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So. Ich geh jetzt gleich mit Hannes nach Gespenstern jagen. Ist aber heute Nacht nicht ganz ungefährlich. Wenn ich mich nicht mehr melde, dann war ich unachtsam und habe die Grenze zur Geisterwelt versehentich überschritten…

Oder ich bin einfach von dem Bullen aufgespiest worden, der da grast, wo wir die Gespenster vermuten.

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Der werdende Vater heute in der Redaktion: „Wenn mein Kind wenigstens meine Boshaftigkeit erbt, dann ist schon viel erreicht.“

Er überlegt kurz: „Mein Großvater, der war Hausmeister in der Schule, der war da auch schon so Boshaft.“

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Vorhin war im Supermarkt einer vor mir in der Kassenschlange, der eindeutig einen gemütlichen Abend zu zweit vor sich hatte. Sein Einkauf: Zwei Schachteln Zigaretten, zwei Gläser Würstchen und zwei Flaschen Korn.

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Sowas. Vor einem guten Monat noch in der Spätsommerhitze gebrütet und nun schneit es.

Mein Bruder hat mir gestern so viele eMails geschickt, dass mein Junk-Mail-Filter ihn zuletzt als Spam eingeordnet hat…

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Nachtrag: Nachdem ich den Abgeordneten schließlich doch noch erreicht hatte, bezeichnete dieser seine Oberen im Ministerium als „Banausen“, weil mit diesen abgesprochen gewesen wäre, dass sie für Presseauskünfte zuständig seien.

Mein Kollege meinte dazu folgerichtig (Bezug nehmend auf die hier kürzlich angesprochene Intelligenzstudie): „Jetzt wissen wir ja, wo die Dummen sitzen. Nicht in Ostfriesland, sondern im Ministerium!“

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Heute stelle ich euch mal einen klassischen telefonischen Rechercheweg vor: Vom Landkreis ans Ministerium verwiesen, dann im Ministerium ein wenig hin und her geschoben, dann vom Ministerium an die Partei auf Kreisebene zurück, von da an den örtlichen Abgeordneten verwiesen und der geht nicht ans Telefon.

Ein selten erfolgreicher Vormittag.

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Mein Chefredakteur lutschte heute schon den ganzen Tag meine Kluntjes (für den Auswärtigen: Kandiszucker). Nur um mir schließlich an den Kopf zu werfen: „Bosse! Ich habe Zahnschmerzen! Ihre Kluntjes sind schlecht!“

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Was sagt uns diese Karte, die ich beim Spiegel gefunden habe? (Man achte auf den Nordwesten.)

Dass in Ostfriesland offenbar nur die Dummen zur Bundeswehr gehen.

Gut, dass ich da früh wieder weg bin, Meinerzeit. Aber irgendwie bin ich auch stolz auf die Statistik. Kaum ein Land, in dem man das Konzept der glücklichen Dummheit so konsequent durchzieht wie bei uns.

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Gallimarkt ist sonderbar in diesem Jahr. Letztes Mal hat der Sonnabend ja nich was gerissen, aber heuer…

Naja. Nebenbei hatten wir gestern noch ein Häuptlingstreffen. Einen Häuptling vermissten wir besonders, doch dann sahen wir einen Losverkäufer, der genauso aussah. Verdächtig…

„Alles jubelt, alles Lacht, wenn der Losverkäufer seine Runde macht!“

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Gallimarkt – Firmentag.

Ums kurz zu machen: Kollege Kremer ist unanständig bis ins Mark. Dann traf ich noch eine junge Dame, wie ich vor Ewigkeiten das letzte Mal gesehen habe. Damals, es mag so neunte oder zehnte Klasse gewesen sein, gab es beim Pastorensohn aus meiner Klasse eine Fete. Und da waren nur zwei Leute wirklich hackendun. Und eine davon war die Dame von heute.

Da fühlt man sich gleich zehn Jahre jünger.

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Gestern wäre ich fast wirklich reich geworden. Auf dem Nachhauseweg von der Arbeit war da nämlich ein riesiger Regenbogen ganz in der Nähe. Ich also klemme mich hinters Steuer. „Der Goldtopf ist mein!“ denke ich mir und heize hinterher. Aber nix. Der Regenbogen endete mitten in der Leda, bei der Eisenbahnbrücke. Da muss ich nicht nur Graben, sondern auch tauchen. Ohne mich.

Heute war Gallimarktseröffnung. Der Kneters hatte eine Essensmarke über, so konnte ich mir da ein Mittagessen gönnen. Die grüne Kreisvorsitzende hat mir ein Lebkuchenherz geschenkt. Verdächtig. Und im Fernsehen war ich angeblich auch wieder, ohne es zu merken. Aber daran muss man sich wohl gewöhnen, wenn man eine angesehene Persönlichkeit ist.

Sowieso: Es ist ein Zeichen für Berühmtheit, wenn einen viele Leute kennen (oder glauben zu kennen oder so tun, als würden sie einen kennen), die man selber gar nicht kennt.

Andererseits kann es auch daran liegen, dass ich einfach vergesslich werde, wenn ich mir beim besten Willen nicht erklären kann, warum einer zur mir sagt: „Eh, Temmo, alter Kollege. Haben uns lange nicht mehr gesehen…“

„Lange?“ denke ich mir dann immer. „Noch nie!“

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Ich habe vergangene Nacht wieder komisch geträumt.

Und zwar habe ich geträumt, dass ich in einer Spielshow im Fernsehen eine Menge Geld gewonnen hätte. Als mich dann der Moderator fragte, was ich denn damit machen würde, sagte ich: „Ich kaufe mir einen ganz tollen Knüppel, das Beste, was der Markt her gibt. Dann lasse ich mir das ganze Geld in kleinen Münzen auszahlen, schütte es zu einem großen Haufen auf und verhaue dann jeden, der versucht, mir etwas davon zu klauen.“

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Eine junge Dame, die ich auf dem Volontärskurs kennen gelernt habe, bezeichnet mich schon als untreu, nur weil ich mal mit wem anderen etwas smalltalke. Mit der möchte ich nicht verheiratet sein.

Andererseits…