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Apropos traurige Zeitungsausgaben: Gestern hattem wir diese spitzen Meldung drin. Fast wie in diesem schlechten Witz. Jedenfalls konnte jemand der Polizei seinen Führerschein nicht vorzeigen (nachdem er selber besoffen vor der Polizeiinspektion vorgefahren war). Aber er sagte sowas wie, dass es kein Problem sei, er würde den Lappen ja in der kommenden Woche zurückbekommen.

Bei so etwas fühle ich mich immer wie in einem Comic.

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Ich war heute am überlegen: Die Frau von der IQ-Show sagte, man soll im Fernsehen nichts ganz Schwarzes, nichts ganz Weißes und nichts Kleinkariertes oder Kleingestreiftes. Zu deutsch: Ich hab nix anzuziehen.

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Großartig, großartig: „Ein Missverständnis?! Du bringst mich beinahe um die Ecke und sagst, es war ein Missverständnis?!“

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Ich vergaß Hilkos lautstarke Ankündigung zu erwähnen, die er in den Raum stellte, als er sich zu Fuß zum Oldenburger Stadtfest aufmachte: „Wenn ich da ankomme, dann sind meine Klamotten verkohlt und ich habe drei Skinhead-Köpfe unterm Arm!“

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Gestern war die Einweihungsparty von Hannes und Harm in ihrer neuen Wohnung in Oldenburg. Aus aller Herren Länder kamen die Kollegen. Allerdings hatte Hannes angeblich ein Dutzend naiver SoWi-Mädels versprochen, die waren allerdings nicht da.

Dafür war Basti da, den sieht man ja eher selten. Und der benahm sich wie gewohnt. Groene drückte es passend aus: „Auch wenn man ihn über ein halbes Jahr nicht gesehen hat, macht man so weiter, als hätte man gestern noch mit ihm gesoffen.“

Abgesehen hatte es Basti natürlich auf die einzigen beiden Gäste, die nicht aus der Ostfriesen-Liga stammten. Die beiden jungen Damen kamen wohl von Harms neuer Arbeitsstelle.

Die bekamen Bastis Volkszorn das erste mal zu spüren, als sie es wagten, den Fernseher mit der Olympia-Übertragung abzustellen. Denn sofort stimmte Basti „Fußball ist unser Leben, ja König Fußball regiert die Welt“ an und sonderbare Weise fielen alle männlichen Anwesenden lautstark mit ein. Und sofort war der Fernseher wieder an.

Zu vorgerückter Stunde ging dann die eine der beiden Damen aus dem Raum, weil ihr Telefon geklingelt hatte. Basti fragte, was den sei. Ihre Kollegin meinte, sie würde gleich abgeholt. Ein gefundenes Fressen für Basti: „Oooooh! Von ihrer Mutti?“

„Nein“, antworte die verbliebene Dame kühl. „Von ihrem Mann!“

Draußen war derweil Birte zu Hochform aufgelaufen. Die telefonierende Dame, die eben den Raum verlassen hatte, fragte nämlich, ob sie in Hannes Zimmer gehen dürfe, offenbar, um in Ruhe zu telefonieren.

„Jaja“, sagte Birte. „Geh rein, zieh dich aus, mach’s Licht aus, gleich kommt jemand.“ Fand die Dame allerdings wohl nicht so lustig.

Noch später, als die beiden Damen weg waren, konnte sich Basti schließlich vollkommen entfalten und gab eine Geschichte zum Besten, die ihm offenbar schon den ganzen Abend auf der Seele brannte.

Bei irgendeinem großen Fußballturnier kam es wohl zu einer Art „ärztlicher Untersuchung“ in der Öffentlichkeit der anwenden Männerhorde. Dabei bekam ein Wildfremder das offenbar legendär große Gemächt von einem von Bastis bekannten zu sehen und stieß halb flüsternd und bewundernd hervor: „Ssssatan!“

Und wer Basti kennt, der weiß, dass uns dieses „Ssssatan“ anschließend den ganzen Abend verfolgte…

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So. Der Schrank steht. Ein Hoch auf Hilko.

Es ist eine Wonne, mit Hilko irgendetwas zusammenzuzimmern. Da kommen dann so manche Heimwerker-Weisheiten zu Tage. Beispielsweise, als Hilko die etwas widerspenstigen Schubladeneinzelteile in der Hand hatte und festellte: „Hier ist Filigranarbeit gefragt!“ Anschließend schlug er mit beiden Fäusten so lange auf die Bretter, bis sie passten.

Ähnlich bei einem der späteren Arbeitsschritte. Hilko las zunächst laut aus der Bauanleitung vor: „‚Rückwandhalter auf Möbelrückseite in Nut schieben. Es ist darauf darauf zu achten, dass der Rückwandhalter sauber gegen die Seite stößt.'“ Daraufhin legte er den Wisch beiseite und griff nach dem Hammer. „Sauber? Also mit Gewalt.“

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Ich ziehe mal eine Zwischenbilanz meines „Urlaubs“: Hauptsächlich habe ich bisher geschlafen, 12 bis 14 Stunden am Tag. Kein Wunder, habe ich doch mindestens ein halbes Jahr Schlaf nachzuholen. Dafür reicht dieses Wöchelchen gar nicht. Naja.

Wenn ich nicht geschlafen habe, dann habe ich gegammelt. Ausnahmen gabs nur wenige, dazu gehörte der bisher erfolglose Versuch, einen Schrank aufzubauen. Gescheitert ist es an einem unfähigen Kreuzschraubenzieher.

