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Mal wieder die Gedanken einer Frau. Ich sag: „Ist schon scheiße, wenn Geburtstag und Weihnachten auf einen Tag fallen, wegen der Geschenke.“

Sie sagt: “ Ja, stimmt. Man muss sich dann immer doppelt so viel wünschen.“

Schlimm, schlimm. Dass ich da nicht selber drauf gekommen bin.

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Eine Freundin sagte heute genervt zu mir: „Männer sind doof und blöd und…[pause]… doof!“ Und als ich dann amüsiert antwortete, dass ich diesen weisen Ausspruch gleich der ganzen Welt kundtun müsste, war sie ganz entsetzt und meinte: „Nein! Dann bekommen ja alle Männer gleich ein ganz falsches Bild von mir! Oder sogar das richtige und dass wäre ja noch viel fataler!“

Tja, so sind sie, die Frauen…

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Und weiter geht die Brillenseifenoper. Mit Aussagen wie „Tragen kannst Du alle ganz gut, aber das ‚Wow-Erlebnis‘ ist nicht dazwischen“ ist mir nämlich herzlich wenig geholfen. Scheißmist alles. Und jeder findet eine andere Brille, die mir am „besten“ steht. Vielleicht sollte ich mir gleich einen Monokel zulegen.

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Tja. Die erwarteten Brillenprobleme. Ersten Satz zur Ansicht geholt. Tante findet alle scheiße, Mutter findet alle okay. Hilft mir ja sehr viel weiter.

Kusine sagt: Gibt sicher bessere. Also morgen neuen Satz Brillen holen. Als ob ich nicht noch andere Sorgen hätte.

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Der vergangene Samstag (in Termos interner Rechnung ja der Freitag, wie Hilmar aufmerksam bemerkte) hatte wieder viele Lebensweisheiten und für die Nachwelt zu überliefernde große Worte zu bieten. Unsere regelmäßigne Rollenspielsitzungen sind ein wahrer Quell an diesen Dingen.

So begann der Abend mit einem lockeren, mäßig philosophischen „Stell Dir vor, es ist Krieg und jeder geht hin“. Angemessen fortgesetzt wurde der Diskurs durch Joachims Beteuerung, endlich den Widerpart zum Schwarzen Peter ausgemacht zu haben: Den Gelben Jakob.

Den krönenden Abschluss bildete allerdings Hilkos Studentenweisheit: „Einbildung ist auch ’ne Bildung – besonders bei Word-Wixern!“

Ganz zu schweigen ist von der Phantasie, die an den Tag gelegt wird, wenn es darum geht, allerlei Witze über Termos alte (Rot-Grün-Blindheit) und neue (Kurzsichtigkeit) Sehschwäche zu machen. Kombinationen beider Unzulänglichkeiten sind dabei besonders beliebt. Man wundert sich, was die Genossen dabei auf einmal an Kreativität an den Tag legen können.

Bedenklich finde ich allerdings die Vermischung von Real- und Rollenspiel-Leben, die sich mit steigendem Alkoholgenuss einstellt. So titulierte Jan mich am späteren Abend nur noch mit „Dreckiger Halbling“, was in dem Vorwurf gipfelte „Du hasst doch alle Gnome!“ (Ich Dussel ging auch noch auf die Diskussion ein.)

Zum Ausklang des Abends hätte der behinderte Hannes fast noch Babyspeck verprügelt, weil der ihm seine Krücke weggenommen hatte.

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Habe heute anläßlich meines berufsbedingten Besuches des Harry-Potter-Films von Lena ein paar Nachhilfestunden in Sachen „Frauenprobleme im Kino“ erhalten. So müssen Frauen grundsätzlich mitten im Film auf die Toilette, gehen aber nicht, weil sie den Film ja sehen wollen. Kurz vor Ende müssen sie dann aber so dringend, dass sie doch gehen – und verpassen das große Finale.

Dann die Popcornproblematik. Lena meinte, dass es ja das schlimmste wäre, wenn man nach dem Film die ganzen Popcornkrümel am Hintern hätte. Ich sag, Krümel – okay, aber man krümelt sich beim Essen nicht an den Hintern. Die Erklärung war, dass Frauen immer so nervös und hibbelig wären und deswegen sich die Krümel überall hin verteilen würden. Aha.

