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Silvester in aller Frühe und ich kann nicht schlafen. Mahlzeit. Eigentlich Zeit für einen Jahrsrückblick. Und da man an allen Ecken und Enden über diesen dusseligen Fragebogen stolpert, wird der an dieser Stelle einfach mal dafür genutzt.

Zugenommen oder abgenommen? Oha. Schätze, im Jahresvergleich bin ich ziemlich konstant geblieben. Was ich in den vergangenen Monaten verloren habe, ist durch Weihnachten sicher wieder drin.

Haare länger oder kürzer? Auch hier muss der direkte Jahresvergleich herhalten: Da ich bestimmt acht Wochen nicht mehr beim Friseur war, sind die Haare zur Zeit wohl etwas länger als vor einem Jahr. Aber das ändert sich auch wieder.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Eine Spur kurzsichtiger, fürchte ich.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr ausgegeben, da mehr zum Ausgeben zur Verfügung stand.

Der hirnrissigste Plan? Oha. Da kann ich mich gar nicht entscheiden. Obwohl… eigentlich war gar nichts so wirklich hirnrissig. Alles hatte irgendwie Hand und Fuß. Aber ein Außenstehender würde sich wahrscheinlich für „Geisterjagd“, „Gralssuche“ oder „Landtagskandidatur“ entscheiden. Aus meiner Sicht wahr wahrscheinlich der hirnrissigste Plan, mit Hamburger Wasser ordetlichen Tee kochen zu wollen.

Die gefährlichste Unternehmung? Gefährlich für Körper oder Geist? Wenn wir aus beidem einen Mittelwert ziehen, dann wahrscheinlich das Herumkraxeln in den Pyrenäen bei 45 Grad auf der Suche nach dem Gral.

Der beste Sex? Ein paar Gralsjungfern.

Die teuerste Anschaffung?
Hmmm… Wahrscheinlich der umfangreiche Frischwasservorrat im Sommer.

Das leckerste Essen? Groenes Eltern ihrer Silberhochzeit Festmahl.

Das beeindruckenste Buch? Ich habe nicht viele Bücher gelesen im vergangenen Jahr. Das beste war wohl „Käpt’n Blaubärs soundsoviel und einhalb Leben“.

Der ergreifendste Film? Ergreifend? Gar keiner. Abscheu hat mich höchstens bei den Matrix-Fortsetzungen ergriffen.

Die beste CD? Auch da ist die Auswahl nicht so reichlich. Aber „Ghost Of A Rose“ von Blackmore’s Night war schon ganz nett.

Das schönste Konzert?
Da ist die Auswahl dafür umso reichlicher. Drei Festivals und mehrere größere und kleinere Konzerte lassen jedoch nur einen Sieger zu: „Nudo Tra I Cannibali“ im Zollhaus.

Die meiste Zeit verbracht mit…? … mit wem? Oder womit? Wem: Herr Cordes. Was: Ungläubiges Kopfschütteln.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Volo-Kurs.

Vorherrschendes Gefühl 2003? Durst

2003 zum ersten Mal getan? Medienstar geworden.

2003 nach langer Zeit wieder getan? Länger als zwei Wochen am Stück weg aus Ostfriesland.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen? Die Trachtenbühne am „Tag der Niedersachsen“ unter meinem Schlafzimmerfenster, diverse Ratssitzungen und ein ominöser Doppelgänger.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Einen ausschließlich französischsprachigen Franzosen ohne Französischkenntnisse meinerseits davon, dass er doch bitte auf seine Kreditkarte meinen Wagen volltankt.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? Das weiß ich doch nicht. Vom Kochbuch bis zum Fußballtrikot war alles dabei.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Eine Postkarte meiner Haamburger Kollegen zu einem Zeitpunkt, an dem ich am wenigsten damit gerechnet hatte.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Tee is klaar.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe? Tee is klaar.

2003 war mit 1 Wort…? Anstrengend

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Ich klagte heute in der täglichen Glosse auf der Seite 1 der Rheiderland-Zeitung der Welt mein Doppelgängerunglück mit „Herrn Cordes“ und hoffte, dass es nicht der Brandstifter ist, der sich auf Kosten meines Rufes zur Zeit im Rheiderland herumtreibt.

