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So, es ist mal wieder soweit. Termo bloggt die Zukunft seiner Leser. Der Abwechslung wegen (und weil meine Bleigießpfanne kött ist) lege ich euch in diesem Jahr die Karten. Um auch alle zu schaffen, ziehe ich für jeden nur eine Karte und deute sie für euch. Dann wollen wir mal. Das bringt euch das Jahr:

Carter: Fünf Scheiben
Na das fängt ja gut an. Die Carter wird sich sehr mit einer Entscheidung quälen, aber die Entscheidung wird eine bereinigende Wirkung haben und alles wird gut. Wollen wir hoffen, dass es nicht nur um den Kauf einer Waschmaschine geht.

Chef: Zehn Kelche
Schau an. Chef kann die Dinge vollkommen enspannt auf sich zukommen Lassen. Wie ungerecht. Und Carter muss so ackern.

Chefchen: Vier Stäbe
Wat’n Schweinkram. Venus im Widder. Da soll sie sich mal selber überlegen, was das bedeutet.

Dino: Der Teufel
Das natürlich typisch. Der Pastor kriegt den Teufel, der olle Glückspilz. Klingt vielleicht abwegig, aber das deutet auf ein sehr zufriedenstellendes Jahr 2008 hin. Vielleicht sogar mit Nachwuchs. Da freut sich seine Frau.

DocDee: As der Schwerter
Vertrauen in die eigene geistige Klarheit. Das spielt wohl auf die weise Entscheidung an, nicht nach Lloret de Mar zu fahren.

Floris: Glück
Was soll ich dazu sagen.

Fritze: Acht Stäbe
Da muss ich mich irgendwie verzogen haben. Die Karte steht für „Schnelligkeit“. Wahrscheinlich, weil er mit dem Rauchen aufgehört hat. So schnell kann’s gehen.

Gerrit: Vier Scheiben
Macht. Macht! MACHT! Gerrit wird Kanzler. Oder sowas. AStA-Vorsitzender vielleicht.

Hannes: Prinz der Scheiben
Wat habt ihr alle mit den Scheiben hier? Bei Prinz Hannes musste ich jetzt erstmal tatsächlich nachschlagen, um das zu deuten. Erst dachte ich, dass er beim Schützenfest erfolgreich sein wird. Aber nein: Hannes ist 2008 körperlich und geistig aktiv und hat auch noch Spaß dran.

Harald: Sechs Schwerter
Hm. Harald macht seinen Doktor. Kann man das in seiner Branche? Zumindest irgendsowas ähnliches.

Helge: Drei Scheiben
Joa. Das ist recht Eindeutig. Helge arbeitet viel und gerne im kommenden Jahr. Er gibt alles. Wahrscheinlich baut er sich einen Fokko Bot.

Hilko: Zwei Schwerter
Zwei Schwerter sind zwar Hilkos bevorzugter Kampfstil, aber diese Karte steht eher für den Frieden. Hilko wird ein Friedensstifter.

Jan G.: Sechs Kelche
Das ist eine Karte, wie man sie sich wünscht. Vollkommen unverfänglich, diese Karte. Lässt alle Möglichkeiten offen, aber verspricht dabei ne Menge Spaß. Jan ist ist Genussmensch und sollte auch jede Möglichkeit zum Genuss nutzen, alles andere wäre Verrat am Schicksal.

Joost: Ritter der Kelche
Hm… spirituelle Erhöhung…. geistige Beziehungen… Vielleicht alles zu hoch gegriffen. Vielleicht deuten wir einfach ganz stumpf die Abbildungen auf der Karte: Joost lernt 2008 reiten und fliegt anschließend raus.

Mutter: Der Wagen
*brüll vor lachen* Diese mächtige Trumpfkarte steht eigentlich allgemein für eine positive Erweiterung der Lebensumgebung. Aber vielleicht deutet sie auch nur darauf hin, dass Mutters gespaltenes Verhältnis zu ihrem Auto auch im kommenden Jahr anhält. Da brauch ich ja für Vadder keine eigene Karte zu ziehen…

m°: Acht Scheiben
Oh, na sieh mal einer an. „Still sitzen, nichts tun – der Frühling kommt.“

Neele: Drei Kelche
Teile und kommuniziere. Eine andere Kartendeutung wäre vielleicht auch „Fülle“, aber dann heißt es ja gleich wieder: „Du sagst, ich bin fett?“

Onno: Sechs Stäbe
Große Unternehmungen, die Onno 2008 anpackt, stehen unter guter Erfolgsaussicht. Dann ist es wohl Zeit, nach dem „Land der Häuptlinge“ nun endlich „7FS“ zu realisieren.

Plytje: Die Hohepriesterin
Plytje gründet eine Sekte.

Sam: Zwei Scheiben.
Wechsel. Wandel. Wechseljahre? Klimawandel?

