Termos Taten

Wat mutt, dat mutt - Ein ostfriesischer Chronist der Wirklichkeit

Donnerstag, 30. Juli 2009, 15:01 Uhr

Mutter verwirrte uns alle gerade, als sie wie ein aufgescheuchtes Huhn durchs Haus lief und rief: “Ich habe eine ganze Kiste voll mit Negern gehabt und kann sie jetzt nicht wiederfinden.”

Nach kurzer Empörung klärte sich der Sachverhalt so auf, dass sie Näh-Garn suchte. Das war fast so schön wie damals mit “more money” und Moor-Manni.

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Mittwoch, 29. Juli 2009, 18:02 Uhr

Bi disse Uni ka’st ok blot noch mall worden. Harr nett docht “Nu hebben’s amenn allens binanner”, daar gift dat alweer ‘n Daalslag: Se hebben nu utklabüstert, dat dat in dat darde Studienjahr in d’ Rebeet “Oll Dütsk Literatuur” blot noch Kursen gift, de van en Perfesser maakt worden. Probleem is nu: Kien Perfesser maakt Kursen over Middelplattdütsk, de maken all blot Middelhoogdütsk – un dat hebb ik nooit lehrt.

Man vlicht kann ik denn ja an d’ Stee van d’ Iwein ja mien Bröör sien Hoovdling Hinni unnersöken. Dat is ja meest dat sülvige.

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Freitag, 24. Juli 2009, 15:54 Uhr

Ich schrieb heute meine letzte Klausur für dieses Semester. Allerdings unter erschwerten Bedingungen: Etwa 500 Meter Luftlinie entfernt suchte sich “Fettes Brot” genau diese zwei Stunden für einen ausgiebigen Soundcheck aus. Petrus erbarmte sich dann irgendwann unser und machte dem Spuk mit einem anständigen Gewitter ein Ende. Sowas.

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Donnerstag, 23. Juli 2009, 22:10 Uhr

Mein üblicher Zahnarztbesuch bei meinen Zahnmedizinstudentinnen “Melli” und “Franzi” begann heute ganz amüsant. Denn die beiden stellten etwas missbilligend mit Blick auf zwei ihrer männlichen Kollegen, dass diese “schön wieder so eine hammersüße Schnitte” in Behandlung hätten. Weiß gar nicht, warum die sich beschweren. Machen die doch selber nicht anders…. *räusper*

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Mittwoch, 22. Juli 2009, 20:16 Uhr

Man lernt ja nie aus. Bananenhaken: Vorrichtung zum Aufhängen der Früchte der Musa × paradisiaca, damit diese keine braunen Stellen bekommen.

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Samstag, 18. Juli 2009, 21:17 Uhr

Hatten gestern ne kleine WG-Feier hier. Erstaunlich, wie viele Menschen in diese kleine Wohnung passen. Allerdings wurde es rasch etwas unübersichtlich, was die Gäste anging. Man kannte nämlich ne Menge Leute einfach mal gar nicht. Dennoch schaffte ich es schnell, die Leute zumindest meinen Mitbewohnerinnen zuzuordnen, denn die Leute hatten ganz bestimmte auffällige Eigenschaften:

  • Die Gäste von Mitbewohnerin A waren alle weiblich und blond.
  • Die Gäste von Mitbewohnerin B rochen alle nach Rauch oder Gras.
  • Die Gäste von Mitbewohnerin C erschienen gar nicht erst.
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Donnerstag, 16. Juli 2009, 20:38 Uhr

Heute heute ich Sportstudenten, die sich über ihre Kollegen aufregten, die “nicht einmal einen Ball fangen” können.  Erinnert mich an unseren ehemaligen Frisistiksportstudenten, der fast daran gescheitert wäre, ein Buch ins Regal zu stellen.

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Mittwoch, 15. Juli 2009, 18:33 Uhr

Ich bin heute Abend ab etwa 23 Uhr voraussichtlich auf dem Uni-Radiosender der Universität Bayreuth “Schalltwerk” zu hören. In der Sendung MAOUIE bin ich als Experte geladen.

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Dienstag, 14. Juli 2009, 23:10 Uhr

Optimismus in seiner Reinform.

Purer Optimismus

Aber probieren geht über studieren.

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Sonntag, 12. Juli 2009, 13:39 Uhr

Ich habe neulich geträumt, dass mitten in einem wichtigen Gespräch mein Chat-Programm ausfiel und ich dann meinen Heizkörper ans Internet anschloss und mich dann darüber mit Klopfzeichen verständigte.

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Samstag, 11. Juli 2009, 17:40 Uhr

Schiffen und Kacken strengstens verboten!

Schiffen und Kacken untersagt

a) Dass man das überhaupt mitteilen muss, lässt tief blicken
b) Das Schild erweckt den Eindruck, als dürften nur Männer nicht ihre Notdurft an dieser Stelle verrichten. Sexismus?