Wenig später rief ein Herr Cordes in der Redaktion an und beschwerte sich. Er würde ja gar nicht so aussehen wie ich und ein Brandstifter sei er auch nicht.

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Ein paar neue pikante Details zu meinem unerklärlichen Auftauchen gestern Abend in Weener sind auf meine Nachforschungen hin zu Tage getreten: a) Der Zeitpunkt meiner Sichtung deckt sich erschreckend genau mit der Zeit, in der ich mich schlummernd und von Schlesien träumend auf meinem Sofa wähnte. b) Mein Bruder soll auf dem Beifahrersitz des Wagens gesessen haben, oder aber Dirk Nowitzki.

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„Na, was hast du gestern Abend denn noch in Weener getrieben?“ schallte mir heute früh die Frage des Kollegen Hanken entgegen. Dabei war ich gestern gar nicht in Weener. „Komisch“, sagt der Kollege. „Dein Auto, dein Kennzeichen und meine Frau meinte auch, den typischen Bosse-Kopf gesehen zu haben.“

Langsam, aber sicher, wird mir mein ominöser Doppelgänger etwas unheimlich.

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Es geschehen hier wieder sonderbare Dinge. Zunächst nicke ich auf dem Sofa ein und träume von Schlesien. Dabei war ich noch nie in Schlesien. Und seitdem kann ich nicht mehr schlafen.

Dann war Hannes außer sich vor Hilflosigkeit, weil ich von meinem Rechner aus ihn vor seinem Rechner unter Kontrolle hatte. Das machte ihn ganz rasend. Aber meine kleinen Zaubertricks verrate ich nicht.

Gerade eben rief schließlich noch Uke aus Berlin an. Im Hintergrund wetterte offenbar eine Dame gegen mich: „Du hast das Pökelfleisch gegessen!“ schleuderte sie mir an den Kopf. Das ist wahr. Ich habe die Reste des Weihnachtsessens verspeist, die Mutter im Kühlschrank für Uke hinterlegt hatte. Uke selbst war jedoch zu dusselig, diese zu finden, bevor er heute früh wieder nach Berlin fuhr. So ein Kühlschrank ist ja nunmal eine komplizierte Konstruktion.

Die Dame jedoch schien einen Heißhunger auf Pökelfleisch zu haben und die Tatsache, dass ich heute Pökelfleisch gegessen hatte und sie nicht, reichte aus, um Uke mitten in der Nacht dazu zu nötigen, mich anzurufen und zu beschuldigen, ein Pökelfleischdieb zu sein. Uke musste ihr allerdings auf mein Betreiben hin gestehen, dass er das Pökelfleisch so oder so nicht mit nach Berlin gebracht hätte. Er hätte es unter normalen Umständen selber gegessen, wenn er das Mysterium des Kühlschranks enträtselt hätte.

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Komisch ist es geworden, mit unseren Rollenspielsitzungen. Es macht zwar nach wie vor Spaß, aber wenn ich mir den gestrigen Spielabend so durch den Kopf gehen lasse, dann fällt mir kaum etwas Witziges ein, dass ich hier nun niederschreiben könnte. Oder nicht schon irgendwann einmal niedergeschrieben habe. Das Leben ist eben ein ewiger Kreis. Und das Leben ist kein Ponyhof, hab ich mir sagen lassen.

Aber die Kollegen waren eh alle etwas schlapp. So bin ich hinterher auch noch alleine losgezogen. Und habe erstaunlich viele bekannte Leute getroffen. Nur hatten die sich wohl alle irgendwie abgesprochen, denn auf einmal waren sie alle gleichzeitig weg.

Gerüchte erzählten im übrigen von einer „alternativen Jahrgangsfeier“ meines Abitur-Jahrgangs, mit ausgewählten und geladenen Teilnehmern. Da wären wir fast noch pöbelnd vorbeigefahren. Das wäre ein Spaß gewesen. Ich wette nämlich, dass ich und die Kollegen alle große Meister in der Disziplin „Geschlossene Gessellschaft sprengen“ sind. Und das aus Leidenschaft.

Aber wir haben es dann doch gelassen. Weiß der Teufel, warum. Wahrscheinlich sind wir alle größere Menschenfreunde, als wir es uns selber eingestehen.

