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Joachim und Hilko: Natürlich gewachsener Hass.

Alleine diese drei Begebenheiten heute beim Rollenspielen geben ein beeindruckendes Zeugnis davon ab:

1.
Joachim rülpst aus heiterem Himmel sehr laut und brüllt anschließend Hilko an: „Ha! Und jetzt bist du dran.“ Hilko nimmt es scheinbar gelassen hin, rülpst überraschenderweise aber wenige Minuten später noch lauter und haucht Joachim anschließend mit dem entsprechenden Atem an. Dieser verzieht angeekelt das Gesicht und sagt: „Bah! Hilko! Ich habe dich doch auch nicht angehaucht!“ Hilko: „Das ist DEIN Fehler!“

2.
Joachim stellt fest, er habe heftige Blähungen und lässt anschließend gewaltig einen fahren. Auf die Missbilligung, die er daraufhin von allen Seiten erntet, reagiert er, indem er bei Hilko Unterstützung sucht, der sonst für jede Flatulenz zu haben ist. „Hilko, du verstehst mich doch.“ Doch weit gefehlt. „Nä!“

3.
Joachim: „Ich glaube, ich gehe noch ehm schnell auf den Gallimarkt und hole mir was.“
Hilko: „Ja! Tripper!“

Gewürzt wird diese ewige Auseinandersetzung noch dadruch, dass andere ebenfalls dazu verleitet werden, auch noch in diese Kerbe zu schlagen. Als Joachim sich vorhin äußerst auffällig am Hintern kratzte, konnte sich beispielsweise Birte ein „Na? Ist der Zopf aufgegangen?“ nicht verkneifen.

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Tja. Gibt eigentlich gar nicht so viel zu erzählen von gestern Abend. Wir trafen uns zunächst beim Jan nebenan, um seine Wohnung einzuweihen und Kristians Geburtstag zu feiern.

Dort verkündete Hannes zunächst, er wolle nicht so viel trinnken. Denn er hoffte, später auf dem Gallimarkt noch seiner neuen alten Flamme zu begegnen. Wie ernst er es mit diesem Vorsatz meinte, ließ aber bereits eine halbe Stunde später die Tatsache durchblicken, dass er das hellerleuchtete mannshohe Fenster zur Straße im Flur für einen „perfekten Ort“ zum Posen und Tanzen hielt.

Lange Rede kurzer Sinn: Er soff und soff und schaffte es anschließend auf dem Weg zum Gallimarkt nur mit tatkräftiger Hilfe zu Jannekes Schiff. Dort verletzte er sich mit duunem Kopp auf noch ungeklärte Weise den Finger so schwer, dass er damit ins Krankenhaus musste. Heute Morgen legte er schriftlich dar, dass er erstmal auf größere Mengen Alkohol verzichten wolle. Seine Flamme ist er im übrigen (hoffentlich) nicht begegnet.

Es war aber auch eine Menge Alkohol im Spiel. Und vor allem so viele verschiedene Dinge. Ich alleine erinnere mich daran, neben Bier auch noch Korn, Kruiden, Charly, Appelkorn, Maracuja-Schnaps, Sauerpower und so einen Klopfer getrunken zu haben. Und da gabs bestimmt noch mehr, denn ich liege traditionsgemäß immer an unteren Ende der alkoholischen Messlatte.

Ansonsten war es ein netter Gallimarkts-Abend. Ich traf viele Leute, die ich kannte, noch mehr Leute, die mich kannten und sogar meinen mittlerweile wieder halbswegs gutgelaunten Bruder.

Auf dem Weg vom Schiff, auf dem wir traditionell das Feuerwerk begutachteten, zur Schwarzwaldhütte, verlor ich die Jungs das erste Mal. Denn ich quatschte mich am Riesenrad fest. An der Schwarzwaldhütte fand ich nur Harald wieder und wir beschlossen, Fischbrötchen essen zu gehen. Und an der Fischbude stand interessanterweise der Rest der Truppe.