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Freitag, 10. Juli 2009, 15:08 Uhr

Apropos Nazis, Südländer und unheilige Allianzen: Nazi-Ostfriese interviewt Nazi-Marrokkaner. Soll man lachen oder soll man weinen?

(via NPD-Blog)
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Donnerstag, 9. Juli 2009, 18:56 Uhr

Auch ich wäre beim Zahnarzt heute fast zum Anästhesieversager geworden (das Wort ist offenbar offiziell). Aber die zweite Ladung hats dann doch noch gerissen.

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Dienstag, 7. Juli 2009, 18:41 Uhr

Ich beklagte mich ja schon ein paar mal an dieser Stelle über gewisse Tendenzen zur Ruhestörung, die sich vor meiner Haustür ergeben. Gelegentlich bin ich mir dann aber morgens nicht mehr sicher, ob ich das ganze Spektakel nur geträumt habe. Ich kann aus meinem Dachfenster die Straße nicht einsehen (nur einhören, sozusagen), daher kann ich die Krachkameraden eh nicht inspizieren und so kommt es dann manchmal morgens zu diesen erinnerungstechnischen Unsicherheiten. So auch Sonntagmorgen. Da war mir nämlich so, als hätte ich in der vergangenen Nacht außergewöhnlich viel Krawall und zahlreiche Polizeisirenen gehört. Aber auf der Straße sah es dann eigentlich normal aus und mein Wagen war auch noch in Ordnung.

Doch nun kann ich aus der Onlineausgabe der Kieler Nachrichten folgendes zitieren:

In der Nacht zu Sonntag gegen 4.45 Uhr waren Beamte zu dem Diskothekenzentrum in der Bergstraße in Kiel gerufen worden. Dort schlugen und traten eine Gruppe von Männern auf einen Mann aus Nigeria ein, der auf dem Boden lag. „Kollegen haben sofort zwei Beteiligte festgenommen. Aber immer mehr junge Männer kamen hinzu und provozierten, beleidigten und wollten die Beamten schlagen“, sagte Polizeisprecher Jürgen Börner: „Ein bisher unbekannter Mann warf eine Flasche und traf einen Beamten, der sofort zu Boden fiel.“

Letztendlich gelang es 13 Streifenwagenbesatzungen der Polizei sowie Kollegen der Wasserschutz- und der Bundespolizei, die Lage in den Griff zu bekommen. Erst dann konnten die Rettungskräfte die mittlerweile drei Verletzten zu versorgen.

Der Flaschenwerfer soll südländischer Abstammung sein und etwa 1,65 Meter groß. Er trug eine dunkelblaue Jeans und einen schwarzen Kapuzenpullover. Er flüchtete Richtung Legienstraße.

Nun gut. Wenn ich als nicht geträumt habe, DANN bin ich mir auch ziemlich sicher, dass ich jemanden habe “Sieg Heil!” brüllen hören. Das passt zwar zum “Afrikaner verkloppen”, aber nicht zum flaschenschmeißenden Südländer. Da drängt sich mir der Gedanke auf, dass ein paar Nazis jemanden aufgemischt haben und ein paar andere (unter anderem mindestens ein Südländer mit einer Flasche) vollkommen unabhängig davon die Gelegenheit nutzten um Krawall zu machen. Das nennt man dann wohl “unheilige Allianz”. Idioten ziehen sich magisch an.

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Montag, 6. Juli 2009, 7:07 Uhr

In unserer kalten und fast vollkommen entmythologisierten Welt gibt es ja zum Glück noch ein paar große Rätsel der Menschheit, die noch nicht entschlüsselt sind und wahrscheinlich auf ewig die Phantasie der Menschen werden. Zum Beispiel: Warum entleeren die Glasheinis da draußen die Altglascontainer hier vorm Haus um 7 Uhr morgens?

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Samstag, 4. Juli 2009, 19:04 Uhr

Der Chef der nationalen Friesen bezeichnete mich konsequent als “ostfriesischen Satiriker”.

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Donnerstag, 2. Juli 2009, 21:43 Uhr

Ein durchschnittlicher Telefonanruf meines Bruders beginnt so: “Moin. Du, ich will das jetzt alles gerade nicht genauer erklären, aber ich bin gerade auf einer Landstraße in München und muss nach Südtirol. Wie mach ich das am Besten?”

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Mittwoch, 1. Juli 2009, 19:43 Uhr

Anlässlich des heutigen Jahrestages musste ich an meinen ehemaligen Politiklehrer denken, der zu sagen pflegte: “Als der Warschauer Pakt sich auflöste, hab ich erstmal ne Flasche Schampus aufgemacht.”

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“Nicht, dass meine Frau schlecht kocht, aber es kommen fortwährend irgendwelche Pygmäen in meine Küche und tauchen ihre Pfeile in die Suppe.”
 Woody Allen