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Es ist wieder Zeit für das alljährliche Silvesterorakel für treue Leser. Da Bleigießen und Kartenlegen an dieser Stelle bereits zu Ehren gekommen sind, habe ich Zwecks Variation mal in meinem Fundus von Orakeltechniken gekramt. Und dabei bin ich auf eine Orakelvariante gestoßen, die ich in meiner Journalistenausbildung an der Hamburger Akademie für Publizistik und Okkultismus gelernt habe.

Und dort war das hauptsächlich dazu gedacht, einem auf die Sprünge zu helfen, wenn man mal keine Inspiration für ein Reportagethema hat. Dann soll man nämlich das Taschenbuch des öffentlichen Lebens nehmen (den so genannten OECKL), blind eine Seite aufschlagen und dort ebenso blind auf eine Stelle deuten. Dieses Buch enthält alle möglichen Vereine, Verbände, Behörden und Interessensgruppen der Republik. Und mit dieser Methode findet man mit einiger Sicherheit irgendeinen hanebüchenen Verein, über den man dann schreibt. Die Methode nennt sich OECKL-Stechen.

Für unsere Zwecke ist diese Methode sehr geeignet, man muss nur das zu stechende Buch den Gegebenheiten anpassen, da der OECKL uns natürlich als persönliches Orakel fürs kommende Jahr nicht wirklich weiter hilft. Ich habe mir die Suche nach einem Buch mit angemessenem prophetischen Potenzial nicht schwer gemacht und einfach die Bibel genommen. Und zwar in einer „Die gute Nachricht“-Variante. Nicht, weil ich die Übersetzung so geil finde, sondern weil meine Ausgabe optisch ein wenig wat her macht.

Bibel

Ich habe also für euch Bibelstechen gemacht und gebe im folgenden die orakelten Bibelstellen wieder. Im Gegensatz zum Kartenlegen und Bleigießen brauche ich nicht groß heruminterpretieren, um hier was zu Papier bringen zu können, dat wisst Ihr selber eh besser. Nur falls mir spontan was einfällt, kommentiere ich vielleicht ein wenig… Also, auf gehts:

Carter: 2. Könige 24, 8: Zu dieser Zeit wagte sich der König von Ägypten schon nicht mehr aus seinem Land heraus, denn alle Gebiete vom Eufrat bis zur ägyptischen Grenze, die früher zu seinem Machtbereich gehört hatten, waren inzwischen fest in der Hand des Königs von Babylonien.
Hm, da jagt die Carter wohl irgend nem Ägypter irgendwas ab kommendes Jahr.

Chef: 2. Korinther 2, 13: Aber ich war unruhig, weil mein Mitarbeiter Titus nicht eintraf. Darum nahm ich Abschied und reiste nach Mazedonien.
Oha, Chef hat seine Mitarbeiter nicht im Griff.

Dino: 1. Samuel 14, 14: Bei diesem ersten Schlag gegen die Philister hatten Jonatan und sein Waffenträger an die zwanzig Mann auf kleinstem Raum erledigt.
Dino legt sich ja gerne mal mit Nazis an, wahrscheinlich macht er sie wieder fertig im kommenden Jahr.

docdee: Matthäus 13, 33: Oder es ist wie beim Sauerteig:Eine Frau mengt ihn unter einen halben Zentner Mehl und der macht den ganzen Teig sauer.
Tja…

Floris: Klagelieder 1, 19: Ich rief die Liebhaber, die mich einst begehrten, doch sie ließen mich alle im Stich. Meine Priester und die führenden Männer, elend sind sie umgekommen in der Stadt, weil sie nirgends etwas zu essen fanden, um sich am Leben zu erhalten.
Floris wird als Spielführer seiner Fußballmannschaft abgewählt.

Fritze: 4. Moses 22, 28: Da gab der HERR der Eselin die Fähigkeit zu sprechen und sie sagte zu Bileam: „Du hast mich jetzt schon dreimal geschlagen. Was habe ich dir denn getan?“
Da muss ich nix zu sagen, glaube ich…

Gerrit: Sirach 31, 8: Wie glücklich ist jemand, der reich wird, ohne schuldig zu werden, weil er nicht hinter dem Geld her ist!
Sein Job wirft vielleicht doch noch mal was ab.

