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Ich habe mich lange nicht mehr über furchtbare Namen ausgelassen, mit denen Eltern ihren Neugeborenen gleich eine schwere Hypothek mit auf den Lebensweg geben. Das kommt davon, dass ich lange nicht mehr die Ems-Zeitung in den Fingern hatte. Da sind immer die größten Kracher drin.

Aber heute hatte auch das lokale Blatt einen besonderen Reißer zu bieten. Bei einigen mir mittlerweile fast schon verhassten Namen ist es ja kein Wunder, dass mehrere Eltern sich den gleichen Unfug auswählen. An vorderster Stelle steht bei mir da ja „Luca“, der auch heute  natürlich einmal vertreten ist. Aber dann bringen ja manche auch noch so Schoten, wo man sich fragt, wie zwei Elternpaare gleichzeitig den selben dummen Gedanken haben konnten. In dieser Kategorie heute: „Lennox Sky“ und „Til Lennox“. Ein frohen Start ins Leben wünsche ich.

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The German Band „Mandrake“ was brought to life by Lutz de Putter in the wastelands of northern germany („Ostfriesland“) in the late 90s.

Wat ne Unverschämtheit. Wastelands. Wenn ich den erwische…

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Es verwundert mich ein wenig, dass mein Email-Anbieter es mir als bahnbrechende Neuerung verkauft, dass neue Emails in Fettschrift dargestellt, während bereits gelesene Mails in normaler Schrift angezeigt werden. Damit gewinnen die bestimmt den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft.

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Verwandschaft hat ja gelegentlich etwas seltsame angewohnheiten. Zum Beispiel wird gerne über anwesende Leute gesprochen, als wärens sie nicht da. Oder es gibt einen fliegenden Wechsel. Gestern zum Beispiel. Ich komme in den Raum und werde begrüßt: „Moin Temmo, Wo geiht di dat?“ Aber bereits der zweite Satz ist nicht mehr an mich, sondern an Mutter gerichtet: „Wat maakt Temmo nu egentlik?“

Das finde ich immer ein wenig verstörend.

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Jetzt mal wieder was für alle, die ab und an gerne ein wenig in Nostalgie schwelgen. Erinnert ihr euch noch vage an das Jahr 2000? Damals fand die Expo in Hannover statt. Meine persönliche Erinnerung daran ist vor allem durch meinen Bruder geprägt, der in seiner Trampeligkeit mitten auf der äußerst belebten Expo-Plaza  auf eine herumliegende volle Safttüte trat. Und es hat für mich nie einen besseren Beweis für die Ungerechtigkeit dieser Welt gegeben, als dieses Ereignis. Denn der klebrige Inhalt die Safttüte ergoss sich mit einem lauten Knall nicht über ihn, den Verursacher und Schuldigen des Malörs, sondern über mich! Vor all den Leuten! Eine Unverschäftheit war das.

Aber das wollte ich ja eigentlich gar nicht erzählen, sondern folgendes: wer sich an die Expo 2000 erinnert, der erinnert sich sicher auch an diesen bekloppten Jingle, für den Kraftwerk einen Haufen Kohle kassiert hatte. War ein richtiges Skandälchen damals. Termostat bewies im Fahrwasser der Aufregung, dass man einen ähnlich bekloppten Jingle auch für einen Bruchteil der Kosten haben kann, den Kraftwerk verursachte.

Und hier ist er: termostat 2000

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Ich bin ja bekanntlicherweise ein Freund von falsch verbundenen Anrufern. Da lernt man immer interessante Leute kennen. Bis heute war der junge Soldat mein Favorit, der in mir seinen Hauptmann gefunden zu haben glaubte.

Das wurde aber nun durch die alte Dame getoppt, die mich für ihren Gefäßchirurgen hielt. Aus so etwas können sich durchaus interessante Gespräche entwickeln, selbst wenn der Irrtum schnell aufgeklärt wird. Aber alte Damen können über Sprüche wie „Das einzige Gefäß, mit dem ich mich auskenne, ist ein Bierhumpen“ offenbar nicht lachen.

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Jungejunge. Wenn man so einige Zeitungskollegen auf den Terminen erlebt, dann muss man glauben, dass deren letztes Stündlein geschlagen hat, so dermaßen hetzen die einen.

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Vadder erklärte sein Schulleiteramt heute zum erblichen Lehen der Samtgemeinde, nachdem ich ihm wieder bei der Statistik zur Hand gegangen war. Er meinte, ich würde alle Voraussetzungen mitbringen, das Amt zu übernehmen und zwar ein Händchen für das furchtbare Statistikprogramm des Landes Niedersachsen. Nee, ohne mich. Sollen die doch wen anderen belehnen. Wenn Vadder in Pension geht, geh ich mit.

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Hatte gerade einen ganzen Stoß Kusinen zu Gast. Eine meinte, sie sähe auf allen Fotos aus wie ein Pfannkuchen, die andere erklärte uns, dass ein Benefizkonzert Benefizkonzert heißt, weil es in Benegafehn stattfindet.