Als wir uns von da wieder auf machten, waren die Kollegen allerdings *schwuppdiwupp* schon wieder verschwunden. Damit nahm das Verhängnis seinen Lauf, denn beim Umherirren gabelte mich der „Gelb-Schwarze Mob“ auf: Hilko mit seiner Fußballmannschaft (wir erinnern uns? „Schüüp’um an Schröder).

Mit denen zog ich schließlich noch ein bisschen um die Buden. Und was soll ich sagen? Ich habe heute Morgen tatsächlich und ungewohnterweise ein klein wenig Kopfschmerzen gehabt…

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Zum Kaninchen: Ich bin totallergisch gegen die Viehcher. Und als ich so nichtsahnend über den Viehmarkt schlenderte, trugen mich meine Beine irgendwann in die Kleintierhalle. Danach saß ich zwanzig Minuten heulend und schniefend im Auto und der Viehmarkt war für mich Geschichte.

Zu „Schüpp’um as Schröder“: Liegt vorerst auf Eis. Nachdem der „Alles was Uke anpackt wird nix“-Fluch zunächst meinen einen Rechner dahingerafft hatte (auch Professionelle Hilfe versagte heute), waren die technischen Defizite, Ungereimtheiten und Blödsinnigkeiten am anderen Rechner zu groß, so dass wir schließlich entnervt aufgaben.

Aber das Projekt und das bereits gesammelte Material ist zu gut, um es einfach unter den Tisch fallen zu lassen. Da werden wir noch von hören…

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Ich deutete ja schon kurz an, dass mein Bruder Uke gerade spontan an einem kleinen Hilko-Dokumentarfilm („Schüpp’um as Schröder“) arbeitet.

Projekte dieser Art fußen bei Uke allerdings immer auf der Annahme, dass er über meine Zeit und meine Hardware kurzfristig und dringend verfügen kann. Und so kam es, wie es kommen musste: Als ich gestern Abend den Schnitt-Computer für ihn herrichten wollte, musste ich feststellen, dass er kaputt war. Das kann noch was werden heute.

Und außerdem hat mich gestern Abend auf dem Galliviehmarkt ein Kaninchen fast getötet.

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Ich träumte vergangene Nacht mal wieder sonderbar, in den wenigen Stunden Schlaf umso intensiver. Ich schilderte es vorhin jemandem so:

„Das Setting ist etwa Folgendes: Vier Magier repräsentieren so etwas wie die Elemente. Diese vier Magier zusammen sind der Garant für den Schutz des Landes und für Frieden und Wohlstand, den sie mit ihrer gemeinsames Kraft sichern. Allerdings sind es nicht die vier Elemente, wie man sie kennt, sondern so was Ähnliches. Einer der Magier bin ich. Ich repräsentiere „Wetter“. Von den anderen erinnere ich mich nur noch an „Sonne“.

Dann gibt es da natürlich einen Bösewicht. Der hat einen der Magier irgendwie auf seine Seite gebracht und einen anderen Magier zusammen mit ihm umgebracht. Daher gibts eben nur noch „Sonne“ und mich. Wir wurden gewarnt und konnten daher nicht von denen umgebracht werden.

Aber das ist jetzt Scheiße, weil wir nicht mehr zu viert sind und den Frieden des Landes nicht mehr garantieren können, logischerweise. Der Bösewicht hat zudem auch noch den Metropoliten des Landes korrumpiert und auf seine Seite gezogen. Das war bis dato der Fünfte im Land, der so etwas wie magische Kräfte hatte, so eine Art oberster Priester.

Ich und „Sonne“ haben nun natürlich alle Hände voll zu tun. Ich wehre zunächst vor allem Unwetter ab. Dann schaffen „Sonne“ und ich es, einen Schutz zu errichten, der uns zumindest eine Atempause verschafft.