Teelka: Der Magier
Irgendwas zwischen „das Licht der eigenen Genialität in die Welt hinaustragen“ und „der Wille des Ganzen geschehe“. Dat mag ja wat worden.

Traubo: Der Mond
Der Ruf des Unbekannten. Uiuiui.

Uke: Der Turm
Am Ende werden hier noch mal die Trümpfe ausgepackt. Geistige Erneuerung und Karriere. Und wahrscheinlich ein Büro in einem hohen Turm weit oben. Allerdings muss er sich der Höhe bewusst sein. Und nicht das Telefonaufladekabel unten vergessen.

Dr. woTan: Prinz der Schwerter
Das ist so etwas wie der Hiphoper unter den Hofkarten. Wotan wird GangstaRapper.

Wübbo: Zwei Kelche
Das ist ja wohl ne Hochzeit oder so. Das wird ja was. Voll das anstrengende Jahr.

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Dann schauen wir mal, was davon wird. Frohes Neues, wünsche ich.

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Neulich musste ich mir anhren, man habe noch nie einen Mann getroffen, der so viel Sekt trinkt wie ich.

Ja, wat soll man denn aber sonst machen, wenn es nichts anderes auf der Feier zu trinken gibt?

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Wünsche frohe Weihnachten.

Vor dem Festessen in meiner Wohnung vorhin zerschmiss Mutter einen Teller mit großem Getöse in Tausend Stücke. Dies kommentierte sie mit: „Oh, das war einer von den unzerbrechlichen Tellern.“

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Jede Familie hat weihnachtliche traditionen. Auch bei uns gibt es sowas. Und zwar wird jedes Jahr wieder mit Nachdruck und großem Hallo bekundet, dass wir den hässlichsten Weihnachtsbaum aller Zeiten haben.

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Und im Friesischunterricht bekomm ich immer so unangenehm auffallende Kicheranflle. Und zwar immer, wenn was mit Blumen drankommt. Denn im Mooringer Friesisch heit Blume „krll“. Und wer wei, dass im Ostfriesenplatt „Krll“ einfach mal gaaaaaanz was anderes heit, der wundert sich nicht, warum ich bei friesischen Beispielstzen wie „Weer san l da krlle blawen?“ („Wo sind all die Blumen geblieben“) gelegentlich mal unangebracht amsiert bin…

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Die Endjahresfeiersaison schwenkte in dieser Woche schonmal auf Weihnachtsfeierkurs ein, nur jedoch am kommenden Wochenende noch einmal auf die Geburtstagsfeierschiene zurückzusteuern. Aber diese Woche wie gesagt erstmal Weihnachtliches, zumindest dem Etikett nach.

Vergangenen Dienstag hatten wir nämlich die Weihnachtsfeier der Frisisten. Dazu waren sogar eigens eine Handvoll westerlauwers’sche Friesen angereist, die in Groningen („Chchchroouuningen“ bzw. „Grins“) Frisistik studieren. Die brachten wir dann so einzeln bei uns allen unter. Mein Kandidat war positiv überrascht, dass er unter seiner Landesflagge nächtigen durfte.

Naja, die Feier war jedenfalls sehr gut. Wir mussten uns vorher eintragen, wer was zur Feier beisteuert. Da ich weder backen noch Salate machen kann, besann ich mich meiner Talente und brachte Tee und Kruiden mit.

Das gefiel den Gästen sehr gut. Die Westerlauwer hatten erwartungsgemäß ihre eigene „Kruiden-Variante“ dabei, den „Berenburg“. Einer der guten Jungs konnten von meinem Ostfriesenschnaps jedoch nicht genug bekommen und musste am folgenden Tag die Segel streichen. Das war natürlich nicht so beabsichtigt. Aber so ein Spaß… Gesungen haben wir auch noch. Friesisch und Englisch. Oh come all ye faithful, joyful and triumphant.

Egal, das Beste war aber, dass ich am Ende, als die Jungs und Mädels heute wieder gingen, Wurst geschenkt bekam. „Friese Droge Wurst“ steht drauf und versprochen wird „Kwaliteit út Fryslân“. Und dann klebt noch ein dicker fetter pompeblad-Aufkleber, auf dem steht „Bjusterbaalik lekker“. Mal gucken, ob die Wurst hält, was sie verspricht.

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Muss vergangene Woche auf der Logopdinnenparty nach meinem Ableben noch hoch hergegangen sein, besagen unbesttigte Gerchte.

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Da komm ich heute also zum Arzt und denke, dass ich da mindestens zwei Stunden im Wartezimmer hocke. Aber nix. Kaum bin ich da, werde ich durchgeschleust, behandelt und bin wieder drauen, ehe ich „Wrack“ sagen kann. Ich wsste nu eigentlich gar nicht, was ich mit der berschssigen Zeit anfangen sollte. Aber da ich wider Erwarten auch kein Praxisgebhr bezahlen musste, hau ich die Krten jetzt mal grospurig auf den Kopp.

