Termos Taten

Wat mutt, dat mutt - Ein ostfriesischer Chronist der Wirklichkeit

Mittwoch, 31. März 2010, 22:08 Uhr

Mitbewohnerin A ist alleine in der Küche, um sich in Ruhe eine Mahlzeit zuzubereiten. Dabei läuft der Fernseher.

Dann kommt Mitbewohnerin B hinzu und setzt sich, weil sie gerade nichts besseres zu tun hat, daneben. Nach ein paar Minuten des Herumlungerns bleibt ihr Blick schließlich am Fernseher hängen. “Oh, das Perfekte Dinner”, sagt sie. Nachdem sie das Programm einen Moment auf sich hat wirken lassen stellt sie fest: “Also mir würde das ja tuf die Nerven gehen, wenn da jemand einfach so in der Küche rumhängen würde, während ich koche.”

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Sonntag, 21. März 2010, 19:27 Uhr

Zu Weihnachten schenkte ich meinem Bruder einen Gutschein für ein Speeddating. Heute löst er ihn ein. Aber nicht ohne mich vorher noch anzurufen und mitzuteilen: “Wenn da nur dicke Frauen sind, dann mach ich dich persönlich dafür verantwortlich!”

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Freitag, 19. März 2010, 19:26 Uhr

Meine Mitbewohnerin hat sich zur Proktokollführerin ernannt. Man will gar nicht genau wissen, was sie in dieser Funktion so alles treibt.

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Dienstag, 16. März 2010, 21:32 Uhr

Meine Mitbewohnerin mag es nicht wenn der Schwachkopf in der Küche singt.

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Montag, 15. März 2010, 20:12 Uhr

Meine Mitbewohnerin bezeichnete mich als “Schwachkopf, der sie in den Wahnsinn treibt.”

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Montag, 15. März 2010, 1:22 Uhr

Schlittenhockey! Krasser Scheiß!

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Montag, 15. März 2010, 0:43 Uhr

Meine Schlaflosen Nächte sind vorerst gerettet. Und die Paralympics sind eh viel interessanter als die olympischen Spielen. Gerade Slalom der Sehbehinderten. Das ist 1000x schwieriger als bei den Normalsichtigen. Da muss immer so ein Begleitfahrer voraus fahren. Oder die Querschnittsgelähmten auf so nem  “Mono-Ski”. Total geil!

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Mittwoch, 10. März 2010, 19:00 Uhr

Und heute früh im Bus überließ ich einem alten Mütterchen meinen Sitzplatz und daraufhin steckte sie mir ein paar Bonbons zu. Das war noch mal ne Omma vom alten Schlag.

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Mittwoch, 10. März 2010, 13:38 Uhr

Um den materiellen Nöten dieser Welt gerecht zu werden, habe ich meine Seele (trotz meiner Akademie-Phobie) ja nun auch an die Uni verkauft. Hilft ja nix. Aber bisher ist es eigentlich ganz lustig, weil ich bislang nur die Tonaufnahmen von äußerst amüsanten plattdeutschen Familiengesprächen in Schriftform bringe.

Dennoch konnte das heute noch getoppt werden: ich durfte eigenhändig die Frauenbeauftragte der philosophischen Fakultät abhängen.

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Montag, 8. März 2010, 12:30 Uhr

Vergangenes Wochenende feierten wir groß einen Runden Geburtstag meiner Mutter. Das war erlebnisreich. Insbesondere mein Bruder kultivierte einmal mehr den Krawall, nutzte im Suff jede Gelegenheit, um mich zu beleidigen und brachte sogar unseren (protestantischen!) Pastor dazu, ihm die Exkommunikation anzudrohen. Außerdem hielt mein Bruder bei niemandem mit seiner neuen Erfindung hinter dem Berg: Das neue Herrengedeck. Nicht mehr ein Pils und ein Klarer, sondern ein Pils und noch ein Pils…

Das Beste war aber Mutter. Zu Beginn der großen Feier musste sie ein bisschen Zeit schinden, bis das Buffet aufgebaut war. Dies nötigte sie zu einer Begrüßungsrede Bilbo-Beutlinschen-Ausmaßes. Da brachte sie einen Klops nach anderem, ungefähr dieser Qualität: “Ich stell euch jetzt mal grob vor. An diesem Tisch sitzt meine Familie, an diesem Tisch meine Kollegen, an diesem Tisch sitzen meine Freunde und an diesem Tisch…” Pause. Nachdenken. Blick auf die Leute am Tisch. Blick auf das Schild am Tisch. Wieder Blick auf die Leute am Tisch. Dann setzt sie fort: “…auch meine Freunde.”

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Mittwoch, 3. März 2010, 23:34 Uhr

Eins meiner WG-Mädels bezog heute ihr neues Zimmer. Und wohl als erste Bewohnerin seit Menschengedenken hat sie sich überlegt, die Möbel im (sehr wunderlich geschnittenen) Raum neu anzuordnen. Als wir dann mit Müh und Not den Schrank durch die Gegend wuchteten, kam dahinter folgendes zutage:

Den fanden wir hinterm Schrank

Wer weiß, welchem Vorbewohner sich das gute Stück zuordnen lässt. Die letzte Bewohnerin war zu sportlich um überhaupt irgendetwas zu rauchen, die davor wirkte zwar gerne mal bekifft, aber das war zu häufig, als das uns so eine Vorliebe entgangen wäre. Das war eher eine Naturbegabung. Und was davor war… da muss ich mal nachforschen.

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“Wenn ich den Scharping sehe, muss ich immer an einen Hintern denken.”
 Oma