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Ich traf heute zufällig meinen alten Philosophielehrer. Er behauptete, Eisenhower habe eine Weisheit über den Ruhestand von ihm kopiert.

Den Groene können wir derweil mal zu „Wetten dass“ schicken. Er kann nämlich riechen, von welchen Verlagen Bücher stammen. Heute steckte er (im wahrsten Sinne des Wortes) seine Nase ins eines meiner Bücher und sagte dann verzückt: „Ah, die drucken in der gleichen Druckerei wie Amigo.“

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Hin und wieder hab ich das Gefühl, dass ich in einer Soap-Opera lebe.

Oder vielleicht sollte ich ich es eher philosophisch-populärwissenschaftlich formulieren: Ich fühle mich, als sei ich in Höhle festgekettet und könnte nur an eine Wand blicken, an die das Fernsehprogramm projeziert wird. Über eine Fernbedienung kann ich zwar umschalten, aber auf jedem Sender läuft eine andere schlechte Fernsehserie.

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Wuah. Man darf den Fernseher gar nicht mehr unvorbereitet einschalten, wenn man bei Gesundheit bleiben will. Mich traf eben unvermittelt die „Turbo-Polka, der Partyhit des Jahres“ mitten ins zentrale Nervensystem.

Dafür erzählte mir ein Kollege gerade mal wieder Angler-Stories: „Gestern drei Meerforellen und gut 25 Dorsche, darunter eine 68er Granate! Ganz ehrlich? Ficken is nich so geil wie Angeln!“

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Eine Freundin regte sich kürzlich über das furchtbare Verhalten und die wenig vorteilhafen Klamotten einer ihrer Bekannten auf. Daher riet ich: „Mach ihr doch mal ne Imageberatung.“

Sie darauf: „Imageberatung? Kartoffelsack drüber und Tesafilm über’n Mund!“

Nun, das ist zumindest ein pragmatischer Ansatz.

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Wer schon mal mit zwei Damen mittleren Alters zusammen essen war, kennt Folgendes sicher:

„Wo wollen wir denn hin zum Essen? Wir wollen ja nur ne Kleinigkeit.“
„Zum Griechen oder zum Mexikaner? Is mir egal.“
„Is mir auch egal. Sag du.“
„Nee, is mir egal.“
„Is mir auch egal.“
„Entscheide du.“
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„Was essen wir denn nu?“
„Nur ne Kleinigkeit.“
„Guck mal, lass uns diese Vorspeise zusammen nehmen.“
„Ohja, und diese hier auch noch.“
„Ich nehm dann noch den Grillteller ‚Senorita‘.“
„Ohja, ich auch.“
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„Waas? So viel? Wir wollten doch nur ne Kleinigkeit.“
„Ja, wer konnte denn ahnen, dass das so viel ist.“
„Ich schaff das nicht.“
„Ich auch nicht, ich lass das einpacken. Für meinen Mann.“
„Ja, meins kannst du deinem Mann auch noch einpacken.“
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„So. Ich zahl dann alles.“
„Nein, was soll das, lass mich zahlen.“
„Nee, was soll das denn? Ich zahle.“
„Nein, hör auf. Ich bezahle.“
„Du zahlst doch immer. Ich zahl heute.“
„Nein, ich bezahl das Essen.“
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„Oh Gott, ich hab mein Portmonee vergessen…“

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„…beim fünften Bier, da plagt mich doch der Gewissensbiss.
Doch was solls, wenn dieser Tag sowieso verschissen is…“

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Da sind wieder al Dinge passiert. Man trug mir gerade folgendes Gerücht zu: Auf der angesprochenen DVD-Releaseparty am Sonnabend hat sich ein (nicht ganz unbekannter) Schauspieler wohl ziemlich besoffen (angeblich nicht zuletzt mit dem Kruiden, an dessen Gegenwart in Berlin ich ja nicht ganz unschuldig war) und setzte sich anschließend am frühen Morgen in einen ICE.

Da er hier mit einer täuschend echt aussehenden Plastikpistole (noch von der Party) herumfuchtelte und sich nicht ganz optimal benahm, bekam das Zugpersonal Angst und sagte unauffällig der Polizei bescheid.

Die Ordnungshüter stoppten den Zug und knöpften sich den jungen Mann vor. Das gab sicher ein Hallo… (Das ist übrigens genau so einer Situation, in der ich mir auch gut mal Hannes vorstellen könnte.)

Manmanman, hätte ich doch nur auf der Feier ein paar bessere Photos gemacht. Da hatte mich wohl mein journalistischer Instinkt verlassen.

