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Heute kamen mir ein alter Mann und eine noch ältere Frau entgegen. Sie bugsierte ihren Rollator mit einem Affenzahn über den Bürgersteig, dass man sich seines Lebens nicht mehr sicher fühlen konnte. Er kam kaum hinterher und rief nur verzweifelt: „Mama, du musst rechts fahren!“

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Eigentlich hätte ich heute vertretungsweise Klausuraufsicht machen sollen, aber der Professor hat nun leider doch selber Zeit. Schade. Der Kurs kennt mich nämlich schon. Immer wenn ich da auftauche, bedeutet das für die Unheil.

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Wir so im Hammrich unterwegs zu boßeln, kommt ein Jogger vorbei und murmelt vor sich hin: „Dass ich keinen Fotoapparat dabei habe! Sind die hier besoffen mit Holzkugeln auf der Straße am Kegeln. Das glaubt mir zuhause doch kein Mensch.“

Immer diese verdammten Deutschen.

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Mutter denkt:

„Ich muss jetzt noch eben schnell an den Computer von Horst und dort im Firefox die Internetseite bahn.de aufrufen.“

Mutter sagt:

„Ich muss eben firehorst.de“

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Gezwungenermaßen belauschtes Gespräch im Bus:

A: „Der hat die entjungfert und ’ne Woche später hat sie ihn verlassen.“
B: „Ja, sie hat ihn in der Zeit ja auch fünfmal betrogen.“
A: „Was? Nee!“
B: „Ohne Scheiß, ich war doch live dabei!“

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Sogenannte Killerspiele sind ja ein regelmäßig hochkochendes Thema, wenn wieder schlimme Dinge auf dieser Welt passieren. Meistens müssen sie als ziemlich hanebüchene Ursache für diese schlimmen Dinge herhalten. Jetzt muss ich aber tatsächlich einmal selber live erleben, dass ein solches Computerspiel wirklich haarsträubende Konsequenzen nach sich ziehen kann.

Meine Mitbewohnerin spielt zurzeit nämlich inbrünstig GTA IV. Bislang dachte ich mir da nichts bei, aber eben verkündete sie: „Ich bin gut im schießen, ich glaube, ich gehe in den Schützenverein.“

Wenn einen tatsächlich einmal persönlich die Auswirkungen solcher Killerspiele betreffen, dann wundert man sich nicht mehr, warum immer wieder Verbotsdebatten aufflammen. Wieviele Leute haben wohl durch Killerspiele schon geliebte Menschen an Schützenvereine verloren?

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Apropos Jahreswechsel und Rheiderland-Zeitung: Vielleicht darf ich an dieser Stelle noch aus der Silvester-Jahresrückschau eben jener Zeitung zitieren, und zwar aus dem Artikel über die Geburtenzahlen und Namensgebung des abgelaufenen Jahres:

„Bei den Namen sind die Rheiderländer sehr findig. Es gibt kaum Doppelungen. Auch der Bundestrend mit den Top-Namen Ben, Mia und Emma wird kaum mitgetragen. […] Die häufigsten Rufnamen der Gemeinde Bunde sind Neele und Liam. […] Auch ungewöhnliche Namen zieren die Listen der Rheiderländer Meldeämter. Darunter zum Beispiel die kleine Yuxuan und der kleine Damiän […]; Jordan, Shane, Quentin und Thijmen […] sowie die kleine Favour und der kleine Junes und Dean […].“