Heute war ich ausnahmweise mal außer Haus, hatte ein paar Dinge zu erledigen. Zunächst war ich routinemäßig beim Zahnarzt. Der sollte nur nachgucken, aber *schwupps* hatte ich eine Spritze im Mund sitzen und bekam doch noch die 10 Euro Praxisgebühr abgeknöpft. Außerdem durfte ich anschließend den ganzen Vormittag mit halb betäubtem Mund durch die Gegend laufen.

Zudem habe ich selbst bei den zahnärztlichen Standardprozeduren geblutet wie ein Schwein. Ich liebe es halt theatralisch. Man wat mutt, dat mutt.

Dann hatte ich diverses zu erledigen. Eine interessante Erfahrung war es, als ich die Osterstegschule passierte. Ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen, wie ich dem Gebäude entlang ging und regelmäßig meine Kusine dort traf, die vor etwa 10 Jahren die dortige Orientierungsstufe besuchte.

Seit einer Woche, dank unserer glorreichen Schulreform, sind im Ostersteggebäude allerdings die 11. Klassen (und auch ein paar 10., glaube ich) der benachbarten Gymnasien untergebracht. Früher, wenn man dort vorbei lief, war man vielleicht ein wenig genervt von dem Gewusel der Lütten. Der jetzige Anblick war daher etwas ungewohnt.

Denn nun ist jede dunkle Ecke, jede Nische, jedes Gebüsch und jeder Seitenweg von rauchende, tuschelnden, kreischenden, knutschenden und teilweise auch pöbelnden Jugendlichen bevölkert. Lästiger sind allerdings die Lehrer, die zwischen dem Ostersteg und ihren jeweiligen Schulen hin und her pendeln und denen man daher an allen Ecken und Enden über den Weg läuft. Denn davon kennt mich die Hälfte ja noch (oder wieder).

In der Stadt traf ich Maren, die kleine Schwester einer ehemaligen Schulkameradin von mir. Sie wollte eigentlich zum Arzt, auch wenn sie zugab, im Augenblick genug Zeit zum Rumhängen zu haben, da sie ja „auf ihr Studium warte“.

Jedenfalls demonstrierte sie mir eine praktische Neuerung ihres Arztes: Da sie, trotz eines Termins, noch lange nicht drangekommen wäre, händigte man ihr einen Pieper aus. So konnte sie ihre Zeit in der Fußgängerzone verbringen, anstatt sich im Wartezimmer irgendwelche Krankheiten einzufangen, bis sie angepiept wurde.

Am Rande weihte sie mich in die Geheimnisse von weiblichen Kleider- und BH-Größen ein. Man lernt ja nie aus.

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Tz. Da habe ich endlich mal ein paar Tage Zeit, um ausgiebig und ohne Rücksicht auf Verluste zu schlafen, und dann träume ich prompt ständig von der Arbeit.

Und ich wache auch jeden Morgen um halb sieben auf. Egal, ob der Wecker an ist oder nicht.

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Mein Bruder glaubt tatsächlich, ich hätte eine Kreditkarte. Tz.

Ich habe nun endlich ein paar Tage frei. Ein paar wenige mickrige Tage, aber frei. Und ich habe mich auch gleich ein wenig betrunken, damit die von der Arbeit nicht anrufen können und mich mit irgendeiner haarstäubenden Begründung doch wieder zum Knüppeln verpflichten.

Ich kann nicht mehr fahren. Und bald nicht mehr laufen.

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Wir erinnern uns?

Der Termo hatte sich aus Spaß an der Freud bei der RTL IQ-Test-Show beworben (nicht, dass er der Klügste wäre), um zu verhindern, dass nur Pfahlsitzer oder ähnliche Gestalten die Ostfriesische Mannschaft stellen. Zudem hatte Termo einige Bekannte und das Rheiderland aufgefordert, sich auch zu bewerben.

In den letzten Tagen wurden einige dieser Bekannten zu Castings eingeladen. Termo allerdings nicht. Wunderte ihn nicht, denn er hatte zu der Show einen nicht hunderprozentig unkritischen Artikel veröffentlicht, welcher der Produktionsfirma in die Finger gekommen war.

Heute kam allerdings eine E-Mail. Sie nehmen Termo doch. Und ganz ohne Casting. Das kann nichts Gutes bedeuten…

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Mit Genugtuung kann ich heute zur Kenntnis nehmen, dass in Aurich („Auerk“) und in Großheide („Grootheid“) die ersten zweisprachig hochdeutsch/plattdeutschen Ortsschilder aufgestellt wurden. In Verbindung mit den jüngsten Forderungen nach dem „Großkreis Ostfriesland“ kann ich nur sagen: Bald haben wir unser geliebtes Fürstentum wieder…

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Neueste Neuigkeit: Hauke Peters ist auf einem Pressetermin als Meister-Propper-Double entdeckt worden und nun winkt ihm ein hochdotierter Werbevertrag.

Da sieht man es wieder: Als Ostfriese bringt man es zu etwas.

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Mutter schenkte mir gestern einen Anhänger, einen sogenannten „Body-Harmonizer“. Der schützt angeblich vor schädlicher elektromagnetischer Strahlung und den Auswirkungen von Wasseradern und so.

Der hat mich vergangene Nacht dermaßen harmonisiert, dass ich vor lauter Harmonie (laut im Halbschlaf geführter Strichliste) allein sieben Mal zwischen 23 und 6.30 Uhr aufgewacht bin.