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Ich fhle mich nicht so, als wrde kommende Nacht die Zeit ne Stunde vorgestellt. Ich fhle mich, als wrde sie 15 Jahre vorgestellt.

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Ach ja, da ging er dahin. Soeben ging die letzte plattdeutsche Ausgabe des „Pottkieker“ zuende, des allmorgentlichen Vormittagsmagazins von Radio Ostfriesland. Einmal die Woche gab es dat Ding auf Platt, und ich war damals von Beginn an mit dabei – modernformuliert man dasheutzutage wohl so: „Er hat die Sendung in ihrer Anfangszeit entscheidend mitgeprgt.“ Das war immer ne Gaudi…

Den Pottkieker gibts wohl weiter, ab sofort dann aber durchgngig auf Deutsch. Die plattdeutsche Schiene wird wohl ab dem 1. April durch ein tgliches plattdeutsches Mittagsmagazin ersetzt. Find ich auch nicht schlecht.

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Bei Osterfeuern ist ja interessanterweise auch immer die örtliche Feuerwehr ganz vorne mit dabei. Als wenn die sich darüber freuen, einmal im Jahr den Brand nicht löschen zu müssen, sondern legen zu dürfen. Und da sind die dann mindestens genauso fachmännisch dabei. Wenn das Wetter zu feucht oder dein Haufen nicht fachmännisch aufgeschichtet ist und dein Feuer nicht brennen will – hol die Feuerwehr (oder Hilko mit der Signalpistole).

Unweit unsereres bereits recht stattlichen Osterfeuerhaufens hatte also auch die örtliche Freiwillige Feuerwehr ihr Feuerchen angerichtet. Es wurde berichtet, auf dem ersten Blick habe man den „aufgeschichteten“ Haufen beim Vorbeifahren für einen kleinen Wald gehalten, den man zuvor noch nie bemerkt hatte. Des Nachts war jedenfalls ein schöner Feuerschein über dem Dorf zu sehen, der einer Feuerwehr würdig war. Die Jungs hatten zur Sicherheit jedenfalls auch gleich einen Einsatzwagen zur Feuerstelle beordert. Sehr löblich. Der gemeine Bürger hätte aber eh nicht mehr auseinander halten können, ob da nur der Winter vertrieben wurde oder das Overledingerland in Flammen stand.

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Ich berichtete ja davon, dass es bei den Biikefeuern in Nordfriesland hie und da Brauch ist, den Haufen von anderen Leuten schon heimlich in der Nacht vorher anzuznden. Beim gestrigen Osterfeuer spekulierten wir auch darber, ob es diesen Brauch auch mal bei den ostfriesischen Osterfeuern gegeben haben knnte. Damals sei das Osterfeuer noch am Ostersonntag abgebrannt worden.

Den sturen Ostfriesen ist es nur eines Tages zu doof geworden, dass irgendwelche Rotzlffel aus dem Nachbardorf den mhsam zusammengetragenen Haufen aus Gestrpp, Autoreifen und asbestverseuchtem Bauschutt vor der Zeit in Flammen aufgehen lieen und so kam man ihnen einfach zuvor und osterfeuerte einfach schon am Sonnabend. Und so, wie es die Legende berichtet, ist es bis heute geblieben.

Hilko regte allerdings an, diesen Brauch wiederzubeleben und am Karfreittag loszuziehen. Als progressiver Traditionalist brachte er dabei auch die Variante mit der Leuchtspurmunition ins Spiel. Man knne einfach mit seinem Wagen vorfahren und den Osterfeuerhaufen von der Strae aus in Brand schieen. So habe man es ihm aus anderen Gegenden berichtet.

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Auch bei der diesjhrigen Osterhitparade des Radiosenders FFN ist das Friesenlied „Freje Wind de Wulken weiht“ von Laway wieder gut platziert. Allerdings haben wir ein paar Pltze abgegeben und Landen „nur“ auf der 174. Aber im Gegensatz zu den vergangenen Jahren gab es in diesem Jahr keine groe Stimmenkampagne. Von daher: All up Stee.

