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Ich bin ja ein leidenschaftlicher Abkürzungshasser. Das verdanke ich wohl meinen zwar jeweils kurzen, aber umso intensiveren Zeiten an der Uni und beim Bund. Wortgebilde wie „StUffz“ und „Bibo“ treiben mir noch immer den Blutdruck in die Höhe. Nicht so normale Abkürzungen wie ACI oder THW oder FöFöFö, nein. Aber eben so krams wie „SpuSi“ für Spurensicherung oder „Asoze“ für „Assoziation“.

Sympathisch fand ich allerdings neulich die junge Dame, die mir erklärte, es sei kein Handtäschchen (HTC?) sonder ein „BUKo“, was sei dabei habe: ein „Beischlaf-Utensilien-Koffer“.

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Mein Kollege im Büro -  ein Auswärtiger – äußerte heute die Vermtung, dass es beim anstehenden Grünkohlessen „unter Umständen“ Alkohol geben könnte. Abwegige Idee.

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Man hat gestern wieder gemerkt, dass Kristian der Mann fürs Monetäre ist. Als wir im Imbiss auf unsere Bestellung warteten, stellte Kristian fest, das in einem Spielautomaten noch 10 Cent aufm Zähler waren. Auszahlung gabs aber erst ab 20 Cent.

Also fackelte Kristian nicht lange und steckge 10 Cent in den Automaten, um sich dann 20 Auszahlen zu lassen. Die Rechnung hatte er allerdings ohne die Cleverness des Automaten gemacht. Der wartete nämlich nicht darauf, dass Kristian die Auszahlung anforderte, sondern investierte das Geld gleich in ein sicherlich Gewinnbringendes Spiel.

Es war sicher reiner Zufall, dass Kristian nichts gewann und nun im ganzen Overledingerland als erfolgloser Spieler bekannt ist. Vielleicht ja nächstes Mal.

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Gestern früh auf dem Fußweg zum Bahnhof hätte mich ein ehemaliger Lehrer von mir mich beinahe über den Haufen gefahren. Und hat mich dabei weder bemerkt geschweige denn erkannt. Der war damals schon so ein Verkehrsrowdy.

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Na, wir arbeiten uns langsam ran. Hilko und Marten gewannen gemeinsam den zweiten Preis beim Limit-Faschings-Kostümwettbewerb. Also hatte Hilko keinen Grund, seine Stammkneipe niederzubrennen. (Zitat: „Wenn ich diesmal nicht irgendwie was gewinne, fackel ich den laden ab!“) Ich hab zwar schon wieder vergessen, was der Preis war, aber er war besser als der Kürbis, den Gerrit an Halloween gewonnen hatte. Und der Erstplatzierte war glücklicherweise diesmal auch niemand, der sich als Frau verkleidet hatte.

Vorher hörten wir noch die lustige Geschichte von der Skulptur von JLo’s Hintern im Amsterdamer Wachsfiguren Kabinett. Anna’s Bruder erzählte, er habe sich nicht verkneifen können, da einmal richtig zuzupacken „wie es sich gehört“. Also frontal mit beiden Händen. Die Alarmanlage, die dadurch ausgelöst wird, ist jedoch besonderer Natur. Angeblich entfährt dem Arsch im Falle einer Berührung ein geräuschvoller Flatus.

Annas Bruder sagte, er habe sich ertappt und als Perverser gebranntmarkt gefühlt. Teelka hingegen meinte, sie hätte genauso zugegrapscht. Groene bat mich darauf, der Welt kundzutun, dass Teelka gerne grapscht.

Vor dem Limit war eine lange Schlange und wir mussten ne weile warten. Schuld gaben wir den ganzen Minderjährigen, die an der Kasse noch ihre Einverständniserklärung durchdiskutieren mussten. Ich wurde allein zweimal von wildfremden Leuten gefragt, ob ich diese Erklärung als Aufsichtsperson unterschreiben könne. Schließlich kam ein Typ an, klopfte Hilko auf die Rüstung und sagte: „Hilko, deine Rüstung ist doppelt so alt wie die meisten Leute hier.“

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Ich traf gerade die Groeneveld-Frauen und ließ mich zu der Frage hinreißen, was sie denn in die Stadt treibe. „Schuhe kaufen!“

Blöde Frage. Als ob man ’ne Maus fragt, was sie in der Speisekammer zu finden gedenkt. Oder Hilko, ob er Bock hat zu grillen.

