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Es gibt ja immer wieder Diskussionen darum, warum Frauen grundsätzlich weniger verdienen als Männer. Warum das so ist, habe ich lange nicht begriffen. Bis meine Arbeitskollegin, die über irgendwelchen Excel-Tabellen brütet, eben verzweifelt ausrief: „Mir gehen die Farben aus!“

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Meine Mitbewohnerin hat letzte Nacht geträumt, dass ich sie mit einem Kissen erstickt habe. Ich hoffe, sie rächt sich nicht diese Nacht an mir.

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Um meinen Mädels etwas Pause zu gönnen, ziehe ich demnächst erst einmal aus meiner Top-Model-WG aus. Als adäquate Sommeresidenz habe ich ein finsteres Turmzimmer unterm Dach in einem unheimlichen Kieler Hinterhof erwählt. Das ist auch gut für meinen Ruf als Medium. Da werde ich dann nachts immer verwerfliches mit Schwefel treiben und die ganze Stadt wird sich ängstigen.

Ich muss mir mal wieder eine lange wallende schwarze Robe zulegen. Heutzutage wollen Klischees ja auch wieder bedient werden. Und ein übergroßes Fernrohr brauche ich, das auffällig aus meinem Turmzimmer gen Himmel ragt. Das wird eine Freude.

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Als man mir heute Tee anbot, stellte man mir dazu die Frage: „Nimmst du einen Becher oder möchtest du die [sic!] Teetasse?“

Das erinnerte mich an eine alte Löwenzahn-Folge: „Herr Lustig, ist es möglich, dass Sie nur einen Stuhl besitzen?“

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Unsere Küche ist zu Klein / meine Mädels haben zu viel Zeug.

Heute Morgen durfte ich mir anhören: „Temmo, du musst dir dringend abgewöhnen, im Kühlschrank Sachen in dein Fach zu packen. Wo soll ich mein Zeug denn sonst hin tun.“

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Ein akademischer Grad wird einem heute genauso schnell angedichtet wie ein böses Gerücht. Und man wird diese Grade genauso schlecht wieder los wie einen schlechten Ruf. Mich hält man neuerdings für einen Wirtschaftsingenieur. Gemein. Ich weiß ja nicht einmal was das ist. Was anderes ist dem armen Guttenberg sicher auch nicht passiert. Ein reines Missverständnis.

Diplomwirt

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Mitten im Telefongespräch mit Vadder rief dieser auf einmal: „Ameisen! Alles voller Ameisen! Mein Käse! Die gehen an meinen Käse! Weg! Weg! Geht da weg!“

Und gestern versicherte er noch: „Ich rede nur vernünftigen Unsinn.“