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Mir ist mal wieder danach, ein wenig zu dichten. Allerdings beschränke ich mich heute mal auf einen kleinen Zweizeiler. Inspiriert wurde ich durch den heftigen Wetterumschlag, der heute auf die teilweise unerträglice Hitze der vergangenen Tage folgte.

*räusper*

Es regnet wie aus Kübeln.
Man kann’s ihm nicht verübeln.

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Bei Frieso im Pott gibt es einen Getrnkehndler namens „Der Fhrer“. Das stelle man sich vor. „Eine Kiste deutsches Bier vom Fhrer“ wrde sicher bei Ebay Hchstpreise erzielen.

Joachim klrte uns derweil ber verschiedene Arten der sexuellen Vorlieben auf, die es so gibt. Manche stnden auf Hosen, andere wrden halt auf Krankenakten stehen. Oder so hnlich. Es fllt so schwer, sich auf den Inhalt von Joachims Erzhlungen zu konzentrieren, wenn er immer so Wrter wie „ergo“, „respektive“ oder „Faktum“ in seine Vortrge einbaut.

Zudem fragte er mich ernsthaft, ob wohl umsonst beim Hurricane reinkommt, wenn er sich als Mitarbeiter des Kulturreferenten des AStA’s seiner Uni zu erkennen gibt.

Groene drohte auerdem Joachim an, ihm „eine zu knallen“, wenn er mitteilen wrde, dass er „Domian“ gerne guckt. Joachim hatte nmlich just erzhlt, das in der Sendung mal jemand anrief hat, der gerne Sex mit Musikinstrumenten hat. Daraufhin mochte Nicole nur zgerlich zugeben, dass sie gerne „Domian“ guckt.

Aber Groene hatte heute sowieso eine ganz besondere Freude daran, einen gewissen „Hass“ auf Joachim zu kultivieren. Zitat (am frhen Abend): „Joachim is ’ne Arschgeige, weil er nicht da ist. Und wenn er da ist, dann ist er deswegen ’ne Arschgeige.“

Arschgeige ist aber ein schnes Wort irgendwie.

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Wenn Hilko Grillfleisch riecht, dann luft er zu Hochform auf. Zuerst einmal berichtete er heut von dem Fuballspiel, von dem er gerade kam – ein Lokalderby, bei dem es wohl hoch her ging. Besondere Erwhnung fand die Tatsache, wie er selbst heldenhaft in der letzten Minute am Pfosten auf der Linie klrte, als der Torwart bereits geschlagen war.

Im gleichen Atemzug entwickelte er das Konzept fr eine neue Fernsehsendung („Motz my Grill auf“), schwenkte um auf akademische Belange („Den Dozenten kommt es eh nur darauf an, dass man korrekt zitiert“), kam dann zum komdiantischen Teil („…und dann kam Jesus gierend vor Lachend von der Himmelspforte, wo der Papst stand, zurck und rief Gott und Petrus zu: ‚Erinnert ihr euch an den Fischerei-Verein, den ich vor 2000 Jahren gegrndet habe? Den gibts immer noch'“), um bei der Theologie zu landen („Wenn die Katholiken nicht wre, dann htten wir schon lngst ne Weltreligion grnden knnen“) und schlielich die Diskussion in die Politik mnden zu lassen („Jeder Mensch, der man bis auf Augen und Mund in Mullbinden einwickeln wrde, knnte Deutschland besser reprsentieren als Merkel“).

Teelka sah dank der Nachwirkungen einer Weisheitszahn-OP etwas wunderlich aus, versumte es aber niemals zu betonen, dass ihr Bruder Marten sie so zugerichtet habe. Er trage daher nur ein speckiges altes Unterhemd, um die Wunden zu verstecken, die sie ihm bei dem Kampf beigebracht hatte. Die Erwiderung „Ja, den Nippel abgebissen und runtergschuckt“ fand sie dann aber so ekelhaft, dass sie diese Behauptung nicht weiter verfolgte.

Hannes hatte selbstgemachtes Tzaziki dabei und eine Flasche Sekt namens „Herzog Alba“. Deren Korken schoss er so in die Luft, dass er mich damit traf. Zudem konnte er seine Schulden bei mir nicht zurckzahlen, da er nach eigenen Angaben „seit Tagen nur mit 11 Cent in der Tasche“ herumlief. Und den Sekt habe er nicht versetzen, sondern bestenfalls „bei einem Penner gegen eine Salami“ eintauschen knnen.

