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Kennt nicht zufällig noch jemand wen Netten, der/die in Leer ’ne schöne Wohnung sucht? Neubau, beste Lage, Erstbezug, mit Balkon. Die Sache hat nur einen Haken: Ich wohne Tür an Tür…

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Im Übrigen scheint eine weitere meiner gespaltenen Persönlichkeiten aufgetaucht zu sein: Die Meyer Werft rief hier vorhin an und fragte, ob es hier einen Herrn Schmitz gibt. Der hätte sich nämlich als Mitarbeiter für die Rheiderland-Zeitung für eine Veranstaltung heute Abend da angemeldet.

Wir haben aber keinen Schmitz…

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Ostfriesische Wertarbeit: Man machte heute Termo darauf aufmerksam, dass eine seine hinteren Lampen am Wagen mal wieder nicht tat. Termo, der im vergangenen Jahr bereits ein gutes Dutzend Lampen an seinem Auto hat auswechseln müssen, ging einmal mehr zur nächstbesten Tankstelle und bat darum, den Schaden zu beheben.

Der ölverschmierte Geselle sah sich die Geschichte einen Moment abschätzig an, schlug dann einmal kräftig mit der flachen Hand auf das beschädigte Rücklicht und – oh Wunder – leuchtete wieder.

„Löpt weer“, see he.

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Heute hat die Dusche zum ersten mal seit Tagen am Morgen nicht nur Eiswasser ausgespuckt. Ich fühle mich wie neu geboren.

Weil die „blondierte Fluse“ ja nun auch im Urlaub ist, mache ich ja im Moment der Sportteil der Zeitung. Das führt dazu, dass ich für die Kollegen nun noch mehr ein Ziel des Piesackens bin, als es sowieso schon der Fall ist.

Der Arbeitsplatz des Sportredakteus wird nicht umsonst als „Trash-Ecke“ bezeichnet (Leute mit eher geringen Englischkenntnissen deuten dies gerne auch als „Tratsch-Ecke“). Heute warf man mir zum Beispiel vor, ich könnte als einziger „an einer ganzen Seite asen“, während der Rest sich mit beschränktem Programm zufrieden geben müsste.

Aber den ganzen Tag meinen Tee trinken…

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Nach der Meinung meines Chefredakteurs habe ich im Moment zu viele Haare auf dem Kopf. Eben kam er mit einer großen Schere an und wollte sie mir abschneiden. „Das machen wir hier mit Volontären immer so“, war die Begründung.

‚Löv ik nix van.

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Ein ziemlicher Karnevalsverein ist ja auch die GEZ. Ich bekam heute zwei Briefe von der Datenkrake. Einmal eine Bestätigung, dass ich meine Rundfunkgeräte angemeldet habe und einmal eine Aufforderung, meine Rundfunkgeräte anzumelden.

Allerdings: beide waren falsch adressiert. (Wir erinnern uns: der Termo war etwa eine Woche lang auf eine Adresse gemeldet, die es gar nicht gibt). Dass die Aufforderung an die falsche Adresse ging, verstehe ich irgendwo noch. Wahrscheinlich haben die die Meldedaten abgefragt, zwischen meiner Falsch- und meiner Richtigmeldung.

Aber die Anmdeldung meiner Geräte habe ich definitiv auf die korrekte Adresse vorgenommen. Aber wahrscheinlich hat die GEZ die Weisheit mit Löffeln gefressen und weiß eben besser als ich, wo ich wohne. Und höchstwahrscheinliche bekomme ich demnächst auch noch eine Aufforderungen an meine Korrekte Adresse, dass ich meine Geräte anmelden soll.

Ich freue mich schon darauf, dass der Außendienstmitarbeiter vorbeikommt und denkt, ich sei Schwarzseher. Dem werde ich was husten.

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Mein „Fenster zum Klo“ hat sein erstes Opfer gefunden. Eine Bekannte meiner Mutter ließ sich da so achtlos auf den Locus fallen und wunderte sich, als sie nach draußen ging, warum die Bauarbeiter von gegenüber sie so amüsiert ansahen. Dann entdeckte sie das hell erleuchtete Fenster. Peinliche Angelegenheit.

Nebenbei kam uns die Idee, was für ein spitzen Scherzartikel es wäre, wenn man Schokoladen-Phalli so verpacken würde, dass sie aussehen wie Schokoladenweihnachtsmänner. Das gäbe ein Hallo an Heiligabend.

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Der Kollege verkündete heute, als wir über die Terminlage am Wochenende sprachen: „Ich mache dieses Wochenende gar nix!“

Im Hinblick auf sein angetrautes Eheweib, das hochschwanger ist, entgegnete ich entrüstet: „Du kümmerst dich gefälligst um deine Frau!“

Er meinte dazu sinngemäß, dass das doch das selbe wäre.
Männer.

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Erste Fuhre Anwärter auf meine Nebenwohnung begutachtet. Von einem Dutzend, die sich angekündigt hatten, sind nur drei Aufgetaucht. Alle sind von der Wohnung begeistert gewesen. Nur eine war Schwanger und ihr fehlte das Kinderzimmer, eine wollte schwanger werden und ihr fehlte das Kinderzimmer und die dritte… die war nicht schwanger. Aber sowas passiert ja schnell.

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Im Kino gewesen. Und nahezu den ganzen Film haben Hilko und Joachim neben mir gebrabbelt und getuschelt. Das reichte von Hilkos Ideen, eine ostfriesische Kriegerkaste einzuführen bis hin zu Joachims Beschwerden darüber, dass Hilko die ganze Zeit rülpsen würde. Furchtbar.

Nicht, dass der Film so gut gewesen wäre, als dass man ihm ständig seine Aufmerksamkeit hätte widmen müssen, aber die ganze Zeit… Naja, Joachims angeekeltes Gesicht, als er sagte „Hilkos Rülpse stinken so“, entschädigte dann aber doch ein bisschen.

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Die ganze Firma wäre aufgeschmissen, wenn es mich hier nicht geben würde. Dann hätten die nämlich niemanden, über den sie sich kollektiv lustig machen könnten.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die mich nicht ganz ernst nehmen hier. Ein böser Fehler.