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Lotta ist ein übersprudelnder Quell lustiger Anekdoten. Davon abgesehen, dass sie sich selber Haare ausreißt, weil diese sich verknotet haben, steht in ihrem Zimmer ein Kaktus, der ihrer Meinung aussieht wie ein Raketenwurm aus „Land der Raketenwürmer“ (Zitat: „Nur kleiner, stacheliger, in einer anderen Farbe und mit ’ner Blüte oben drauf“).

Ganz nebenbei beichtete sie, dass sie neulich einem Kellner auf den Hintern geklopft hat und dafür fast aus dem Cafè geflogen wäre. Außerdem mußte ich ihr erklären, was ein Schäferstündchen ist. Hab ich aber gerne getan. 😉

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Habe heute ein paar Tage Urlaub klar gemacht. Einige Tage Ruhe in Heidelberg nächste Woche. Und das Verpflegungsproblem ist auch schon gelöst. Carolin meinte: „Ich lade uns dann bei meiner Freundin zum Essen ein.“

Hilko hingegen hat neulich ein neues Volksfest erfunden. Konzeptionel stellte er es sich als eine Mischung aus „Erntedankfest und Massaker“ vor. Der Mann hat das Zeug zum Vergnügungsminister.

Hannes dagegen fand (etwas aus dem Zusammenhang gerissen): „Das ist ja alles erschreckend zivilisiert hier!“

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Das war wieder anstrengend. Mutter bekommt von Anja gezeigt, wie man in den Brigitte-Chat geht, gibt sich für ein paar Jahre jünger aus, verarscht einen armen Mann und hat prompt ne halbe Stunde später dessen Telefonnummer. Anja betreibt das als Sport, denke ich.

Außerdem versuchen sie und Anja die ganze Zeit, mich (Zitat:) „unter die Haube zu bringen“. Anja erzählt zudem, sie hätte irgendwann mal Moritz per Anhalter mitgenommen, und der hätte sich (ebenso Zitat:) „’nen Ast gefreut.“

Neulich diskutierten die Jungs über ihren geplanten Pseudo-Dänemark-Sodom-und-Gomorra-Urlaub. Bei der Gelegenheit wurde man nicht müde, mir vorzuhalten, ich wäre ja nicht besser. Ich wäre es schließlich, der nachts alleine Flaschenweise Schnaps trinkt. Und damit auch ja alle diese Geschichte kennen und sie niemandem mehr brühwarm aufgetischt werden kann: JA! Ich habe vor geraumer Zeit, als ich bei Stefan Schaa und Joachim Stöter in der Küche auf einem Flockati nächtigen sollte, nicht schlafen können und bei der Gelegenheit eine fast volle Flasche Kruiden aus dem Kühlschrank genüßlich, alleine und in aller Ruhe leer gemacht. Was soll ich sagen, mir gings gut danach.

Mir kommen gerade Gerüchte zu Ohren, dass ich am Freitag Abend während der Party im Zollhaus mit Lena in ihrer Ente abgestürzt wäre. Und jeder weiß davon, nur Lenas Freund, der weißes nicht. Eine klassische GZSZ-Geschichte.
Wunderbar.

Apropos Zollhaus, mein letzter Eintrag hier veranlaßte meine Kusine, sich dessen zu versichern, dass nicht sie mit „Hannes‘ Eroberung“ gemeint war. Da ist doch was im Busch… Hannes meinte zu der Geschichte allerdings, er wäre eher „belästigend und peinlich, als irgendwie anziehend“ gewesen.

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Ich muss leider nachtragen, dass mein Stamm-Imbiß, der „Ihrhover Grill“, den Schnipo-Test nicht bestanden hat. Ich mache mir um die Bildung der Bevölkerung Sorgen, wenn sogar eine offensichtlich extra aus dem Ruhrgebiet importierte Imbis-Tante nicht einmal um die Bedeutung des Begriffes „Schnipo“ weiß. Daher habe ich beschlossen, in der morgigen Ausgabe meiner Zeitung den Schnell-Imbiß-Fachjargon wieder etwas publik zu machen.

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Gibt mal wieder einiges an Weisheiten nachzutragen. Zumeist vom Rollenspiel. Ein großartiger Name für einen Oberbösen ist uns eingefallen: „Der Böttcher!“ Klasse, wa?

Weiterhin wurde über Bäume philosophiert. Über Pappeln zum Beispiel. Eine Pappel ist Italienerbaum, wurde mir gesagt. Denn die fällt einem beim erstbesten Sturm in den Rücken.

Außerdem wurde mir die tragische Geschichte des Mannes zugetragen, der bei der Selbsthilfegruppe der Anonymen Pädophilen sein Herz über seine Taten aussschüttet, nur um dann festzustellen, dass er sich in der Tür geirrt hat und beim Bibelkreis gelandet ist.

Bei der Gelegenheit wurde Frieso’s Charakter heftigst angegriffen. „Frieso, der Knabenbumser“ hieß es, worauf er sich verteidigte: „Hab ich nicht gemacht – im Rollenspiel“.