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Winterdepression. Freude schöner Götterfunken.

Aber wie heißt es doch so schön? Launen sind die Kontoauszüge des Gemüts.

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Gestern Abend hat Rapalje im Limit gespielt. Die Kollegen, die sonst kein Anlass davon abhalten kann, sich aus dem Limit herauszubewegen, zogen es diesmal allerdings vor, woanders dem Suff nachzugehen. Und auch alle möglichen anderen Bekannten, die eigentlich kommen wollten, taten dann lieber andere Dinge. Die Flachpfeife Fokksototh wollte zum Beispiel lieber „gammeln“. (Herzlichen Glückwunsch im übrigen).

Im Limit traf ich dann glücklicherweise Hannes Freundin Angelika und Anhang. Das war gut, denn ein Großteil des anderen Volkes war etwas sonderbar. Keltische Folkmusik zieht nämlich viele Gestalten an. Meistens schwarz gekleidet, wenn nicht, dann in Schnürhemden und sowat aal. D’Artangnan-Bart darf nicht fehlen, ebenso die lange Mähne.

Oder Milchbubigesichter, klassische Rollenspieler. Aber das war mir dann doch alles egal, denn die Band war sehr gut. Nur das eine Mädel, das die ganze Zeit vor mir getanzt hat, die ging mir ganz elendig auf den Sack. Die war nämlich IMMER neben dem Takt. IMMER! Das nervt ungemein.

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Und der Josef beim Krippenspiel sah aus wie ein Penner und war einen Kopf kleiner als Maria. Und eins der Hirtenkinder feuerte mit Inbrunst ein Kuscheltier in die Krippe. Und die Könige waren Psychopaten und haben ziemlich falsch gesungen.

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Fröhliche Weihnachten, alle zusammen. Ob ihr es nun verdient habt, oder nicht.

Da war doch tatsächlich noch vor Weihnachten noch so ein Telekommensch hier und hat das Telefon zum Laufen gebracht. Ein Weihnachtswunder. Aber damit bestätigt sich folgender Trend: Deren Servicemitarbeiter in den Call-Centern und T-Punkten sind zu einem nicht unerheblichen Teil Pfeifen, während die Techniker es immer wieder hinbekommen. Auch wenn die Techniker immer komische Vögel sind. Der hat mich sogar ungefragt geduzt. Naja, so lange das Telefon nun funktioniert, soll mir das recht sein.

Dann kamen meine Kumpels gestern spontan noch auf die Idee, auf meiner Dachterrasse zu grillen. Das erinnerte mich an alte Studentenzeiten in Münster. Wintergrillen und so. Jedenfalls stellten wir fest, dass das Grillfleisch bei Frost besonders zart und schmackhaft wird.

Und der Dreck, den die Kollegen angerichtet haben, hält sich erstaunlicherweise auch in Grenzen.

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Gestern war die alljährliche berüchtigte Jan-Hilko-Geburtstagsparty, also ein Festival der „untersten Schubladen“. Da beweise ich jedes Jahr das Talent, mich rechtzeitig vor dem endgültigen Ausarten zu verdünnisieren – auch im Hinblick auf die notwendige Leistungsfähigkeit am folgenden Tag.

Eindrücke sammeln konnte ich jedoch genug. So halte ich auf Joachims Wunsch auch folgende Aussage von ihm hier fest: „Es ist 9.30 Uhr – Hilko zwingt mich zum Trinken.“ Und nicht nur ihn. Besonders auf Hannes hatte er es abgesehen. So nutzte er zum Beispiel die Gelegenheit, dass Hannes eine McDonalds-Tüte über den Kopf gestülpt hatte, um dessen Charly mit Sauerpower zu strecken.

Eben jenen Sauerpower hatte Hannes kurz zuvor nicht besiegen können. Er wollte die Flasche in einem Zug leeren und dabei seinen Rekord von 34 Sekunden unterbieten. Sein Versagen in diesem speziellen Fall brachte Hilko erst dazu, Hannes den ganzen Abend aufs Korn (oder auf den Korn) zu nehmen.

