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Heute waren mir zwei Blondinen versprochen, aber es war nur eine da. Daher hab ich noch ein wenig überschüssige Energie.

Heute früh beim Arzt sah der Tag noch nicht so gut aus. Im Wartezimmer war eine Mutter mit zwei kleinen Kindern. Die Mutter war mit ihrem ständigen Zurechtweisen der Lütten doppelt so laut und nervig wie ihre beiden Sprösslinge. Dann kam eine Sprechstundenhilfe und wollte einen der kleinen Patienten hereinrufen. Sie sah auf ihren Zettel, zog die Stirn in Falten und brachte schließlich stockend und mit offensichtlichem Zweifel de Namen „Finn-Lukas“ heraus.

Sofort wurde sie von der Mutter angegiftet. „Der heißt Finn-Luca! Ohne S!“

Hätte sie den Kleinen besser „Susi“ nennen sollen. Da hätte ihm in Zukunft sicher die eine oder andere Demütigung dieser Art erspart.

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DocDee war gerade zu Besuch. Und ist schon wieder zu Hause. Was sollen die Eltern nur vorn mir denken? „Was? Du warst gerade bei ’nem Kerl und bist JETZT schon wieder zuhause? Wat is dat denn fürn Typ?“

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Hier, mein Nachbar, der ist nun tatsächlich hochoffiziell „Geprüfter Bilanzbuchalter“. Da werden die meisten denken: „Igitt. Zahlen und so.“ Aber das darf man nicht so vorurteilsbehaftet sehen.

Wenn ich das mal an einem Beispiel deutlich machen darf: ein Bilanzbuchhalter ist so etwas wie ein Fußballlehrer. Da wunderte sich auch schon manche, was daran so kompliziert sein soll, jemanden das Kicken eines runden Leders von A nach B und bevorzugt in einen eckigen Kasten mit Netz beizubringen. Warum also den Titel eines Fußballlehrers anstreben?

Nun, zum Trainerposten gehört ja eine Menge mehr. Man stelle sich vor, bei der dritten Mannschaft des SV Frisia Kleiklutenmoor ist Saisonabschlussfete und keiner ist da, der den Grill und den Zapfhahn bedienen kann. Da muss dann ein Fußballlehrer ran. So ist das auch mit dem Bilanzbuchhalter.

In meiner Eigenschaft als Redakteur einer angesehenen Wirtschaftszeitung sprach ich vor nicht langer Zeit genau über die Bilanzbuchhalterfortbildung mit einem wichtigen Geschäftsmann. Und der sagte: „Wenn man in seiner Firma Personal abbauen muss, dann wird man bestimmt die Bilanzbuchhalter nicht als erstes entlassen.“ Kann ich gut verstehen. Wäre ja auch schön blöd, wenn man den einzigen rauswirft, der den Grill bedienen kann.

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Ich war gestern auf einer großen Freisprechungsveranstaltung, wo über 200 Azubis ihre Abschlusszeugnisse erhielten. Und dabei wurden natürlich Reden geschwungen.

Ein Redner begann seine Ansprache mit der Ankündigung, er wolle nicht so lange reden. Denn eine Studie habe ergeben, dass bei Reden über 15 Minuten die Zuhörer nicht mehr genug Aufmerksamkeit aufbringen könnten, in Gedanken abschweifen und an Sex denken würden. Und das wäre ja im Moment nicht ganz das Richtige.

Der Nachfolgende Redner griff den Faden auf. Er sagte sinngemäß, dass er zwar auch nicht lange reden wolle, aber dennoch wolle er die jungende Leute keineswegs vom „an Sex denken“ abhalten, sondern: “Ich fordere Sie sogar ausdrücklich dazu auf, Sex zu haben!“

Ein Moment ungläubige Unruhe auf den Sitzen, dann Jubel und Applaus aus den Reihen der Jungen, eher sparsame Gesichter bei der Eltern- und Großelterngeneration. Ganz großes Kino.

Der Redner ruderte dann zurück. „Sex natürlich nur in geordneten Bahnen.“ Aber Sex müsse sein, schließlich brauche die Gesellschaft viele Kinder. Aber ich glaube, der „Schaden“ war schon angerichtet. Mal sehen, ob da noch was nachkommt. Von den Kindern mal abgesehen.

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Das war ein Tag heute. Manmanman. Auf der Strecke von Wittmund nach Emden hatte ich erst einen Emsländer, dann einen Sauerländer und schließlich einen Warendorfer vor mir.

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Kurzes Wochenendtelegramm.

Mutter hat sich die Haare verfärbt, die jetzt nach unbestätigten Angaben „quittengelb“ sind. Kristian hat ein gestörtes Verhältnis zu Lebensmitteln. Aus „Joppiesoße“ wird ganz schnell „Yuppiesoße“. Die neueste CD von einem ostfriesischen Liedermacher ist nicht nach mir benannt, aber fast; Titelheld der CD ist das Schwein „Temmi“.

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Eine Kleinigkeit in eigener Sache: ein Spaßvogel hat es sich im Moment zur Aufgabe gemacht, in meinem Namen Unfrieden zu stiften. Dazu verwendet er meinen Namen und eine Emailadresse, die der meinigen sehr ähnlich ist.

Ich glaube zwar nicht, dass es die Stammleserschaft dieses Blogs betrifft, aber falls ihr irgendwie sonderbare Emails bekommt, die angeblich von mir stammen, dann seht doch bei der Absenderadresse nochmal genau hin.

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„Wie die Nase des Mannes, so sein Johannes“, sagt der Volksmund. Lotta hat da eine ganz andere Theorie. Sie klagt über regelmäßiges nicht enden wollendes Nasenjucken. So auch gestern, als wir zum Dank für meine Benzin-bringe-Aktion Essen waren.

Als wir das Etablissement verließen, verzog sich auch das Jucken. Sie stellte daher die These auf, dass das Nasenjucken mit einer gewissen außergewöhnlichen optischen Stimulanz des Fortpflanzungstriebes zusammen hängen könnte, weil sie den Kellner so ansprechend fand, der uns bedient hatte. Sie wolle einmal Tagebuch darüber führen, um die Theorie empirisch nachvollziehbar zu untersuchen.

Find ich gut. Andere führen Schlaftagebuch oder Kopfschmerztagebuch, sie ein Nasenjuckentagebuch. Ich schlug ihr vor, das als Weblog anzulegen. Das könnt ein Straßenfeger werden.

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Mein Lieblingsblatt, die „Rheiderland-Zeitung“ hat sich mal wieder selbst übertroffen. Im Sportteil titelt sie großflächig mit der Überschrift: „Poppen: Das es eng wird, ist klar

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Es war mal wieder Abiball. Diesmal der von Teelka. Ich habe selten so einen untergewichtigen Abi-Jahrgang gesehen. Bei den Mädels mochte man meistens nur sagen: „Kinder, ihr müsst was essen. Da ist das Buffett.“

Henne war so gut, mich zur Feierlichkeit zu fahren. Dabei lernte ich von ihr die Verkehrsregel des „Rechts des Schnelleren“. Anna stellte auf der Feier fest: „Hier laufen eine Menge hübscher Kleider rum.“ Und ich verärgerte derweil einen professionell angestellten Fotografen, als ich mich daneben stellte und sagte: „Ich machs für die Hälfte.“

Teelka wollte mich zudem verhauen lassen, als ich auf ihre Quengelei bezüglich der Unpraktischkeit ihres angeklebten Kleides beim Toilettengang anbot, auf das Kleid aufzupassen, solange sie den Locus aufsuchte. Undankbarkeit regiert die Welt.