Hannes: Tobit 6, 17: Aber wenn du mit ihr ins Brautgemach gehst, dann nimm ein Stück von der Fischleber und das Fischherz und lege beides auf die Glut im Räuchergefäß. Wenn der Geruch dem Geist in die Nase steigt, ergreift er die Flucht und kehrt nie mehr zu ihr zurück.
Ich kann es nicht deuten, aber irgendwie passt es zu Hannes.

Harald: 1. Mose 41, 13: Und es ist alles genauso eingetroffen, wie er es vorausgesagt hatte: Ich wurde wieder in mein Amt eingesetzt und der andere wurde gehängt.
Oha.

helge: Daniel 7, 8: Während ich die Hörner beobachtete, brach ein weiteres Horn zwischen ihnen hervor. Drei von den vorigen Hörnern wurden seinetwegen ausgerissen. Das Horn hatte Menschenaugen und ein Maul, das großmächtig prahlte.
Helge spielt im kommenden Jahr mal wieder mit Uke und Hauke und mir zweilichtige Harry-Potter-Spiele.

Hilko: Offenbarung 3, 15: Ich kenne euer Tun: Ihr seid weder warm noch kalt. Wenn ihr wenigstens eins von beiden wärt!
Weder Fisch noch Fleisch, weder Sack noch Eisenstange.

Jan G: Johannes 9, 12: „Wo ist er?“, fragten sie ihn. Er antwortete: „Ich weiß es nicht.“
Ich weiß es auch nicht.

joost: 5. Mose 33, 22: Über den Stamm Dan sagte er: „Auch Dan ist wie ein junger Löwe, er springt hervor aus Baschans Wald.“
Joost, junger Löwe? Ich erinnere mich nur an seine fette Katze, die ich für ein Sofakissen hielt.

Kai-Uwe: Baruch 3, 14: Lasst euch also sagen, wo Einsicht, Verstand und Klugheit zu finden sind, dann werdet ihr auch begreifen, was zu einem langen, erfüllten Leben führt und was euch Glück bringt und eure Augen vor Freude leuchten macht.
Hörst du? Einsicht und Verstand, dann wird alles gut…

M°: Richter 15, 8: Er ging auf sie los und schlug sie zusammen. Dann zog er sich in die Felsenhöhle bei Etam zurück.
Ein frohen 1. Mai 2009 wünsche ich.

Neele: Ezechiel 4, 15: Da sagte er zu mir: „Gut, dann kannst du Kuhmist statt Menschenkot nehmen“.
Keine Ahnung was das soll, aber es gefällt mir.

Onno: Jeremia 23, 25: Der HERR sagt: „Ich habe das Gefasel dieser Propheten gehört. ‚Ich hatte einen Traum, ich hatte einen Traum!‘, sagen sie und wollen damit das Volk glauben machen, dass sie in meinem Auftrag reden. Aber alles, was sie vorbringen, ist Lug und Trug.“
Nich aufs Gefasel hören, Onno.

Plytje: Lukas 3, 9: Die Axt ist auch schon angelegt, um die Bäume an der Wurzel abzuschlagen. Jeder Baum, der keine guten Früchte bringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.
Plytje macht sie alle lang kommendes Jahr.

Teelka: 2. Samuel 14, 8: „Geh ruhig nach Hause“, antwortete der König. „Ich werde die nötigen Anordnungen treffen.“
Gutes Personal ist schwer zu bekommen.

Traubo: 2. Chronik 2, 14: Habe die Güte, die angekündigte Sendung von Weizen, Gerste, Wein und Öl abzuschicken.
Mahlzeit.

Uke: Apostelgeschichte 19, 32: Unter den dort Zusammengeströmten herrschte die größte Verwirrung. Alle schrien durcheinander und die meisten wussten nicht einmal, worum es ging.
Hat bestimmt was mit Ukes Job zu tun.

Dr. woTan: Nehemia 4, 15: So arbeiteten wir alle vom ersten Morgenrot an, bis die Sterne sichtbar wurden; aber die Hälfte meiner Leute hatte ständig den Speer in der Hand und hielt Wache.
Der alte Gangstarappa Wotan und seine Posse „Die Wixer“ werden Stars am Hiphop-Himmel.

