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Apropos mein Bruder und Kamel und inkognito und so: Mein Bruder hat nun seinen eigenen Wikipedia-Artikel und wurde vom Wikipedia-Adel offenbar anstandslos als relevant eingestuft. Und nicht nur das, er ist nach der Wikipedia nun auch eine „Auricher Persönlichkeit“ und neben Leuten wie Ernst Reuter und H.P. Baxxter ein „Bekannter Schüler“ seiner ehemaligen Schule.

Ich halte mich da raus, was das Bearbeiten des Artikels angeht. Aber euch sei das natürlich vergönnt…

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Gestern wohnte ich den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg bei. Feine Sache. Bekloppte Story, aber viel Pulverdampf, alberne Witze, Hauerei und allerlei Effekthascherei.

Im Prinzip machen die alles richtig, ohne das Freilichttheater neu erfinden zu müssen. Jeder freut sich, wenn es knallt und rumst und Menschen brennend durch die Gegend fliegen. Jeder findet berlinernde oder schwäbelnde Möchtegernwestleute lustig. Jeder ist fasziniert, wenn ein Adler kaum einen Meter über einem dahingleitet. Und jeder lacht natürlich darüber, wenn einem Rabauken in einer Hauerei dreimal in die Familienjuwelen getreten wird.

Und vor allem blieb es quasi trocken, während Restdeutschland teilweise unter Starkregen inklusive Katastrophenalarm litt.

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Soso, Termos Taten, also dieses Weblog, wird heute neun Jahre alt.

Und immer noch das gleiche gute alte rot-grün-blinden-gerechte hässliche Design. Der Thomas Schaaf unter den Word-Press-Themes.

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Gestern durfte ich den Fahrer spielen, als eine Freundin von mir ihr neues Haustier bei einer Züchterin abholen durfte. Herzallerliebst.

Fietje

Doch auch die Tochter der Züchterin hatte ihren Unterhaltungswert. Trotz des zarten Alters von 10 Jahren hatte sie bereits exakte Vorstellungen von ihrer Zukunft. Sie wolle eine Katze, einen Hund und ein Pferd, wenn sie erwachsen sei. Und damit sie sich das alles leisten könne, wollen sie einen reichen Mann heiraten. „Reich muss er sein, das ist wichtig.“

Die einzige Alternative sei ein Landwirt, weil da die Tiere ja alle schon dazugehören. Doch das hörte die Mutter und meinte: „Die heiratet niemals einen Bauern, die zieht in die Stadt und wird so ne aufgetakelte Tussie. Die geht so gar nicht nach mir…“

Naja, jetzt wollen wir erstmal sehen, wie weit der kleine Hund nach ihr geht. Der ist ja jetzt schon mal in die Stadt gezogen.

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Sobald ich jemandem erzähle, dass ich in der WG gerade sturmfrei habe, kommt die Frage: „Und? Hast du das schon ausgenutzt und bist nackt durch die Wohnung gelaufen?“

Dazu brauch ich doch kein sturmfrei.

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Seitdem Mutter neulich mal eine dicke Lippe hatte, geht auf dem Dorf das Gerücht herum, sie würde sich Botox spritzen lassen.

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Mein Bruder wollte neulich eine Sorte Nudeln (oder „Pasta“, wie der hippe Jungmensch heutzutage zu sagen pflegt) nicht essen. Begründung: Ihm gefalle „die Textur“ des Nahrungsmittels nicht.

Das erinnert mich schmerzlich an einen alten Kollegen. Der war noch kein halbes Jahr an der Uni eingeschrieben, als er anfing, ständig „ergo“ statt „also“ zu sagen und seine Sätze nur noch mit „Gesetzt den Fall“ oder „Ich konstatiere“ zu beginnen. Das gab immer Haue.

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Auf ihrer jüngst absolvierten Reise nach Indien trafen meine Eltern auf einen weisen Mann, der ihr Karma lesen konnte. So konnte er feststellen, wie weit man es schon auf dem Weg des Ausbruchs aus der ewigen Knochenmühle der Reinkarnation gebracht hatte.

Sehr zu Mutters Unwillen stellte der Mann fest, dass gerade Vadder schon viel gutes Karma in seinen vergangenen Leben gesammelt hat, sie dagegen nicht so. Vadder selbst ließ diese Orakelei allerdings kalt. Er stellte lediglich fest: „Ich habe kein Karma, ich habe es nur im Nacken.“

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Gestern wohnte ich der Geburtstagsfeier einer meiner Mitbewohnerinnen in ihrer nordrhein-vandalischen Heimatbasis bei. Kaum war ich angekommen, lief mir ihre Mutter über den Weg. Als sie mich sah, rief sie aus: „Oh, da ist er ja. Den wollten wir hier doch nicht mehr haben!“

Ich überlegte, was ich im vergangenen Jahr so Übles getrieben haben konnte, dass mich die Dame Hauses prompt wieder hinauswerfen wollte.

Es stellte sich aber rasch heraus, dass es gar nicht um mich ging, sondern um die Flasche Kruiden (dieser feine ostfriesische Kräuterschnaps), die ich in der Hand hielt. Ein ähnliches Exemplar soll nämlich unbestätigten Gerüchten zufolge im vergangenen Jahr für den frühzeitigen Totalausfall des Geburtstagskindes gesorgt haben.

Halte ich für Verleumdung.