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Die Sonne scheint heute tatschlich so ausdauernd, dass es sich lohnt, sich auf meiner Dachterasse huslich einzurichten. Da ist es eine Wonne, den Bauarbeitern zuzusehen, wie sie sich lustig auf dem Dach des Neubaus nebenan tummeln.

(„Haal mi doch ehm de Akkuschrauber.“ – „Maak doch slvst.“)

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Gstern wassen wi weer an’d Rullenspl. Un elke Saterdag holen wi uns denn vrdeem ook en heel Blt Eten. Gstern wassen Hannes un ik daarfr unnerwegens. Unner de Tied Hannes bi’d Jihrover Grill sien Bskupp upgaff, bn ik to Rana faahren un hebb daar noch en bietje wat haalt.

As ik denn Hannes weer offhaalen wull, s he an mi, dat he neet genug Geld daarbi harr. So hebb ik de Rest betaalt, man wi wassen an’d hen un her reken, well van uns L uns denn nu to minn Deiten geven harr. Umdat wi dat so gau neet rutkreegen hebben un dat Eten ook neet kold worden sullt, bnd wi eerst weer na Hus faahren.

Man as ik denn daarbi was, dat Eten uttodoon, wurr uns de Uplsen van dit Radsel gewaahr: As ik Hannes de Dner gaff, de ik fr hum van Rana mitbrocht harr, keek he mi an as’n Oss un s: „Ik hebb de Versehn funnen.“

Nu stellde sk rut: Twee Minten nadeem he mi vertellt harr, wat ik hum van Rana mitbrengen sulld, harr he dat ook weer vergeten un kffte sk noch’n Schnitzel un Pommes bi’d Grill.

Tominnst is he an disse Avend stoppsatt worden.

(Hannes und ich wunderten uns gestern Abend, warum wir zu wenig Geld hatten, nachdem wir getrennt bei Rana und beim Ihnrhover Grill Essen fr unsere Kollegen geholt hatten. Des Rtsels Lusng war: Hannes hatte mir seine Bestellung fr Rana aufgetragen, sie aber zwei Minuten spter wieder vergessen und sich daher selbst auch noch was beim Grill gekauft. Satt ist wenigstens geworden.)

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Vader hett dat jaa neet so mit de Technik. Gstern hett Vader an mi seggt: „Kunnst’d ehm na de Drucker an’d PC kieken? De deit siet en paar Dag neet mehr.“

Kiek ik also na de Drucker un wat is: Stromkavel is ruuttrucken. Un daar komen de neet slvst up.

Man Moder is ook neet beter, as Uke vandag vertellt hett: Se is mit hum naa’d Raadhuus faahren. Daar wassen al de Parksteden free, man Moder stellde sk up de Parkstee fr behinnerte L. „De is d’r dichter bi“, hett se seggt.

(Vadder konnte am „kaputten Drucker den Fehler, dass das Stromkabel nicht angeschlossen war, nicht selbst herausfinden. Mutter dagegen parkte, obwohl alle Parkpltze frei waren, auf dem Behindertenparkplatz, weil der nher dran war.)

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Ik hebb weer heel raar drmt. Ik was weer in School un van anner Schooljungse und Schoolwichter hebb ik hrt, dat en paar Mesters en Komplott tegen mi plant hebben. Se wulln srgen, dat ik mien Abitur neet klaarbrengen doo.

Dat was’n Schandaal. Un de Parkplatz was mit en pamperg Tgg overtrukken und daar satt mien Auto in fast.

Wat bn’k blied, dat ik dat Ungemack mit de ellenig School al lang achter mi hebb.

(Ich trumte davon, dass ich wieder Schler war und die Lehrer eine Verschwrung gegegen mich ausheckten. Sie wollten verhindern, dass ich Abitur kriege und der Parkplatz war mit klebrigem Zeug berzogen. Bin froh, die Schule schon lange hinter mir zu haben.)

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Gstern Avend is snner Wahrschoen mien Bedd unner mi tosammen broken.

(Gestern Abend brach ohne Vorwarnung mein Bett unter mir zusammen.)

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Moder was en bietje van’d Padd of vandag. Toeerst hett se an mi seggt: „De Schrammen hier up de Grund, de komen seker daarvan, umdat du al mit de Khlschapp daarver schrabben deist.“ (Se hett de Huulbessen meent.)

Denn gung dat so wieder: „Wenn du disse Flecken neet schst, denn is mit dien Haar wat neet up Stee.“ (Se hett mien Ogen meent.)

