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Ich musste feststellen, dass die aktuell im Netz befindliche Homepage meines Studienfachs ein klassischer Fall dafür ist, dass eine Seite einfach nicht mehr gepflegt wird und jahrelang unbenutzt und unverändert herumliegt. Man bekommt schon fast nostalgische Gefühle, wenn dort Veranstaltungen wie „Die westfriesische Popmusik“ für das Wintersemester 1999/2000 angekündigt werden.

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Unten stehender Absatz stammt aus einem Aushang zu einer Klausur, der mit den Worten eingeleitet wurde: „Wenn Ihre Klausur so aussieht wie das Nebenstehende, dann haben sie alles richtig gemacht […] Es gab aber auch viele Klausuren, die Dinge enthalten, die mir nicht gefallen. Hier einmal eine Liste von Punkten, die zur Abwertung führten:“

Geschwafel

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Wenn ich mir die umfangreichen Papierstapel so ansehe, die einem dank einiger Anzeigenblätter hier jedes Wochenende kostenfrei ins Haus geliefert werden, frage ich mich, was das mit Altpapierboom auf sich hat. Seit geraumer Zeit bemühen sich hier nämlich ein Haufen privater Recyclingfirmen um das Papier der kleinen Leute. Soll ja gerade viel Geld auf dem Markt bringen, das Papier.

Ich frage mich, ob es für die Anzeigenblätter nicht mittlerweile gewinnbringender wäre, die Zeitungen gar nicht auszuliefern, sondern nach dem Druck direkt an die Recycler zu verkaufen. Das würde auch das Geld für die Austräger sparen. Eine Goldgrube.

Termo, ich bewundere deinen betriebswirtschaftlichen Sachverstand. Dankeschön, sehr nett von dir.

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Immer wenn des Abends das glockenhelle Klingeln der WG-eigenen Mikrowelle durch die Wohnung tönt, weiß ich, dass eins von meinen Mädels zu Bett geht. Stichwort: Körnerkissen.

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Ich belege in einem Grundlagenmodul in Deutscher Literaturwissenschaft eine Vorlesung, die parallel auch von Studenten der örtlichen Kunsthochschule besucht wird und dementsprechend von Uni und Kunsthochschule gemeinsam veranstaltet wird. Das hat ein paar interessante Folgen. Zum einen inhaltlich. Die Vorlesung pendelt ständig zwischen einer fakten-/methodenorientierten Darstellung und einem mit künstlerischem Vokabular durchsetzen Vortrag über Formensprache und Symbolgehalt.

Dies führt dann dazu, dass man sich fragt, wer in diesem stickigen und überfüllten Hörsaal wohl Künstler und wer Deutschphilologe ist. Da gibt es verschiedene Methoden, sich dieser Fragestellung anzunähern. Eine zugegebenermaßen nicht sehr genaue, dafür umso amüsantere Methode ist der Mützentest: Man guckt einfach, wer eine alberne Mütze oder ein komisches Tuch o.ä. trägt und stellt fest, dass diess nur die Künstler sein können.

Sicherer ist aber folgende Methode: die Germanisten erkennt man daran, dass sie bei der ersten künstlerischen Ausführung des Professors einen glasigen Blick bekommen und geistig abdriften oder gleich anfangen, sich mehr oder weniger laut zu unterhalten. Denn im Gegensatz zu den Künstler müssen sie ja keine schwierige Klausur, sondern bestenfalls einen Test mit geringer Notenreichweite schreiben.

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Gestern war ein typisch deutscher Fernsehabend: In der ARD lief „Der Untergang“, im ZDF „Der Untergang des BVB 09“ und auf RTL „Der Untergang des Abendlandes“.

„Rhett, Rhett! Was soll ich nur tun? Wohin soll ich nur gehen?“

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Heute war mein erster langer Donnerstag. Das heißt so, weil ich in diesem Semester die Hälfte meiner Lehrveranstaltungen donnerstags besuchen muss. Das ist nicht wenig, aber es gibt einenn Lichtblick. Zwischendurch hab ich nämlich mein Ostfriesisch-Seminar. Da konnte ich heute schön klugscheißen. Das entspannt ungemein.

