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Es ist wieder Zeit für lustige Kollegenschelte:

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Die heutige Internetausgabe einer großen Ostfriesischen Tageszeitung vermeldet, dass der Rat einer Gemeinde voll und ganz auf die weibliche Intuition seines Bürgermeisters vertraut.

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Wenn es um Telefonnummern geht, dann haben manche Menschen Gedächtnisse wie Elefanten. Lange, bevor ich in die Firma kam, muss hier mal eine Reorganisation der Telefonnummern stattgefunden haben. Dennoch bekomme ich regelmäßig noch Anrufe, in der sich Leute darüber beschweren, dass die hiesigen Anzeigenblätter nicht anständig ausgeteilt werden. Ich bin immer versucht, den Leuten einen Präsentkorb zu versprechen und bei Nichterhalten an die Geschäftsführung der Zeitung zu verweisen. Aber ich bin einfach ein zu guter Mensch.

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Da ich ja bekanntlich ein sehr hilfsbereiter Mensch bin, möchte hier jetzt nach bestem Wissen und gewissen ein paar Fragen beantworten, über welche einige Menschen in den vergangenen Wochen nach einer Eingabe bei Google auf diese Seite gelangten.

  1. „Wer hat das Rad erfunden?“ – Ich kenne den guten Mann nicht persönlich, aber er soll vor etwa 6000 Jahren in den Alpen, im Kaukasus oder Sumer gelebt haben. Vielleicht war er auch eine Frau. Ich wars aber nicht.
  2. „Wo gibt’s rattenscharfe Weiber?“ – Im Zweifelsfall hier.
  3. „Wie bekomme ich angebrannte Herdplatten sauber?“ – Einmal schön mit der Drahtbürste drüber und wenn dass nicht hilft, bei Vollmond eine tote Katze über die linke Schulter werfen.
  4. „Was ist ein langer Hinni?“ Der lange Hinni? Das war doch der, der das Rad erfunden hat.
  5. „Darf der meine Frau ficken?“ – Ich schätze, dass muss er mit deiner Frau ausmachen.

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„…um die Leiche herum wurden zahlreich leere Flaschen von alkoholischen Getränken gefunden. Die Polizei geht von einer natürlichen Todesursache aus.“

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„Meist spielte er dort Counterstrike. Ballernd bahnt man sich darin den Weg durch virtuelle Gänge, versucht so viele Menschen wie möglich zu erschießen.“(*)

Da hat sich einmal mehr jemand nicht wirklich mit der Materie auseinandergesetzt, über die er schreibt. Hab ich das Gefühl. Sowas kann man von mir aus in Termos Taten machen, aber doch nicht in einem Leitmedium.

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Wat’n Tag. Harald erzählt eben, dass man um 6 Uhr Abend in australischen Kneipen seinen Ausweis vorzeigen muss, wenn man ne Cola kaufen will. Und bei mir kam gerade kalter Kaffee aus dem Automaten. Das hat man davon, wenn man denn ausnahmsweise mal Kaffee trinkt.

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Moritz ist mal wieder im Lande. Er erzählte, dass er (und seine Posse) im jugendlichen Alter glaubten, dass Alkohol besonders stark wirken würde, wenn man ihn vor dem Trinken mit ein wenig Zigarettenasche verfeinern würde. Wenn man nicht so viel Geld hatte, aber betrunken sein wollte, dann sei das eine gute Möglichkeit gewesen. Ob er das tatsächlich geglaubt habe? „Natürlich haben wir das gelaubt. Wir waren 15.“ Denn ma Prost.

Apropos Prost. Wir saßen da so und auf einmal kam Marten und stellte vier Gläser Wodka-Irgendwas vorm Groene. Der guckte seinen Bruder verständnislos an. „Du hast mir doch 10 Euro gegeben“, meinte Marten. „Ja“, sagte Groene, „aber die schuldete ich dir doch noch.“ Marten sah erst entgeistert seine Bruder und dann genauso entgeistert die vier Getränke an, die da vor ihm standen und so unverhofft ihm selbst gehörten. Dann schnappte er sich das leckere Nass und zog mit einem irren Lachen vondannen.