Un denn wull se noch bi hr Dokter anpingeln. Man denn hett se sk docht: „Daar is seker an Freedag Namiddag kien een.“ (Vandag is Middeweek.)

(Mutter ist heute ein bisschen neben der Spur gewesen. Zuerst vermutete sie, die Kratzer auf dem Fuboden kmen davon, weil ich da immer mit dem Khlschrank rberschrammen tte [Sie meinte den Staubsauger.] Dann gings weiter: „Wenn du diese Flecken nicht siehst, dann ist was mit deinen Haaren nicht in Ordnung.“ [Sie meinte meine Augen.] Schlielich wollte sie bei ihrem Doktor anrufen, dachte sich dann aber: „Da ist sicher am Freitagnachmittag keiner.“ [Heut ist Mittwoch.])

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Vandag bn ik weer bi’t Radio west. Elke Middeweek he’m wi immer uns plattduitsk „Pottkieker“-Sendung. Man vandag was d’r de Wurm in.

Immer wenn ik van mien Sitz upstahn wull, hebb ik een grsig elektrisk Slag kregen. Daar was wat ktt an de Anlaag in’d Studio, seker een Kavel, waar de Verkleeden of was of sowat.

Dat gung denn so wiet, dat van de Strom de Musiek-Kaart van’d Rekner offrokt is – mitten in’d Sendung. Dat was en Schandaal.

(Beim Radio heute war irgendwas kaputt. Ich habe stndig elektrische Schlge bekommen und der Studio-Computer ist bei laufender Sendung abgeraucht.)

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So. Neues Projekt bei Termos Taten: Die „Plattdeutsch-Tage“. Ich werde mich bemhen, die Eintrge der kommenden Tage auf Plattdeutsch zu verfassen. Und fr die weniger der plattdeutschen Sprache mchtigen werde ich eine hochdeutsche Inhaltsangabe dazu stellen. Und fr jene, welche die ostfriesisch-plattdeutsche Schriftsprache besser beherrschen als ich: Korrigiert mich, wenn ich was falsch mache.

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Letzte Nacht hab ich getrumt, dass ich ein Liverollenspiel fotographisch dokumentieren sollte. Dafr gab man mir die modernste Nikon-Digitalkamera, die es gibt. Leider lste sie nie aus (wie ich es leider allzuhufig bei der RZ damals erlebt habe).

Deswegen waren die ganzen Liverollenspieler sauer auf mich und wollten mich mit ihren Gummischwertern verhauen. Ich mag gar nicht ins Bett gehen jetzt. Wer wei, was dabei wieder sonderbares rauskommt.

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So, bin wieder zuhaus.

Gestern war das Blogmich. Eine ganz nette Veranstaltung. War interessant, die ganzen Leute mal in Natura zu sehen, insbesondere den Scholz.

Auf der Rcktour liefen wir jedoch alle dem Uke nach wie die Schafe zur Schlachtbank. So ergab es sich, dass wir nach einem ausgiebigen Spaziergang ber den Berliner Osthafen im strmenden Regen vor einem hohen Eisengatter standen, das uns den Weg zur rettenden Strae versperrte.

Da wir zu dieser vorgerckten Stunde und wegen des eher unangenehmen Wetters nicht umdrehen und den Weg noch mal doppelt und dreifach laufen wollten, entschlossen wir uns, das Hinderniss zu berklettern. Dies gelang dem Scholz, Uke, DocDee und ihrem „Anhang“ Sam auch recht problemlos.

Gut, das berklettern schaffte ich auch ohne Probleme. Nach dem Absprung auf der anderen Seite glitt ich allerdings bei der Landung unglcklich aus und ruinierte mir bei dem anschlieenden Sturz meine Hosen, Hnde und Knie. Naja, Abenteuer.

Getoppt wurde ich allerdings noch von Joy, die von Uke auf der einen Seite des Gatters hinauf und von mir auf der anderen Seite hinunter gehieft werden musste.

Wat’n Spaa up’d Beerdigung.

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Seitdem ich eines Morgens nur schwer aus dem Bett kam und ich mich als Gegenmanahme gegen seine Weckversuche in meine Decke einrollte, nennt mich Uke wegen dieses Anblicks neuerdings „die bucklige Made“. Und das hat sich hier unter seinen Kollegen verbreitet. Das werd ich nie mehr los.

