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Heute gab es im Rathaus der Stadt Leer, bekannt für seine Tee-Empfänge, zu einer Pressekonferenz auch Tee. Und da wäre ich dann fast aus Protest gegangen.

Nicht wegen des Tees, der Tee war gut. Aber die Sahne… Allein diese leicht gelbliche Färbung deutete schon darauf hin, dass es so genannte Kaffee-Sahne war, was man uns da kredenzte. Spätestens, als man sie in den Tee tat, war man im Bilde: Sie sank hinunter wie ein Stein. Nix von wegen Wulkje oder so. Und schmecken tat die auch noch scheiße.

Das ist ja genauso, als wenn der Bundespräsident eine Plastikgans zum Weihnachtsbankett serviert oder so…

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Das war ein Schauspiel gestern. Dem Kruse seine Freundin war so dun, das sogar er meinte, dass eine Zigarettenschachtel ihr geistig überlegen gewesen wäre.

Die Beochbachtung fußte wohl vor allem auf der Tatsache, dass sie sehr lange versuchte, eine Zigarettenschachtel zu öffnen, was ihr nicht gelang. Als sie dann auf die Idee kam, die Schachtel über einer Kerze aufzubrennen, nötigte das den Kruse dann doch zum Einschreiten.

Nachdem er ihr die Schachtel geöffnet und sie endlich eine Fluppe im Maul hatte, kam das Problem des Anzündens. Zunächst versuchte sie es an besagter Kerze (eine Unsitte übrigens). Dazu wankte sie aber zu stark. Also erbarmte sich Kruse und wollte ihr Feuer geben. Aber auch das klappte nicht. Erst nach seiner Anweisung („Du musst ziehen, das heißt Ziehgarette“) hatte sie es geschafft.

Dazu kam dann noch ein böser Sturz, ein Interviewversuch mit einer Wasserflasche und sinnlose rumgespritze mit selbigem Wasser. Kruse mutmaßte schon etwas entnervt: „Und morgen sitzt dann wieder ein kleines Männchen in ihrem Kopf und haut mit einem Hammer gegen ihre Stirn.“

Mein Vorschlag, ihr noch etwas Schnaps zu geben, damit sie bewusstlos wird und keinen Ärger mehr machen kann, wurde zwar wohlwollen aufgenommen, aber nicht umgesetzt.

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So, da bin ich wieder. Eigentlich war ich auch kaum in Bochum, sondern hauptsächlich in einem Städtchen names Witten. Weil da wohnen der Frieso und die Nicole neuerdings. Aber Ruhrpott ist ja Ruhrpott, habe ich mir sagen lassen. War sehr nett alles.

Frieso und ich haben ja beide eine Schwäche für schlechte Witze (z.B. „Beter Witten as Schwartten“ oder beim Besuch der Zeche Nachtigall „Wir gehen jetzt erstmal die Zeche prellen“). Der Langhaarige hat zudem in den letzten Wochen eine Vorliebe dafür entwickelt, das Wort „Penis“ in verschiedenen Variationen bei jeder sich bietenden Gelegenheit anzubringen. Das bestätigte auch Nicole. Frieso zu seiner Verteidigung: „Ich benutze halt Penis gern. Und das Wort auch.“

Bei einer kleinen Grillfeier musste ich mir im übrigen von Friesos Kollegen unterstellen lassen, dass ich eine Atkins-Diät mache. Und das nur, weil den Leuten da unten das Phänomen des „gesunden Appetits“ nicht bekannt ist.

Zu guter Letzt habe ich heute Mittag auch noch kurz meinen alten Bundesbruder Dino getroffen, der in Bochum heimisch ist. Der hat sich so einen sonderbaren Wagen zugelegt, der ihn zwar Steuern sparen lässt, bei dem er aber nur einer sehr schlechte Sicht nach hinten hat. Und prompt touchierte er beim Ausparken einen schicken Sportwagen, der hinter ihm stand (und ich sagte noch: „Dino, EIN Meter Platz…“). Das verleitete ihn zu der Bemerkung: „Das mir das immer passiert, wenn Kollegen von mir dabei sind…“

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Ich tingelte vorhin noch durch die Rheiderländer Wahllokale. Aber da war überall so vollkommen tote Hose. Am besten war dazu noch der Kommentar eines Wahlhelfers in Holtgaste: „Können wir uns gar nicht erklären. Gestern Abend auf dem Dorffest war noch so viel los.“

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Auf Sachen kommen manche Leute…

Seit vergangener Nacht läuft wohl eine große Spam-Kampagne irgendwelcher rechtsgerichteter bis rechtsradikaler Futzis, die noch ein paar NPD-Stimmen für die Europawahl fischen wollen. Daher überhäufen die mit tonnenweise Mails mit pseudo-seriösen Texten unter Überschriften wie „Wir haben die Ausländer doch geholt“ und „Sozialhilfeempfänger aus dem Osten überschwemmem Deutschland“ die EMail-Postkästen unbescholtener Bürger.

Die sind allerdings klug genug, um das ganze nicht unter ihren eigenen Adressen, sondern unter irgendwelchen Adresse zu verschicken, die sie irgendwo aufgeschnappt haben. Nicht nur, dass sie die gute Adresse der Rheiderland-Zeitung als Absender nutzen, nein, auch Adressen von mir sind zu diesem finsteren Zweck missbraucht worden. Also: Falls so ein Pamphlet angeblich vor mir abgeschickt in einem Eurer Postkästen landen sollte, ist das icht von mir. Aber wer mich kennt, täte das sowieso nicht glauben.

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Ich sehe aus wie ein Junkie: Meine Arme sind zerkratzt und zerstochen vom vielen Blutabnehmen und Neurodermitis, meine Frisur ist wirr, meine Augen sind eingefallen, blass ist meine Haut, die Klamotten sehen komisch aus…

Wo ist der Bahnhof?

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Es treibt mich diese eine Frage,
Die ganze Menschheit fragt sich auch.
In dieser unerhörten Lage
fragt man das selbst bei Günter Jauch.

D’rum ist es wichtig, sie zu klären,
das ist mein eig’ner freier Wille,
um unser Wissen zu vermehren:
Blixen! Wo ist meine Brille?

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Also es gibt da diese Werbung für die „Ammerländer Torfstecher“, eine angebliche Spezialität aus dem benachbarten Ammmerland. Wenn man genau hinsieht, dann sind da Berge zu sehen. Berge im Ammerland.

Also, ich kenne mich ja nicht wirklich aus im Ammerland. Aber wenn da Berge wären, dann könnte ich sie doch sehen von hier aus…