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Ach ja. Die Boshaftigkeit von Kindern. Fährt eine Gruppe von Kindern mit ihren Fahrrädern an einem Jungen vorbei, der zu Fuß ist. Dieser guckt erst verdrieslich, erst als der Letzte ihn überholt, hellt sich seine Miene auf. Er zeigt mit dem nackten Finger auf den hintersten Radfahrer und ruft gehässig: „Haha! Mädchenfahrrad!“

Dieser ist offensichtlich gekränkt und stößt zwischen den Zähnen hervor: „Immerhin kann ich mir eins leisten!“

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Habe heute im „Manager Magazin“ gelesen, dass ein ehemaliger Schulkamerad von mir bei einem Wettbewerb namens „Die Chefs von morgen“ oder so den zweiten Platz belegt hat. Freut mich ehrlich für ihn.

Aber satandüvelblixen, was der jetzt einen schmierigen Bart!

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Haben heute in der Redaktion um den Sommerurlaub geschachert (anders kann man das nicht ausdrücken). Da ich ja hier als einziger nicht verheiratet bin, musste ich halt nehmen, was übrig blieb. Und hab da sogar noch relativ Glück mit gehabt: Zwei Wochen im August, teilweise sogar noch parallel zu den Schulferien.

Hatte schon befürchtet, man würde meinen Sommerurlaub in den November verlegen oder so.

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Das war wieder was. Wollte das erst gar nicht erzählen, aber da komm‘ ich nu nicht drumherum.

Komme also von meinem vorhin angesprochenem Gute-Nacht-Bier aus der Kneipe und… also, wer weiß, was die da in das Bier rein getan haben… weiß gar nicht Recht, wie ich dass denn nu beschreiben soll…

Weitwinkelobjektiv. Ja nennen wir es ruhig so. So oder ähnlich sah das auf einmal für mich aus… ganz komisch. Die Häuser so hoch, ohne wirklich hoch zu sein… Die Straße unnatürlich lang… und alles ungewöhnlich scharf. Überdeutlich.

Dann die Geräuschkulisse… Laute Dinge, wie die wenigen Autos, wurden nahezu ausgeblendet, ohne überhört werden zu können. Dafür konnte ich Stimmen von Leuten, die ein ganzes Ende weit weg standen sehr deutlich hören – ohne zu verstehen, was sie sagten.

Sowieso hatte ich das Gefühl, dass ich von Leuten, die mich ansahen, die Augen aus der Ferne sehr scharf erkennen konnte. Wat bin ich froh, dass mein Nachhauseweg nur wenige Hundert meter von besagter Kneipe beträgt. Wie soll jetzt nur wieder ruhig schlafen?

Und ich habe nur ein Bier getrunken, ehrlich! Vielleicht sollte ich mich mal wieder um einen Platz in der Klapsmühle bemühen.

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Ich werde Vadder immer ähnlicher. Ich brauche jetzt schon immer mein Einschlafbier, um halbwegs brauchbar zu pennen. Hoffentlich lege ich mir demnächst nicht auch noch einen Vogel zu. Aber falls wohl, dann einen auß’m Bordell.

Das Kapitel der mäßig kompetenten Telekom-Mitarbeiter hat heute eine eine Aufstockung erfahren. Naja, so hart wollen wirs es ja auch nicht sagen. Sie (ja ausnahmsweise eine recht hübsche Sie und nicht ein breiter, arroganter Kerl im Anzug) hat es ja geschafft, was ich wollte.

Aber wie. Mit einer gewissen charmanten Langsam- und Orientierungslosigkeit. Als sie nach einem halben Dutzend Versuchen schließlich das richtige Formular hervorgezaubert, hatte starrte sie es einen Moment entsetzt an: „Oh! Muss ich das tatsächlich ALLES ausfüllen?“

Herzallerliebst.

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Komme ich gestern in `ne Kneipe, winkt mir ein junger Mann ganz begeistert zu und ruft: „Hey! Hallo! Kennst du mich noch? Von der Freizeit in Frankreich! Spielst du immer noch so gut Gitarre?“

Ich musste ihn enttäuschen. Kannte ihn nicht, war nie auf einer Freizeit in Frankreich und spiele auch nicht Gitarre.

Schade eigentlich.

