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Wieder was gelernt: eine aufreizend angezogene gutaussehende Frau wird genannt: „Snirtjebraa för d‘ Krüll.“

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Es gibt ja so gewisse Ereignisse, die sich zyklisch wiederholen. Beispielsweise die Fußballweltmeisterschaft oder das Wiederkehren des Halleyschen Kometen. Oder eben, dass in unserer Rollenspielrunde die gesamte Gruppe ausgelöscht wird und nur ich entkomme. Aber während damals auf eine epische Schlacht ein taktisch brillantes Rückzugmaneuver meinerseits dafür verantwortlich war, rannten heute meine Kameraden einfach mal geschlossen in einen Lavasee. Naja. Dinge passieren.

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Gestern auf Friesos Geburtstagsfeier erfuht ich auch den Grund, warum Lotta mitten auf der Autobahn das Bezin ausgegangen war. Das hatte ich Freitag nacht nicht mehr nachfragen wollen, weil mir der Standstreifen einer Autobahn in tiefster Nacht nicht als der rechte Ort für ein Pläuschchen erschien. Aber eigentlich war es ganz logisch, warum das Benzin zuneige Ging: Lotta hatte einfach verdrängt, dass es auf der A31 zwischen Westfälisch-Emsländischer Grenze und der friesischen Küste nur eine einzige Tankstelle gab. Und als man „Ems-Vechte“ hinter sich gelassen hatte, wurde der Tank leerer und leerer, bis man vor Dörpen liegen blieb. Das wünsche ich keinem.

Auf der kleinen Feier gestern geriet dann auch noch eine Freundin von Lotta, die sie aus dem Pott mitgebracht hatte, irgendwie an Frieso und eine Flasche Schnaps. Das Schicksal nahm seinen Lauf und Lotta meinte sogar, dass sie jetzt verstehen könne, was sie uns damals immer angetan hätte. Denn sie wollten noch auf einen weiteren Geburtstag. Ich fand es eigentlich gar nicht schlimm, aber man konnte bei Lotta doch eine kleine Sorgenfalte erahnen, wenn ihre Freundin wieder nach Schnaps verlangte.

Ich meinte, es sei doch alles noch im Rahmen, solange sie sicht nicht entkleiden würde. Wenige Augenblicke später wurde genau dieses von Joachim und Frieso eingefordert. „In Ostfriesland macht man das so.“ Aber die junge Dame wollte sich den angeblichen Gepflogenheiten dann doch nicht so anpassen.

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Mit Lotta hab ich ja naturgemäß nicht mehr so häufig zu tun, seitdem sie um die Welt tingelt. Aber wenn, dann kommts meistens dicke. So wie gerade, als sie anrief und erzählte, sie sei mit dem Auto auf der Autobahn bei Dörpen liegen geblieben und ob ich ihr wohl Benzin bringen könne…

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Wat mit heut al passiert is, erzähl ich lieber, wenn ich wieder etwas ausgeglichener bin. Vielleicht nur am Rande dieses: eine Abteilung einer deutschen Universität benötigte vier Tage, um mir eine Email zu beantworten. Diese Email war sehr lang, aber sagte nur aus, dass man mir meine Fragen nicht beantworten könne. Dafür legte man mir ausführlich da, warum man nicht antworten könne und gab mir nicht funktionierende Links zu Stellen, wo ich sicher eine Antwort bekommen könne. Irgendwie hat mich das nicht überrascht.

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Also… wie soll ich sagen… ist jemandem schon mal aufgefallen, wie unheimlich Werbung für Damenbinden und Tampons ist? Da werden regelrechte Horrorszenarien aufgebaut… mit diesen unverfänglichen Vergleichen und  Illustrationen…

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Spoiler hin oder her, bei unserer Bundesligatippgemeinschaft habe ich mal wieder gewonnen. Nicht ganz so grandios wie damals, aber durchaus solide. Ist tatsächlich schon wieder fünf Jahre her. Den damals versprochenen Grillabend habe ich jedoch nie bekommen, da ist das nur recht und billig, dass ich ihn diesmal vehement einfordere. Ich bin schließlich König Fußball. Und der regiert ja bekanntlicherweise die Welt.

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Heut beim Einkaufen in der Warteschlagne vor der Kasse. Hinter mir eine Oma mit ihrem vielleicht fünfjährigen Enkel.

Kleiner Junge (deutet auf meinen Einkaufswagen): “Guck mal, Oma, mein Saft.”
Oma: “Ja, der Onkel hat den gleichen Saft gekauft wie wir. Der Onkel mag den Saft auch.”

(Der Onkel. Damit war ich gemeint.)

Kurze Pause. Dann der Junge: “Ich hau dem Onkel gleich auf die Schnauze!”