Wübbo: Hohelied 7, 9: Auf die Palme will ich steigen, ihre süßen Früchte pflücken, will mich freun an deinen Brüsten, welche reifen Trauben gleichen. Deinen Atem will ich trinken, der wie frische Äpfel duftet.
Schweinkram!

Wie dem auch sei. ich wünsch euch ein frohes Jahr 2009. Munter hollen.

Nachtrag:

Tantchen: Prediger 7, 21: Versuche nicht, alles mitzubekommen, was die Leute reden. Was hast du davon, wenn du hörst, wie deine Untergebenen über dich schimpfen?
Eben, sag ich auch immer.

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Das Singen in der Kirche wird einem nicht gerade erleichtert, wenn links von einem die Mutter jede Strophe die Tonhöhe wechselt und rechts der Bruder die ganze Zeit ein und denselben Ton singt. Wenn man sich dann auch noch dazu verleiten lässt, darüber nachzudenken, was man denn da überhaupt singt, dann hat man vollkommen verloren. Ich sag nur: „Jesus, schöne Weihnachtssonne, bestrahle mich mit deiner Gunst, dein Licht sei meine Weihnachtswonne, und lehre mich die Weihnachtskunst, wie ich im Lichte wandeln soll und sei des Weihnachtsglanzes voll…“

Ik wünsk jo all en moi Karstied! Hollt jo munter!

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Das Fest der Liebe. Mutter versuchte, einen bereits mehr als 50 Prozent vergünstigten Weihnachtsbaum noch weiter runter zu handeln.

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Auch in diesem Jahr gab es wieder die berüchtigte Jahrensendfestplattenformatierungsgeburtstagsfeier von meiner beiden Kumpels, sie um diese Zeit Geburtstag haben. Einen kompletten Festivalbericht traue ich mir nicht zu, daher nur ein paar kleine willkürlich ausgewählte Episoden. Für mich persönlich war im Prinzip gleich der Beginn der Party der Höhepunkt, als der Hannes ganz stolz und bedeutungsschwanger berichtete, dass er versprochen habe, auf der am folgenden Tag stattfindenden Weihnachtsfeier seiner Schwiegereltern „beim Gähnen die Hand vor den Mund zu nehmen“.

Moritz und Basti machten es sich im Laufe des Abends zur Aufgabe, Joachim zu piesacken und ihm einen (wie es in der Fachsprache heißt) „Wedgie“ zu verpassen. Ein besonderes Gewicht bekommt dieser Umstand dadurch, dass Basti nur Minuten zuvor noch versichert hatte, sein sei Humor nicht mehr so grobschlächtig, sondern mittlerweile „sehr subtil“ geworden.

Und ganz nebenbei erfreuen mich ja auch immer so die kleinen Verständnisprobleme, die aus „vollwertigen Mitgliedern“ dann ganz schnell „vollbärtige Mitglieder“ machen.

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Gestern war wieder Frisistenweihnacht. Mangels ausgewiesener Koch- und Backkünste habe ich die Gesellschaft (neben diversen Spirituosen) einmal mehr mit ostfriesischer Teekultur beglückt. Und was vergangenes Jahr noch eher ein Geheimtipp im kleinen Kreis war, steigerte sich dieses Mal zu einem Renner. Ich kam mit dem Teemachen gar nicht mehr nach. Allerdings entfielen nur etwa zwei Drittel der Produktion auf klassischen Ostfriesentee, der Rest wurde zur nordfriesischen Spezialität namens Teepunsch verabeitet. Sozusagen ein panfriesisches Getränk – ostfriesischer Tee mit nordfriesischem Kööm.

Und eben just versammelte sich wieder eine ganze Kompanie blonder Logopädinnen in meiner Küche. Find ich gut.

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Ich war heut in Kiel beim Zahnarzt. Und eben jener entpuppte sich als Ostfriese. So etwas stellt die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Arzt und Patient gleich auf eine ganze andere Basis.

