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Eine von den Papenburger Redakteusen sagte heute: „Wie gut, dass ich einen Papierkorb habe. Da ist alles wichtige drin.“

Außerdem habe ich heute sonderbarerweise Herrn Henkel NICHT in der Stadt gesehen… Da ist doch was im Busch!

Lotta hingegen ist immer noch auf ihrem Diät-Trip. Heute brachte ihre Mutter ihr irgendeinen Slim-Fast-Klon mit, wovon sie auch gleich ein Glas gierig hinunter kippte. Wenig später trank sie ein zweites Glas. Das veranlaßte mich dann doch, sie darüber aufzuklären, dass sie auch bei einem Diätgetränk nicht stärker dadurch abnimmt, wenn sie mehr davon zu sich nimmt.
Wie sagte doch Garfield seinerzeit: „Noch zwei Schachteln von diesen Diät-Bonbons und ich bin dünn wie ein Hering.“

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Letze Nacht Sturm. Und schöne Sturmflutwarnung dazu. Ach, wie gern hätte ich bei Wind und Wetter auf dem Deich gestanden und der Nordsee getrotzt. Hätte ihr entgegen gerufen, dass sie bleiben soll wo sie ist, dass sie nicht in mein mein Land kommt, dass sie keine Chance hat. Ihre Seite vom Deich – meine Seite vom Deich.

Tja, muss wohl darauf warten, dass mal eine Sturmflut auf ein Wochenende fällt.

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Tja. Rollenspielermentalität ist schon etwas sonderbares. Besonders, wenn jeder Spieler kurz vor Spielbeginn eifrig alle seine Würfel rollt, um zu sehen, welcher den aktuell am besten „funktioniert“.

Hilko hingegen resignierte heute über seinem Studentenleben. Er meinte, eigentlich müßte man gar nicht studieren, die Thematik wäre eigentlich ganz einfach. Nur würden die Leute für jeden simplen Vorgang einen komplizierten Fachausdruck erfinden, damit andere Leute denken, dass wäre alles ganz was tolles.

Für seine nächste Klausur hat sich vorgenommen, seinen Professor zu fragen, ob er audio-visuelle Konkurentenobservation (Abgucken) betreiben und latent legale Zusatzinformationen (Spieker) benutzen dürfe, ganz im Vertrauen darauf, dass der Dozent sich nicht die Blöße des Unwissens geben will und einfach bejaht.

Freerk behauptet, er wäre Illuminat. Und zwar, weil er seine Seele dem Teufel verkauft hätte. Bestimmt verkauft er bald „Kraft zum Leben“-Bücher.

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Der Rollenspielabend brachte zwar diesmal nicht so viele eigene philosophische Ergüsse hervor, dafür umso mehr Anekdoten. Stellvertretend dafür sein nur ein Ausspruch von Hannes zitiert, der damals wohl auch in die Tat umgesetzt werden sollte: „Wenn alle Stricke reißen – in die Hose scheißen!“

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Gestern mal wieder Kino. „Sag kein Wort“ hieß der Film. Joachim hat sich nicht dran gehalten.

Irgendwie ist der Abend dann noch sehr lang geworden. Ich muss mit diesem Herumsumpfen mitten in der Woche aufhören. Und wenn ich eh spät ins Bett komme, sollte ich vorher kein Chili essen. Das raubt einem dann auch noch den letzten Schlaf und Nerv.

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Die lütte Praktikantin mutiert, seitdem ihre ältere Kollegin wieder weg ist, eindeutig zur Klugscheißerin. Darunter zu leiden hat Hilfspraktikantenanwärter Menno, dem sie bei der Umfrage zur Seite steht. Er tippt und sie kommentiert süffisant jeden Rechtschreibfehler, den er sich leistet. Und da Menno nach wie vor Probleme mit der Shift-Taste hat, läppert sich das. So weit ganz amüsant.

Habe Lotta in der Stadt getroffen. Wenn ichs nicht besser wüßte, würde ich sagen, sie hatte sich ordentlich einen rein getan. Aber wahrscheinlich hatte sie nur gute Laune. Da bin ich nicht so versiert auf dem Gebiet.