Anna hingegen wankte irgendwie die halben Abend bedenklich, ohne allerdings so richtig betrunken zu sein. Die bezeichnete Hilko als „Tanzmaus“ (wir einigten und später auf „Tanzbär“, schafften es aber nicht, Hilko einen Eisenring durch die Nase zu treiben) und ließ sich von ihrem Freund und ihrem Schwager dazu überreden, mit herausgetrecker Zunge „Äh-äh“ zu sagen. Ein Schauspiel.

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Ich musste mich gerade wieder an meine VW-Zeit erinnern. Da war es ganz normal an der Tagesordnung, dass man sich die übelsten und abenteuerlichsten Beschimpfungen an den Kopf warf. Das war dann aber meistens irgendwie nett gemeint und gehörte zur allgemeinen Geselligkeit und zur Förderung des guten Betriebsklimas. Aber wenn jemand zum anderen etwa „Du Schwein!“ sagte, dann war er richtig böse.

Wie damals, als der eine dem anderen mittags aus der Kantine nur „Corned Beef“ mitgebracht hatte, weil das Schnitzel 50 Pfennig teurer war.

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Manchmal wundert man sich, warum gewisse Handwerkstätigkeiten so viel Zeit in Anspruch nehmen. Aber manchmal wundert man sich auch nicht mehr. Heute kam ich an einem Haus vorbei, dessen Front offenbar instand gesetzt wurde. Schließlich stand eine Baugerüst mit vier Ebenen davor.

Eine der Arbeiter schlenderte heran und hielt eine mehrere Meter lange Leiste in den Händen, die offenbar als Windfeder oder so gedacht war. Er stellte sie vor dem Baugerüst ab, musterte sie einen Moment nachdenklich und musterte anschließend noch nachdenklicher das Gerüst. Dann kam ihm offenbar der rettende Gedanke, denn sein Gesicht hellte sich auf.

„Willi!“ rief er und lehnte die Leiste hochkant an das Gerüst. Auf der obersten Ebene des Gerüst tauchte eine Gestalt auf. „Wat is?“ fragte der Handwerker.

„Zieh eben die Leiste hoch“, sagte wiederum der Mann unten. Der Obere reckte halbherzig und natürlich vollkommen ohne eine Erfolgsaussicht den Arm nach der Leiste und stellte schließlich fest: „Ich komm nicht ran.“

Darauf der Untere wieder: „Nee, natürlich nicht. Du musst eben zwei Stockwerke runter kommen.“

Der Obere dachte aber gar nicht dran. Er verschwand wieder aus dem Blickfeld und raunzte noch: „Nee, komm du damit zwei Stockwerke rauf, dann sehen wir weiter…“

Wenn ich die Zeit gehabt hätte, dann wäre ich noch geblieben um zu sehen, wie lange die beiden noch für das Zwischenziel „Dachleiste von Ebene 0 auf Ebene 4“ gebraucht hätten. Und, ob die Leiste heil und die beiden dabei unverletzt geblieben wären…

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Manmanman… Seit über einem Jahr kann ich die Sendungen bei Radio Ostfriesland, die ich mit vorbereite, nicht hören. Denn mein Büro ist so eine Art Metallkasten, wo das etwas schwächliche Signal von Radio-Ostfriesland nicht durchdringt und auch andere Sender so ihre Probleme haben. Daher habe ich bisher eh immer Radio bei der Arbeit übers Internet gehört. Aber Radio Ostfriesland gibts nicht im Netz.

Bzw gab es nicht. Seit kurzer Zeit haben die tatsächlich einen Live-Stream. Nur mir sagt keiner was. Erst heute, als die Sendung gerade 10 Minuten vorbei war, teilte man mir ganz nebenbei mir, dass hier live im Internet mitgehört werden kann. Das ist zwar alles noch nicht so hundertprozentig up Stee, aber es funktioniert. Ich weiß nicht, wie viele Hörer das parallel verträgt, aber unsere friesischen Freunde in der Diaspora können sich daran ja mal versuchen, wenn sie wissen wollen, was in der Heimat so los ist. Dafür sind besonders die Magazinsendungen „Pottkieker“, Werktags von 9 bis 11 Uhr (Mittwochs auf Platt) und „5 nach 5 – Ostfriesland heute“ von 17 bis 18 Uhr empfehlenswert.

