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Mutter verwirrte uns gerade wieder alle, als sie wie ein aufgescheuchtes Huhn durchs Haus lief und rief: „Ich habe eine ganze Kiste voll mit Negern gehabt und kann sie jetzt nicht wiederfinden.“

Nach kurzer Empörung klärte sich der Sachverhalt so auf, dass sie Näh-Garn suchte. Das war fast so schön wie damals mit „more money“ und Moor-Manni.

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Bi disse Uni ka’st ok blot noch mall worden. Harr nett docht „Nu hebben’s amenn allens binanner“, daar gift dat alweer ’n Daalslag: Se hebben nu utklabüstert, dat dat in dat darde Studienjahr in d‘ Rebeet „Oll Dütsk Literatuur“ blot noch Kursen gift, de van en Perfesser maakt worden. Probleem is nu: Kien Perfesser maakt Kursen over Middelplattdütsk, de maken all blot Middelhoogdütsk – un dat hebb ik nooit lehrt.

Man vlicht kann ik denn ja an d‘ Stee van d‘ Iwein ja mien Bröör sien Hoovdling Hinni unnersöken. Dat is ja meest dat sülvige.

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Ich schrieb heute meine letzte Klausur für dieses Semester. Allerdings unter erschwerten Bedingungen: Etwa 500 Meter Luftlinie entfernt suchte sich „Fettes Brot“ genau diese zwei Stunden für einen ausgiebigen Soundcheck aus. Petrus erbarmte sich dann irgendwann unser und machte dem Spuk mit einem anständigen Gewitter ein Ende. Sowas.

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Mein üblicher Zahnarztbesuch bei meinen Zahnmedizinstudentinnen „Melli“ und „Franzi“ begann heute ganz amüsant. Denn die beiden stellten etwas missbilligend mit Blick auf zwei ihrer männlichen Kollegen fest, dass diese „schon wieder so eine hammersüße Schnitte“ in Behandlung hätten. Weiß gar nicht, warum die Damen sich beschweren. Machen sie selbst doch nicht anders…. *räusper*

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Hatten gestern ne kleine WG-Feier hier. Erstaunlich, wie viele Menschen in diese kleine Wohnung passen. Allerdings wurde es rasch etwas unübersichtlich, was die Gäste anging. Man kannte nämlich ’ne Menge Leute einfach mal gar nicht. Dennoch schaffte ich es schnell, die Leute zumindest meinen Mitbewohnerinnen zuzuordnen, denn die Leute hatten ganz bestimmte auffällige Eigenschaften:

  • Die Gäste von Mitbewohnerin A waren alle weiblich und blond.
  • Die Gäste von Mitbewohnerin B rochen alle nach Rauch oder Gras.
  • Die Gäste von Mitbewohnerin C erschienen gar nicht erst.

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Heute hörte ich Sportstudenten, welche sich über ihre Kollegen aufregten, die „nicht einmal einen Ball fangen“ können. Erinnert mich an unseren ehemaligen Frisistiksportler, der einmal fast daran gescheitert wäre, ein Buch ins Regal zu stellen.

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Ich bin heute Abend ab etwa 23 Uhr voraussichtlich auf dem Uni-Radiosender der Universität Bayreuth „Schalltwerk“ zu hören. In der Sendung MAOUIE bin ich als Experte geladen.

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Ich habe neulich geträumt, dass mitten in einem wichtigen Gespräch mein Chat-Programm ausfiel und ich dann meinen Heizkörper ans Internet anschloss und mich dann darüber mit Klopfzeichen verständigte.

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Schiffen und Kacken strengstens verboten!

Schiffen und Kacken untersagt

a) Dass man das überhaupt mitteilen muss, lässt tief blicken
b) Das Schild erweckt den Eindruck, als dürften nur Männer nicht ihre Notdurft an dieser Stelle verrichten. Sexismus?

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Ich beklagte mich ja schon ein paar mal an dieser Stelle über gewisse Tendenzen zur Ruhestörung, die sich vor meiner Haustür ergeben. Gelegentlich bin ich mir dann aber morgens nicht mehr sicher, ob ich das ganze Spektakel nur geträumt habe. Ich kann aus meinem Dachfenster die Straße nicht einsehen (nur einhören, sozusagen), daher kann ich die Krachkameraden eh nicht inspizieren und so kommt es dann manchmal morgens zu diesen erinnerungstechnischen Unsicherheiten. So auch vergangenen Sonntagmorgen. Da war mir nämlich so, als hätte ich in der vergangenen Nacht außergewöhnlich viel Krawall und zahlreiche Polizeisirenen gehört. Aber auf der Straße sah es dann eigentlich normal aus und mein Wagen war auch noch in Ordnung.

Doch nun kann ich aus der Onlineausgabe der Kieler Nachrichten folgendes zitieren:

In der Nacht zu Sonntag gegen 4.45 Uhr waren Beamte zu dem Diskothekenzentrum in der Bergstraße in Kiel gerufen worden. Dort schlugen und traten eine Gruppe von Männern auf einen Mann aus Nigeria ein, der auf dem Boden lag. „Kollegen haben sofort zwei Beteiligte festgenommen. Aber immer mehr junge Männer kamen hinzu und provozierten, beleidigten und wollten die Beamten schlagen“, sagte Polizeisprecher Jürgen Börner: „Ein bisher unbekannter Mann warf eine Flasche und traf einen Beamten, der sofort zu Boden fiel.“
Letztendlich gelang es 13 Streifenwagenbesatzungen der Polizei sowie Kollegen der Wasserschutz- und der Bundespolizei, die Lage in den Griff zu bekommen. Erst dann konnten die Rettungskräfte die mittlerweile drei Verletzten zu versorgen.
Der Flaschenwerfer soll südländischer Abstammung sein und etwa 1,65 Meter groß. Er trug eine dunkelblaue Jeans und einen schwarzen Kapuzenpullover. Er flüchtete Richtung Legienstraße.

Nun gut. Wenn ich als nicht geträumt habe, DANN bin ich mir auch ziemlich sicher, dass ich jemanden habe „Sieg Heil!“ brüllen hören. Das passt zwar zum „Afrikaner verkloppen“, aber nicht zum flaschenschmeißenden Südländer. Da drängt sich mir der Gedanke auf, dass ein paar Nazis jemanden aufgemischt haben und ein paar andere (unter anderem mindestens ein Südländer mit einer Flasche) vollkommen unabhängig davon die Gelegenheit nutzten um Krawall zu machen. Das nennt man dann wohl „unheilige Allianz“. Idioten ziehen sich magisch an.

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In unserer kalten und fast vollkommen entmythologisierten Welt gibt es ja zum Glück noch ein paar große Rätsel der Menschheit, die noch nicht entschlüsselt sind und wahrscheinlich auf ewig die Phantasie der Menschen anregen werden. Zum Beispiel: Warum entleeren die Glasheinis da draußen die Altglascontainer hier vorm Haus um 7 Uhr morgens?

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Ein durchschnittlicher Telefonanruf meines Bruders beginnt so: „Moin. Du, ich will das jetzt alles gerade nicht genauer erklären, aber ich bin gerade auf einer Landstraße in München und muss nach Südtirol. Wie mach ich das am Besten?“

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Anlässlich des heutigen Jahrestages musste ich an meinen ehemaligen Politiklehrer denken, der zu sagen pflegte: „Als der Warschauer Pakt sich auflöste, hab ich erstmal ne Flasche Schampus aufgemacht.“