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So, es ist mal wieder soweit. Termo bloggt die Zukunft seiner Leser. Der Abwechslung wegen (und weil meine Bleigießpfanne kött ist) lege ich euch in diesem Jahr die Tarotkarten. Und um auch alle Kandidaten zu schaffen, ziehe ich für jeden nur eine einzige Karte und deute sie für euch.

Tarot

Dann wollen wir mal. Das bringt euch das neue Jahr: [Den gesamten Eintrag lesen…]

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Neulich musste ich mir anhren, man habe noch nie einen Mann getroffen, der so viel Sekt trinkt wie ich.

Ja, wat soll man denn aber sonst machen, wenn es nichts anderes auf der Feier zu trinken gibt?

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Wünsche frohe Weihnachten.

Vor dem Festessen in meiner Wohnung vorhin zerschmiss Mutter einen Teller mit großem Getöse in Tausend Stücke. Dies kommentierte sie mit: „Oh, das war einer von den unzerbrechlichen Tellern.“

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Jede Familie hat weihnachtliche traditionen. Auch bei uns gibt es sowas. Und zwar wird jedes Jahr wieder mit Nachdruck und großem Hallo bekundet, dass wir den hässlichsten Weihnachtsbaum aller Zeiten haben.

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Und im Friesischunterricht bekomm ich immer so unangenehm auffallende Kicheranflle. Und zwar immer, wenn was mit Blumen drankommt. Denn im Mooringer Friesisch heit Blume „krll“. Und wer wei, dass im Ostfriesenplatt „Krll“ einfach mal gaaaaaanz was anderes heit, der wundert sich nicht, warum ich bei friesischen Beispielstzen wie „Weer san l da krlle blawen?“ („Wo sind all die Blumen geblieben“) gelegentlich mal unangebracht amsiert bin…

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Die Endjahresfeiersaison schwenkte in dieser Woche schonmal auf Weihnachtsfeierkurs ein, nur jedoch am kommenden Wochenende noch einmal auf die Geburtstagsfeierschiene zurückzusteuern. Aber diese Woche wie gesagt erstmal Weihnachtliches, zumindest dem Etikett nach.

Vergangenen Dienstag hatten wir nämlich die Weihnachtsfeier der Frisisten. Dazu waren sogar eigens eine Handvoll westerlauwers’sche Friesen angereist, die in Groningen („Chchchroouuningen“ bzw. „Grins“) Frisistik studieren. Die brachten wir dann so einzeln bei uns allen unter. Mein Kandidat war positiv überrascht, dass er unter seiner Landesflagge nächtigen durfte.

Naja, die Feier war jedenfalls sehr gut. Wir mussten uns vorher eintragen, wer was zur Feier beisteuert. Da ich weder backen noch Salate machen kann, besann ich mich meiner Talente und brachte Tee und Kruiden mit.

Das gefiel den Gästen sehr gut. Die Westerlauwer hatten erwartungsgemäß ihre eigene „Kruiden-Variante“ dabei, den „Berenburg“. Einer der guten Jungs konnten von meinem Ostfriesenschnaps jedoch nicht genug bekommen und musste am folgenden Tag die Segel streichen. Das war natürlich nicht so beabsichtigt. Aber so ein Spaß… Gesungen haben wir auch noch. Friesisch und Englisch. Oh come all ye faithful, joyful and triumphant.

Egal, das Beste war aber, dass ich am Ende, als die Jungs und Mädels heute wieder gingen, Wurst geschenkt bekam. „Friese Droge Wurst“ steht drauf und versprochen wird „Kwaliteit út Fryslân“. Und dann klebt noch ein dicker fetter pompeblad-Aufkleber, auf dem steht „Bjusterbaalik lekker“. Mal gucken, ob die Wurst hält, was sie verspricht.

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Muss vergangene Woche auf der Logopdinnenparty nach meinem Ableben noch hoch hergegangen sein, besagen unbesttigte Gerchte.

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Da komm ich heute also zum Arzt und denke, dass ich da mindestens zwei Stunden im Wartezimmer hocke. Aber nix. Kaum bin ich da, werde ich durchgeschleust, behandelt und bin wieder draußen, ehe ich „Wrack“ sagen kann. Ich wüsste nu eigentlich gar nicht, was ich mit der überschüssigen Zeit anfangen sollte. Aber da ich wider Erwarten auch kein Praxisgebühr bezahlen musste, hau ich die Kröten jetzt mal großspurig auf den Kopp.