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Nach meiner Tour über die Rheiderländer Osterfeuer habe ich mich gestern noch breitschlagen lassen, mit Uke & co. etwas durch die Gegend zu ziehen. Anjas Freund erzählte dabei eine lustige Geschichte über einen Papagei, den sein Onkel mal in einem Bordell gekauft hatte. Immer wenn Besuch kam, schrie er: „Du olle Hure! Zieh dich aus! Leg dich hin!“ Bis er dann an Asthma verstorben ist.

Im Laufe des Abends lief mir dann auch noch Dennis, die wandelnde Pubertät über den Weg. Der nimmt noch mal ein ganz böses Ende, der mit seinen anzügliche Sprüchen.

Beispiel: Er bekleckert eine junge Dame versehentlich mit Bier. Anstatt sich zu entschuldigen, guckt er nur auf ihre nasse Hose und sagt: „Oh. Freust du dich so, mich zu sehen?“

Heute morgen kam natürlich auch die unausweichliche Frage von Uke: „Temmo, habe ich mich gestern Abend schlecht benommen?“

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Hole also heute Morgen den Uke aus Groningen ab. Was schon mal Problematisch ist, da am heutigen Karfreitag alle Deutschen nach Holland fahren und in Groningen auch noch Blumenmarkt ist. Naja. Nach Stau und Müh schaffte ich es jedenfalls, ihn nach Hause zu karren.

Und womit dankt er es einem? Beim Hallo-Uke-Mittagessen rülpst und furzt er nach jedem zweiten Satz.

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Habe vergangene Nacht verschiedene sonderbare Dinge geträumt. Möchte eines davon darlegen, weil es theoretisch sehr nah an der Wirklichkeit ist.

Also: Hilko, Groene und ich sitzen beim Skatspielen in einer Kneipe. Plötzlich kommt eine junge Dame vorbei, die ich kenne und die anderen beiden nicht. Also stelle ich alle einander vor. Schließlich sag ich noch zu ihr: „Sie sind etwas grobschlächtig, aber ansonsten herzensgute Kerle.“

Hilko und Groene sehen mich einen Moment schweigend und etwas säuerlich an. Schließlich rülpst Hilko furchtbar laut und lange und lehnt sich dann mit zufriedenem Gesichtsausdruck zurück.

Soviel zu dem Traum. Ich hatte aufgrund dessen heute Bock auf Skatspielen und habe mir die beiden dazu geholt. Wir setzen uns dazu nachher in eine Kneipe. Mal sehen, was passiert.

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Man duskutierte gestern beim Rollenspielen darüber, ob es so genannte „Untote“ (Vampire, Wiederganger, Zombies etc.) tatsächlich gibt. Man kam schließlich zu dem Schluss, dass das ganz auf die angelegten Kriterien ankommt: „Wie ist ein Unoter? Er stinkt und er kann nicht richtig reden. Trifft doch alles auf Frieso zu.“

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Ich stelle mal hier die wesentlichen Elemente eines kurzen Gesprächs in einem Forum dar:

Kollege A (beginnt den Dialog unter den Überschrift „12. April“): „Was ist los heute Abend?“
Kollege B: „Heut ist der 11. und es wird sich wie immer die Birne weggeschüsselt.“

Genauso stellen sich wahrscheinlich Außenstehende die Ostfriesen vor.

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Tückisches Wetter. Tagsüber optisch gesehen badehosenreif, aber gefühlsmäßig eher für die Thermounterwäsche geignet. (Termounterwäsche? Merchandising?) Naja. Mittlerweile schneit es eh.

Habe heute wieder etwas gelernt. (Bzw. man hat mir etwas eröffnet. So hundertprozentig nachvollzogen hab ich das irgendwie noch nicht.) Und zwar: Ein Porsche mit nur 50 PS ist wie eine hammergut aussehende Frau, die aber charakterlich ziemlich scheiße ist. Da fährt (fickt) man bestenfalls mal aus Spaß mit. Aber fürs Leben ist nur etwas, was ne ordentliche Karosserie und eine angemessene innere Ausstattung hat.

Zudem haben Aussehen und Innenleben in ordentlicher Relation zueinander zu sein. Ein Fiat Panda mit 100 PS ist demnach genauso ein Unding wie eine hässliche Frau mit gutem Charakter.

Was ist wohl das Äquivalent bei der Frau zum neuen Auspuff beim Wagen?