„Moin Herr Bosse. Ich bin Dr. *habvergessen*. Ich habe gesehen, Sie kommen aus Leer…“
„Ja. Wo kommen Sie denn her?“
„Aus Aurich.“
„Denn kö‘ wi ja ok futt Platt proten.“
„Jau, man nu will’n wi even kieken, wo’t mit Kuuspien is…“

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Vadder ist jetzt soweit und setzt sich mit der Schule gleich. „Die Gemeinde als Schulträger und ich als Schule haben Post bekommen.“

L’ecole c’est moi. Frei nach Luui Karthorst.

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Dat ik of un an so mien Nood mit de anner Studenten hebb, wat daar so um mi to scharmantjen, dat bünd ji ja al gewahr worden. Man upstünns hebb ik d’r weer heel’n besünner Koppel, de mi mall maken deit.

Verleden Semester was dat ja noch so’n Rieg van lüttje Wichten, de mi bold döör maakt harren. De satten bi d‘ hele Vörlesen blot an’t Kaulen, Kwiddern un Kweteln over süks’n Tüterkraam as „Schoh kopen“ un „Fingernagels anlacken“. Ik kunn in de hele grote Vörlesenssaal sitten gahn waar ik wull – de Düvelswieven kwammen alltied eerst köört ehr dat mit de Vörlesen löss gung – un satten alltied vör, achter of tegen mi, as wenn’s achter mi an wassen. Ik harr hör all mit Anloop in d‘ Moors schüppen kunnt.

Man nu is dat’n bietje anners. Disse Wichter sitten neet mehr mit mi in en Vörlesen un de anner Lüü, de daar bünd, hebben’t to d‘ gröttste Deel begrepen, dat Lüstern neet schaadt. Un wenn’t hör doch neet interesseren deit, denn hollen’s tominnst hör Beck.

Man daar sitt nu anner Volk tüsken, wat mi schüddkoppen lett: Gasthörers, so nöömt „Studenten in’t Oller“.

(Daar mutt ik gliek tüskenschuven: Ik hebb daar nix tegen. Ik hebb nix d’rtegen, dat Rentners of ok blot Minsken, waar de Kinner nu ut‘ Huus bünd, sük weer an de Uni rumdrieven un wat lehren willen. Ik bün ja ok neet mehr de Jungste. In mien anner Fack, in Freesk, is dat sogaar heel moi mit de ollerde Lüü. Un wenn ik hier so over „de“ oll Studenten käkel, denn meen ik neet all. Blot de, weffe mi daar leidig upfallen.)

Un besünners disse Vörlesen („Literatuur van’t twintigste Jahrhunnert“) haalt dat sülvst-benöömde intellektuelle Bildungsbörgerdoom an as’n Mestbült de Flegen.

Een Saak is bi de oll Froominsken nettakkraad so as bi de jung Wichter: Waar ik ok to sitten koom, se sitten ennelk um mi to. Man wat denn kummt, dat is dat heel verscheden: De Oll kaueln neet de hele Tied, man wenn s‘ wat seggen, denn leep trankiel un heel utsöcht. Wiel denn geiht dat daarum, dat se sük tegensiedig wiesen, wo intellektuell se bünd, wovööl Kultuur se hebben un dat se allens, wat de Perfesser vörn vertellt, heel interessant finnen un wiss ok verstahn. „Hest du al wat van Kafka leest? Nee? Dat sallst du man partu doon, de Boken bünd so mooi. Un wat kunn he good schrieven, dat is man en Spraak, wat he schreev. Ik hebb dat meest al tweemaal leest. Un he hett ja ok alltied de Sellskupp kritiseert. Mien Mann hebb ik ok al daarto brocht, dat to lesen, man de versteiht dat neet…“

Best was’t vandag. Een van de Ollskes was d’r wall neet verleden Week. Un so muss hör Nahberske ja ok allens evkes vertellen, wat de Perfesser annerlesd all seggt harr. Dat is ja ok gaar neet so leep (ok wenn se dat beter allens in’t Internet nalesen kunn), man se vertellde dat all so, AS WENN SE DAT SÜLVST RUUTFUNNEN HARR! „Oh, un de Döblin, de hett ja heel faken de Montagetechnik bruukt. Dat kann een ja gaar neet so sehn, wenn een de Boken lesen deit. Man in sien originaal Handschriften, daar süchst du dat. De hett ja ok hele Artikels ut Bladen rintütert, daar in sien Handschriften. Man in dat prentjet Book, daar süchst dat neet mehr…“