Gestern war ich jedoch kurzfristig bei „Queen Bee“ bei den Whlmusen. Sehr cool. Das Publikum bestand aber wohl zu einem Groteil aus Abonennten oder sowas. Die kippten sich nmlich mit Sekt und Champagner zu und sinnierten ber den tieferen Sinn des Dargebrachten und waren auch sonst unpassend intellektuell.

Ein weitere groer Anteil der Zuschauer waren dann auch noch Emanzen, da Queen Bee ja dafr bekannt ist, zur Mnnerwelt ein etwas ruppiges Verhltnis zu haben. Neben mir saen auch zwei solcher Exemplare, die so aussahen, als seien sie schon drei oder vier mal geschieden.

Jedenfalls lachten die a) immer an der falschen Stelle, b) an den richtigen Stellen, erzhlten sich dann aber gegenseitig nochmal den Witz und lachten noch zwei drei Mal darber und c) wenn die sich gegenseitig irgendwelche unlustigen Witze erzhlten.

Von dem Gewieher also abgesehen, hab ich mich also kniglich amsiert.

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Bin ich also in Berlin. Diesmal mit einer Mitfahrgelegenheit, die einen Schrank im Kofferraum hatte.

Mein eigentlicher Daseinszweck hier in Berlin ist jener, dass ich Uke als Charaktervorlage fr sein jngstes Drehbuch diene. Angeblich hat er den Charakter des „Nrglers“ nach mir entworfen (Unverschmfheit). Das Arbeiten an dem Drehbuch geht dann so vonstatten, dass er mich irgendwie rgert und sich das riesig ber meine Reaktionen freut.

So fand er es besonders amsant, dass ich auf einen bekloppten Vorschlag seinerseits und die nachfolgende Frage „Was hlst du davon“ antwortete: „Wenig.“ Er fand es groartig, dass ich weder „Nichts“ noch „Da halt ich gar nichts von“ sagte, sondern schlicht und trocken „wenig“. Auf den Film drfen wir alle mal gespannt sein.

Da in krze das „Blogmich“ ansteht, weilt zur gleichen Zeit wie ich auch DocDee in der Hauptstadt. Gestern traf ich sie und ihre Kolleginnen.

Als sie erfuhr, dass ich alleine und mitten in der Nacht `ne ganze Weile durchs finstere Neuklln zu Ukes Wohnung laufen musste, fragte sie entsetzt: „Und was ist, wenn dich dann jemand absticht?“

Ob dieser meiner Meinung nach offensichtlichen Sorge um mein Wohl antwortete ich knapp mit „Tja…“ um meine Rhrung zu verbergen. Doch in diesem Moment wich DocDees entsetztes Gesicht einer freudigen Miene und sie sagte glcklich: „Dann erbe ich ja.“

Naja. Bei mir gibts hchstens eine Flasche Kruiden zu Erben. Man hat mich brigens nicht abgestochen.

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Gestern war gemtlich Maifeiern beim Groene in Jippjapp. Sogar mal wieder mit einem echten Maibaum. Durch den Pnktlich zum Binden einsetzenden Regen war der Boden allerdings sehr weich geworden, was zu ein paar Kuriositten beim ausgehobenen Loch fr den Baum fhrte.

Das war nmlich schn schlammig. Und nachdem man den Baum reingestellt hatte, fllte man die ausgehobene Erde wieder ein, aber aus irgendeinem nicht nachzuvollziehendem Grund reichte die nicht aus. Marten, der sich einen Gummistiefel zum Festtreten angezogenhatte, verlor diesen fast im alles verschlingenden Loch. Dachlatten, die zur Stabilisierung des Maibaums in den Boden getrieben wurden, verschwanden ebenfalls nahezu komplett in dem kleinen Hllenschlund.

Mich htte es nicht gewundert, wenn der Maibaum schlielich sang und klanglos in dem Loch versackt wre, aber schlielich hatten die Kollegen genug Schutt und Holz ins Loch gefllt, um ihm genug Halt zu geben. Ich hoffe, der Baum steht noch.

Kristian bewies nach Hilkos Meinung die berlegenheit des mnnlichen Geschlechts. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit war nmlich ein Mann (Kristian) zum Rosenmachen fr den Maibaum eingeteilt worden, und hatte gleich ein paar Bahnbrechende Erfindungen auf diesem Gebiet vorzuweisen.

Ganz nebenbei stellte ich brigens fest: Die Jungs sind nicht die richtige Klientel fr Antikriegsfilme. („Ey geil und dann BUUUMMM und voll KAZONNNG und dann mitten in den Bunker KRAWUMM…“)