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Bevor wir am Freitag zu Harms Geburtstagsfeier nach Oldenburg aufbrachen, wurden wir Zeuge eines groen Sportereignisses auf der Sportanlage des SV Stikelkamp. Die Heimmannschaft absolvierte ein kurzfristig angesetztes Freundschaftsspiel gegen einen klassenhheren Verein aus der Nachbarschaft. Das eigentliche Auswrts-Pflichtspiel war abgesagt worden, weil angeblich ein Platzwart des Gegners seinen Rasen gefhrdet sah und die Mannschaft sich nicht mit der Austragung in Stikelkamp anfreunden konnte.

Nun gut. Auch das Freundschaftsspiel bot alles, was sich ein Zuschauer nur wnschen kann. Der Klassenhhere hat es sich zur beliebten Tradition gemacht, die Freundschaftsspiele in Stikelkamp zu verlieren, was dem einen oder anderen aber nicht so beraus gefllt. Dennoch wurde zielstrebig an der Tradition festgehalten. Auf dem Platz gab es dann auch den erwarteten Schlagabtausch verbaler und gelegentlich auch krperlicher Art. Interessant ist dabei ja auch, dass die, welche immer am meisten heulen, auch selber immer am ruppigsten reingehen.

Seinen angemessenen Hhepunkt fand die Partie, als sie in der 85. Minute beim Stande von 3:1 fr die Gastgeber abgebrochen wurde. Ein Trainer oder Betreuer oder Spielertrainer (oder was auch immer das fr fr einer war) der Gste hatte einen seiner Verteidiger deutlich hrbar angewiesen, „der Nummer 14 mal so richtig einen mitzugeben“. Dies und die daraus resultierenden Tumulte waren dem Schiri dann fr ein Freundschaftsspiel dann doch zu viel des Guten.

Seinen Teil zu dem Schauspiel trug auch Vadder bei, zunchst am Spielfeldrand. Da bot er zusammen mit seinen beiden Kumpanen das typische Bild des gealterten Fuballers, der mit Freude das Treiben des „Nachwuchses“ kommentiert. Nach dem Spiel zeichnete er sich vor allem Besen aus. Immer wenn wieder jemand durch den Gang vor den Kabinen gegangen war, fegte Vadder frhlich hinterher.

Selbst als eine Weile niemand den blanken Boden beschmutzte, trieb er sich in irgendwelchen schattigen Ecken des Ganges herum. Schlielich fegte er mir noch ein Hufchen Dreck vor die Fe und sagte stolz: „Guck mal, ich hab noch was gefunden.“

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Oh, schon wieder Donnerstag.

Meine Fresse, sogar die Woche ist in Deutschland genormt: „In Deutschland war seit 1943 die DIN 1355 gltig, welche 1976 gendert wurde, dann 1992 in die EN 28601 aufging und im September 2006 von der derzeit gltigen DIN ISO 8601 abgelst wurde.“

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So, nochmal boeln gewesen heut. Hannes fand im Schlot die DVD-Hlle eines Pornos. Diese schleppte er ne Weile mit, lie sich dann aber liegen. Interessanterweise war sie dann aber verschwunden, nachdem eine andere Boelgruppe uns berholt hatte.

Als spter vier Rehe unseren Weg kreuzten, behauptete er, das seien keine vier Rehe sondern ein Hase gewesen.

Den weiesesten Spruch des Tages schnappte ich spter in der Toilette des Dorfkrugs auf: „Boven geiht dat rin, unnern geiht dat weer ruut – dat is doch all nix.“

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Dat is mal ganz typisch Vadder: er verbrennt sich an einer heien Tasse wahnsinnig die Finger und lsst das Ding natrlich auf den Boden fallen, das in tausend Stcke zerschellt.

Anstatt die Finger zu khlen wird nun erstmal der Fuboden sauber gemacht…