortmann.

Heute aber sagte mein Chef entsetzt zu mir, dass das bestellte Bier nicht angeliefert worden sei. Also musste ich es hier in meiner Heimatstadt einkaufen. Dabei geht es bei dem speziellen Bier ja gar nicht ums saufen, sondern darum, dass wir gegen die anderen anstinken. Wir machen nämlich mit zwei anderen lokalen IHKs ne Mannschaft uns jeder bringt was mit. Und da können wir nicht irgendeine Plörre mitbringen, sondern nur das beste Bier, was es im IHK-Bezirk gibt.

Das musste ich jedenfalls besorgen. Und jetzt stehen hier (fast) vier Kisten Bier in meiner Wohnung rum und selbige Wohnung stinkt auch noch ganz elendig nach selbigem Getränk, da ich auch gleich mal zwei Flaschen zerschmissen habe.

*) Das sagte mal eine Lehrkraft von mir über ihren Status als Reservist.

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Mittwoch, 13. Juni 2007, 17:18 Uhr

Es ist doch erstaunlich, wie viele Leute hier anrufen und fragen, ob sie bei der “Industrie- und Handwerkskammer” gelandet sind. Noch schöner war damals nur die zahlreiche Post an die “Rheinland-Zeitung”, die auf meinem Schreibtisch landete…

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Mittwoch, 25. April 2007, 23:07 Uhr

Mein Kollege im Büro wird neuerdings immer Calimero genannt, weil er jeden Morgen im schwarzen Anzug und einem weißen Fahrradhelm zur Arbeit kommt…

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Dienstag, 20. März 2007, 22:18 Uhr

Ich habe meinen Kollegen schon so weit, dass er glaubt, er würde immer so viel fressen. Ich rümpfe immer die Nase, wenn ich ihn “schon wieder” speisen seh (ganz so, als wenn nicht jeder Mensch in unserer Breiten mehr als einmal am Tag eine Kleinigkeit zu sich nehmen würde) und bemerke mit leicht vorwurfsvollem Unterton, er würde ja schon wieder essen. So auch heute auf dem Wirtschaftsabend. Da war er ganz schuldbewusst.

Und so fiel das nicht so auf, dass ich mir hinterher den Magen vollgeschlagen habe…

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Dienstag, 28. November 2006, 9:43 Uhr

Wenn es um Telefonnummern geht, dann haben manche Menschen Gedächtnisse wie Elefanten. Lange, bevor ich in die Firma kam, muss hier mal eine Reorganisation der Telefonnummern stattgefunden haben. Dennoch bekomme ich regelmäßig noch Anrufe, in der sich Leute darüber beschweren, dass die hiesigen Anzeigenblätter nicht anständig ausgeteilt werden. Ich bin immer versucht, den Leuten einen Präsentkorb zu versprechen und bei Nichterhalten an die Geschäftsführung der Zeitung zu verweisen. Aber ich bin einfach ein zu guter Mensch.

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Freitag, 29. September 2006, 15:37 Uhr

Solche Klagen hört man nur aus der EDV: “Verdammt, jetzt hab ich mich verspeichert.”

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Montag, 22. Mai 2006, 17:07 Uhr

Meine Kollegen drehen schon wieder am Rad. Die erzählen was von “Interfacelifting bei den Blitzilluminaten mit dem Drecksackrileg” oder so…

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Mittwoch, 17. Mai 2006, 23:54 Uhr

Ich war heute kurz bei den Kollegen von der Rheiderland-Zeitung. Und was sich da so alles getan hat, seitdem ich weg bin, das grenzt an Unverschämtheit: Neue Telefone, neue Rechner (schicke Imacs) samt Zubehör, die Zeitung ist jetzt Morgenzeitung, im Büro darf nicht mehr geraucht werden…

Entweder ist das Bösartigkeit (“Haha, lass uns noch warten, bis der Temmo weg ist”) oder ich war einfach so eine Innovationsbremse…

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Mittwoch, 26. April 2006, 15:37 Uhr

Kollege A: “Woll’n wir hier nicht noch eben sauber machen?”
Kollege B: “Nee, das können wir doch noch in zwei Jahren.”

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Montag, 24. April 2006, 14:24 Uhr

Kollege A (regt sich fürchterlich auf): “Früher hieß das noch Federball, heute nennen sie es Badminton. Frauensport machen, aber dann nicht dazu stehen!”
Kollege B: “Wieso? Ich mach doch auch Frauenboxen.”

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Dienstag, 11. April 2006, 11:07 Uhr

Gerade eben wurde doch tatsächlich ein Kollege aus der EDV von einem anderen Mitarbeiter aufgefordert, seinen “Drucker zu ölen”.

Antwort: “Geht gerade nicht, ich muss in meinem Notebook erst noch Zündkerzen wechseln.”

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“Jeder Mensch, den man bis auf Augen und Mund in Mullbinden einwickeln würde, könnte Deutschland besser repräsentieren als Merkel.”
 Der unglaubliche Hilk

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