Man in de Mien van d‘ anner Wiev – so’n licht suur Grienen – kunnst sehn, wat se daarbi doch: „Jaja, oll Wickwiev, as wenn du Döblin sien Handschriften leest hest…“

Ja, ji menen: „Wat reegt Termo sük d’r weer so up, daar ka’st doch ehr over smüstern.“ Jaja, dat menen ji. Man wenn ji daar seten un elke Week utstahn mussen, dat bi elke passend of neet passend Kans sükse Bemarkens komen as „Oh ja, de Dreegroskenoper, de hebben wie maal in uns Leeskring naspöölt“ of „Jau, as he dat schreven hett, daar hett Hofmannsthal seker Mozart bi höört, dat geiht van de Metrum akkraad up de Melodie“ of ok „Ja, de Boken hebb ik ok al tohuus, dat was för uns alltied van Belang, dat uns Kinner immer all Klassiskers in uns Huusbokeree finnen kunnen“ – denn worden ji ok mall, dat segg’k jo.

So en lüttje Goodmaken is dat denn blot, wenn so ruugweg na’n half Stünn de eerst van disse Klüngel neet mehr tohören mag. Umdat hör dat vlicht dann doch neet so interesseert. Man Hoovdsaak is ja ok, dat de anner Froominsken sehn hebben, dat se daar was. Se kiekt denn lever ut de Ruten. Wat buten geböhrt, dat is ja ok heel wat wetensweert. Un so in hör Gedachten spöölt se dann ok en bietje mi hör klörig sieden Halsdook rum. (ELKEEN van de hett en klörig sieden Halsdook!) Un hör Nahberske is alltied blied, wenn se dat mitkriggt, wiel denn kann se heel minnachtig na hör Kulantske röver kieken, de denn ok verschrucken weer hör Plichten nakomen deit un stuuv na vörn staart…

(Un an disse Stee will ik denn ok noch mal mien Pardon an all de ollerde Gasthörers seggen, de daar sitten, umdat hör dat wiss interesseert un se wiss noch wat lehren willen. Nix för ungood!)

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Neulich waren wir mit den Friesen hier auf dem hiesigen Weihnachtsmarkt. Und Weihnachtsmarkt, das ist für mich Landei ja nach wie vor noch etwas, das irgendwie gedanklich mit „klein“ und „gemütlich“ in Verbindung steht. Das ist natürlich hier nicht so. Ein Haufen Glühweinbuden, ein wenig Grünzeug drumherum – fertig ist der Weihnachtsmarkt.

Naja, elk sie Möög, ich will das niemandem zerreden. Aber mir ist sehr rasch klar geworden, wie der Alkoholkonsum da angekurbelt wird. Denn als ich nahe der größten Glühweinbude auf meine Kollegen wartete, wurde ich intensiv und ausdauernd mit Wolfgang-Petry-Weihnachtsliedern beschallt. Das hält man nüchtern wahrscheinlich nicht lange aus.

Zudem weckte das bei mir böse Erinnerungen

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Alle, die das korrekte Vokabular zum Frauenabschleppen noch nicht drauf haben, können in der heutigen Taz noch einen Crashkurs bekommen. Am besten ist diese Stelle:

„Er [der Bumsguru] erklärt, wie man im Handy Telefonnummern verwaltet. Eindeutig verschlagworten: fuck body, future-ex-girlfriend, marriage material, etc. Fickbeziehung, künftige Ex, Material für die Ehe, etc. Er gibt Instruktionen fürs Date. Erst Café, dann Kino, dann Sex. Sex immer erst beim zweiten Treffen. Alles andere ist unprofessionell.“ (Taz vom 1.12.2008, von Bernd Kramer)

Ich werde dann mal alle meine HP10s in meinem Mobiltelefon entsprechend verschlagworten und ein paar Fuck Close’s klar machen… *tilt*