Das ließ Jan zu der Aussage hinreißen: „Frieso bleibt Frieso, machen wir uns nichts vor. Und bei dem Wort legt er auch gleich die Hand in den Schritt.“

In der Redaktion waren die Genossen auch äußerst geistreich in letzter Zeit. Frank, der Papenburger Chef, stellte erfreut fest, dass sein Sportredakteur nicht geplatzt sein könnte. Es klebe nirgends ein Trainingsanzug an der Wand.

Ein anderer Kollege fluchte leise vor sich hin, worauf ich ihn fragte, ob er „Fuck“ oder „Frank“ gerufen hätte. Darauf meinte unsere Korrekturleserin trocken, das wäre ja egal, käme aufs selbe hinaus.

Und ich muss zugeben: Alles etwas aus dem Zusammenhang gerissen.

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Ich glaube, irgendjemand hat mir heute morgen irgendwelche Pilze ins Essen getan. Ich sehe nämlich sonderbare Muster und Zeichen in meinem Tee.

Oder ich hab einfach einen im Tee.

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Redaktionsalltag. Ein Kollege klagt über Taubheit in einem Ohr. Als ich ihn nach dem Arztbesuch nach seinem Befinden frage, meint er glücklich, es wäre alles wieder in Ordnung. Der Arzt hätte einfach eine paar Liter Schmalz aus seinem Ohr gespült.

Zwei Kolleginnen hingegen sehen sich Fotos an. Die eine fängt an zu quiken, wie süß die Jungs auf den Bildern doch sind, beschwert sich im selben Atemzug aber darüber, dass der Hintern des Kerls nicht zu sehen ist. Zitat: „Hättest du nicht eben sagen können: ‚Zieh mal deine Jacke hoch, ich brauch ein Arschfoto für meine Kollegin‘?“

Der Chefredakteur der Papenburger Ausgabe rennt dabei durch den Raum und trällert „Ich will deine Möpse sehen“

Und Frau Antje hat keine Kluntjes mitgebracht.

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Himmel, was habe ich gelacht. Normalerweise bemühe ich mich ja, nicht über andere Leute zu lachen. Aber diesmal… es ging nicht anders. Wenn man einen schlechten Tag hat, weint man ja darüber, aber diesmal…

Naja, wenn man nachts so anner Theke steht, kommt einem halt einiges unter. Rechts zwei tuschelnde und tratschende Mädels („Die Freundin vom Demunddem ist doch viel älter. Die ist doch schon (!) in der 9. Klasse“; „Der Junge dahinten, der war schon hinter mir her, als ich noch in der sechsten Klasse war und der schon in der Zehnten“), links eine Gang von gaaaaaanz harten Kerlen (Teufel, waren die hart).

Die waren der Kracher. Der Oberharte, ein Hänfling mit langen Haaren, bauchfreiem Muskelshirt („Unterhemd“, wie Frieso zu sagen pflegt) und ultrabösen Kontaktlinsen hatte den Vogel abgeschossen. Als die Genossen dann auch noch anfingen über „Tattus“ zu reden (zu sehen war war trotz massenhaft „Unterhemden“ bei der ganzen Truppe kein einziges), musste ich mir ernsthaft auf die Lippe beißen, um nicht loszuprusten.

Naja, jedem Tierchen sein Pläsierchen. Ich bin jedem dankbar, der mich zu guter Laune bringt.

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Welcher Videospielcharakter wäre ich?


What Video Game Character Are You? I am a Gauntlet Adventurer.I am a Gauntlet Adventurer.


I strive to improve my living conditions by hoarding gold, food, and sometimes keys and potions. I love adventure, fighting, and particularly winning – especially when there’s a prize at stake. I occasionally get lost inside buildings and can’t find the exit. I need food badly. What Video Game Character Are You?

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Rollenspiel pur: Seitdem wir die Patzertabelle haben hat noch nie jemand gepatzt. Heute dafür gleich 3x, aber heute hatten wir natürlich auch die patzertabelle nicht da…

„Bereinigung“ war das Lieblingswort der Charaktere heute. Man befürchtete, die Zwerge könnten „bereinigt“ werden und wollte so dem Oberbösen zuvorkommen und ihn deswegen „bereinigen“. Irgendwie hat das Wort etwas von „Kollateralschaden“.

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Mein Bruder aus London schrieb mir gerade eben: „Hörte, du warst mit dem Moppelchen im Kino und hast den Obermoppel getroffen.“

Wie schnell sich doch einige Dinge herumsprechen und dabei dermaßen verzerrt werden.

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Heute Mittag saßen Menno, Ihno und meine Wenigkeit im Konferenzraum und verspeisten die Döner, die Ihno von seinem Termin bei Dönpi mitgebracht hatte. Der hungernde papenburger Redaktionsleiter steckte, offensichtlich angelockt vom Wohlgeruch des Essens, seine Nase herein und meinte, ebenso offenbar neidisch: „Ihr seid doch alles nur stinkende Volos und Praktikanten!“ Das kann sein. Aber zumindest satt.

Bei der Gelegenheit stellten wir auch fest, das man von Dönern auf unerklärliche Art und Weise gute Laune bekommt. Genauso wie vom Bowlen, meinte Menno. Ich hänge ja noch immer meiner Idee der medienwirksamen Multikulti-Party hinterher: Döner und Kruiden.