Jan hingegen erfreute sich an seinem neuen Warhammer-Panzer, der 120 Zoll weit schießen kann. Als er um 00.00 Uhr schließlich die Glückwünsche von seinem Vater entgegen nahm, die mit ein paar deftigen Schimpfwörtern gewürzt waren, machte Lotta ob des Umgangstons große Augen. Sie hatte sich innerlich schon fast übergeben müssen, als Hannes den Sauerpower angesetzt hatte.

Allgemeines Objekt der Anfeindung war auch Jans Bruder, der wider Erwarten den Abend nicht bei seiner Freundin verbrachte, sondern sich mit dieser in die Höhle des Löwen wagte. Das hatte zunächst zur Folge, dass er diverse Matratzen entfernte, die strategischerweise in seinem Zimmer platziert worden waren. Er hatte offensichtlich vor, dass Zimmer lieber mit seiner Freundin zu teilen, als mit ein paar Sturztrunkenen.

Kann man ja irgendwie auch verstehen, er hätte sich jedoch denken können, dass diese Aktion einige Indiskretionen provozierte („Gehst du schon wieder ficken oder was?!“). Naja. So sind sie halt, die Ostfriesen.

Ich hatte mich, wie bereits angedeutet, früh genug vom Acker gemacht, um heute Haus- und Familienfeier-Angelegenheiten halbwegs unbeschadet überstehen zu können. Gefressen wie ein Schwein. Bei der Wohnungsbesichtigung für meinen Onkel wurden natürlich allerlei Möbel hin und her geschoben. Mein Bruder Uke und meine Mutter warfen sich gegenseitig vor, keinen Geschmack zu haben, was Wohnungseinrichtung angeht.

Das ist wiederum scheiße für mich, weil ich habe dafür überhaupt kein Auge und bin auf deren Hilfe angewiesen. Aber wenn die sich nicht einigen können, bin ich ziemlich aufgeschmissen. Naja, dann wird es eben wieder eine Wohnstatt, die ausschließlich nach pragmatischen und Bequemlichkeitsgesichtspunkten eingerichtet wird. Schön wir das nicht, aber wat solls?

Uke hat übrigens als allererstes das Haus auf seine Weise eingeweiht und einen ordentlichen Schiss gesetzt. Dabei stellte er fest, dass die Nachbarn jetzt immer wüssten, das jemand am Scheißen ist, wenn das Rollo heruntergelassen wird. „Das Fenster zum Klo“ ist irgendwie ein vielversprechender Titel für einen Film.

Ich werde noch vor Heiligabend meinen Wohnsitz komplett in die neue Wohnung verlegen, allen Mängeln zum Trotz. Lästig ist vor allem, dass die Telekom nicht zu Potte kommt und das Haus nicht an Telefonnetz anschließt. Aber es wäre auch das erste Mal gewesen, dass die irgend etwas auf Anhieb zu meiner Zufriedenheit bewerkstelligt hätten. Dabei bin ich doch so Anspruchslos.

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Sonderbare Dinge geschehen hier. Gestern war ich in meiner alten Wohnung am Herumräumen und hatte daher die Tür zum Flur nur angelehnt. Auf dem Flur hingegen war eine für einen Freitagnachmittag untypische Geschäftigkeit zu vernehmen. Das kümmerte mich jedoch eigentlich wenig, bis zu dem Moment, als eine Stimme sagte: „Guck mal, hier ist offen.“

Im nächsten Augenblick stand eine junge Frau bei mir in der Wohnung, erblickte mich, sagte ungerührt „Mooooin“ und war wieder draußen, bevor ich auch nur ein Wort erwidern konnte. Auf dem Flur hörte ich nur noch „Da ist jemand drin“, anschließend ein frauentypisches Kichern und die Geräusche des Fahrstuhls. Dann war Ruhe. Wird eindeutig Zeit, dass ich hier raus komme. Und der Fahrstuhl war hinterher auch noch abgeschlossen.

In der neuen Wohnung wollten Hilko und ich dann schließlich noch einen Schrank zusammenbauen (alleine kann ich sowas ja nicht). Hilko musterte erstmal mürrisch die Bauanleitung, doch plötzlich hellte sich sein Gesicht auf. „Alles Klar! Man braucht einen Hammer! Das kann so schlecht nicht sein“, meinte er erfreut.