Bei meinem ersten kurzen Studienversuch vor Jahren habe ich eigentlich nur gelernt, Interesse zu heucheln und Wissen zu simulieren. Das lerne ich nun zu verfeinern. Ich kann jetzt schon fast so tun, als wenn ich wirklich ALLES wüsste.

Was ist dann wohl die nächste Stufe? Dass ich tatsächlich alles weiß? Oder gar der Bachelor?

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Ach ja. Auf einer schönen Hochzeit gewesen am Wochenende. Ich könnte viel erzählen, aber ich belasse es bei ein paar Kleinigkeiten. Für Mutter war zum Beispiel der ganze Abend davon geprägt, dass sie „gleich beim ersten Tanz von der Frau des Schlachters getreten“ worden war. Unabsichtlich, aber schmerzhaft. Meine beste Freundin aus Schulzeiten war auch da und sie trat auch, und zwar auf die lange Schleppe der Braut. Dafür erntete sie den Kommentar: „War ja klar, dass ausgerechnet Du als erste da drauf trittst.“

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Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass mein neuer Asthmazeugsinhalator von seiner Form her ein wenig an einen kleinen Dildo erinnert? Wer entwirft wohl sowas? Haben die stinkreichen Pharmaunternehmen denn nicht mal ein wenig Kohle für einen Designer übrig? Da hat man doch jedes Mal eine ziemliche psychologische Hemmung zu überwinden, bevor man das Ding benutzt. Insbesondere in der Öffentlichkeit. Das kann doch im Ernstfall Leben kosten.

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Polterabend auf dem heimischen Fehn. Meine beste Freundin aus Schulzeiteb war als Ethnologin sehr angetan von den zahlreichen heidnischen und exotischen Bräuchen der Fehntjer. Ich erfreute mich dafür mehr an den kleinen Anekdoten, die so einer Feierlichkeit mit sich bringt.

Beispielsweise folgende: Um Mitternacht werden standesgemäß die Hose des Bräutigams und der BH der Braut verbrannt. (Als ob die jeweils nur eins davon besitzen…) Der Mann mit der Fackel macht sich am Rande dieses Ereignisses einen Spaß daraus, einem seiner Kumpels die Flamme kurz in den Schritt zu halten.

Ein anderer Kollege meint darauf in einem sehr überzeugenden Tonfall: „Pass auf, was du da machst! Da ist nur ne sehr kurze Lunte, das gibt gleich ’ne gewaltige Explosion!“

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Ist es Zufall, dass in dem Wort „Recherche“ irgendwie das Wort „Ärsche“ drinsteckt?

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Ich hab heut an einer Studie teilgenommen und wollte hier jetzt gerade darüber vom Leder ziehen. Aber mir fiel just ein, dass ich unterschrieb, da nicht weiter drüber zu reden. Verdächtig…

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Eben war die große orientalische Tanzshow, wo Mutter mitgemacht hat. Vadder war trotz der opulenten Darstellung nicht so begeistert. Er merkte in der Pause an, dass er eigentlich lieber Musik von den Stones oder Eric Clapton hören würde, statt Bauchtanz zu sehen.

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Gestern mal im Theater gewesen. Gute Schauspieler, mäßiges Stück, katastrophales Bühnenbild. (Reine Laienmeinung eines zahlenden Kunden.)

Ich glaube, mit den Theaterleuten ist das genauso wie mit den Werbungsleuten. Die machen ihr Zeug nicht fürs Publikum, sondern für ihre Berufskollegen. Ob das Publikum das Werk ansprechend findet, ist dabei nämlich wurscht. Hauptsache in der Branche sieht man, was man da doch wieder Modernes, Innovatives, Intellektuelles oder anderweitig krudes Zeug hingelegt hat. Der gute alte Gegensatz von E und U. Wenns nach mir geht, darf ruhig grundsätzlich eine Spur U dabei sein. Wie in der EU.