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Mnemotechnik: Ein Eisbär spielt Eishockey mit einem Big Mac. Wir stehen auf der Tribüne und essen Tortillas. Wir wünschen auch unserem Nebenmann einen Guten Appetit, der jedoch zieht ein elektronisches Maschinengewehr und schießt eine Salve in die Luft. Wir kriegen es mit der Angst zu tun und fliehen auf einer Honda. Hinten auf der Honda sitzt der Nikolaus und hat ein Spielzeugauto dabei. Das kostet viel Geld und ist nur was für Reiche. In einer Kurve fahren wir gegen eine Palme. Dadurch fallen Kokosnüsse runter auf den Äquator. Die Kokosnüsse auf dem Äquator sehen aus wie eine Flöte. Der Flöte tun wir Chilly aufs Mundstück, dass animiert uns dazu, in ein Steakhaus zu gehen. Dort steht ein Kellner, der klopft immer nervös auf seine Uhr. Wir nehmen ihm die Uhr weg und hängen die Uhr an ein Geweih, das an der Wand hängt. Daraufhin tanzt der Kellner Samba. Da kommt eine französische Frau herein und hängt den Kellner ans Geweih. Der wird sauer und wirft das Geweih nach der Frau und trifft sie an den Venen. Die Frau ruft die Polizei und die schenkt ihr einen Papagei.

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Aha-Erlebnisse heute in der Allgemeinen Linguistik. Ich zitiere einfach mal meinen Dozenten: „Und an diesem Beispiel sehen wir, dass das Plattdeutsche durchaus gewisse Ähnlichkeiten mit dem Aztekischen aufweist.“

In eben jenem Fach haben wir uns übrigens ein Lehrbuch anschaffen müssen, über das uns in jeder Stunde gesagt wird, an welche Stelle es schlecht ist, unpassende Beispiele bringt, welche Absätze wir streichen und welche Abschnitte wir überspringen sollen und wo wir doch mal selber lieber eine Korrektur eintragen sollten. Klassischer Fehleinkauf. Aber: als Beispiel für eine bestimmte Konstruktion brachte es den Satz „Lange Haare – kurzer Sinn“ anstelle des traditionellen Schiller nachempfundenen „Lange Rede – kurzer Sinn.“ Da sag mal einer, die seien nicht fortschrittlich

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„Die alten Sachsen, die ungefähr im heutigen Ostfriesland siedelten….“ Mein Gott, wenn ich so etwas lese – gerade in einer angeblich renommierten großen deutschen Zeitung wie der FAZ, dann kann ich wirklich nicht mehr davon ausgehen, dass die Redakteure sich tatsächlich mit dem befassen, was sie schreiben.

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Eigentlich nicht sonderlich klug, eine Wahl auf so ein Datum zu legen. Eine auf Halbmast geflaggte Deutschlandfahne vor einem Wahllokal könnte verheerende Signalwirkung haben.

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Heute präsentiere ich das Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien:

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Man könnte es für Unordnung halten, aber es ist bestimmt eine plastische Darstellung der Dekonstruktion oder der Metaphysik oder der strukturalistischen Semiotik.

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Gibts das, dass Architekten so ne Art Urheberrecht auf besondere Gebäude haben und diese dann vor Veränderung schützen dürfen? Ich war gestern in einer Schule, Gebäude jüngeren Datums, und die Innenräume waren aus nacktem Beton. Hatte den Charme einer Kanalisation. Aber die Wände dürfen nicht gestrichen werden, es dürfen keine Bilder aufgehängt werden und nix. Würde ich mir verarscht vorkommen, wenn ich so ein Gebäude gekauft hätte.

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Mal wieder was aus der Uni:

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Was sagen wir zu dem jungen Mann? Diese Masche wird nicht ziehen. Wenn er Geld verlangen würde, dann vielleicht. Denn was nichts kost, is auch nix. Gell?

