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Selbst der Finalniederlage kann ich noch was gutes abgewinnen. Da ich die Spanier bereits vor Beginn des Turniers auf der Rechnung hatte, konnte ich noch die volle Punktzahl im Meistertipp absahnen und auf den letzten Metern das Tippspiel noch für mich entscheiden.

So, jetzt erstmal gucken, ob mein Auto nicht abgebrannt ist.

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Wo Helge gerade seine Lieblingscharakterklasse des Ostfriesland-Rollenspiels ansprach, möchte ich sie hier auch gleich vorstellen. Das Bisschen Regelwerk, was zu diesem Spiel vorhanden ist, sah den ostfriesischen Stein als eine sehr robuste Charakterklasse vor. Nachteil: der Stein kann sich nicht aus eigener Kraft bewegen, außer des geht bergab. Da es kaum Berge in Ostfriesland gibt, ist auch das recht selten. Höchstens mal deichab.

Der Stein

Kein Wunder, dass Helge den Stein so gerne mag. Das Bild ist offenbar Helges Gesichtsausdruck nach einer durchschnittlichen Spielsitzung nachempfunden.

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Es ist Kieler Woche („Fischtage“, wie Uke sagen würde). Und ich frage mich gerade ernsthaft, ob es diese Woche so eine gute Idee war, mit dem Wagen nach Kiel zu kommen. Der steht ja nun zwangsläufig am Straßenrand. Und was ich an hier allein am hellichten Tag für sonderbare und/oder besoffene Gestalten durch meine Straße habe ziehen sehen, lässt mich um das gute Stück bange sein.

Naja, nichts kann schlimmer sein als diese konzertierte Taubenattacke neulich. Tagelang stand der Wagen frisch gewaschen, blitzblank und unbehelligt an der Straße. Und an dem Morgen, als ich ihn dann wieder benötigte, war die ganze Steuerbordseite zugeschissen. Wie eine Streubombe oder eine koordinierte Stuka-Attacke. Wenn ich die erwische.

Vielleicht waren’s auch die Möwen. Die terrorisieren uns im Friesischunterricht auch immer mit ihrem Geschrei.

Apropos Möwe…

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Ach ja. Ich wühlte heute in einigen alten Dingen, die bei mir hier so herumfliegen. Dabei stieß ich einmal mehr auf das Ostfriesland-Rollenspiel, das zwar bereits seit vielen Jahren auf meiner Homepage der Öffentlichkeit zugänglich war, aber für mich trotzdem immer wieder ein Quell der Freude ist.

Das Ganze wurde irgendwann Anfang der 90er Jahre von meinem Bruder und seinen Spießgesellen in einem Schulprojekt entwickelt. Wobei „entwickelt“ vielleicht schon zu viel gesagt ist. So weit ich das beurteilen kann, haben die Jungs vor allem Bilder gemalt, die ihre Spielwelt illustrierte. Aber das ist heute gut für uns, denn diese Bilder haben überdauert. Und auf verschlungensten Wegen sind die Hinterlassenschaften schließlich in meine Obhut gelangt.

Für all jene, die sich nie die Mühe gemacht haben, dieses nie fertiggestellte Wunderwerk der Spielkunst auf meiner alten Homepage zu begutachten, will ich hier ab und an mal was vorstellen. Dabei hoffe ich natürlich auf Rege Diskussionsbeteiligung der damaligen Entwickler. Vielleicht ergibt sich ja noch mal was daraus.

Die Entwickler hatten ganz offensichtlich eine helle Freude daran, eine umfangreiche Mythologie und Götterwelt für das fiktive, irgendwo zwischen Science Fiction, Fantasy und Geisteskrankheit angesiedelte Ostfriesland zu entwerfen. Deswegen beginnen wir ganz unkommentiert hier mit einer nicht unwichtigen Gottheit.

Jan, der Gott der Kühe:

Jan der Gott der Kühe

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Na, die Russen haben es noch nicht ganz so druf wie die Türken, was das Feiern angeht. Hier drehen seit geraumer Zeit schätzungsweise zwei Autos hupend ihre Runden.

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Es zeigt sich immer wieder: wenn man die Ansprüche herunter schraubt, dann kann man sich auch über die kleinen Dinge im Leben freuen.

Die Türkei schlägt nach einem mäßigen Spiel in letzter Minute die Schweiz (!), und seit einer Dreiviertelstunde ziehen die hiesigen türkischen Landsleute hupend in Autokolonnen ihre Runden…

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Bei der ganzen psychoanalytischen und aufgebauschten Berichtererstattung um Podolski (Bild: „Podolski putzt die Polski“), der gegen sein Geburtsland Polen zwei Tore schoss und nicht so recht jubeln mochte, fiel mir ein kleiner Comic ein, den ich vor zwei Jahren las. Ich weiß allerdings nicht mehr genau, wo der Abgedruckt war, aber ich habe mich königlich amüsiert.

Jedenfalls hatten wir das Problem eigentlich damals schon, weil wir bei der WM ja ebenfalls in einer Gruppe mit Polen waren. Damals wurde da kein großes Kino herum gemacht, weil eben nicht einer unserer Polen den Gegner erlegte, sondern unser Schweizer.

Nur eben dieser kleine Comic.

Und da stand zunächst nicht Podolski, sondern Klose im Mittelpunkt. Man sah einen nachdenklichen verunsicherten Klose, der angstvoll dachte: „Was mach ich nur, was mach ich nur.“ Würde er für Deutschland treffen, dann wäre er in seinem Geburtsland Polen ein Verräter, würde er nicht treffen, hätte er in Deutschland schlechte Karten. Schließlich kommt Podolski des Weges und Klose denkt sich: „Ich frag mal den Poldi. Der hat ja die gleichen Probleme, vielleicht weiß er Rat.“

Und wat sagt der breit grinsende Podolski? „Polen? Die haun wir wech!“

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Ach ja. Man wird mich mal wieder steinigen, wenn ich einmal mehr bekunde, dass ich die Niederländer ja eigentlich ganz gerne mag. Aber die Jungs haben mir heute wieder so eine Freude bereitet, da darf ruhig mal der eine oder andere Stein fliegen.

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Aushänge sind ja ein ganz wichtiges Mitteilungsmittel in einer Universität. Unverzichtbar. Je wichtiger eine Mitteilung, umso häufiger der Aushang. Folgender Aushang findet sich zum Beispiel seit dem traditionellen Fußballspiel der Dozenten gegen die Studenten allüberall in der Uni:

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