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Chef musste gestern fr seine dreijhrige Tochter Kasperltheater spielen. Das war ganz wichtig, denn als die Ltte zuletzt eine solche Vorstellung besuchte, musste sie mit ansehen, wie Kasper und Ruber sich gegenseitig verprgelten. Und seitedem hatte sie eher Respekt vor dem Prgelkasper.

Aber nun scheint alles wieder gerade gerckt. Allerdings vermutet die Kleine nun angeblich, der Kasper wohne in Leer. Hoffentlich hat Vattern nichts ber mich erzhlt, was mich mit dem Kasper in Verbindung bringen knnte…

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Handschriftliche Vermerke sind immer wieder ein Quell der Freude. Ich habe hier einen Zettel vorliegen, der ursprnglich an meinen Chef gehen sollte, daher wurde mit dickem Filzstift darauf notiert:

[Chefs Name] bzw Vertreter

Und was liest man auf den ersten Blick?

[Chefs Name] der Verbrecher

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Mein Lieblingsblatt, die „Rheiderland-Zeitung“ hat sich mal wieder selbst bertroffen. Im Sportteil titelt sie groflchig mit der berschrift: „Poppen: Das es eng wird, ist klar

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Nach Schweinfurt will ja eigentlich jeder Mal. Weil das so ein Ortsname ist, ber den man sich als Kind ganz kstlich amsiert hat. Aber man findet nie einen Grund, mal nach Schweinfurt zu fahren. Doch ich hab jetzt einen gefunden.

Morgen fahre ich nach Schweinfurt, weil dort am Sonnabend die Deutsche IHK-Meisterschaft im Fuball stattfindet. Ich bin allerdings so etwas wie die Ersatzreserve II, also schicken die vor mir eher Frauen und Kinder in den Krieg* / auf den Platz. Ich hab ganz andere Aufgaben. Ich mach da eher den Sntke Wortmann.

Heute aber sagte mein Chef entsetzt zu mir, dass das bestellte Bier nicht angeliefert worden sei. Also musste ich es hier in meiner Heimatstadt einkaufen. Dabei geht es bei dem speziellen Bier ja gar nicht ums saufen, sondern darum, dass wir gegen die anderen anstinken. Wir machen nmlich mit zwei anderen lokalen IHKs ne Mannschaft uns jeder bringt was mit. Und da knnen wir nicht irgendeine Plrre mitbringen, sondern nur das beste Bier, was es im IHK-Bezirk gibt.

Das musste ich jedenfalls besorgen. Und jetzt stehen hier (fast) vier Kisten Bier in meiner Wohnung rum und selbige Wohnung stinkt auch noch ganz elendig nach selbigem Getrnk, da ich auch gleich mal zwei Flaschen zerschmissen habe.

*) Das sagte mal eine Lehrkraft von mir ber ihren Status als Reservist.

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Es ist doch erstaunlich, wie viele Leute hier anrufen und fragen, ob sie bei der „Industrie- und Handwerkskammer“ gelandet sind. Noch schner war damals nur die zahlreiche Post an die „Rheinland-Zeitung“, die auf meinem Schreibtisch landete…

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Ich habe meinen Kollegen schon so weit, dass er glaubt, er wrde immer so viel fressen. Ich rmpfe immer die Nase, wenn ich ihn „schon wieder“ speisen seh (ganz so, als wenn nicht jeder Mensch in unserer Breiten mehr als einmal am Tag eine Kleinigkeit zu sich nehmen wrde) und bemerke mit leicht vorwurfsvollem Unterton, er wrde ja schon wieder essen. So auch heute auf dem Wirtschaftsabend. Da war er ganz schuldbewusst.

Und so fiel das nicht so auf, dass ich mir hinterher den Magen vollgeschlagen habe…

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Wenn es um Telefonnummern geht, dann haben manche Menschen Gedchtnisse wie Elefanten. Lange, bevor ich in die Firma kam, muss hier mal eine Reorganisation der Telefonnummern stattgefunden haben. Dennoch bekomme ich regelmig noch Anrufe, in der sich Leute darber beschweren, dass die hiesigen Anzeigenbltter nicht anstndig ausgeteilt werden. Ich bin immer versucht, den Leuten einen Prsentkorb zu versprechen und bei Nichterhalten an die Geschftsfhrung der Zeitung zu verweisen. Aber ich bin einfach ein zu guter Mensch.

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Ich war heute kurz bei den Kollegen von der Rheiderland-Zeitung. Und was sich da so alles getan hat, seitdem ich weg bin, das grenzt an Unverschmtheit: Neue Telefone, neue Rechner (schicke Imacs) samt Zubehr, die Zeitung ist jetzt Morgenzeitung, im Bro darf nicht mehr geraucht werden…

Entweder ist das Bsartigkeit („Haha, lass uns noch warten, bis der Temmo weg ist“) oder ich war einfach so eine Innovationsbremse…

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Kollege A (regt sich frchterlich auf): „Frher hie das noch Federball, heute nennen sie es Badminton. Frauensport machen, aber dann nicht dazu stehen!“
Kollege B: „Wieso? Ich mach doch auch Frauenboxen.“

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Gerade eben wurde doch tatschlich ein Kollege aus der EDV von einem anderen Mitarbeiter aufgefordert, seinen „Drucker zu len“.

Antwort: „Geht gerade nicht, ich muss in meinem Notebook erst noch Zndkerzen wechseln.“

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Die weltweite Zahl der Schimpansen ist auf weniger als 200.000 gesunken, heit es. Wenn ich hier so einen Blick in die EDV-Abteilung werfe, dann mag ich das gar nicht glauben.

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Kommt hier gerade der Postbote in den Betrieb, liefert ein Paket ab und sagt ganz ungeniert zu der Dame am Empfang: „Wir zwei knnten so schne Kinder haben, aber du willst ja nicht…“