Aber wem fällt das schon auf? Wer guckt schon Frauen auf den Hintern? Tztz.

Letztes wichtigestes Frauenproblem im Kino: Wer darf zuerst die Bravo lesen, nachdem man sie Hilko abgeknöpft hat? (Berechtigte Frage: Wie bekommt Hilko im Kino eine Bravo in die Hände? Aber das gehört in einen anderen Problembereich…)

Nebenbei: Jans kleine Schwester Teelka erstaunt mich immer wieder. Im Kino überreichte sie mir etwas von ihrem Popcorn mit ungefähr den Worten: „Hier, die Pippinische Schenkung“ (oder so…).

Und Flachwitzflow hat schon wieder Notstand.

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Da ist’s passiert. Oh Jammer und Not. Ist mir denn keine Freude vergönnt? Oh Gerechtigkeit, warum bist du so blind! Blind, blind wie ein Maulwurf bin ich. Eine Brille brauch ich. Ich! Kann es möglich sein?

Allerdings… hat auch seine Vorteile. Jetzt kann ich auf den Liverollenspielen einen klassischen Brillenmagier spielen. Die brauchen sich an keine Regeln zu halten und alle anderen müssen, und zwar in der Auslegung, die ich das festlege. Wenigstens etwas.

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Jan E. beichtete heute, dass er ohne unsere wöchentlichen Rollenspielsitzungen nicht leben kann und deswegen in Oestrich-Winkel jeden Tag abends vorm Spiegel sitzt und Kämpfe gegen sich selber auswürfelt.

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Es ist entsetzlich. „Der Herr der Ringe“ ist noch Wochen entfernt und trotzdem werden wir schon seit langem mit haufenweise billigen Produkten aus dem Genre belästigt. Trauriger Höhepunkt dieser Fantasyschwemme war heute die RTL-Produktion „Lenya – Die größte Kriegerin aller Zeiten“.

Die Drehbuchautoren haben es sich denkbar einfach gemacht und bedienten sich simplerweise jedes bekannten Klischees. Alsdawären: Ein böser König, der ein anderes Volk unterdrückt, eine finstere Hexe, eine Prophezeihung, eine von den Göttern Auserwählte, diese ist auch noch ein Findelkind und in wirklichkeit rechtmäßige Thronerbin, ein freundlicher Mönch, ein paar Gesetzlose und natürlich ein mythisches Schwert. Könnte stundenlang weiter referieren.

Das alles muss ja nicht grundsätzlich schlecht sein, aber das ganze war dermaßen abstrus zusammengewürfelt, dass man nicht wußte ob lachen oder weinen. Hinzu kamen eine miese Regie und grauenhafte Darsteller. Die weiblichen Hauptrollen nur nach dem Aussehen auszusuchen, bringt eben nur etwas, wenn diese nicht so viel anhaben. Lediglich die böse Hexe wußte zu gefallen. Zu allem Unglück läßt das merkwürdige Ende befürchten, dass eine Fortsetzung auf uns zukommt…

Schon ärgerlich, dass scheinbar jedes meiner Interessen früher oder später zum Massentrend wird. Versteht mich nicht falsch, nichts dagegen, wenn andere Leute meine Hobbies teilen, aber wenn das ganze derartig mit einem Qualitäts- und/oder Imageverlußt verbunden ist, macht das keinen Spaß mehr.

Man erinnere sich an Star Trek. Oder (Live-)Rollenspiele (insbesondere DSA). Leidensgenossen wissen, wovon ich spreche. Jetzt ist leider das gesamte Fantasygenre an der Reihe. Wollen wir wenigstens hoffen, dass uns der Herr der Ringe nicht im Stich läßt…

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War positiv überrascht von dem Local Heroes Konzert im JuZ. Nebenbei stellte Harm glücklich fest, er hätte keine eigene Meinung. Dafür ist es umso schwerer, jemanden zu finden, der gegen Castor-Demos ist. Die wenigen, die das zugeben, wollen nicht in die Zeitung. Als ob man was zu befürchten hätte, wenn man in die Zeitung kommt. Viele große Menschen waren schon in der Zeitung. Lady Di zum Beispiel. Oder Ayerton Senna. Roy Black. Kenny. Alles berühmte Leute, die mal in der Zeitung waren.