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Nach der Logopdenfeier am Donnerstag gab es gestern das Kontrastprogramm bei der Geburtstagsfeier meines alten IHK-Kollegen Calimero. Ich kannte mit Ausnahme des Gastgebers niemanden, und das war auch nicht schlimm. Aber es fhrte dazu, dass man jedes Mal, wenn man sich wieder jemandem vorgestellt hatte, gefragt wurde: „Bist du auch von der Salsa-Fraktion?“

Ich hatte das eigentlich jedesmal mit meinem Hnftschwung beantworten (bzw. verneinen) wollen, aber soweit kam es irgendwie nie. Vielleicht besser so.

Da Calimero schon viel rumgekommen ist in seinem Leben, war die Gsteauswahl dementsprechend vielfltig. So konnte ich viel frs Leben lernen. Beispielsweise ber Unsinn, den man seinen Azibis beibringt, ber das notwendige berfahren von Stopschildern, ber Kampfsport fr kleine Mdchen und ber die Einbrgerungspraxis der Bundesrepublik.

Aber es ist egal, wie ein Gruppe zusammengestellt ist – es gibt immer ein Thema, zu dem alle mit der grten Freude am meisten beitragen knnen: wie man die illegalen Pinkler hinterm/vorm Wohnhaus am besten bekmpft. Die Ideen reichen von „Weidezaun“ bis hin zu „Tennsballkanone“. Immer ein groer Jokus.

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Meine Mitbewohnerin hat Geburtstag und angeblich kommen gleich ausschlielich blonde Logopdinnen auf die Feierlichkeit.

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Der Mann von der ista war gerade da, um die Werte von den Heizmessgerten abzulesen. Und als er klingelte, konnte ich mir den dummen Witz nicht verkneifen und fragte: „Ista jemand?“

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Mutter erzählte vorhin ganz selig davon, wie in ihrer Kindheit Weihnachten gefeiert wurde. Mit Würstchen, Kartoffelsalat und Kakao mit „K’neel“ (Zimt). Dann verfinsterte sich jedoch ihr Gesichtsaudruck. Denn in der Kirche sei sie immer beleidigt gewesen, weil in „Stille Nacht“ immer ihre Schwester Traute, aber nie sie selbst erwähnt wurde… („…das traute hochheilige Paar…“)

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So ein Studienbetrieb ist ja durchaus nicht selten eine ziemliche Massenveranstaltung. Da man ja aber nun wei Gott nicht mit allen, die mit einem in irgendwelchen Vorlesungen oder Seminaren sitzen, nher was zu tun hat, merkt man sich auch nur eine begrenzte Anzahl von Namen.

Heute ertappte ich mich dann aber schlielich dabei, dass ich einigen dieser mir nicht nher bekannten Personen, die mit mir in verschiedenen Veranstaltungen sitzen, innerlich Ersatzbezeichnungen zuordnete. Da wren zum Beispiel Bezeichnungen auf Grundlage von mir mehr oder weniger willkrlich zugeordneter Eigenschaften, etwa „Die Irre“ und „Der Dicke“, aber auch Bezeichnungen, die durch langwierige Erfahrungsprozesse entstanden sind, zum Beispiel „Die, die nach jedem Satz den Dozenten fragt ‚Knnen wir das mal transkribieren‘?“

(Und bevor jemand, beispielsweise Chefchen, sich darber beschwert, dass es bei meinen beispielhaften Schmhbezeichnungen mehr Frauen als Mnner gibt, sei gesagt: in der obigen Aufzhlung tauchen verhltnismig viele Mnner auf, wenn ich die Geschlechterverteilung in meinen Kursen so bedenke.)

Jedenfalls hatte ich irgendwie ein schlechtes Gewissen, nachdem ich mich selber bei der gedanklichen Herabwrdigung meiner Komoli… Kolimo… Kommidingens Mitstudenten erwischte. Denn eigentlich, so dachte ich mir, sind die doch bestimmt ganz nett, falls man sie nher kennen sollte. Sie gehen halt nur mir persnlich zur falschen Zeit am falschen Ort auf die Nerven. Und wenn ich mich nerven lasse, dann bin ich da selber genauso fr verantwortlich…

Andererseits: wie lange muss man ruhigen Gemts Aussagen „Du laberst voll die bilabiale Scheie“ ber sich ergehen lassen? (Selbst, wenn man nicht gemeint ist.) Naja, schauen wir mal. Ich fhlte mich jedenfalls auf einmal acht Jahre zurckversetzt, als in einem Historikerseminar sich einer mit den Worten „Ich bin Karl, aber nicht Karl der Groe“ vorstellte und sich das halbe Plenum ersteinmal zwei Minuten kniglich bemmelte.

Aber ich will hier nicht den Eindruck erwecken, alles sei schlimm. Nein nein, diese Studentseinsache hat auch sehr positive Seiten. Heute gab es zum Beispiel Schnitzel in der Mensa.