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Nach der Logopdenfeier am Donnerstag gab es gestern das Kontrastprogramm bei der Geburtstagsfeier meines alten IHK-Kollegen Calimero. Ich kannte mit Ausnahme des Gastgebers niemanden, und das war auch nicht schlimm. Aber es fhrte dazu, dass man jedes Mal, wenn man sich wieder jemandem vorgestellt hatte, gefragt wurde: „Bist du auch von der Salsa-Fraktion?“

Ich hatte das eigentlich jedesmal mit meinem Hnftschwung beantworten (bzw. verneinen) wollen, aber soweit kam es irgendwie nie. Vielleicht besser so.

Da Calimero schon viel rumgekommen ist in seinem Leben, war die Gsteauswahl dementsprechend vielfltig. So konnte ich viel frs Leben lernen. Beispielsweise ber Unsinn, den man seinen Azibis beibringt, ber das notwendige berfahren von Stopschildern, ber Kampfsport fr kleine Mdchen und ber die Einbrgerungspraxis der Bundesrepublik.

Aber es ist egal, wie ein Gruppe zusammengestellt ist – es gibt immer ein Thema, zu dem alle mit der grten Freude am meisten beitragen knnen: wie man die illegalen Pinkler hinterm/vorm Wohnhaus am besten bekmpft. Die Ideen reichen von „Weidezaun“ bis hin zu „Tennsballkanone“. Immer ein groer Jokus.

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Meine Mitbewohnerin hat Geburtstag und angeblich kommen gleich ausschlielich blonde Logopdinnen auf die Feierlichkeit.

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Der Mann von der ista war gerade da, um die Werte von den Heizmessgerten abzulesen. Und als er klingelte, konnte ich mir den dummen Witz nicht verkneifen und fragte: „Ista jemand?“

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Mutter erzählte vorhin ganz selig davon, wie in ihrer Kindheit Weihnachten gefeiert wurde. Mit Würstchen, Kartoffelsalat und Kakao mit „K’neel“ (Zimt). Dann verfinsterte sich jedoch ihr Gesichtsaudruck. Denn in der Kirche sei sie immer beleidigt gewesen, weil in „Stille Nacht“ immer ihre Schwester Traute, aber nie sie selbst erwähnt wurde… („…das traute hochheilige Paar…“)

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So ein Studienbetrieb ist ja durchaus nicht selten eine ziemliche Massenveranstaltung. Da man ja aber nun wei Gott nicht mit allen, die mit einem in irgendwelchen Vorlesungen oder Seminaren sitzen, nher was zu tun hat, merkt man sich auch nur eine begrenzte Anzahl von Namen.

Heute ertappte ich mich dann aber schlielich dabei, dass ich einigen dieser mir nicht nher bekannten Personen, die mit mir in verschiedenen Veranstaltungen sitzen, innerlich Ersatzbezeichnungen zuordnete. Da wren zum Beispiel Bezeichnungen auf Grundlage von mir mehr oder weniger willkrlich zugeordneter Eigenschaften, etwa „Die Irre“ und „Der Dicke“, aber auch Bezeichnungen, die durch langwierige Erfahrungsprozesse entstanden sind, zum Beispiel „Die, die nach jedem Satz den Dozenten fragt ‚Knnen wir das mal transkribieren‘?“

(Und bevor jemand, beispielsweise Chefchen, sich darber beschwert, dass es bei meinen beispielhaften Schmhbezeichnungen mehr Frauen als Mnner gibt, sei gesagt: in der obigen Aufzhlung tauchen verhltnismig viele Mnner auf, wenn ich die Geschlechterverteilung in meinen Kursen so bedenke.)

Jedenfalls hatte ich irgendwie ein schlechtes Gewissen, nachdem ich mich selber bei der gedanklichen Herabwrdigung meiner Komoli… Kolimo… Kommidingens Mitstudenten erwischte. Denn eigentlich, so dachte ich mir, sind die doch bestimmt ganz nett, falls man sie nher kennen sollte. Sie gehen halt nur mir persnlich zur falschen Zeit am falschen Ort auf die Nerven. Und wenn ich mich nerven lasse, dann bin ich da selber genauso fr verantwortlich…

Andererseits: wie lange muss man ruhigen Gemts Aussagen „Du laberst voll die bilabiale Scheie“ ber sich ergehen lassen? (Selbst, wenn man nicht gemeint ist.) Naja, schauen wir mal. Ich fhlte mich jedenfalls auf einmal acht Jahre zurckversetzt, als in einem Historikerseminar sich einer mit den Worten „Ich bin Karl, aber nicht Karl der Groe“ vorstellte und sich das halbe Plenum ersteinmal zwei Minuten kniglich bemmelte.

Aber ich will hier nicht den Eindruck erwecken, alles sei schlimm. Nein nein, diese Studentseinsache hat auch sehr positive Seiten. Heute gab es zum Beispiel Schnitzel in der Mensa.