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Großartig. Livereportage aus dem Fußballstadion. Der Reporter fragt einen vor Ort anwesenden Zuschauer nach seiner Meinung.

Reporter: „Der Schweinsteiger bringt ja heute gar nichts. Was hältst du heute vom Schweinsteiger?“
Zuschauer: „Der ist heute ein Totalausfall.“
Reporter: „Was glaubst du, woher kommt das?“
Zuschauer: „Vom Schnackseln!“

Edit: Und dann beschimpft der Kommentator die Fans der verlierenden Mannschaft, die bereits in der 80. Minute das Stadion verlassen, als „treulose Sitzkissenbenutzer“.

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Ich muss noch die wunderliche Geschichte zum Besten geben, die ich neulich für ein Seminar mit meiner reizenden A… mit meiner herzallerliebsten Mitbewohnerin zu beackern hatte. Dabei hatte ich erst einmal reichlich Ärger von ihr bekommen. Sie sagte nämlich vor dem Seminar zu mir: „Such uns mal ein schönes Referatsthema aus.“ Diesen Blankoscheck nutze ich dann auch gleich einmal aus und suchte ganz nach meinem Gutdünken was aus – nur um es hinterher um die Ohren gehauen zu bekommen. „Du kannst doch nichts Mittelhochdeutsches aussuchen!“ sagte sie. „Oh“, sagte ich.

Wie dem auch sei, wir haben uns da ganz erfolgreich durchgeackert (obwohl ich ja eigentlich von Mittelhochdeutsch keine Ahnung habe) und der entscheidende Abschnitt des Textes birgt solch eine wunderliche Geschichte, dass ich euch das hier mitteilen möchte. Das ist allerdings nur für die Minderheit meiner Leser interessant, die den „Reinfried von Braunschweig“ noch nicht gelesen haben.

Also, folgende Situation: Herzog Reinfried von Sachsen ist auf große Fahrt in den Orient gegangen, damit seine Frau ein Kind kriegt. Der gute Reinfried nutzt diese Zeit, während er mit guter Ausrede der häuslichen Langeweile mit seiner Frau Yrkane entgeht, für eine ausgedehnte Abenteuerreise. Nachdem er nebenbei das heilige Land befreit und den besiegten Perserkönig zu seinem besten Kumpel gemacht hat, zieht er noch ein wenig durch die Welt und schlägt dabei unter anderem Sirenen, Pygmäen und Amazonen ein Schnippchen. Schließlich bastelt er sich ein komplett aus Holz bestehendes Schiff, um damit die sagenumwobene Magnetinsel zu erreichen. Schafft er dann auch. Allerdings ist da reichlich tote Hose. Nur ein paar Trümmer liegen herum, ein monumentaler Sarkophag und ein angekettetes Buch in Zauberschrift, das jeder in seiner eigenen Sprache lesen kann, finden sich hier. Daraus liest der Braunschweig-Reinfried seinen Jungs folgende Geschichte vor:

In alter Zeit lebt in Griechenland der hoch geachtete und sehr gebildete Fürst und Zauberer Savilon, der als Erfinder der Astrologie und der Nigromantie gilt. Eines Nachts erfährt er bei seiner abendlichen Lektüre in den Sternen, dass in 1200 Jahren ein Kind geboren werden soll, das den Niedergang des jüdischen Volkes einleitet. Das schmeckt Savilon gar nicht, denn seine Mutter ist Jüdin.

Glücklicherweise liest er aus den Sternen auch heraus, wie er die Geburt verhindern kann. So fertigt er eine klitzekleine Zauberschrift an, die allein durch ihre Existenz diese Geburt verhindert. Allerdings darf niemand dieses Zauberbriefchen in die Finger kriegen und lesen, sonst ist der Zauber gebrochen. Als Savilons Leben sich dem Ende zuneigt, überlegt er hin und her, wie er das zaubermächtige Briefchen unentdeckt durch die Zeit retten kann und kommt auf einen ganz aussätzigen Plan: Er schifft sich auf der nahezu unzugänglichen Magnetinsel ein und baut da mit Hilfe von Dämonen und Geistern eine Festung.

Dort verschanzt er sich mit dem Zauberbrief und seinen Zauberbüchern. Doch dabei bleibt es nicht. Er versteckt das Zauberbriefchen in seinem Ohr und versetzt sich selber in eine Art Zauberschlaf, so dass er statuengleich in einem Zustand zwischen Leben und Tod die Zeiten überdauert. Seine Kraft bezieht er während dieser Zeit aus einem seiner Zauberbücher, das er unter seinen Füßen liegen hat. Um dieses Buch auch noch zu sichern, schwebt über der ganzen Szenerie eine Art Statue oder Golem oder Roboter oder was auch immer, die mit einem Hammer bewaffnet und bereit ist, jeden zu Brei zu zerschlagen, der das Zauberbuch anrührt. Zu guter Letzt bindet Savilon den Dämon, mit dem er das alles geschaffen hat, in ein Glas, damit dieser keinen Unsinn macht, während Savilon sich in seinem Todesschlaf befindet.