Dann fand er sich allerdings erstmal vor einer Ansammlung von Kleinsteilen wieder. Aber auch das meisterte er mit Bravour. „Wozu hab ich schließlich Produktionswirtschaft studiert“, stellte er fest, als er die Schrauben und Dübel sortierte. Akademisches Schrankaufbauen. Aber er steht.

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Hilko und Hannes sollten Möbelpacker werden. Talent dazu und offenbar Spaß bei der Arbeit. Wenn ich daran denke, was für ein Stress es damals war, das Sofa bei mir reinzuzwängen, dann mag ich gar nicht daran glauben, wie unkompliziert gestern das Herausholen war.

Wenn man Hilko und Hannes engagiert, muss man allerdings mit einigen „Nebenwirkungen“ rechnen. Sie nutzen nämlich jede Gelegenheit zum Unsinn machen, hauen sich mit herumliegenden Gegenständen, sperren sich in den doppelten Wänden von Fahrstühlen ein und geben Bauarbeiter-Geschichten zum besten („Hannes, hol mi ehm de Lufthaken!“)

Aber was soll man sagen: Die sperrigsten Dinge sind nun in der neuen Wohnung.

Am besten waren aber eigentlich Mutter und Vadder. Mutter, die bei ihrer Schwester einen „Nimbus-Schlüssel“ ausleihen wollte und Vadder, der sich beim Hinaufwuchten des Sofas unter Hervorstoßen alttestamentarischer Flüche und Quengeleien tierisch einen abbrach. Ganz köstlich.

Und hinterher gab es Döner und Kuchen.

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Gestern Abend, Rockkonzert. Zwei grundsätzliche Auffassungen über die Handhabe eines solchen Konzertbesuchs treffen in Form zweier kleiner Mädchen aufeinander. Beide kommen aus der tobenden Menge. Die eine quengelt: „Man! Warum mussten wir da raus? Wir waren fast ganz vorne!“ Die Andere: „Wir waren nicht fast vorne, wir waren fast tot!“

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Es ist tatsächlich so. Sie sind alle so dumm. Ich habe mich tatsächlich aufgrund missverständlicher Angaben bei Mutters Neubau auf eine falsche Adresse angemeldet, habe das Telefon auf diese falsche Adresse bestellt und auch so manche Post schon für diese falsche Adresse angefordert.

Und das muss ich jetzt alles ändern. Und dafür wird jemand bezahlen, wenn ich weiß, wer Schuld daran ist. Man man man! Wenn man nicht ständig aufpasst wie ein Bluthund, ist man auf dieser Welt verloren und verraten.

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Als ich den Groene am Freitag Abend nach Hause fuhr, fand er in meinem leidlich aufgeräumten Wagen einen Einkaufszettel von mir. Nach kurzer Sichtung stellte er fest: „Nur Tee und Kruiden gekauft. Das ist ein ganz typischer Bosse-Einkauf gewesen.“

Manchmal muss ich mich fragen, was für ein Bild die Weltöffentlichkeit von mir hat.

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Nach Sichtung einiger (leider nicht ganz aktueller) Katasteramtskarten ist mir ein ganz böser Verdacht gekommen. Und wenn der sich bewahrheiten sollte (kann ich erst am Montag überprüfen), dann sind Mutters Bauunternehmer die Dümmsten, die mir je untergekommen sind.

Außerdem hab ich heute wieder vor Augen geführt bekommen, dass ich wieder viel mehr auf meine Intuition hören muss. Das gewöhnt man sich im Arbeitsleben leider ab. Jedenfalls hätte ich mir heute nicht einiges als neue Nachrichten verkaufen lassen müssen, wenn ich in der vergangenen Woche das rationale Denken eine Spur heruntergefahren hätte.

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Langsam ist das nicht mehr lustig. Es kann doch nicht sein, dass man mich jedesmal für jemand anderen hält, wenn ich abends mal weggehe.

Falls diesbezüglich jemand was weiß, das ich nicht weiß (selten genug kommts vor *hüstel*), dann kläre man mich doch bitte auf. Ich habe so das dumpfe gefühl, dass es da vielleicht das eine oder andere klarzustellen gibt.