Jetzt passieren einige komisch-reale Dinge: Ich bin unterwegs, überall Hilfe einwerben. Unter anderem in Weener. Da geht mein Auto kaputt und ich muss mit dem Fahrrad zurück. War natürlich das Werk des Bösen und der schlägt nochmal zu: Auf der Jann-Berghaus-Brücke klappt die auf einmal ganz schnell hoch. Ich kann mich gerade noch rüberretten, aber das Rad ist nun auch weg.

Ich muss aber ins geheime Hauptquartier zu „Sonne“. Das ist aber nicht mehr in der alten Magierakademie, weil da würde man uns finden. Aber mein Kollege Hilko hat uns sein Haus in Klinge/Westoverledingen zu Verfügung gestellt. Da muss ich also hin. Zu fuß.

Ich will per Anhalter fahren, aber keiner nimmt mich mit, auch ein Werk des Bösen. Erst kurz vor Klinge nimmt mich die Freundin von dem Buchhändler aus Weener mit. Auf den 300 Metern, die sie mich fährt, klagt sie ihr Leid, dass ihr Freund auf einen Männerurlaub will, wo keine Frauen mit sollen.

Ich bin jedenfalls endlich bei Hilko, treffe mich mit „Sonne“. Da kommt auf einmal der Metropolit und will uns auf seine Seite bringen. Wir gehen natürlich nicht drauf ein. Er ist sauer und sagt, der Oberböse würde uns vernichten, wenn er erstmal genug Kraft gesammelt hat, wobei ihm der abtrünnige Magier hilft. Dann haut er ab.

Wir müssen nach Leer, weil da in der Magierakademie Artefakte liegen, die wir benötigen. In der Fußngängerzone taucht auf einmal der Böse mit dem Magier, dem Metropoliten und einem Dutzend Schergen auf. Er will dort einen Harlekin vernichten, der ihn nervt.

Er schafft es aber nicht und verschwindet wütend. „Sonne“ findet heraus, dass das an einer bestimmten Sterne-Mond-Konstellation liegt. Und diese müssen wir am nächsten Abend beim Showdown ausnutzen, sonst fällt das Land an die Bösewichte.

Wir präparieren uns also und warten am nächsten Abend in Hohegaste am Deich auf den Bösen und seine Schergen…“

Dann wurde ich wach

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Himmel nee. Die Schausteller oder sonstwer müssen sich gedacht haben, schon mal ein paar Tage zu früh voll die krasse Gallimarkt-Action zu starten. Jedenfalls dudelte bis 4 Uhr in der früh von irgendwo irgendeine komische Musik vor sich hin und raubte mir den Schlaf.

Und dann kommt man heute am ersten Tag nach seinem Urlaub zur Arbeit und ist dementsprechend noch geräderter als zuvor. „Siehst ja sehr erholt aus“, meinte der Sport-Kollege.

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Vollkommen unerwarteterweise fand ich mich heute Nachmittag mit Uke und Carolin bei einem Stikelkamper Kreisklassen-Fußballspiel wieder.

Als wir kamen, stand es schon 0:1 für die anderen und kurz nach der Halbzeit fiel das 0:2. Carolin begann gleich zu quengeln: Wenn sie schon mal bei einem Fußballspiel sei, dann solle doch auch gefälligst ihre Mannschaft gewinnen. Und ein 0:2-Rückstand sei ja nicht mehr aufzuholen.

Ich sagte ihr: „Das ist die Kreisklasse. Da geht alles.“ Natürlich berücksichtigte ich bei dieser etwas großkotzigen Aussage auch die „Stikelkamp-Seuche“, die bis dato wieder zugeschlagen hatte: Besser spielen, keine Tore machen, dumme Dinger einfangen. Und wie prognostoziert: Der SV Stikelkamp schüttelte die Seuche ab und gewann 4:2.