Mein persönliches Zitat des Tages kommt heute von meinem Lieblingspräsidenten Schorsch Doppel-U Busch, der meiner Meinung nach eindeutig in die Muppetshow gehört. Jedenfalls ließ er die Öffentlichkeit heute wissen, er sei „empört“ darüber, wie der Konzern Enron alle getäuscht habe: Die Aktionäre, die Mitarbeiter und seine Schwiegermutter!

Wat können wir glücklich sein, dass das eine amerikanische Firma war, sonst hätte das Gebüsch gleich wieder Panzer aufgefahren um das Land zu bestrafen, dass die ganze zivilisierte Welt und seine Schwiegermutter betrogen hat.

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Mußte heute entsetzt feststellen, dass Moritz wohl griechische Vorfahren hat. Das ist jedenfalls naheliegend, hörte ich doch, das er ein gestörtes Verhältnis zu seiner Küche hat. Diese soll regelmäßig nämlich auch mal brennen, ganz nach Griechenart.

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Ich habs schon schwer mit dieser Familie. Überall ist man irgendwie befangen gegen mich, weil man irgendwelche Verwandten von mir kennt.

Komme ich in ein Rathaus und nenne meinen Namen, sagt gleich jeder Bürgermeister: „He, haben sie was mit dem ehemaligen Bürgermeister von Hesel zu tun?“ Komme ich auf einen Sportplatz heißt es: „Ist der Trainer Horst Bosse ihr Vater?“ Komme ich in eine Kunstschule werde ich nur gefragt: „Sind sie genauso begabt wie ihre Kusine?“ Und wenn ich eine Kneipe betrete, wird nur gemunkelt: „Gebt dem bloß keinen Alkohol, wenn der genauso wenig verträgt wie sein Bruder, pöbelt der bereits nach dem zweiten Bier hier ‚rum.“

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So ist das mit den Genossen beim Bund: Für die Musterung picken sie sich zielsicher meinen freien Tag heraus, bestellen mich bei Eisesglätte um viertel nach sieben in der früh dahin und dann bin ich untauglich.
Naja. Wollte irgendwie sowieso nicht nach Afghanistan.

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Weiterhin hatte ich eine Diskussion über das „Drei-Männer-Modell“, in das ich bereits eingeplant worden bin. Zur Erinnerung: Die Frau will sich später drei Männer halten: Einen zum Geld ranschaffen, einen zum Spaß haben und einen, der die Kinder erzieht. Auf meine Frage, von wem die zu erziehenden Kinder denn wären, meinte sie, dass passiert ja dann wohl bei dem, mit dem man Spaß hat. Darauf entgegnete ich, dass da dann ja wohl noch Planungsbedarf ist, da der Spaß-Mann ja ein tumber Klotz ist und sie ja nicht will, dass die Kinder auch so dumme Brocken werden.

Da wollte sie dann noch mal drüber nachdenken. Das Modell muss scheinbar nachgebessert werden.

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Carolin erzählte mir heute, dass es ihr zur Zeit unheimlich gut geht, ihr aber unheimlicherweise dabei ständig irgendwelche Sachen kaputt gehen. So leckt zum Beispiel ihre Heizung, ihr Rollo klemmt, das Fragezeichen auf ihrer Tastatur spinnt und von ihrer Lieblingstasse fällt aus heiterem Himmel der Henkel ab. Letzters halte ich zwar für eine Art Selbstmord, das die Tasse Gerüchten zu Folge mit grünem Tee (!) gefüllt war, ansonsten halte ich die vielen Mißgeschicke und kleienn Unglücke für die Ausgleichshandlung des Schicksals dafür, dass es ihr zur Zeit so gut geht.

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Haben uns heut mal wieder einen netten Abend bei Video und anderen kleinen Freuden des Lebens gemacht. Das Oberthema des Abends waren Satan und so. Dazu sahen wir zwei ganz nette Filme. Interessant, zu welch fiesem Humor die Genossen bei so einer Gelegenheit auflaufen können.

