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Ein wichtiger Grundpfeiler unserer Gesellschaft ist, dass jedes Mitglied der Gesellschaft genau das tut, was die Gesellschaft in ihrer Gesamtheit von ihm verlangt. Nur das verhindert, dass die Gesellschaft nicht auseinander bricht und in Anarchie versinkt.

Das hat auch mein Bruder verstanden. Der hat heute Geburtstag und sagte: „Ich bin jetzt ein Mittdreißiger, ich muss mich jetzt in eine schmierige Eckkneipe setzen und junge Mädchen anstieren.“

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Ach ja, so eine Art ungewollte digitale Zeitkapsel ist die Internetseite kloeten.de (letztes Update 27.04.2003). Das er erinnert mich an eine schöne Geschichte. Der Betreiber der Seite (der selbsternannte Klötenmaster) hatte seinerzeit noch ein Gästebuch, das jedem, der sich da eintrug und dabei seine echte Emailadresse hinterlegte, statt einer Bestätigungsmail eine wüste Beschimpfung zukommen ließ.

Das war so lange unproblematisch, bis in der Harald-Schmidt-Show irgendein Witz gerissen wurde, in dessen Verlauf irgendwann scherzhaft die Internetadresse kloeten.de erwähnt wurde. Das führte dann zu einem unübersichtlichen Besucheransturm auf die Seite, inklusive unüberschaubarer Beschimpfungstiraden des Gästebuchs gegen zahlreiche ahnungslose Sat1-Zuschauer.

Das Gästebuch ist zwar nicht mehr da, aber immerhin der Chat funktioniert noch…

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Es gibt so gewisse Dinge, die machen einen Mann auf eine irrationale Weise irgendwie sehr zufrieden. Und irgendwie zeugt das von schlechtem Charakter, wenn ich es rein mit dem Verstand betrachte.

Wenn zum Beispiel meine Mitbewohnerin mit ihrem Notebook auf den Knien in Hilflosigkeit ausstrahlender Körperhaltung auf ihrem Bett hockt, mich mit großen wässerigen braunen Rehaugen flehend ansieht und sagt „Mein Internet geht nicht“ und Temmo dann mit souveränem Ton in der Stimme sagt „Du startest mal den Rechner neu und ich starte mal den Router neu“ und das Problem dann tatsächlich gelöst ist, dann macht das sehr zufrieden. Obwohl man eigentlich gar nichts geleistet hat. Und wenn einem dann einen Sekundenbruchteil der Gedanke durch den Kopf schießt, man könne ja gelegentlich einfach heimlich mal den Router ausmachen, das würde die sowieso nicht merken und man könne sich ab und an mal unersetzlich machen, mit seinem „technischen Fachverstand“. Das zeugt dann von dem tief in einem wohnenden bösen Menschen, den man eigentlich nicht rauslassen will, der sich aber ab und an durchs metaphorische Kellerfenster entkommt und dann sein Unwesen treibt.

Andererseits: Frollein Rehauge weiß sicher ganz genau, dass sie mit diesem Blick Leute wie mich dazu bringen kann, alles mögliche für sie zu tun. Dann darf ich es meinem Kellermännchen auch gelegentlich mal erlauben, irgendwas aus dem Fenster zu rufen…

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Mein Professor ist, was das korrigieren von Klausuren und Hausarbeiten angeht, sowieso ein ganz schneller: Nicht selten findet man eine Note aus einer Klausur bereits am folgenden Tag im System, länger als eine Woche muss man eigentlich nie warten.

Aber heute, das war Rekord, glaube ich. Ich gab vormittags eine Hausarbeit ab und bekam sie kurz nach Mittag bereits korrigiert wieder. Der Barry Allen der Christiana Albertina. The Frisian Flash.

Ich glaube, das ist es, was sie gemeint haben, als sie anpriesen, dass man mit den neuen Bachelorstudiengängen schneller studieren könne.

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Auf der Arbeit fällt mir im Moment die Aufgabe zu, alte handschriftliche Aufzeichnungen aus dem 19. Jahrhundert in einer lesbare Form zu bringen. Aber harijasses! Die damals gebräuchliche Schreibschrift ist ja so schon nicht so leicht zu lesen, aber wenn der Schreiber dann auch noch ne Sauklaue hat… Bei dem sehen a, e, n, o und r einfach mal gleich aus.

Obiger Absatz könnte da in etwa so lauten:

Auf doi Anbuit fällt mir im Momnnt dir Aufgoba ze, olta hendschniftlicho Aufzaichoirgae eus dom 19. Jehrhuidamnt ir uiran lisbona Feim zu beungor. Abon honejossas! Din domils grbräuchlichi Schraubschnaft ast jo si schor rocht si lancht zu lisor, ebon wire don Schraubun dreu ruch ench ru Seukleua hit… Bun dom sihor r, r, r, r ued o airfuch mol glanch nus.

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Es war neulich ein innerer Reichsparteitag für mich…

Ach nee, das darf man ja nicht mehr sagen. Was sagt man denn jetzt, ohne was auf die Ömme zu kriegen? Landesgartenschau? Okay.

Also es war neulich eine innere Landesgartenschau für mich, als ich mal wieder mit meinen Mitbewohnerinnen und zufällig anwesenden Hausgästinnen Karten spielte. Die Damen haben eine Vorliebe für Kartenspiele, die mit Farben zu tun haben, und beim Sehen von Farben bin ich ja gelegentlich ein wenig benachteiligt.

Trotzdem und unter der erschwerten Bedingung eines nachweislichen Betrugsversuchs meiner Mitbewohnerinnen (der nur abgewendet wurde, weil unser Gast es nicht mit ansehen konnte, wie die anderen ohne mit der Wimper zu zucken mir eine rote Karte als eine Grüne Karte verkaufen wollten) habe ich sie alle VOM PLATZ GEFEGT!

So. Gartenschau, ne?

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Mitbewohnerin hat ohne Not den GEZ-Mann ins Haus gelassen. Das ist vom gleichen Kaliber, wie einen zufällig vorbeikommenden Vampir hereinzubitten.

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Neulich saßen ich und meine WG-Mädels zusammen. Auf einmal sah eine Mitbewohnerin in die Runde und verkündete weise: „Wir haben alle unterschiedliche Haarfarben. Nur Temmo nicht.“

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Hannes gestand gestern, wie versaut er schon durch die Jahre des P&P sowie MMORPG-Rollenspielens ist: „Jedes Mal wenn der Pastor in der Kirche den Segen spricht, kann ich nicht anders als zu denken: ‚Geil, Attacke +1, Damage +1!'“