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In meinem Mittelniederdeutschkurs landete heute der Satz „nutte lere den simpelen luden“ an der Tafel (etwa „Nützliche Lehre für die einfachen Leute“).

Gelesen haben die meisten Leute allerdings nur „Nutte“ und „Lude“.

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Diese Schweinegrippe-Meldungen erinnern fatal an so Horror- oder Katastrophenfilme. Als Zuschauer weiß man, dass die Hälfte der Menschheit von einer Krankheit dahingerafft wird, aber die Protagonisten wissen das nicht und hören nur am Rande irgendwo irgendwelche Nachrichten vom Kaliber „Dutzende Tote in Mexiko durch geheimnisvolle Krankheit…“

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Erzählte ich von den Hauptschülern im Bus, die sich über die Bauarbeiter lustig machten? „Ey, so nen scheiß Job würde ich ja nicht machen wollen…“

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In einem internetbasiertem Sozialnetzwerk veröffentlichte ich jüngst folgende Statusmeldungen:

  • Gestern schrieb ich in Vorfreude auf das abendliche DFB-Pokalspiel in Anlehnung an einen berühmten Fußballschlager „Fußball ist unser Leben ja König Temmo regiert die Welt“.
  • Nach Bremens Triumph tat ich meine Freude mit dem Ausruf „WERDER!“ kund.
  • Heute, nach einem eher unangenehmen Arztbesuch, schrieb ich dann schließlich melodramatisch „Temmo ist wrack“.

Dies veranlasste unsere ehemalige italienische Frisisten-Erasmusstudentin zu folgendem Kommentar: „also gestern littest du unter starkem Großwahnsinn und regierste die Welt (naja…), dann seist du eine kleine Insel (???) gewesen; jetzt ein Wrack … morgen dann hoffentlich wieder Großwahnsinn“

Keine Sorge. Morgen bin ich dann ’ne große Insel.

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Neulich musste ich hilflos mit ansehen, wie sich jemand einen „kleinen gemischten Salat“ als vollwertige Mahlzeit bestellte. Da bekam ich, obwohl poll as en Klüütje und satt gefressen, doch tatsächlich wieder Hunger von. Das ganze Elend wurde dann aber gestern Abend noch auf die Spitze getrieben:

„Möchte sich jemand mit mir einen kleinen gemischten Salat teilen?“

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Ich sitze zum ersten Mal seit dem 1. Semester wieder mit „der Irren“ in einer Veranstaltung. Und es ist auch gleich mein Hass-Seminar für diesen Sommer. Das liegt nicht an der Irren speziell. Eher daran, dass mein Mittelniederdeutsch-Seminar mit Leuten vollgestopft ist, die nicht auf die Idee gekommen sind, dass Plattdeutsch und Niederdeutsch unter umständen etwas miteinander zu tun haben könnten.

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Ich bin nun fast 30 und da dachte ich, ich muss mal was nachholen, was ich noch nicht gemacht habe. Wegen meiner Höhen- und Flugangst entschied ich mich gegen den Fallschirmsprung und für den Tanzkurs.

„Wie steht es denn um Ihre Vorkenntnisse?“
„Ich habe schon mal Musik gehört.“

Und genauso ließ es sich an. Verkrampft und taktlos hoppelt man da über die Tanzfläche (bzw. durch die Mensa II) und versucht nicht aufzufallen. Und immer wenn ich mich gerade ein wenig in die Schritte eingefunden hatte, machte sich meine Tanzpartnerin einen Spaß daraus, mich lüstern anzugucken und mich so aus dem Kozept zu bringen.

Nächstes Mal trinke ich vorher ein Bier oder so. Das ist jedenfalls der schwierigste Kurs, den ich bisher an der Uni hatte. Altfriesisch und synchrone Sprachwissenschaft waren jedenfalls einfacher als Chachacha und Tango.

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Ik mutt noch even gau en bietje wat van’t Paaskwekenenn vertellen. Was al nix Besünners. Paaskefüür was heel wat anners as verleden Jahr, denn do harren wi ja Nood, dat Füür togang to brengen. Man nu was dat all so mooi dröög, dat dat Füür bold daan was, ehrdat Hilko torügg kwam van’t Beer halen.

De hele Saterdagavend harr en bietje wat van Süüdoostasien-Klima. So mit Smog un so. Van d‘ Fernte sach dat al heel moi ut, as wenn d’r de Dook over de Felders lagg. Man würkelk was dat de Smökeree van de Füren. As ik snachts na Huus fahren bün, daar harren all de anners Kaaren, wat mi tegen kwammen, geel Lüchten. De wurren eerst witt, as de denn dichter bi kwammen. Dat hett seker en paar Minuspunkten up de Fienstoff-List geven.

Stillfreedag was ik up’n Buursdag in Ollenbörg. Daar wurr uns over verklaart, dat dat en Mannlüü-Avend wesen sull. Was denn ok so. Man wi harren al hoopt, dat de Huusheer dat blot so sää, daarmit elkeen sien Ollske tohuus lett un dat he denn al wat Wichter organiseert harr. Man was nich so. Man dat hett en van de Maten neet offhollen, elk paar Minüten sien Klöten uttopacken. Dat was neet moi, nee nee.

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Mediterranes Flair in Kiel: tagsüber scheint die Sonne und ein laues salziges Lüftchen weht vom Meer (bzw. vom örtlichen deich- und gezeitenlosen Gewässer) in die Stadt. Und nachts brüllen Italiener auf den Straßen.

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„Hare Hitler“ klingt eh viel besser als als „H*** Hitler“. Und so orange Hare-Krishna-Kutten sind auch nicht weniger kleidsam als braune Hemden. Bei der Haarpracht sind die Nazis und die Krishna-Jungs ja auch nicht so weit auseinander. Da ist die NPD programmatisch sicher näher an der Naturgesetz-Partei (ihr wisst schon, diese Yogi-Flieger) dran als an der DVU. Ich sehe schon, dass gibt bald neue Koalitionen auf höchster politischer Ebene.

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Und am wunderlichsten sind ja diese Esoterik-Nazis, die Hitler für einen Avatar des hinduistischen Gottes Vishnu halten. Die hab ich in Ostfriesland aber noch nich gesehen.