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Und da sind wir mal wieder. Jede Menge menschliche Abgründe kennengelernt heute. Dummheit ist eine der schlimmsten. Heute fand ich einen sehr seriös aussehenden Brief in meinem Briefkasten. War schon klar, dass das Werbung war. Seriös aussehende Briefe sind immer Werbung. Aber wenn sich die Leute schon den Hammer-Trick einfallen lassen und „Persönliche Dokumente“ auf das Kuvert schreiben, darf man doch erwarten, dass sie einen Adressaten angeben und nicht einfach „An alle Haushalte“.

Weiterhin ist mir heute die dümmste Begründung untergekommen, warum man mit seiner Freundin „Schluss machen“ soll, die ich je gehört habe: „Weil er anfängt, sie wirklich zu lieben.“ Ja was hat er denn vorher getan?

Zu guter letzt habe ich dann noch an meiner alten Wirkungsstätte, dem Krankenhausradio „Borro-Radio“ vorbeigeschaut und gleich ne Sendung gerettet. Ich habs halt noch drauf. Und hab auch gleich alle Hörer, die schon etwas länger im Krankenhaus liegen, an die legendäre Sendung, damals Sylvester 98, erinnert. Das waren noch Zeiten.

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Heute mal wieder Schäfers Rechner in Ordnung gebracht. Mittlerweile eine Konstante in meinem Leben.

Habe außerdem eine potentielle sinnvolle Verwundung für unseren nun abgeschlossenen Brummenden-Bären-Blog ausgemacht. Ehm sehen, was davon wird.

Carolin bot mir gerade an, zum Saufen nach Heidelberg zu kommen. Yohoho und ein Fass voll Rum.

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Irgendwie ein ganz typischer Sonnabend. Erstmal im Laufe des Tages meine letzet Seminarsitzung absolviert, des Abends D&D gespielt. Klassiker des derben Humors waren heute das gegenseitige anrülpsen verschiedener Genossen und Gespräche über post-alkoholischen Schiss und damit im Zusammenhang über Schaa, der ja angeblich schon fast kosmopolit war.

Jedenfalls wurde heute wieder gemordet, gemetzelt und gemeckert. Wie es sich gehört. Allerdings konnte Hilko heute keine neue Vokabel aus seinem kulinarischem Wortschatz zum besten geben.

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Heute flatterte uns in der Redaktion ein Schreiben ins Haus, das meine ganz besondere Aufmerksamkeit genoss.

Es ging um den 6. Deutschen Suppentag (ja, bereits Ausgabe Sechs!), der unter dem Motto „Puppe, es gibt Suppe“ steht (der Spruch hätte von mir sein können). Die anlässlich dieses Tages ausgerichtete Festivität, veranstaltet vom Deutschen Suppen-Institut in Hamburg und dem Verband der Suppenindustrie e.V. (was es nicht alles gibt), soll den interessierten Journalisten (wem?) Informationen zur (Zitat:) „Entwicklung des Ur-Elixiers“ geben (damit meinen die nicht Schnaps). Weiterhin sollen bei der Veranstaltung die Gewinner des Suppensprüchewettbewerbs gekürt werden (z.B. „Suppe – seit Generationen in aller Munde“). Was diese sog. „Suppen-Sieger“ gewinnen, wurde nicht mitgeteilt. Wahrscheinlich wird der Hauptgewinner zum Suppenkasper gemacht.

Ich sag nur: „Juchee, es gibt Tee!“

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In der Redaktion wird der Tee langsam knapp. Das merkt man daran, dass er etwas herber schmeckt als normal, was wiederum daran liegt, das wir uns dem Boden der Teedose nähern. Da hat sich der gute Bünting mit dem Rest Tee vermischt, der da früher mal drin war. Werde wohl mal bei Bünting betteln gehen müssen, vielleicht lassen die ja ein zwei Kilo Tee für die Redaktion springen.