Etwa 1200 Jahre später in Norditalien. Hier hört der abgebrannte, aber ehrenhafte Magier Vergil (ja, genau, DER Vergil) von Savilons Zauberbüchern. Diese würde er doch gerne in die Finger bekommen, um sein Wissen auszubauen. Nach intensiven Recherchen findet er heraus, dass sich Savilon irgendwann auf den Magnetberg abgesetzt hat. Also macht er sich ebenfalls auf die Suche danach und kommt auch tatsächlich auf dieser Insel an. Allerdings hilft ihm das zunächst nicht weiter, da er nicht in die Festung kommt, die er vorfindet.

Dann allerdings entdeckt er das Glas, in dem seit 1200 Jahren der gebannte Dämon sein Dasein fristet und davon verständlicherweise die Nase reichlich voll hat. Der Dämon bietet Vergil an, ihn in die Festung zu schleusen, wenn er ihn frei lässt. So gelangt Vergil dann auch in Savilons Versteck und erreicht verwundert das abenteuerliche Ensemble aus Savilonstatue, Zauberbuch und fliegendem Hammerwesen. Dem Dämon ist es der Rache an Savilon allerdings noch nicht genug. Nein, er sagt Vergil auch noch: „Guck doch mal ins Ohr der Statue.“

Vergil guckt in Savilons Ohr und findet das kleine Briefchen. „Oh, was ist das denn?“ denkt er sich, faltet es auf, liest es und bricht damit den Zauber.

In diesem Moment wird am anderen Ende der Welt das Jesuskind geboren.

Vergil ist sich dessen nicht bewusst und kümmert sich nicht weiter um das Briefchen, sondern widmet sich nun dem Zauberbuch unter Savilons Füßen. Deswegen ist er ja hier. Und als wäre es nicht bereits sowieso ein ausgesprochen schlechter Tag für den schlafenden Savilon gewesen, so offenbart sich an dieser Stelle auch noch eine Art Konstruktionsfehler in der ganzen Anlage: Das Hammermonster haut nämlich nun nicht Vergil in Dutt, sondern – und das war nicht im Sinne des Erfinders – Savilon selbst.

Vergil erfährt aus dem Buch die Einzelheiten von Savilons 1200 Jahre alter Geschichte. Er bestattet den dunklen Zauberer und schreibt seine eigene Geschichte ebenfalls in das Buch, das er an Ort und Stelle ankettet, bevor er sich wieder vom Acker macht. Weitere 1200 Jahre später findet dann Reinfried eben dieses Buch, liest seinen Jungs daraus vor und macht sich dann auch wieder davon.

Großartig, ne? (Von etwaigen heute nicht mehr so zeitgemäßen antisemitischen und antimuslimischen Elementen abgesehen…)

Meine reizende Mitbewohnerin schreibt da jetzt sogar ihre Hausarbeit drüber. Ich widme mich stattdessen Hitler.

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Ich freue mich immer, wenn ich Fußballspiele vom VfL Osnabrück im Radio hören kann. Da spielt nämlich ein Spieler namens Kastrati. Immer wenn der Name fällt, lockert das die Reportage ungemein auf.

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Meine Fresse! Wenn man so ’ner Karnevalssitzung beiwohnt, dann verliert man genau so viele Gehirnzellen wie bei einem Vollrausch nach dem Komasaufen. Nur dass man beim Saufen mehr Spaß hatte.

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Es ist wieder soweit: Der Wahnsinn greift um sich. Heuer heißt es: Franken Helau!

Mein Gott, ist das doof. Aber angeblich tanzt da gleich irgendwann ne Freundin von mir. Bis dahin muss ich wohl den Ton abdrehen.

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Meine Mitbewohnerin und ich studieren das gleiche Fach und sind im gleichen Jahrgang. Trotzdem hatten wir aufgrund unserer unterschiedlichen Schwerpunkte noch nie ein Seminar zusammen. Bis wir jetzt endlich gemeinsam ein Blockseminar belegten.

Und prompt mache ich in einem unbedachten Moment den Fehler und bezeichne sie vor versammelte Mannschaft als „meine reizende Assistentin“.

Das wird mir ewig nachhängen.