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Okay, Pro Sieben und Sat.1 mochten unser Konzept dann letztendlich doch nicht so sehr. Das war aber auch nicht mehr überraschend, nachdem wir uns etwas dagegen gewehrt hatten, in welche Richtung die meisten „Nurses“ (so nannten sich die Betreuer und Jury-Mitglieder) unser Sendekonzept beim Workshop leiten wollten. Egal, trotzdem sehr gut amüsiert und was für den Lebenslauf getan.

Überrascht hat mich dann aber am Ende zunächst, welches Konzept schließlich gewann. Denn dieses Siegerkonzept hatte ich zuvor eigentlich als einziges vollkommen für den Sieg abgeschrieben. Aber das Ganze machte mich lernen und verschaffte mir einen Einblick in die Denkweisen beim Privatfernsehen.

Achja, der Chef des ganzen Wettbewerbs war ein gebürtiger Ostfriese, der mich zu guter Letzt bat, die alte Heimat zu grüßen. Das sei hiermit getan.

Gestern Abend war die große Release-Party für die neuste DVD des Labels von Ukes Mitbewohner Rainer. Da geschah dann allerhand.

Irgendwann im Laufe des Abends klagte mir ein Kollege von Uke sein Leid, dass die Frauen nicht auf seine Kennenlern-Versuche anspringen würden. Ich fragte ihn: „Wie machst du das denn?“ Er meinte: „Ich grüße sie und sie grüßen nichtmal zurück.“

Einen Moment später durfte ich ihn in Aktion erleben, als er einer Frau ein zaghaftes „Hallo“ entgegenhauchte, das entweder von ihr ignoriert wurde oder einfach vollkommen unterging.

Ich bin ja nun nicht gerade ein geeigneter Flirt-Berater oder gar Date-Doktor, aber ich hielt es für meine Pflicht, ihm mitzuteilen, dass diese Taktik meiner Meinung nach nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit zu einem irgendwie gearteten Erolg führen würde. Ich riet ihm daher, zunächst einfach mal die klassische „Augenkontakt-Methode“ auszuprobieren.

Damit sah er aber offenbar auch keine Sonne der er folgte dem Hinweis nicht. Im weiteren Verlauf der Feier ergab es sich allerings, dass ich mit zwei jungen Damen ins Gespräch kam (beides Modedesign-Studentinnen, wie sich herausstellte). Mit einem Mal stand aber Ukes Kollege wieder in der Nähe und guckte mich vorwurfsvoll an.

Da dachte ich mir: „Tust ihm ’nen Gefallen.“ Also stellte ich ihn und meine Nebenfrau einander vor. Sie war Griechin und trug den schönen Namen Artemis. Das sich anbahnende Gespräch zwischen den beiden erstickte er dann allerdings zielsicher, indem er ihr ausschließlich davon erzählte, in welchen Comics und Superhelden-Filmen Personen und Raumschiffe mit dem Namen Artemis vorkommen.

Da stand sie irgendwie nicht so drauf und als einen Moment betretenes Schweigen einsetzte, machte er sich vom Acker.

Uke war angeblich erfolgreicher. Er hatte es auf eine Frau mit einem „Ostfriesen-Fetisch“, wie er es ausdrückte, abgesehen. Rainer hingegen meinte, er hätte sie im Laufe des Abends einfach „müdegejagt“ (oder so).

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So. Ich muss jetztz mal wieder nach Berlin. Mal gucken, ob mich die von Pro7 und Sat1 nach dem Wochenenden immer noch so mögen…

(Das erinnert mich fatal an eine Szene aus einem Garfield-Comic:

Garfield und Jon haben Besuch.

Besucher streichelt Garfield: „Du bist aber eine süße Pussy…“
Garfield denkt: „Hmmmm, ob du gleich immer noch der Meinung bist, wird sich zeigen…“
Besucher entsetzt: „Jon, dein Kater hat gerade mein Hosenbein zerfetzt!“)

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Das nenn ich Terror.

Bei der Baustelle hier neben meiner Hütte sah ich heute einen Lieferwagen der Firma des Handwerkers stehen, von dem ich hier schon so viel berichtete. Der alles falsch und kaputt gemacht hat. Das fand ich schon bedenklich…

Und was haben die da gemacht? Jedenfalls fand ich heute beim Nachhausekommen einen Haufen Schläuche vor, die in das sandige Fundament des Nachbargrundstücks hineinführen und an eine komische Maschine angeschlossen sind. Wozu das gut ist, weiß der Geier, aber die Maschine macht einen stetigen unangenehmen Lärm und steht nur unwesentlich von meinem Schlafzimmerfenster entfernt. Und läuft und läuft und läuft. Das hat der Karnevalshandwerker da sicher mit Absicht veranlasst…