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Ich hatte heute meine Ikea-Premiere. Sehr bizarr. In der Küchenabteilung kriegt man Hunger, in dr Betten-Abteilung wird man müde und aus der Deko-Abteilung will man nur ganz schnell wieder raus.

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Montag war ich – ganz hochoffiziell und universitär – im plattdeutschen Theater in Neumünster. Was mir (einmal mehr) auffiel: ganz ein fieser Dialekt hier. Und das Theaterstück war mit wahnsinnig viel Deutsch durchsetzt. Und das Publikum, obwohl so 90 Prozent grauhaarig oder kahlköpfig, sprach auch kein Platt miteinander. Außer den Schauspielern und uns hat da nur einer Platt gesprochen, und zwar der Platzanweiser. Und auch nur mit uns, weil der uns Platt sprechen hörte.

Ansonsten war das Stück aber sehr lustig. Und gesponsert war es vom Erotikversand Orion.

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Dat Beste an Kiel ist ja eigentlich das Autokennzeichen. „KI“. Da kann man so viel mit machen. Ich freu mich immer, wenn ich auf die Straße gehe und gucken kann. Die Langweiler machen natürlich „KI-EL“, aber man findet daneben „KI-ND“, „KI-CK“, „KI-SS“, „KI-NO“, „KI-NN“, „KI-BA“, aber auch „KI-FF“, „KI-LL“, „KI-RK“ oder (mein Favorit, wenn mein Wagen hier angemeldet wäre) „KI-TT“.

Und dann kommt irgendso so eine Dummbacke aus dem Kieler Umland um die Ecke und ruiniert mit seinem Autokennzeichen „SL-UT“ den ganzen künstlerischen Anspruch.

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Und in dem Haus des Friesenvereins, das wir besichtigten, war in jedem zweiten Raum ein mehr oder weniger gut verstecktes Fach, in dem sich ’ne Flasche Schnaps oder Wein befand. „Bisschen Spaß muss ja auch sein“, sagte man uns dazu.

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Das war ein Martyrium heute. Ich war von der Uni aus auf Exkursion in Nordfriesland. Die Exkursion war sehr gut. Aber die Mädels bei mir im Kleinbus kamen aus irgendeinem Grund auf die Idee, auf Hin- und Rückfahrt Hörspielkassetten zu hören. Und zwar „Bibi und Tina“. Das ist Bibi Blocksberg auf dem Ponyhof. Ganz bizarr. Am Schlimmsten war es, als Bibis Schulfreundin, die Punk-Hexe Schubia, auch noch dazu kam. Die hatte ein schrilles Organ, harijassesnee. Ich bin jetzt noch ganz aufgewühlt.

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Wenn man als Friese wie unsereiner den Antifeudalismus quasi im Blut hat und mit allerlei Monarchischem im Laufe der Geschichte nicht so super Erfahrungen macht, wie spricht man dann eigentlich beispielsweise einen König an, wenn man ihn zufällig trifft? Denn der persönlich hat einem ja in der Regel nichts getan.  a) Bleibt man aus Höflichkeit und Respekt vor seinem außerfriesischem „Amt“ bei sowas wie „Majestät“? b) Nennt man ihm umstandslos beim Vornamen, wie man es bei jedem anderen macht? Oder c)  macht man so eine Art Kompromiss, mit dem man zwar anerkennt, dass er da irgendwo ein mehr oder weniger wichtiges Pöstchen bekleidet, aber dabei eindeutig kennzeichnet, dass man sich gleichrangig fühlt; also etwas wie „Du, König, ich hab da mal ne Frage“?

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Man wundert sich doch immer wieder, wie häufig ausgesprochene Dummheit mit ausgeprägter Hässlichkeit einher geht. Das fällt irgendwie besonders auf, wenn mal wieder irgendwo so ne besoffene Glatze mit mäßig vollständigem Gebiss gröhlend durchs Gesichtsfeld torkelt.