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Frauen können einem Mann auch seine letzten Freuden am Leben systematisch zerstören, wenn sie nur wollen. Heute kam zum Beispiel das Gespräch irgendwie auf „Der Herr der Ringe“. Wir Männer schwelgten testosterongeladen in wilden Schlachtenszenen – bis die Frau dann sagte: „Und am Ende greift Sauron mit Ottifanten die Stadt an.“

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Irgendwie scheint hier die ganze Siedlung ein gestörtes Verhältnis zum Schneeschippen zu haben. Um fünf Uhr in der Früh fing nämlich irgendjemand an, unter meinem Schlafzimmerfenster lautstark zu räumen. gelohnt hat sichs eh nicht. Wenige Stunden später war das alles weggeregnet.

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Mal wieder schlaflos. Der Vorteil ist aber im Moment, dass ja Olympia ist. Irgendein Quatsch läuft immer. Bob zum Beispiel. Als Laie fragt man sich natürlich, was daran so großer Sport ist. Die setzen sich in ihre Kiste und müssen dann nur noch die Bahn runter rutschen. Deswegen zieht das wahrscheinlich auch so komische Leute. Jamaica, Monaco, Österreich und sogar die Niederländer sind dabei. Jedes Land, dass es irgendwie zuwege bringt, ein paar Kufen zu schleifen und an einen Karton zu tackern, kann da teilnehmen. Und tut es auch.

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Bei den Eltern. Es klingelt (Mutter hört natürlich nix) und der Schornsteinfeger steht vor der Tür.

Mutter: „Sind Sie neu?“
Schornsteinfeger: „Nee, ich komme schon im dritten Jahr zu Ihnen.“
Mutter: „Aber ich habe Sie noch nie getroffen.“
Schornsteinfeger: „Doch. Im letzten Jahr kamen Sie zum Beispiel gerade vom Karneval aus der Schule.“
Mutter: „Oh, dann dachte ich sicher, dass Sie auch gerade vom Karneval kamen…“

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Das herzliche Verhältnis zwischen mir und einer meiner Mitbewohnerinnen sei durch folgenden klassischen Dialog zwischen uns demonstriert:

Ich: „Viel Spaß!“
Sie: „Fresse, Alter!“

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Fenster offen und Heizung an ist zwar ein ehrenwertes Unterfangen, aber ich glaube nicht, dass deswegen der Frühling tatsächlich eher kommt.

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Am 9. Februar 1731 verbietet Fürst Georg Albrecht von Ostfriesland die Boßelwettkämpfe wegen „vielerley Unordnungen und Sauffen, Fressen, Schelten, greulichem Fluchen, schwerem Schlagen und Verwunden“.

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Mutters verzweifelter Versuch, die Abreise ihrer Söhne etwas herauszuzögern: Ein wahlloser Griff in die Jackentasche befördert einen alten Gummihandschuh zutage, daraufhin gestikuliert sie wild ihren bereits im Auto sitzenden Söhnen zu und fragt: „Braucht ihr vielleicht einen Gummihandschuh?“

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Und dann sagte mein Bruder über mich: „Es wird Zeit, dass Temmo ein paar Enkel kriegt, damit ich Neffe werden kann.“

Darauf meine Mutter: „Der Satz hätte von mir sein können.“

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Gestern waren wir mit der Frisistik in ’ner Kneipe. Diese Treffen sind nicht zuletzt dazu da, dass wir ein wenig Praxis in der Sprache bekommen, denn so elendiglich viele Sprecher hat’s ja nicht mehr. Jedenfalls kam es, dass ich und mein Dozent und gerade auf Nordfriesisch unterhielten, als eine Kellnerin vorbeikam und erfreut feststellte: „Oh, kommt ihr auch aus Luxemburg?“

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Aus unserer Reihe „Termo hört Gespräche im Bus“ heute:

„Mama sagt, das einzig Gute an meinen Tangas ist, dass sie kaum Platz auf der Wäscheleine wegnehmen.“