Warum wir überhaupt da waren? Nun, Uke hat mal wieder ein Projekt aus dem Boden gestampft. Ja, eines dieser „Temmo ich muss bis Freitag einen Film machen kriege ich deine Kamera und deinen Computer und hilfst du mir?“-Projekt. Er hat sich vorgenommen, eine Kurz-Doku über unseren Hilko, den Mittelfeld-Star der Stikelkamper, zu machen. Dazu aber ein andermal mehr.

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So. Aus Hamburg wieder da. Tee verschenkt und so. Sehr erfolgreich.

Allerdings zwei interessante Begebenheiten:

Zunächst: In einem Buchladen in Hamburg-Harburg traf ich eine Bekannte Joachims, die damals noch in Bremen wohnte, als ich sie anlässlich einer Party von Joachim in Ostfriesland kennenlernte. Sie arbeitet jedenfalls in diesem „Aldi des Buchhandels“, wie sie sagte und erkannte mich beim Bücherstöbern. Die Welt ist und bleibt ein Dorf. Insbesondere übrigens in Stiekelkamperfehn. Das aber nur am Rande.

Weiterhin: Habe mich mit meiner Gastgeberin, einer alteingesessenen Hamburgerin, im Hamburger Stadtpark verlaufen. War sehr amüsant. Besonders, weil wir bei unseren Irrungen ein und demselben Jogger bestimmt ein halbes Dutzend mal begegnet sind.

Habe eben versucht, einer Dame (auf ihren Wunsch hin) Skat beizubringen. Nach der ersten Proberunde streckte sie allerdings die Segel. Gut, dass ich kein Lehrer geworden bin.

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Hörte heute von einem Kollegen einen sehr schönen Ausspruch bezüglich der Belegung von Thesen und Behauptungen: „Für die von mir losgelassenen Argumente brauche ich keine Quellen. Wenn man sich nämlich selbst etwas ausdenkt, dann muss man es auch nicht belegen.“

Da kam aber auch gleich das Contra von einem anderen Kollegen: „Ich seh dich schon vor deinem Professor stehen, wenn er dich fragt: ‚Wo haben sie denn den Unsinn her? Können sie das irgendwie belegen, dass der Mensch vom Stein abstammt?‘ Und du sagst dann: ‚Nee, wieso? Das habe ich mir selbst ausgedacht, das brauch man dann nicht belegen.'“

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Hab ich das richtig mitbekommen? Bei der komischen ZDF-Sendung mit den 50 Lieblingsbüchern der Deutschen ist der elendige Schundroman „Die Säulen der Erde“ auf Platz 3 gelandet? Wie passiert denn so etwas?

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Das war eine Festchen gestern. Harm verschwand spurlos (zumindest für eine Weile), Hannes versuchte, Hilko anzukotzen, weil dieser ihn angerülpst hatte und verlegte nebenbei im Suff seine Autoschlüssel und seine Geldbörse, Frieso, Hannes, Hilko, Sascha und ich bewiesen unsere Tauglichkeit als Straßenbauarbeiter, Harm fraß fremde Kekse, es gab zum Tequilla kein Salz und kaum Zitronen und die anwesenden Pärchen bekamen sich in die Haare.

Habe mich wohl amüsiert.

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Hilko war heute ausgesprochen gut gelaunt. Nachdem er sich erst einmal gewaltig über seine Uni ausgekotzt hatte, fing er an, Witze zu erzählen. „Hört ehm: Warum war Berlin als Hauptstadt im Dritten Reich so praktisch? Da konnte man gegen Ende mit der S-Bahn von der Ostfront zur Westfront fahren.“

Oder: „Ein Mann will seine Frau umbringen und geht in die Apotheke. ‚Ich hätte gern Zyankali.‘ Der Apotheker ist entrüstet: ‚Ich kann ihnen doch hier nicht einfach Zyankali geben!‘ Da holt der Mann ein Foto von seiner Frau raus und zeigt es dem Apotheker. Der sagt: ‚Oh, tschuldigung. Wusste nicht, dass Sie ein Rezept haben…'“