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Heute bekam ich ein Meisterwerk der deutschen Bürokratie in die Finger: Den Bundesanzeiger mit der neuesten Revision des Bußgeldkatalogs für den Straßenverkehr. Ganz großartige Sache. Voll der dicke Schincken. Jedes kleinste Vergehen ist dort beschrieben und mit einem entsprechenden Bußgeld versehen. Da könnte man richtig mit klugscheißen. Das wollte ich dann DocDee zum Valentinstag schenken, aber ich dufte den leider nicht mitnehmen… Schade.

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„Der Prinz hat einen Abzess.“ – „Nee, der hat einen Prozess.“
„Die Pyrenäen sind klein.“ – „Nein, das heißt Pygmäen.“
„Was hat der Prinz am meisten gegessen?“ – „Prinzenrolle.“

Und die bepissen sich vor lachen, die Leute da. Karneval ist sicher eine der biblischen Plagen und Luther hat das mit Blattern nur falsch übersetzt oder so.

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Ich habe ja bestimmt schon mehrfach erwähnt, dass Satellitenfernsehen eine interessante Sache ist. Man findet immer wieder interessante neue Programme. Diesmal fiel mir am Wochenende auf, dass ich auf einmal wieder Fußball Bundesliga wieder live gucken kann. Richtig nützlich war dagegen die Entdeckung eines ganzen Satzes niederländischer Regionalsender.

Seitdem die da drüben nämlich auch digitales terrestrisches Fernsehen haben, empfängt man über Antenne nichts mehr von den Nachbarn. Aber diese Sender hier sind alle ganz herzallerliebst. Nicht, dass mich Sender wie „TV Rijnmond“ oder „Omroep Zeeland“ interessieren, aber bei „TV Noord“, „TV Drenthe“ und „Omroep Fryslan“ ist das ganz was anderes. Zurzeit zeigen sie zum Beispiel die Spitzenkandidatin der Tierpartei für die Provinzialwahlen in Friesland. Ganz köstlich: Eine alternativ wirkende Mittvierzigerin erzählt was wichtiges, aber man hört ihr nich zu, weil die Mimik der daneben sitzenden feisten gelangweilt wirkenden Katze viel lustiger ist.

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Ich höre gerade meinen Anrufbeantworter ab und stelle fest, dass mein Bruder vergangene Nacht anrief. Er wollte mir nur eben melden, dass über dem Amtssitz des deutschen Bundespräsidenten offenbar die Reichskriegsflagge wehe. Ich will mich ja nicht festlegen, aber ich vermute einfach mal, dass dort eine bierselige Verwechselung vorliegt…

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Ich hab ja wie gesagt diesen ganzen Nervenkrieg mit den Agentur für Arbeit für nur so ein paar Tage Arbeitslosigkeit betrieben. Also habe ich prompt neulich auch den sog. Aufhebungsbescheid bekommen. Den Wisch wo drinsteht, dass man kein Geld mehr von denen bekommt.

Und warum bekomm ich wohl kein Geld mehr? Weil ich wieder einen Job habe. Das hab ich denen sogar selber mitgeteilt. Nett wie ich bin. Aber die Jungs und Mädels da sollten mal dringend einen Kommunikationskurs oder so machen. Denn der „Aufhebungsbescheid“ klingt so vorwurfsvoll, als habe man was falsch gemacht. „Böser Termo! Hast einfach so nen Job. Und den hast du nicht mal von uns vermittelt bekommen!“ Aber vielleicht ist das ja auch wirklich so. Verletzter Arbeitsbeamtenstolz.

Übrigens kein Wunder. Neulich erzählte mir noch ein Mann vom Fach, dass kein Personalchef, der bei Verstand ist, freie Jobs in seiner Firma ans Arbeitsamt meldet. Denn entweder bekommt er von denen gar keinen vermittelt oder hunderttausend Unpassende, die sich alle gar nicht bewerben wollen, es aber müssen. Das ist genauso, als wenn man mit einem Wahnsinnshunger in einem Restaurant sitzt und für seine Suppe einen Löffel braucht. Aber der Kellner zwingt einen erst einmal, 100 Gabeln auszuprobieren…