Ganz besonders Hilko, der brachte einen dreckigen Kommentar nach dem anderen, wenn er nicht gerade Hannes mit Annäherungsversuchen überschüttete, um ihn vom Sofa zu vertreiben. So war beispielswiese Hilkos lautstarker Kommentar, als im Film der Polizist von einer maximal pigmentierten Putzkraft überrascht wurde: „Guck mal, ein Neger! Der ist sicher gläubig. Aber der hat ja auch keine andere Wahl.“

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Hilfspraktikantenanwärter Menno kündigte an, so früh wie möglich zu verschwinden, um noch einen Termin wahrnehmen zu können. Daraufhin habe ich beschlossen, ihm noch ein paar Stunden Arbeit aufzuhalsen. Ich merke: Der Chefsessel ist genau das richtige für mich.

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 Kommen wir zum letzten Teil aus meinen Schulmemoiren. Erneut die Handelnden:

„Ich“ – euer Termo, immernoch vom Fehn, hat kein Bock mehr auf Schule
Heiner – robuster Fehntjer mit einem rostbraunen Golf
Ina – dessen Freundin
Köster – genannt „Porno-Köster“, auch vom Fehn
Joachim – hibbeliges Plappermaul, teilt den meisten Unterricht mit Termo, wenn er denn da ist

Die letzten Fünf bilden immernoch die Fahrgemeinschaft. Weitere Mitschüler:

Gerjet – redseliger Spezialist für schlechte Witze, PDS-Mitglied im christlichen Flügel
Bugl – liebenswert, aber bizarr, läuft im Winter zu Höchstform auf
Hilko – wegen ungünstiger Umstände ein Jahrgang zurück
Schaa – bekannt für das erzählen widerlicher Anekdoten, mitlerweile in Hilkos Jahrgang
Kea – Intimfeindin von Joachim, notorisch schlecht gelaunt, neigt zu Gewaltausbrüchen

Dazu die üblichen Schüler, Lehrer und so aal. Die Handlung setzt nach Kursfahrten und Herbstferien wieder ein. Viel Spaß
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Mein tägliches Gedicht am Morgen war heute dann doch erwähnenswert:

Indianerlied

Murx den Europäer!
Murx ihn!
Murx ihn! Murx ihn!
Murx ihn ab!

Paul Scheerbart
(1863-1915)

Wenn das man nicht unter „Jugendgefährdende Schriften“ fällt…

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Nu wirds lustig auf der Arbeit: Am heutigen Tage haben dank nicht 100%ig optimaler Planung DREI Praktikanten/innen ihren Dienst beim Sonntagsreport begonnen. Für den Termo heißt das, dass er nun eine ganze Meute zu beaufsichtigen, einzuarbeiten und zu deligieren hat. Wunderbar, ich bin wichtig.

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Hier also der zweite Teil meines alten Schultagebuches in Auszügen. Es spielt etwa 6 Monate später. Zur sicherheit nochmal die Hauptdarsteller in aktualisierter Form:

„Ich“ – euer Termo, immernoch vom Fehn
Heiner – robuster Fehntjer mit einem rostbraunen Golf
Ina – dessen Freundin
Köster – genannt „Porno-Köster“, auch vom Fehn
Joachim – hibbeliges Plappermaul, teilt den meisten Unterricht mit Termo, wenn er denn da ist

Die letzten Fünf bilden immernoch die Fahrgemeinschaft. Weitere Mitschüler:

Gerjet – redseliger Spezialist für schlechte Witze, PDS-Mitglied im christlichen Flügel
Eelka Рsch̦ne Frau
Bugl – liebenswert, aber bizarr, hat Eelka abgeschrieben
Hilko – wegen ungünstiger Umstände ein Jahrgang zurück
Schaa – bekannt für das erzählen widerlicher Anekdoten, mitlerweile in Hilkos Jahrgang
Kea – Intimfeindin von Joachim, notorisch schlecht gelaunt

Außerdem:

eine Cafeteria – Heimat aller Heimatlosen, in ständiger Bedrängnis durch Unterstufler
ein Sofa – Termos Baby, steht in der Cafeteria
viele Hormone
weitere Schüler
verschiedene Lehrer

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