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Und Brüderchens Umgang mit Vadders Vogel ist auch merkwürdig. Nicht nur, dass er Licht und Radio anließ, damit das arme Vieh auch bloß keinen Schlaf finden konnte, nein, er hat auch noch den Käfig (nachdem er Schröder da herausgelassen hatte) strategisch geschlossen, um den Vogel auch ja daran zu hindern, seine Fressnäpfe zu erreichen.

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Ich weiß nicht, wie er’s immer schafft, aber er hat es geschafft: In 24 Stunden, die er alleine in diesem meinem Haus verbrachte, hat Uke es in einen Saustall verwandelt und sich dann nach Berlin verzogen. Unsereines kommt einen Tag später nichtsahnend (doch, mus ich zugegeben) mach Hause und sehe das Elend. Würde mich am liebsten gleich wieder absetzten und ihm eine Rückkehr in seinen eigenen Dreckhaufen bescheren, aber das kann ich nicht, weil ich hier Schneeschippen muss, sowie Vadders vogel und Nachbars Katze und Schildkröte versorgen muss.

Elend.

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Uke hat gestern im Suff inner Kneipe ein paar freie Christliche Schüler angequatscht. Da der eine mittlerweile beim Bund ist, hat Uke ihn nur noch als „Kreuzritter“ betitelt. Dann lamentierte Uke über amerikanische radikale Christen ud hob genau bei dem (somit aus dem Zusammenhang gerissenem) Satz „Todesstrafe für Schwule!“ die Stimme zu einem Brüllen, was uns natürlich eine Menge böser Blicke einbrachte. Da ich aber als Kampfmaschine in spe natürlich sehr gefährlich aussehe, ersparten sich die Leute blöde Kommentare, um keine Schläge zu kassieren.

Außerdem meinte Tanja eben, sie hätte ihre Schallmauer durchbrochen.

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Gestern habe ich erfahren, dass ich fürs Heiraten bereits vorgemerkt bin. Tja. Die Frauen stehen eben auf Männer in Uniform. Allerdings muss sie zusehen, dass sie die Kohle verdient. Nach meiner Dienstzeit werde ich wieder freischaffender Künstler und damit Kanidat für die Sozialhilfe sein.

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Gestern ’ne schöne kleine Weihnachtsfeier gehabt. War philosophisch fast genauso wertvoll wie eine durchschnittliche Rollenspielsitzung. Quintessenz der weihnachtlichen Gedankenspiele war diesmal, das Blinde ja immer Sonnenbrillen tragen dürfen, was nach Meinung einiger Anwesender die Behinderung ja auf jeden Fall wieder ausgleichen würde.

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Tja, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. War gerade mit meinem Bruder und meinem Vater in der Kneipe. Beide waren nach zwei Bier knüppeldun…

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Frohe Weihnachten wünsche ich an dieser Stelle mal der Allgemeinheit.

Und schon wieder gefressen. Grünkohl. Himmlisch. Mir ist schon wieder ganz schlecht vor lauter Fresserei. Und wenn ich dann an die Rouladen morgen denke… „Gelage“ wird das Unwort des Jahres, glaube ich…

Ansonsten war Heiligabend bis jetzt sehr schön. Nur das Mutter und Vater ihre Tickets für den Urlaub verlegt haben und die jetzt die ganze Zeit suchen, nervt ein wenig, aber da halte ich mich raus…

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Der Tag gestaltete sich äußerst lustig. Die alljährliche Weihnachtsfeier im Kreise der Onkels und Tanten war geprägt durch das schlechte Singen von Vadder und Bruder, die sich redlich bemühten, sich dabei gegenseitig zu übertrumpfen und dabei vor Lachen wegzuschmeißen. Und gefressen haben wir natürlich auch wie die Blöden. Ein weiteres Gelage…

Abends offenbarte eine von Mutters Kolleginnen ihre Paranoia, indem sie ihre Theorie von den Intrigen darlegte, die Vadders Vogel (!) gegen sie trieb. Sie behauptete, der Vogel würde sich im Beisein von Vadder immer besonders theatralisch aufscheuchen lassen, wenn sie ihm zu nahe kommt. Wenn Vadder nicht dabei ist, soll er nur träge ein paar Schritte Reissaus nehmen…

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Schnee und Eis. Ganz toll. Nicht nur, dass man sich regelmäßig auf die Fresse legt (das muß ich mir bis zur Bundeswehrziet abgewöhnen, das macht sich beim Gleichschrittmarschieren nicht gut), nein, man braucht auch noch stundenlang, bis man bei der Arbeit ist. Und dann muss man da zu allem Überfluss auch noch stundenlang arbeiten.