Edit: Allerdings wird das Signal offenbar von einer Stelle eingespeist, wo der Empfang auch nicht übermäßig gut ist. Aber irgendwie hat es Charme, wenn so ein Internet-Stream einen gewissen Grundrauschpegel hat und ab und an der Ton leicht verzerrt ist, wie bei einem schönen kleinen billigen Radio…

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Immer wenn Vadder neue Wörter gelernt hat, dann bringt er sie ’ne Woche lang bei jeder Gelegenheit an. Heute zum Beispiel „Marasmus“ und die „morganatische Ehe“. Der Marasmus ist Schuld, dass die Fußballmannschaft verliert, dass Mutter das Buch mit den Internetpasswörtern verlegt hat und und und…

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Die Mittagspause ist ja immer wieder ein Abenteuer. Da gibt es immer wieder die sonderbarsten Episoden zu erleben, deren Qualität von „amüsant“ bis „beängstigend“ reicht.

Es gibt verschiedene Orte, an denen ich meine Mittagspause verbringe. Unter Umständen komme ich dabei an einem Piercing- und Tätowierstudio vorbei. Lief ich da also lang und hörte mit einem halben Ohr Gezeter aus diesem Etablissement. Ich achtete nicht weiter darauf, auch nicht auf die Dame, die schließlich aus dem Laden geschossen kam und wenig später meinen Weg kreuzte. Während ich also schon in Gedanken bei meinem Mittagessen bin, faucht mich das reichlich gepiercte Etwas auf einmal aus heiterem Himmel an: „Das geht dich gar nichts an!“ Bevor ich mich von meiner Überraschung erholen und reagieren konnte, war sie aber auch schon wutschnaubend weiter gezogen. Wat’n Glück, dass die keine Knarre dabei hatte.

Körperlich bedroht fühlte ich mich auch in einem anderen Fall. Da saß ich beim Bäcker und aß ein Brötchen und beobachtete die Menschen, die aus dem angrenzenden Supermarkt strömten. Da kam auch eine Mutter mit einem kleinen Kind, das fröhlich herum sprang. So ein ganz kleiner Stöpsel. Ein Wunder, dass der überhaupt schon laufen konnte. Er tollte also herum und quietschte und jauchzte, während seine Mutter noch am Bezahlen war. Auf einmal fiel sein Blick auf mich und er hielt inne. Vom einen Moment auf den anderen verfinsterte sich sein Blick, nein, wurde sogar zu einer hasserfüllten Fratze. Es hätte mich nicht gewundert, wenn er im nächsten Moment eine Axt unter seinem Jäckchen hervor gezogen hätte und auf mich losgestürmt wäre. Aber seine Mutter rettete mich. „Nico, komm her“, rief sie. Und er kam. Nico. Genau der richtige Name für so ein diabolisches Kind.

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Bei der Keerlke-Verleihung am Wochenende hielt eine hiesige Bundestagsabgeordnete einen Vortrag über ihre kulturpolitische Arbeit. Als es um die umfassende Definition des Wortes „Kultur“ ging, fielen auch die Worte:“…zum Beispiel solch künstlerische Fotos, wie sie Herr Bosse macht.“

Ich danke für die Blumen und die wohlmeinenden Worte. Allerdings habe ich meine Fotos bisher eher als Dokumentation denn als Kunst gesehen. Naja, kann ja noch kommen. Aber Kultur, das bin ich gerne…

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Ganz toll. Nachdem unser Friesenbeitrag immer wieder entgegen allen Ankündigungen nicht ausgestrahlt wurde, kam er dann gestern Abend, als keiner damit rechnete. Nun gut, also sah ich später dann noch nach, wann genau denn die tägliche Wiederholung der Sendung läuft. Alles kein Problem. Doch als ich gerade den Fernseher anschmiss, musste ich sehen, dass sie die Wiederholung gekippt haben und dafür eine Wiederholung irgendeiner Gerhard-Schröder-Gammelsendung zeigen. Alles Hornochsen.