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Joachim teilte gerade mit, er sei nicht „Dr. med.“ oder „Dr. phil.“ oder gar „Dr. h.c.“, nein, er sei „Dr. bru.“ – Doktor der Brustvergrößerung. Und sowas kommt immer dann, wenn man gerade denkt: „Jetzt geht es nicht mehr dümmer!“

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Hat dieser rechtspopulistische Post-Schill-Verein „Bürger in Wut“ tatsächlich den Einzug in die Bremer Bürgerschaft um eine Stimme verpasst oder ist das nur so eine urbane Legende? Das wäre ja ganz köstlich (abgesehen von der traurigen Tatsache, dass doch noch mehr als 2000 Leute dem Club da ihre Stimme gegeben haben). Aber nicht, dass das am Ende so wie bei Schalke damals ist und die auf einmal „Wahlsieger der Herzen“ oder sowas sind.

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Ich hatte ja schon über BBS-Schüler-Phobie in meiner Nachbarschaft berichtet. Nach dem Aufstellen und wieder Entfernen des „BBS-Schüler nicht erwünscht“-Schildes gab es offenbar auch eine Eingabe wegen der „unzumutbaren Verkehrssituation“ in dem unserem Wurmfortsatz der Hauptstraße an die Stadt, in der „im Namen fast aller Anwohner“ die Verwaltung gebeten wurde, die Straße für Nichtanlieger zu sperren.

Diese guckte sich das Ganze an und meinte: „Keine besondere Belastung also kein Handlungsbedarf.“ Von dieser Eingabe an die Stadt bekam ich übrigens nichts mit, daher warscheinlich das „fast alle Anwohner“. Ich erhielt nur das Antwortschreiben. Damit dachte ich aber, dass endlich Ruhe an der Front sei und man endlich wieder als Ortsfremder das tun dürfe, was man auf Parkplätzen eben so macht. Nämlich parken.

Nein. Als ich am vergangenen Sonnabend eher zufällig in eines unserer zahlreichen anzeigenfinanzierten Lokalblätter sah, entdeckte ich dick und fett auf Seite 1 ein Foto unserer Straße, insbesondere meines Hauses. Der Text war in dem Tenor gehalten „BBS-Schüler ruinieren ruhige und angenehme Wohngegend“. Vom frühen Morgen bis zu späten Nachmittag würden sie alle Parkmöglichkeiten belegen. Es soll doch bitte ein Verbotsschild aufegestellt werden. In der Bildunterschrift wird sogar etwas von privaten Stellplätzen erzählt, auf denen auch Parknot herrsche.

Wo kommen wir denn da hin? Wir leben hier doch nicht im Reservat. Da haben einige Leute aus meiner Straße offenbar nicht genug zu tun. Was mich jetzt aber am meisten nervt: ausgerechnet mein Haus ist dick und fett auf dem Bild abgelichtet. Also werde ich als Unbeteiligter, der sogar seine Auffahrt ausgewählten BBS-Schülern zum Parken zu Verfügung stellt, den Unmut auf mich ziehen. Und Annas Haus ist auch zu sehen und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die einen Brandbrief gegen die BBS-Schüler unterschrieben hat. Und sowieso: auf dem Foto herrscht gähnende Leere auf den Parkplätzen. Nur im Vordergrund steht ein Wagen und das ist bestimmt keiner von BBS-Leuten, sondern von Annas komischen Nachbarn.

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Mutter und Tante waren bei so ’nem professionellen Vorleser und waren ganz begeistert von seiner Interpretation des kleinen Hobbits. Aber was bleibt bei denen von so einem Erlebnis hängen?

Mutter: „Er war ja gut, aber wat ist er doch für’n Gnom.“
Tante: „Ja, den Gollum hat man ihm gut abgenommen.“

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In Ostfriesland wird ja noch viel Tauschhandel betrieben. Naturalien und Dienstleistungen. Der Wechselkurs ist dabei aber nicht immer ganz klar. Man tauscht manchmal halt einfach das, was gerade da ist. Heute tauschte ich zum Beispiel „Ein paar Stunden Fotos machen“ gegen „Ein Wochenende Dudelsack spielen“. Vielleicht bekomme ich morgen ja für einen Apfel irgendwo ein Schnitzel.

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Montag = Plattdeutschtag = Sonderbare-Witze-Tag.

De Paapst is ja nu ok tachentig worden un is ok neet mehr so up Stee. He hett so’n Rieten in d‘ Rügg. He geiht na d‘ Dokter un de seggt an hum: „Paapst, gah du mal in de Sauna.“ De Paapr geiht also in de Sauna. Un wo kann’t anner wesen: an d‘ anner Dag is he weer fix d’rbi. „Hunnert!“ seggt he an de Dokter. „Kiek“, meent de Dokter. „Denn maakst du dat nu fakeder, Paapst.“ De  Paapst overleggt. „Hm. Mörgen Avend mutt ik en Messe hollen, daar hebb ik kien Tied. Man Middeweek, denn gah ik weer in d‘ Sauna.“ Daar meent de Dokter. „Paapst, dat is en bietje stuur. Daar he’m wi ‚gemischte Sauna‘.“ Man de Paapst seggt: „Och, ik hebb daar kien Problem mit, ween daar en paar evangeelsken tüsken bünd.“