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Habe heute Post bekommen. Von der Bundeswehr. Die wollen mich wiederhaben. Ich muss damals unheimlich gut gewesen sein, sonst würden die sich nicht so um mich bemühen.

Termo, der Vorzeigesoldat. Klasse.

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Apropos Gelage. Heute schon wieder eines. Und schon wieder überfressen. Diesmal bei der Weihnachtsfeier der Sonntagszeitung. Dabei war ich nur ’ne dreiviertel Stunde da…

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Tja. Wir waren die Premiere. Nina, Hilko, Hannes, Groene, Joachim und meine Wenigkeit waren so frei, die Vorpremiere etwas aufzulockern. Wer entsprechende Photos sehen will, soll mal in meinen Pixumalben wühlen.

Umheimlich war der Nachhauseweg so gegen 4 Uhr nachts. Hannes glaubte eine Abkürzung zum Auto zu kennen. Schließlich standen wir auf einem unheimlichen Hinterhof. Meine Frage an an Hannes, wo wir denn nun wären, wurde dadurch beantwortet, dass auf einmal alle Lichter ausgingen und laute Hip-Hop-Musik erklang. Diese Stadt ist eindeutig gefährlich…

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Ein Gelage kommt selten allein. Nach dem Nacht-Happen neulich war es heute das Geburtstagsfressen für Hilko. Snirtjebraten in der Rotbuche. Gefressen wie ein Schwein hab ich. Geredet haben wir über die Zeugen Jehovas, den Herrn der Ringe, Blutspenden, Aktienmehrheiten und Fernsehrechte am Krieg und so aal. Wie wir halt so sind.

Frieso jedenfalls verstand es, mit passenden Kommentaren dem großen Fressen den Anstrich von Leitungssport zu geben. „Nach dem Essen ist vor dem Essen“ und „Der Teller ist rund und das Essen dauert 90 Minuten“ (tat es wirklich) gaben mir jedenfalls das Gefühl, dass ich mich körperlich betätigte.

Mahlzeit.

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Meine Zählerstatistik registriert verstärkt zugriffe von französischen Suchmaschienn auf meine Seite… Sollte da eine Verschwörung im Gange sein?

Naja. Nebenbei bin ich heute „Herbstmeister“ bei unserer Tippgemeinschaft geworden. Zugegeben, war nicht gerade ein glohrreicher Spieltag, aber es erfüllt mich doch immer wieder mit Genugtuung, wie ich unsere selbsternannten Fußballexperten weit hinter mir lasse…

Es lebe der Sport, den die anderen machen.

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Bin letzte Nacht Zeuge einer spontanen Fressorgie im Hause Appel geworden. Wenn ihn der Hunger packt, legt Hannes sogar mitten in der Nacht eine ungeheure Energie an den Tag, um seine Gäste und sich zu bewirten.

Reisgericht, Pizza, Spare-Rips, Gürkchen und zu guter letzt bot man mir auch noch die Torte an, die im Kühlschrank stand. Im Nachhinein kommt mir das alles sehr surreal vor…

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Das Übersetzungsprogramm „Babylon“ übersetzt das englische wort „nerd“ tatsächlich zu deutsch mit „Ostfriese“ (und unter anderem auch mit „Dummkopf“).

Unverschämtheit!

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Wieder was gelernt über meine Heimat: Habe mich schon immer gewundert, wo „Marienheil“ wohl liegt (steht auf einem Wegweiser in Potshausen). Heute war ich da. Dieser Ortsteil von Rhauderfehn besteht aus einer einzigen Kneipe und ein paar Quadratmetern Land drumherum. Und die Kneipe ist auch noch ein bißchen schmierig…

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Ich habe heute meine Brille bekommen. Und ich muss sagen: Ich bin überrascht, was man nun auf einmal alles sieht: Bäume, Häuser. Straßen…

Außerdem war ich heute in dem schlechtestem Kinofilm seit langem. So’n Amerikanischer Army-Streifen mit Pathos und Blut und Ehre und so. Was tut man nicht alles für den Job. Dabei hatte ich meiner weiblichen Begleitung vrher sogar noch angeboten, dass sie wählen könnte.

Zur Auswahl standen ein schlechter Actionreisser im GROßEN Kino und ein mittelmäßiger Liebesfilm im KLEINEN Kino. Sie meinte (für mich ehrlich gesagt ein wenig überraschend, aber nicht unbedingt unerfreulich zu dem Zeitpunkt), dass man, wenn man schon ins Kino geht, auch in ein großes Kino sollte. Folge war, dass wir uns gut 2 Stunden gelangweilt haben. Wird mal Zeit für einen ordentlichen Bundeswehrfilm.