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Nicht, dass ich es wirklich beurteilen könnte, aber das Beste an der Universität von Barcelona ist der zugehörige Garten im Innenhof des historischen Hauptgebäudes. Ein ruhiges und grünes Örtchen mitten in der lauten Stadt.

Und voller Katzen.

Am liebsten mochte ich so ein zerrupftes uraltes träges einäugiges Vieh, das sich in meiner Nähe niederließ und im Gegensatz zu seinen Artgenossen nicht bei jedem Geräusch panisch drei Meter weiter gehüpft ist. Außerdem konnte dieses Prachtexemplar seiner Gattung kaum die Augen offen halten und gähnte die ganze Zeit herzhaft. Ich taufte das gute Tier insgeheim Juan Carlos.

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Was einem in Barcelona ganz furchtbar auf die Nerven geht, das sind die zahllosen Nepper, Schlepper und Bauernfänger, die auf jedem Quadratmeter dieser Stadt auf Touristen lauern, um ihnen wertlosen Tand anzudrehen oder sie in zwielichtige Etablissements zu lotsen. Als probates Mittel dagegen hat sich eine raffinierte List erwiesen: Man klemme sich gut sichtbar eine handelsübliche einheimische Tageszeitung unter den Arm und schon verliert man die Ausstrahlung des gutgäubigen leicht auszunehmenden Fremdlings und die gierige Meute lässt einen in Ruhe.

Insgesamt gewinnt man dabei allerdings nur wenig. Denn interessanterweise wird man anschließend wiederholt von Nutten angequatscht…